Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 98 ST | 58,04 € |
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Indikation
- Behandlung von moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz
- Hinweis: Diagnose sollte anhand der aktuellen Richtlinien erfolgen
Dosierung
- Behandlung von moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz
- Einleitung und Überwachung der Behandlung sollten durch einen Arzt erfolgen, der über Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung der Alzheimer-Demenz verfügt
- Mit der Therapie sollte nur begonnen werden, wenn eine Betreuungsperson zur Verfügung steht, die die Einnahme des Arzneimittels durch den Patienten regelmäßig überwacht.
- max. Tagesdosis: 2 Tabletten (entsprechend 20 mg)
- Um das Risiko von UAW zu reduzieren, wird die Erhaltungsdosis durch wöchentliche Steigerung der Dosis um 5 mg während der ersten 3 Behandlungswochen wie folgt erreicht:
- 1. Woche (1.- 7. Tag):
- 1/2 Tablette (entsprechend 5 mg) / Tag über 7 Tage
- 2. Woche (8.- 14. Tag):
- 1 Tablette (entsprechend 10 mg) / Tag über 7 Tage
- 3. Woche (15.- 21.Tag):
- 1 1/2 Tabletten (entsprechend 15 mg) / Tag über 7 Tage
- ab 4. Woche
- 2 Tabletten (entsprechend 20 mg) / Tag
- 1. Woche (1.- 7. Tag):
- Erhaltungsdosis: 2 Tabletten (entsprechend 20 mg) / Tag
- Anwendungsdauer:
- Verträglichkeit und Dosierung von Memantin sollten regelmäßig überprüft werden, vorzugsweise während der ersten 3 Monate nach Beginn der Behandlung
- anschließend regelmäßige Überprüfung des therapeutische Nutzens und der Verträglichkeit der Behandlung für den Patienten gemäß den aktuellen klinischen Richtlinien
- Erhaltungstherapie kann so lange fortgesetzt werden, wie ein therapeutischer Nutzen für den Patienten existiert und der Patient die Behandlung mit Memantine verträgt
- Beendigung der Behandlung in Erwägung ziehen, wenn eine therapeutische Wirkung nicht mehr erkennbar ist oder der Patient die Behandlung nicht verträgt
Dosisanpassung
- Ältere Patienten
- Auf Basis klinischer Studien empfohlene Dosis für Patienten > 65 Jahre
- 2 Tabletten (entsprechend 20 mg) / Tag, wie oben beschrieben
- Auf Basis klinischer Studien empfohlene Dosis für Patienten > 65 Jahre
- Kinder und Jugendliche
- Fehlen von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit
- Daher nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern < 18 Jahre
- Nierenfunktionsstörung
- Kreatinin-Clearance 50 - 80 ml / Min
- Keine Anpassung der Dosis erforderlich
- Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min
- 1 Tablette (entsprechend 10 mg) / Tag
- Bei guter Verträglichkeit über mind. 7 Tage: schrittweise Erhöhung auf 2 Tabletten (entsprechend 20 mg) / Tag entsprechend der Standardtitration möglich
- Kreatinin-Clearance 5 - 29 ml / Min
- 1 Tablette (entsprechend 10 mg) / Tag
- Kreatinin-Clearance 50 - 80 ml / Min
- Leberfunktionsstörung
- Leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A und Child-Pugh B)
- Keine Dosisanpassung erforderlich.
- Schwere Leberfunktionsstörungen
- Keine Daten bezüglich der Anwendung von Memantin verfügbar
- Anwendung nicht empfohlen
- Leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörungen (Child-Pugh A und Child-Pugh B)
Kontraindikationen
Memantin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Memantin
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Memantin - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pilzinfektionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schläfrigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verwirrtheit
- Halluzinationen (insbes. bei Patienten mit schwerer Alzheimer-Demenz)
- ohne Häufigkeitsangabe
- psychotische Reaktionen (Einzelfallberichte seit Markteinführung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Gleichgewichtsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anomaler Gang
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Krampfanfälle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhter Blutdruck
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Venenthrombose
- Thromboembolie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstopfung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pankreatitis (Einzelfallberichte seit Markteinführung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Leberfunktionswerte
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hepatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Hinweis
- Alzheimer-Demenz wird mit Depression, Suizidgedanken und Suizid in Verbindung gebracht
- seit Markteinführung wurden solche Ereignisse bei Patienten unter Memantin berichtet
Anwendungshinweise
- Einschleichend dosieren
- Einnahme einmal täglich, jeweils zur gleichen Zeit
- Einnahme mit oder ohne Nahrung möglich
Stillzeithinweise
Memantin - peroral
- Frauen, die Memantin einnehmen, dürfen nicht stillen
- nicht bekannt, ob Memantin in die Muttermilch übergeht
- angesichts des lipophilen Charakters der Substanz ist jedoch von dieser Annahme auszugehen
Schwangerschaftshinweise
Memantin - peroral
- Memantin darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden
- es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Memantin bei Schwangeren vorliegend
- keine klinischen Daten vorliegend
- potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- tierexperimentelle Studien
- zeigten Potenzial zur Verminderung des intrauterinen Wachstums bei Exposition, die identisch oder leicht höher war als die beim Menschen
- Fertilität
- keine Nebenwirkungen von Memantin in Bezug auf die männliche oder weibliche Fertilität festgestellt
- in Prä-klinischen Studien keine negativen Auswirkungen beobachtet
- keine Nebenwirkungen von Memantin in Bezug auf die männliche oder weibliche Fertilität festgestellt
Warnhinweise
Memantin - peroral
- Vorsicht geboten bei Patienten mit
- Epilepsie
- Krämpfen in der Anamnese
- prädisponierenden Faktoren für Epilepsie
- gleichzeitige Anwendung von N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Antagonisten, wie Amantadin, Ketamin oder Dextromethorphan
- sollte vermieden werden
- Verbindungen wirken am gleichen Rezeptorsystem wie Memantin
- unerwünschte (hauptsächlich das ZNS betreffende) Arzneimittelwirkungen können häufiger oder in stärkerer Ausprägung auftreten
- Therapieüberwachung
- Anstieg des pH-Werts im Urin
- besonders sorgfältige Überwachung des Patienten erforderlich bei
- grundlegender Umstellung der Ernährung, z. B. von fleischhaltiger auf vegetarische Kost
- massiver Einnahme von Mitteln zur Neutralisierung der Magensäure
- renaler tubulärer Azidose (RTA)
- schweren Infektionen des Harntrakts mit Proteus-Bakterien
- besonders sorgfältige Überwachung des Patienten erforderlich bei
- kürzlich zurückliegender Myokardinfarkt, dekompensierte Herzinsuffizienz (NYHA III-IV) oder unkontrollierter Bluthochdruck
- in den meisten klinischen Studien waren Patienten mit kürzlich zurückliegendem Myokardinfarkt, dekompensierter Herzinsuffizienz (NYHA III-IV) oder unkontrolliertem Bluthochdruck ausgeschlossen
- für Patienten mit diesen Beschwerden nur begrenzte Daten vorliegend
- müssen engmaschig überwacht werden
- Anstieg des pH-Werts im Urin