Memantin Heumann 10mg/ml Lösung zum Einnehmen
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ML | 38,54 € |
| N3 | 100 ML | 59,05 € |
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Indikation
- Behandlung von Patienten mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz
- Hinweis
- Diagnose sollte anhand der aktuellen Richtlinien erfolgen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 10 mg Memantinhydrochlorid, entsprechend 8,31 mg Memantin
- Behandlung von Patienten mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz
- allgemein
- Einleitung und Überwachung der Behandlung sollten durch einen Arzt erfolgen, der über Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung der Alzheimer-Demenz verfügt
- Therapiebeginn nur, wenn eine Betreuungsperson zur Verfügung steht, die die Einnahme des Arzneimittels durch den Patienten regelmäßig überwacht
- regelmäßige Überprüfung der Verträglichkeit und Dosierung
- vorzugsweise während der ersten 3 Monate nach Beginn der Behandlung
- danach regelmäßige Überprüfung des therapeutische Nutzens und der Verträglichkeit der Behandlung für den Patienten gemäß den aktuellen klinischen Richtlinien
- Fortsetzung der Erhaltungstherapie so lange wie ein therapeutischer Nutzen für den Patienten existiert und der Patient die Behandlung mit Memantin verträgt
- Beendigung der Behandlung in Erwägung ziehen, wenn eine therapeutische Wirkung nicht mehr erkennbar ist oder der Patient die Behandlung nicht verträgt
- Dosistitration
- wöchentliche Steigerung der Dosis um 5 mg während der ersten 3 Behandlungswochen bis zum Erreichen der Erhaltungsdosis, um das Risiko von unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu reduzieren
- 1. Woche (1. - 7. Tag):
- 5 mg Memantinhydrochlorid / Tag über 7 Tage
- 2. Woche (8. - 14. Tag):
- 10 mg Memantinhydrochlorid / Tag über 7 Tage
- 3. Woche (15. - 21.Tag):
- 15 mg Memantinhydrochlorid / Tag über 7 Tage
- ab 4. Woche
- 20 mg Memantinhydrochlorid / Tag
- 1. Woche (1. - 7. Tag):
- wöchentliche Steigerung der Dosis um 5 mg während der ersten 3 Behandlungswochen bis zum Erreichen der Erhaltungsdosis, um das Risiko von unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu reduzieren
- Erhaltungsdosis: 20 mg / Tag
- max. Tagesdosis: 20 mg
- allgemein
Dosisanpassung
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- empfohlene Dosis auf Basis klinischer Studien: 20 mg / Tag
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- keine Daten vorliegend
- Nierenfunktionsstörung
- leichte Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 50 - 80 ml / Min.)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mittelschwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min.)
- 10 mg / Tag
- bei guter Verträglichkeit über mind. 7 Tage: Erhöhung auf 20 mg / Tag entsprechend dem Standardtitrationsschema möglich
- schwere Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 5 - 29 ml / Min.)
- 10 mg / Tag
- leichte Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 50 - 80 ml / Min.)
- Leberfunktionsstörung
- leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A und Child-Pugh B)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Leberfunktionsstörungen
- Anwendung nicht empfohlen
- keine Daten vorliegend
- leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A und Child-Pugh B)
Kontraindikationen
Memantin - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Memantin
- Stillzeit
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Memantin - intraoral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pilzinfektionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schläfrigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verwirrtheit
- Halluzinationen (insbes. bei Patienten mit schwerer Alzheimer-Demenz)
- ohne Häufigkeitsangabe
- psychotische Reaktionen (Einzelfallberichte seit Markteinführung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Gleichgewichtsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anomaler Gang
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Krampfanfälle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhter Blutdruck
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Venenthrombose
- Thromboembolie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstopfung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pankreatitis (Einzelfallberichte seit Markteinführung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Leberfunktionswerte
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hepatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Hinweis
- Alzheimer-Demenz wird mit Depression, Suizidgedanken und Suizid in Verbindung gebracht
- seit Markteinführung wurden solche Ereignisse bei Patienten unter Memantin berichtet
Anwendungshinweise
- Einnahme einmal täglich, jeweils zur gleichen Zeit
- Einnahme mit oder ohne Nahrung möglich
- Lösung nicht direkt aus Flasche/Applikationsspritze in den Mund geben
- Gabe auf Löffel oder Glas Wasser
Stillzeithinweise
Memantin - intraoral
- Frauen, die Memantin einnehmen, dürfen nicht stillen
- nicht bekannt, ob Memantin in die Muttermilch übergeht
- angesichts des lipophilen Charakters der Substanz ist jedoch von dieser Annahme auszugehen
Schwangerschaftshinweise
Memantin - intraoral
- Memantin darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden
- es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Memantin bei Schwangeren vorliegend
- keine klinischen Daten vorliegend
- potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- tierexperimentelle Studien
- zeigten Potenzial zur Verminderung des intrauterinen Wachstums bei Exposition, die identisch oder leicht höher war als die beim Menschen
- Fertilität
- keine unerwünschten Ereignisse / Nebenwirkungen von Memantin in Bezug auf die männliche oder weibliche Fertilität festgestellt
- in Prä-klinischen Studien keine negativen Auswirkungen beobachtet
- keine unerwünschten Ereignisse / Nebenwirkungen von Memantin in Bezug auf die männliche oder weibliche Fertilität festgestellt
Warnhinweise
Memantin - intraoral
- Vorsicht geboten bei Patienten mit
- Epilepsie
- Krämpfen in der Anamnese
- prädisponierenden Faktoren für Epilepsie
- gleichzeitige Anwendung von N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Antagonisten, wie Amantadin, Ketamin oder Dextromethorphan
- sollte vermieden werden
- Verbindungen wirken am gleichen Rezeptorsystem wie Memantin
- unerwünschte (hauptsächlich das ZNS betreffende) Arzneimittelwirkungen können häufiger oder in stärkerer Ausprägung auftreten
- Therapieüberwachung
- Anstieg des pH-Werts im Urin
- besonders sorgfältige Überwachung des Patienten erforderlich bei
- grundlegender Umstellung der Ernährung, z. B. von fleischhaltiger auf vegetarische Kost
- massiver Einnahme von Mitteln zur Neutralisierung der Magensäure
- renaler tubulärer Azidose (RTA)
- schweren Infektionen des Harntrakts mit Proteus-Bakterien
- besonders sorgfältige Überwachung des Patienten erforderlich bei
- kürzlich zurückliegender Myokardinfarkt, dekompensierte Herzinsuffizienz (NYHA III-IV) oder unkontrollierter Bluthochdruck
- in den meisten klinischen Studien waren Patienten mit kürzlich zurückliegendem Myokardinfarkt, dekompensierter Herzinsuffizienz (NYHA III-IV) oder unkontrolliertem Bluthochdruck ausgeschlossen
- für Patienten mit diesen Beschwerden nur begrenzte Daten vorliegend
- müssen engmaschig überwacht werden
- Anstieg des pH-Werts im Urin