MAGNESIOCARD IV

Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG Wirkstoff: Magnesium →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 5X10 ML 10,75 €
N2 10X10 ML 18,45 €
N3 20X10 ML 31,00 €
KTP 50X10 ML 68,15 €

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Fachinformationen

Indikation

  • nachgewiesener Magnesiummangel, falls Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) und wenn orale Therapie nicht möglich ist

Dosierung

Basiseinheit: 1 Ampulle zu 10 ml Injektionslösung enthält 737,6 mg Magnesiunaspartat-hydrochlorid x 3 H2O (3 mmol bzw. 72,9 mg Magnesium).

  • nachgewiesener Magnesiummangel, falls Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit
    • 1 Ampulle 1mal / 1 - 2 Tage
    • Dauer der Anwendung
      • abhängig vom Ausmaß des Magnesiummangels
      • liegt im Ermessen des Arztes
    • Kinder und Jugendliche
      • keine Daten
    • eingeschränkte Nierenfunktion
      • vorsichtige Dosierung
      • Überwachung des Serum-Magnesiumspiegels
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • unzureichende Datenlage
      • keine Dosierungsempfehlungen
    • starke Müdigkeitserscheinungen nach hochdosierter Magnesiumgabe
      • möglicher Hinweis auf überhöhten Magnesium-Serum-Spiegel
      • Dosisreduktion bzw. Behandlungsunterbrechung

Kontraindikationen

Magnesiumaspartat - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Magnesiumaspartat
  • AV-Block oder sonstige kardiale Überleitungsstörungen
  • ausgeprägte Bradykardie
  • schwere Niereninsuffizienz
  • Anurie
  • Exsikkose
  • Myasthenia gravis
  • Infektsteindiathese (Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphatsteine)

Nebenwirkungen

Magnesiumaspartat - invasiv
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Bradykardie
      • Überleitungsstörungen
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • periphere Gefäßerweiterungen
      • bei i.v. Anwendung
        • Wärmegefühl
        • Flush
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei zu schneller i.v. Injektion
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Mundtrockenheit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei zu schneller i.v. Injektion
        • Agitiertheit
        • Erregung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei zu schneller i.v. Injektion
        • Kopfschmerzen
        • vereinzelt starkes Schwindelgefühl
        • Tremor
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei zu schneller i.v. Injektion
        • Kribbeln
        • Schwitzen

Anwendungshinweise

  • Lösung zur sehr langsamen i.v. Injektion am liegenden Patienten (erste 3 ml Injektionslösung / 3 Min.)
  • Patienten nach Injektion 10 - 20 Min. ruhen lassen
  • gelegentlich können Sensationen auftreten, wie von Calcium-Injektion bekannt

Stillzeithinweise

Magnesiumaspartat - invasiv
  • kann in der Stillzeit angewendet werden

Schwangerschaftshinweise

Magnesiumaspartat - invasiv
  • kann in der Schwangerschaft angewendet werden
  • keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko
  • bei hochdosierter Verabreichung kurz vor der Geburt, sollte das Neubeborene in den ersten 24 - 48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität überwacht werden:
    • neurologische Depression mit Atemdepression
    • Muskelschwäche
    • Verlust von Reflexen

Warnhinweise

Magnesiumaspartat - invasiv
  • bei der Anwendung können gelegentlich Sensationen auftreten, wie sie von der Calcium-Injektion bekannt sind
  • Müdigkeitserscheinungen
    • starke Müdigkeitserscheinungen nach hochdosierter Gabe können darauf hinweisen, dass bereits ein überhöhter Serum-Magnesium-Spiegel erreicht ist
      • in diesem Fall Dosis verringern bzw. Medikation vorübergehend absetzen
  • bei hochdosierter parenteraler Magnesiumtherapie muss Folgendes geprüft werden
    • Patellarsehnenreflexe müssen erhalten sein
    • Atemfrequenz darf 16 Atemzüge pro Min. nicht unterschreiten
    • Urinausscheidung soll mind. 25 ml pro Stunde betragen
      • ist sie geringer, besteht die Gefahr der Hypermagnesiämie
    • als Antidot müssen Ampullen mit Calciumgluconat 10% bereitgehalten werden
      • sollte bei lebensbedrohlichen Zuständen das Antidot nicht ausreichend sein, sind intensivmedizinische Maßnahmen zu ergreifen
  • Patienten mit renaler Funktionseinschränkung
    • vorsichtige Dosierung erforderlich
    • Serum-Magnesium-Spiegel dieser Patienten überwachen