medelmex Duraphat 50mg/ml Dentalsuspension

CP GABA GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Fluorid →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
10 ML 38,19 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Kariesprophylaxe
  • Behandlung überempfindlicher Zahnhälse

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Dentalsuspension enthält 50 mg Natriumfluorid (entsprechend 22,6 mg Fluorid-Ionen)

  • Kariesprophylaxe, Behandlung überempfindlicher Zahnhälse
    • geringe - durchschnittliche Kariesanfälligkeit: Anwendung halbjährlich
    • erhöhte Kariesgefährdung
      • Anwendung vierteljährlich empfohlen, vor allem für gezielte Applikation an besonders gefährdeten Stellen des Gebisses, wie z.B. an durchbrechenden Molaren und für das Milchgebiß
    • Behandlung überempfindlicher Zahnhälse
      • Applikation 2 - 3mal im Abstand von einigen Tagen
    • Maximaldosis bei den einzelnen Applikationen
      • Milchgebiß: 0,25 ml Dentalsuspension (5,7 mg Fluorid)
      • Wechselgebiß: 0,40 ml Dentalsuspension (9,0 mg Fluorid)
      • bleibenden Gebiß: 0,75 ml Dentalsuspension (17 mg Fluorid)

Kontraindikationen

Natriumfluorid - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Natriumfluorid
  • ulcerierende Gingivitiden und Stomatitiden
  • allergisches Asthma bronchiale
  • Patienten mit einer diagnostizierten Dentalfluorose
  • Kinder < 6 Jahre (abweichende Empfehlungen möglich; jew. Herstellerinformation beachten)
  • Patienten, bei denen die Kontrolle über den Schluckreflex nicht gewährleistet ist

Nebenwirkungen

Natriumfluorid - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • ödematöse Schwellungen der Mundschleimhaut
        • in Ausnahmefällen bei Neigung zu allergischen Reaktionen beobachtet, besonders bei breitflächiger Applikation
      • ulcerierende Gingivitiden und Stomatitiden
      • Brechreiz
      • Übelkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Desquamationen
      • Erosionen bzw. Ulzerationen an der Mundschleimhaut
      • Reizungen im Mundraum
      • brennendes Gefühl im Mund
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Asthmaanfälle bei Patienten mit allergischem Asthma bronchiale
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hautreizungen
      • Angioödem

Anwendungshinweise

  • massive Zahnbeläge entfernen
  • nicht vom Patienten anwenden lassen
  • Zähne mit Watterollen und Luftbläser oder Saugspateln (Holzspatel, zellstoffumwickelt) trocken legen
  • dann Suspension auf Zähne auftragen
  • Produkt am einfachsten mit Wattestäbchen (z.B. Q-Tips oder Vasenol-Stäbchen) in dünner Schicht möglichst gezielt auf kariesgefährdete Stellen des Gebisses bringen und besonders approximal gut einmassieren; approximale Applikation am besten mit stumpfer zahnärztlicher Sonde oder mit Zahnseide
  • großflächiges sowie zu dickes Auftragen besonders auf die lingualen Seite des Unterkiefers vermeiden (wird als störend empfunden)
  • genannte Maximaldosen werden nicht überschritten, wenn Produkt in dünner Schicht gezielt an den gefährdeten Stellen des Gebisses angewendet wird (Zurückbleiben von Suspension im Wattebausch, Dappengläschen und dergleichen)
  • Approximal: Kanüle unter Führung des Kontaktpunktes zwischen Zähne schieben und kleine Menge in den Approximalraum drücken; Kanüle von beiden Seiten am Approximalraum ansetzen und anschließend auch okklusal um die Kontaktzone herumführen, so dass gesamter Spaltraum ausgefüllt wird
  • Okklusal: ein Tropfen mit Kanüle an Fissuren entlang ziehen; Plaquereste hierbei mit Kanüle entfernen
  • Füllungs- und Kronenränder: grundsätzlich wie Approximalflächen, Fissuren und Grübchen mit Produkt behandeln, ebenso gefährdete und überempfindliche Zahnhälse
  • Glattflächen der Zähne nur bei erhöhter Kariesaktivität, insbesondere bei beginnender opaker Entkalkung, behandeln; Kanüle dazu tangential ansetzen und so Produkt mit Seite des abgebogenen Kanülenendes flächenhaft verteilen
  • weitere Informationen zur Durchführung der Touchierung sowie weitere Hinweise zur Handhabung siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Natriumfluorid - intraoral
  • jeweilige Herstellerangaben beachten!
    • Zahnpaste / Dentalgel
      • keine Anwendung während der Stillzeit, es sei denn, eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung wurde durchgeführt
        • Anwendung nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Zahnarzt
    • Dentalsuspension
      • Anwendung in der Stillzeit möglich
      • Fluorid wird nach oraler Gabe nur in geringen Mengen in der Muttermilch ausgeschieden
        • bei der therapeutischen Anwendung des Arzneimittels ist kein Effekt auf das gestillte Neugeborene/Kind zu erwarten
  • der Fluoridmetabolismus während des Stillens wurde bisher noch nicht ausreichend studiert
  • die für stillende Frauen empfohlene Menge an Fluorid beträgt 3 mg/Tag

Schwangerschaftshinweise

Natriumfluorid - intraoral
  • darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, eine sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung wurde durchgeführt
    • Vorsicht geboten; Anwendung nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Zahnarzt
    • die während der Schwangerschaft empfohlene Menge an Fluorid beträgt 3 mg/Tag
      • dieser Fluoridgehalt wird auch für Nicht-Schwangere empfohlen
  • keine ausreichenden Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft vorliegend
    • nicht-klinische Daten geben keinen Hinweis auf eine Reproduktionsstörung oder eine Entwicklungsbeeinträchtigung des Feten/Neugeborenen
  • tierexperimentelle Studien
    • sehr hohe Dosen zeigten Reproduktionstoxizität
    • lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen

Warnhinweise

Natriumfluorid - intraoral
  • Dentalsuspension
    • Anwendung nur durch einen Arzt
    • Touchierungen des gesamten Gebisses dürfen nicht auf nüchternen Magen durchgeführt werden
    • zur Vermeidung einer Fluorid-Überdosierung sollten am Tage der Applikation keine anderen fluoridhaltigen Arzneimittel angewendet werden
    • bei einer systemischen Fluoridzufuhr (z. B. durch Fluorid-Tabletten oder fluoridiertes Speisesalz) sollte diese nach der Applikation des Arzneimittels für einige Tage ausgesetzt werden
    • bei Personen, bei denen die Kontrolle über den Schluckreflex nicht gewährleistet ist, sind alternative Fluoridierungsmaßnahmen vorzuziehen
  • Zahnpaste / Dentalgel
    • Arzneimittel nicht schlucken
    • das Arzneimittel hat einen hohen Fluorid-Gehalt
    • vor Anwendung die Meinung eines Zahnarztes einholen
    • Kinder und Jugendliche
      • Anwendungseinschränkungen, die das Alter betreffen - siehe jeweilige Herstellerinformation
      • bei der Heimanwendung sollten Eltern die richtige Dosierung und Anwendung bei Kindern überwachen
        • Arzneimittel außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahren
    • eine erhöhte Anzahl von potentiellen Fluoridquellen kann zu einer Fluorose führen
      • vor der Einnahme fluoridhaltiger Medikamente sollte die Gesamtfluoridaufnahme (d. h. durch Trinkwasser, fluoridiertes Speisesalz und andere fluoridhaltige Medikamente Tabletten, Tropfen, Kaugummi oder Zahnpaste) bestimmt werden
      • Fluoridhaltige Tabletten, Tropfen, Kaugummis, Gele oder Lacke sowie fluoridiertes Mineralwasser oder Speisesalz dürfen nicht gleichzeitig angewendet werden (Ausnahme: Zahnpasta, Mundspülung) bzw. sollen während der Anwendung vermieden werden
      • bei der Berechnung der empfohlenen Fluoridgesamtaufnahme (0,05 mg/kg/Tag, max. 1 mg/Tag) muss die mögliche Aufnahme durch Herunterschlucken des Arzneimittels berücksichtigt werden
    • überempfindliche Zahnhälse
      • empfindliche Zähne können auf ein tieferliegendes Problem hinweisen
      • bedarf einer unverzüglichen medizinischen Betreuung
      • sollten sich die Symptome nicht bessern oder sogar verschlimmern, muss die Behandlung abgebrochen und ein Zahnarzt aufgesucht werden