MAXITROL
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5 ML | 19,83 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Entzündungen des vorderen Augenabschnittes
- die Behandlung mit Kortikoid bedürfen
- bei denen gleichzeitig eine durch Polymyxin-B- und/oder Neomycin-empfindliche Erreger verursachte Infektion des äußeren Auges vorliegt
- oder Gefahr einer bakteriellen Infektion besteht, z. B.
- postoperativ zur Kontrolle immunologischer Prozesse und Infektionsprophylaxe
- periphere Keratitis
- Blepharitis
- Verätzungen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Suspension enthält 1 mg Dexamethason, 3500 I.E. Neomycinsulfat (entsprechend 3,5 mg Neomycin), 6000 I.E. Polymyxin-B-sulfat
- Entzündungen des vorderen Augenabschnittes
- 1 Tropfen bis zu 6mal / Tag in den unteren Bindehautsack eintropfen
- Dosierungshäufigkeit
- richtet sich nach Schweregrad der Infektion
- kann je nach Besserung des Krankheitsbildes herabgesetzt werden
- Behandlungsdauer
- Individuell nach Ausprägung des Krankheitsbildes vom Arzt festzulegen
- um Wiederaufflammen der Infektion vorzubeugen, Behandlung auch nach Abklingen sämtlicher Krankheitsanzeichen noch mehrere Tage lang fortsetzen
- i. d. R. max. 3 Wochen
- Therapie nicht vorzeitig abbrechen
Kontraindikationen
Dexamethason, Neomycin sulfat, Polymyxin B sulfat - okulär
- Überempfindlichkeit gegen Dexamethason, Neomycinsulfat, Polymyxin-B-sulfat
- Herpes-simplex-Keratitis
- Vaccinia-, Varizellen- oder andere viralen Infektionen der Hornhaut und Bindehaut
- virus-, pilzbedingten, tuberkulösen oder unbehandelten parasitären Augeninfektionen
- mykobakteriellen und bakterienbedingten Augenerkrankungen verursacht durch Erreger, die nicht auf Neomycin und Polymyxin-B ansprechen
- Verletzungen der Hornhaut
- Hornhautulkus
- Glaukom
Nebenwirkungen
Dexamethason, Neomycin sulfat, Polymyxin B sulfat - okulär
Nebenwirkungen die während klinischer Studien aufgetreten sind
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Keratitis
- erhöhter intraokulärer Druck
- Augenjucken
- Augenbeschwerden
- Augenirritation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Nebenwirkungen die nach Markteinführung aufgetreten sind
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cushing-Syndrom
- Nebennierensuppression
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kopfschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- ulzerative Keratitis
- verschwommenes Sehen
- Photophobie
- Mydriasis
- Augenlidptosis
- Augenschmerzen
- Schwellung des Auges
- Fremdkörpergefühl
- okuläre Hyperämie
- verstärkte Tränensekretion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Anwendung am Auge
- Suspension zum Eintropfen in den unteren Bindehautsack
- vor Gebrauch gut schütteln
- Verschließen des Tränenkanals oder sanftes Schließen des Augenlids nach der Anwendung empfohlen (systemische Aufnahme wird ggf. verringert und systemische Nebenwirkungen gemindert)
- bei kombinierter Anwendung von Augensalbe und Augentropfen
- Augentropfen tagsüber, Augensalbe abends vor dem Schlafengehen
- um Verunreinigung der Tropferspitze und der Suspension zu vermeiden, sorgfältig darauf achten, dass Augenlider und umgebenden Augenpartien oder sonstige Oberflächen nicht mit der Tropferspitze der Flasche berührt werden
- Flasche nach Gebrauch gut verschließen
Stillzeithinweise
Dexamethason, Neomycin sulfat, Polymyxin B sulfat - okulär
- es ist zu entscheiden, ob abgestillt wird oder die Behandlung mit dem Arzneimittel abgebrochen wird bzw. darauf verzichtet wird
- dabei sollte der Nutzen des Stillens für den Säugling und der Nutzen der Behandlung der Mutter berücksichtigt werden
- systemisch verabreichte Glucocorticoide und Aminoglycoside gehen in die Muttermilch über
- Glucocorticoide können das Wachstum und die endogene Glucocorticoid-Produktion unterdrücken oder andere unerwünschte Effekte hervorrufen
- es ist nicht bekannt, ob das Arzneimittel in signifikanten Mengen in die Muttermilch übergeht
- ein Risiko für das gestillte Kind kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Dexamethason, Neomycin sulfat, Polymyxin B sulfat - okulär
- Anwendung nicht empfohlen
- da eine relevante systemische Exposition von Glucocorticoiden auch nach Anwendung am Auge nicht ausgeschlossen werden kann
- bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung des Arzneimittels sowie für die einzelnen Wirkstoffe Polymyxin-B-sulfat, Neomycin und Dexamethason bei Schwangeren vor
- Neomycin
- Aminoglycosidantibiotika wie Neomycin passieren die Plazentaschranke
- die systemische Anwendung von Aminoglycosidantibiotika führte in präklinischen und klinischen Untersuchungen zu Ototoxizität und Nephrotoxizität
- aufgrund der geringen Menge, die nach topischer Anwendung des Produkts aufgenommen wird, ist eine durch Neomycin intrauterin hervorgerufene Ototoxizität oder Nephrotoxizität nicht zu erwarten
- Dexamethason
- eine längere oder wiederholte systemische Anwendung von Glucocorticoiden während der Schwangerschaft wurde mit einem erhöhten Risiko in Verbindung gebracht für
- intrauterine Wachstumsverzögerung
- niedriges Geburtsgewicht des Fötus
- erhöhtes Risiko für Bluthochdruck
- vaskuläre Erkrankungen
- Insulinresistenz im Erwachsenenalter
- Gabe hoher systemischer Dosen von Glucocorticoiden zum Ende der Schwangerschaft erhöht zudem das Risiko der Atrophie der fötalen Nebennierenrinde
- tierexperimentelle Studien
- haben nach systemischer und okulärer Verabreichung von Dexamethason eine Reproduktionstoxizität einschließlich oraler Spaltenbildung gezeigt
- Fertilität
- systemisch verabreichte Glucocorticoide können die hormonelle Sekretion von Hypothalamus und Hypophyse, die Gametogenese in Testes bzw. Ovar und somit die Fertilität beeinflussen
- ob Dexamethason die Fertilität auch nach ophthalmologischer Anwendung beeinflusst, ist jedoch unbekannt
- eine längere oder wiederholte systemische Anwendung von Glucocorticoiden während der Schwangerschaft wurde mit einem erhöhten Risiko in Verbindung gebracht für
- Polymyxin-B
- tierexperimentelle Studien
- Fallberichte nach parenteraler Anwendung von Polymyxin-B bei Schwangeren zeigten kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen
- es sind allerdings keine tierexperimentellen Daten zum Plazentaübergang und zur Reproduktionstoxizität von Polymyxin-B verfügbar
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Dexamethason, Neomycin sulfat, Polymyxin B sulfat - okulär
- nur zur Anwendung am Auge bestimmt
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei einigen Patienten kann es zur Überempfindlichkeit gegenüber topisch angewendeten Aminoglykosiden wie Neomycin kommen
- Schwere der Überempfindlichkeitsreaktion kann von lokalen Effekten bis zu generalisierten Effekten reichen, wie
- Erythem
- Jucken
- Urtikaria
- Hautausschlag
- Anaphylaxie
- anaphylaktische Reaktionen
- bullöse Reaktionen
- treten während der Anwendung des Arzneimittels Überempfindlichkeitsreaktionen auf, sollte die Behandlung abgebrochen werden
- darüber hinaus kann die topische Anwendung von Neomycin zur Hautsensibilisierung führen
- Überempfindlichkeit gegenüber anderen topischen und/oder systemischen Aminoglykosiden
- bei Patienten, die empfindlich auf topisches Neomycin reagieren, muss auch eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen topischen und/oder systemischen Aminoglykosiden in Betracht gezogen werden
- da es zu Kreuzsensibilität mit anderen Aminoglykosiden kommen kann
- bei Patienten, die empfindlich auf topisches Neomycin reagieren, muss auch eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen topischen und/oder systemischen Aminoglykosiden in Betracht gezogen werden
- Patienten, die systemisches Neomycin erhielten, und bei topischer Anwendung von Neomycin auf offenen Wunden bzw. geschädigter Haut
- es traten schwerwiegende Nebenwirkungen wie neurotoxische, ototoxische und nephrotoxische Reaktionen auf
- nephrotoxische und neurotoxische Wirkungen wurden auch bei systemischer Gabe von Polymyxin B beobachtet
- obwohl diese Reaktionen nicht im Zusammenhang mit topischer Anwendung dieses Produktes am Auge berichtet wurden, ist bei gleichzeitigem Gebrauch von systemischen Aminoglycosiden oder Polymyxin B Vorsicht geboten
- eine längerfristige Anwendung ophthalmischer Corticosteroide kann zu folgendem führen
- okulärer Hypertension und/oder
- Glaukom mit Schädigung des Sehnervs
- verminderte Sehschärfe
- Gesichtsfeldausfällen
- hintere subkapsuläre Kataraktbildung
- Risiko bei prädisponierte Patienten (zum Beispiel bei Diabetikern) erhöht für
- Corticosteroid-induzierter Anstieg des intraokulären Drucks
- Entstehung eines Glaukoms
- deswegen sollte bei Patienten, die sich einer längeren ophthalmischen Corticosteroid-Therapie unterziehen, der Intraokulardruck regelmäßig und häufig kontrolliert werden
- dies ist insbesondere bei Kindern zu berücksichtigen, da bei Kindern ein höheres Risiko einer Corticosteroid-induzierten okulären Hypertension besteht und diese früher als bei Erwachsenen auftreten kann
- deswegen sollte bei Patienten, die sich einer längeren ophthalmischen Corticosteroid-Therapie unterziehen, der Intraokulardruck regelmäßig und häufig kontrolliert werden
- Heilungsprobleme
- topische ophthalmische Corticosteroide können die Wundheilung der Kornea verlangsamen
- topische nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) sind ebenfalls dafür bekannt, dass sie die Heilung verlangsamen oder verzögern können
- gleichzeitige Anwendung topischer NSAR und topischer Corticosteroide kann die Wahrscheinlichkeit von Heilungsproblemen erhöhen
- Cushing-Syndrom und/oder eine Nebennierensuppression
- können in Verbindung mit der systemischen Absorption von ophthalmischem Dexamethason nach einer intensiven oder langfristigen Behandlung von prädisponierten Patienten, einschließlich Kindern und Patienten, die mit CYP3A4-Inhibitoren (einschließlich Ritonavir und Cobicistat) behandelt wurden, auftreten
- in diesen Fällen sollte die Behandlung schrittweise beendet werden
- Corticosteroide können die Abwehrkraft gegen nicht empfindliche Bakterien-, Viren-, parasitäre oder Pilzinfektionen schwächenbzw. deren Entstehung begünstigen
- topische Corticosteroide können die klinischen Zeichen einer Infektion maskieren, so dass eine mangelnde Wirksamkeit eines Antibiotikums unter Umständen nicht erkannt wird
- darüber hinaus können Corticosteroide Überempfindlichkeitsreaktionen auf Inhaltsstoffe des Produkts unterdrücken
- bei Patienten mit persistierendem Hornhautulkus, die mit topischen Corticosteroiden behandelt werden oder behandelt wurden, sollte von einer Pilzinfektion ausgegangen werden
- falls es zu einer Pilzinfektion kommt, ist die Behandlung abzusetzen
- Sehstörungen
- bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
- Arztkonsultation
- wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird
- zur Bewertung möglicher Ursachen, diese umfassen unter anderem
- Katarakt
- Glaukom
- seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
- Pilzinfektion
- wie auch bei anderen Antiinfektiva kann die längere Anwendung von Antibiotika wie z. B. Neomycin und Polymyxin zu einem übermäßigen Wachstum nicht-empfindlicher Erreger einschließlich Pilzen führen
- beim Auftreten einer Superinfektion sollte die Therapie abgesetzt und eine alternative Therapie begonnen werden
- Infektionen, die durch Viren, Pilze oder durch Neomycin bzw. Polymyxin-B-sulfat-resistente Bakterien verursacht sind, können durch Corticosteroidapplikation aktiviert, verstärkt oder verschleiert werden
- nicht ansprechen der Behandlung
- sollte die Behandlung mit Dexamethason plus Neomycin plus Polymyxin-B-sulfat nicht rasch ansprechen, ist sie durch eine geeignete Therapie zu ersetzen
- Verdünnung der Hornhaut und Sklera
- bei Erkrankungen, die eine Verdünnung der Hornhaut und Sklera verursachen, kann die Anwendung von topischen Corticosteroiden zur Perforation führen