MAGNESIUM VERLA N KONZENTRAT

Verla-Pharm Arzneimittel GmbH & Co. KG Wirkstoff: Magnesium →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 6,40 €
N2 50 ST 13,15 €
N3 100 ST 21,70 €
KTP 500 ST 93,70 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung von therapiebedürftigen Magnesiummangelzuständen, die keiner parenteralen Substitution bedürfen
  • (Nachgewiesener) Magnesiummangel, wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist

Dosierung

  • therapiebedürftige Magnesiummangelzustände, die keiner parenteralen Substitution bedürfen; nachgewiesener Magnesiummangel, falls Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit
    • Dosierung abhängig vom Ausmaß des Magnesiummangels und im Ermessen des Arztes
    • Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
      • 1 Beutel (121,5 mg Magnesium) 1 - 3mal / Tag
    • Kinder 4 - 11 Jahre
      • 1 Beutel (121,5 mg Magnesium) 1 - 2mal / Tag
    • Kinder 1 - 3 Jahre
      • 1 Beutel (121,5 mg Magnesium) 1mal / Tag
    • Kinder < 1 Jahr
      • keine Anwendung
    • Behandlungsdauer
      • abhängig vom Ausmaß des Magnesiummangels
      • liegt im Ermessen des Arztes
      • Sicherheitsdaten vergleichbarer Magnesiumpräparate liegen aus klinischen Studien vor, die über eine Dauer von 4 Wochen bis zu 6 Monaten durchgeführt wurden
    • Nierenfunktionsstörungen
      • leicht - mittelschwer: Anwendung mit Vorsicht
      • schwer: kontraindiziert
    • Leberfunktionsstörungen
      • aufgrund unzureichender Datenlage keine besonderen Dosierungsempfehlungen vorhanden

Kontraindikationen

Magnesiumaspartat - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Magnesiumaspartat
  • schwere Niereninsuffizienz (glomeruläre Filtrationsrate < 30 ml/min)
    • mit fortschreitender Niereninsuffizienz muss bei Kreatinin im Serum > 500 µmol/l (6 mg pro 100 ml) mit einer Magnesiumretention gerechnet werden
    • der Wert im Serum steigt dabei gewöhnlich nicht über 1,3 mmol/l Mg an
    • da eine Hypermagnesiämie erst nach Abfall des Glomerulumfiltrats unter 30 ml/min auftritt, kann man annehmen, dass sich im Verlauf der chronischen Niereninsuffizienz auch eine adaptive Mehrausscheidung des Magnesiums pro Einzelnephron einstellen muss
  • Anurie
  • Myasthenia gravis
  • Störungen der Erregungsüberleitung im Herzen (AV-Block)
  • Exsikkose
  • Infektsteindiathese (Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphatsteine)
  • gegebenenfalls ergibt sich aus Elektrolytstatus/Mineralstoffhaushalt eine Gegenanzeige
    • Überprüfung notwendig

Nebenwirkungen

Magnesiumaspartat - peroral
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Müdigkeit(serscheinungen)
        • möglicher Hinweis auf Erreichen eines erhöhten Magnesium-Serum-Spiegels
        • bei hochdosierter und länger andauernder Einnahme
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • weiche Stühle (bei höheren Dosierungen)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Durchfall
        • bei Auftreten störender Durchfälle sollte die Tagesdosis reduziert oder das Präparat vorübergehend abgesetzt werden

Anwendungshinweise

  • Inhalt eines Beutels in einem halben Glas Wasser, Tee oder Fruchtsaft verrühren und trinken
  • Einnahme vor dem Essen verbessert die Resorption
  • Einnahme 2 - 3 Stunden versetzt zu Tetrazyklinen oder Natriumfluoridpräparaten, um gegenseitige Beeinträchtigung der Resorption zu vermeiden

Stillzeithinweise

Magnesiumaspartat - peroral
  • kann während der Stillzeit angewendet werden
    • vorausgesetzt die Nierenfunktion ist nicht beeinträchtigt
  • Magnesium zeigte keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder von behandelten Müttern
  • Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden

Schwangerschaftshinweise

Magnesiumaspartat - peroral
  • kann in in jeder Phase der Schwangerschaft angewendet werden
    • wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist
    • vorausgesetzt die Nierenfunktion ist nicht beeinträchtigt
  • bei Verabreichung kurz vor der Geburt: Überwachung des Neugeborenen auf Anzeichen von Toxizität
    • neurologische Depression mit Atemdepression
    • Muskelschwäche
    • Verlust von Reflexen
  • keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität von Magnesium
  • Berichte über schädliche Auswirkungen während der Stillzeit beim Menschen sind bisher nicht bekannt geworden
  • Fertilität
    • keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vorliegend
    • aufgrund von Langzeiterfahrungen sind keine negativen Auswirkungen auf die männliche oder weibliche Fruchtbarkeit zu erwarten

Warnhinweise

Magnesiumaspartat - peroral
  • Nierenfunktionsstörungen
    • Einnahme nur unter ärztlicher Kontrolle
    • Vermeidung einer hochdosierten Daueranwendung
    • engmaschige Überwachung des Elektrolythaushalts (Überprüfungen des Wasserhaushalts und der Nierenfunktion)
    • regelmäßige Kontrolle des Elektrolythaushaltes empfohlen (vor allem Untersuchungen auf Hyperkaliämie und Hypermagnesiämie)
      • gegebenenfalls ergibt sich aus Elektrolytstatus/Mineralstoffhaushalt eine Gegenanzeige
    • leichte bis mittelschwere Einschränkung der Nierenfunktion
      • Anwendung mit Vorsicht
      • Einnahme nur nach ärztlicher Rücksprache
    • bekannte Veranlagung zur Bildung von Struvit-Nierensteinen (Magnesiumammoniumphosphat- Steine)
      • Einahme nur nach ärztlicher Rücksprache
  • auf Magnesiummangelzustände zurückzuführende Krankheiten können auch andere Ursachen haben
    • falls die Einnahme keine Wirkung zeigt, sollte ein Arzt aufgesucht werden
  • Kinder und Jugendliche
    • ggf. jew. Produktinformation für Dosierungshinweise beachten
  • feste orale Darreichungsfrom zum Kauen
    • keine Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren
  • orale Darreichungsform mit veränderter Wirkstoffreisetzung
    • keine Anwendung bei Kindern unter 15 Jahren
    • keine ausreichenden Erfahrungen bei Kindern unter 15 Jahren vorliegend