MCP STADA 1mg/ml Lösung zum Einnehmen

STADAPHARM GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Metoclopramid →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 ML 13,09 €
N2 50 ML 13,07 €
N3 100 ML 13,89 €
NotApplicable 50 ML

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene

  • Vorbeugung von nach Chemotherapie verzögert auftretender Übelkeit und verzögert auftretendem Erbrechen (CINV)
  • Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen, die durch Strahlentherapie verursacht werden (RINV)
  • Symptomatischen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, einschließlich Übelkeit und Erbrechen, die durch akute Migräne hervorgerufen werden
    • Metoclopramid kann in Kombination mit oralen Schmerzmitteln verwendet werden, um die Resorption des Schmerzmittels bei akuter Migräne zu fördern

Kinder und Jugendliche (9 - 18 Jahre)

  • Vorbeugung von nach Chemotherapie verzögert auftretender Übelkeit und verzögert auftretendem Erbrechen (CINV) als Sekundäroption

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung zum Einnehmen enthält 1,053 mg Metoclopramidhydrochlorid 1 H2O (Ph.Eur.) entsprechend 1 mg Metoclopramidhydrochlorid

  • Erwachsene
    • 10 ml Lösung (entsprechend 10 mg Metoclopramid) bis zu 3mal / Tag
    • max. Tagesdosis: 30 ml Lösung (entsprechend 30 mg Metoclopramid) oder 0,5 ml Lösung / kg KG (entsprechend 0,5 mg / kg KG)
  • Vorbeugung von nach Chemotherapie verzögert auftretender Übelkeit und verzögert auftretendem Erbrechen (CINV) (Kinder und Jugendliche 9 - 18 Jahre)
    • 0,1 - 0,15 mg / kg KG bis zu 3mal / Tag
    • max. Tagesdosis: entsprechend 0,5 mg / kg KG
    • Dosierungstabelle
      • 9 - 18 Jahre / 30 - 60 kg KG
        • 5 mg (5 ml Lösung zum Einnehmen) bis zu 3mal / Tag
      • 15 - 18 Jahre / > 60 kg KG
        • 10 mg (10 ml Lösung zum Einnehmen) bis zu 3mal / Tag
  • Behandlungsdauer
    • max. 5 Tage

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Dosisreduzierung auf der Grundlage der Nieren- und Leberfunktion und der Gebrechlichkeit insgesamt erwägen
  • beeinträchtigte Nierenfunktion
    • Patienten mit Nierenerkrankung im Endstadium (Kreatinin-Clearance </=15 ml/min)
      • Reduktion der Tagesdosis um 75 %
      • aufgrund der Graduierung der Dosierhilfe Lösung zum Einnehmen nicht für Anwendung bei Patienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium bestimmt
    • Patienten mit mäßiger bis schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 15 - 60 ml/min)
      • Dosis um 50 % reduzieren
      • aufgrund der Graduierung der Dosierhilfe Lösung zum Einnehmen nicht für Anwendung bei Kindern und Jugendlichen von 9 - 18 Jahren (30 - 60 kg KG) bestimmt
  • beeinträchtigte Leberfunktion
    • Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion
      • Dosis um 50 % reduzieren
      • aufgrund der Graduierung der Dosierhilfe Lösung zum Einnehmen nicht für Anwendung bei Kindern und Jugendlichen von 9 - 18 Jahren (30 - 60 kg KG) bestimmt
  • Kinder und Jugendliche
    • Kinder < 1 Jahr
      • kontraindiziert
      • aufgrund der Graduierung der Dosierhilfe Lösung zum Einnehmen nicht für Anwendung bei Kindern und Jugendlichen < 9 Jahren (< 30 kg KG) bestimmt

Kontraindikationen

Metoclopramid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Metoclopramid
  • gastrointestinale Blutungen, mechanische Obstruktionen oder gastrointestinale Perforation, bei denen die Stimulierung der gastrointestinalen Motilität ein Risiko darstellt
  • Verdacht auf oder bestätigtes Phäochromozytom
    • aufgrund des Risikos schwerer hypertensiver Episoden
  • prolaktinabhängiger Tumor
  • Vorgeschichte neuroleptischer oder durch Metoclopramid verursachter Spätdyskinesie
  • Epilepsie (gesteigerte Anfallshäufigkeit und -stärke)
  • Morbus Parkinson
  • Patienten mit extrapyramidalmotorischen Störungen
  • Kombination mit Levodopa oder dopaminergen Agonisten
  • bekannte Vorgeschichte von Methämoglobinämie mit Metoclopramid oder eines NADH-Cytochrom-b5-Reduktase-Mangels
  • Anwendung bei Kindern unter 1 Jahr
    • aufgrund des erhöhten Risikos extrapyramidaler Erkrankungen
  • Darreichungsform mit verzögerter Wirkstofffreisetzung: zusätzliche Kontraindikationen
    • eingeschränkte Leberfunktion
    • eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 60 ml / Min.)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Metoclopramid - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Methämoglobinämie, die in Zusammenhang mit NADH-Cytochrom-b5-Reduktase-Mangel stehen kann, besonders bei Neugeborenen
      • Sulfhämoglobinämie, hauptsächlich bei gleichzeitiger Gabe hoher Dosen von Schwefel freisetzenden Arzneimitteln
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bradykardie, insbesondere bei intravenöser Anwendung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Herzstillstand, der kurz nach Injektion auftritt, und der nach einer Bradykardie auftreten kann
      • atrioventrikulärer Block
      • Sinusknotenstillstand insbesondere bei intravenöser Anwendung
      • QT-Verlängerung im Elektrokardiogramm
      • Torsade de pointes
  • Endokrine Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Amenorrhö (bei längerer Behandlung in Zusammenhang mit einer Hyperprolaktinämie)
      • Hyperprolaktinämie (bei längerer Behandlung in Zusammenhang mit einer Hyperprolaktinämie)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Galaktorrhö
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gynäkomastie (bei längerer Behandlung in Zusammenhang mit einer Hyperprolaktinämie)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhö
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktion (einschließlich anaphylaktischer Schock, insbesondere bei intravenöser Anwendung)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Somnolenz
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • extrapyramidale Erkrankungen (besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen und / oder wenn die empfohlene Dosis überschritten wird, selbst im Anschluss an die Gabe einer einzigen Dosis des Arzneimittels)
      • Parkinsonismus
      • Akathisie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dystonie (einschließlich Sehstörungen und okulogyre Krise)
      • Dyskinesie
      • getrübter Bewusstseinszustand
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Krämpfe, besonders bei epileptischen Patienten
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Spätdyskinesie, die während oder nach längerer Behandlung besonders bei älteren Patienten auftreten und bestehen bleiben kann
      • malignes neuroleptisches Syndrom
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Depression
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Halluzination
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verwirrtheitszustand
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angst
      • Ruhelosigkeit
      • Schläfrigkeit
      • Bewusstseinsstörungen
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie, besonders bei intravenöser Anwendung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schock
      • Synkope nach Anwendung als Injektion
      • akute Hypertonie bei Patienten mit Phäochromozytom
      • vorübergehender Anstieg des Blutdrucks

Anwendungshinweise

  • Lösung vor den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) einnehmen
  • Abstand von mind. 6 Stunden zwischen zwei Einnahmezeitpunkten muss eingehalten werden, selbst im Fall von Erbrechen oder Abstoßen der Dosis
  • für genaue Dosierung liegt Dosierhilfe bei

Stillzeithinweise

Metoclopramid - peroral
  • Metoclopramid während der Stillzeit nicht empfohlen; Abbruch der Anwendung von Metoclopramid sollte erwogen werden
  • Metoclopramid wird in geringem Maße in die Muttermilch ausgeschieden
  • Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen können nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Metoclopramid - peroral
  • Metoclopramid kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist
    • weitreichende Erfahrungen an schwangeren Frauen (> 1000 exponierte Schwangere) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität hin
  • Metoclopramid sollte am Ende der Schwangerschaft vermieden werden
    • wenn die Gabe von Metoclopramid am Ende der Schwangerschaft erfolgt, kann das Auftreten eines extrapyramidalen Syndroms beim Neugeborenen aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften (wie bei Neuroleptika) nicht ausgeschlossen werden
  • wenn Metoclopramid angewendet wird, muss eine neonatale Überwachung erfolgen
  • Fertilität
    • Metoclopramid verursachte eine reversible Beeinträchtigung der Spermatogenese bei Ratten; Relevanz dieser Ergebnisse für den Menschen ist unklar

Warnhinweise

Metoclopramid - peroral
  • Neurologische Erkrankungen
    • extrapyramidale Erkrankungen können besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen und/oder bei der Anwendung hoher Dosierungen auftreten
      • Reaktionen treten normalerweise zu Beginn der Behandlung auf und können selbst nach nur einer einzigen Gabe auftreten
      • Metoclopramid muss im Falle extrapyramidaler Symptome unverzüglich abgesetzt werden
      • diese Auswirkungen klingen nach dem Absetzen im Allgemeinen vollständig ab, bedürfen aber gegebenenfalls einer symptomatischen Behandlung (Benzodiazepine bei Kindern und/oder anticholinerge Antiparkinsonmittel bei Erwachsenen)
    • Zeitspanne zwischen jeder Gabe
      • Zeitspanne von mindestens 6 Stunden bzw. von 24 Stunden bei retardierter Darreichungsform muss zwischen jeder Gabe von Metoclopramid eingehalten werden
        • selbst im Fall von Erbrechen und dem Abstoßen der Dosis, um eine Überdosis zu vermeiden
    • längere Behandlung mit Metoclopramid
      • kann besonders bei älteren Patienten eine Spätdyskinesie verursachen, die irreversibel sein kann
      • Behandlung sollte aufgrund des Risikos einer Spätdyskinesie 3 Monate nicht überschreiten
      • Behandlung muss abgebrochen werden, wenn klinische Anzeichen einer Spätdyskinesie auftreten
    • Malignes neuroleptisches Syndrom
      • Malignes neuroleptisches Syndrom wurde für Metoclopramid in Kombination mit Neuroleptika sowie mit Metoclopramid-Monotherapie berichtet
      • Metoclopramid sollte im Fall von Symptomen eines malignen neuroleptischen Syndroms unverzüglich abgesetzt und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden
    • besondere Sorgfalt bei Patienten
      • mit zugrundeliegenden neurologischen Erkrankungen
      • die mit zentral wirkenden Arzneimitteln behandelt werden
    • Morbus Parkinson
      • Symptome von Morbus Parkinson können durch Metoclopramid verstärkt werden
  • Methämoglobinämie
    • wurde über Methämoglobinämien berichtet, die in Zusammenhang mit einem NADH-Cytochrom-b5-Reduktase-Mangel stehen können
    • in solchen Fällen muss Metoclopramid unverzüglich und dauerhaft abgesetzt werden und entsprechende Maßnahmen (wie eine Behandlung mit Methylenblau) sind einzuleiten
  • Herzerkrankungen
    • Berichte schwerwiegender kardiovaskulärer unerwünschter Wirkungen, einschließlich Fälle von Kreislaufkollaps, schwerwiegender Bradykardie, Herzstillstand und QT-Verlängerung im Anschluss an die parenterale Anwendung von Metoclopramid, insbesondere bei intravenöser Anwendung
    • besondere Vorsicht (insbesondere bei intravenöser Anwendung bei älteren Patienten) bei der Anwendung von Metoclopramid bei
      • Patienten mit Erregungsleitungsstörungen (einschließlich QT-Verlängerung)
      • Patienten mit nicht korrigiertem Elektrolytungleichgewicht
      • Bradykardie
      • Patienten, die Arzneimittel einnehmen, von denen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall verlängern
  • Nieren- und Leberfunktionsstörungen
    • Dosisverringerung empfohlen bei Patienten mit einer beeinträchtigten Nierenfunktion oder schweren Leberfunktionsstörungen