Memantine Merz Pumpe

Merz Therapeutics GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Memantin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 50 ML 38,54 €
N3 100 ML 59,07 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung von Patienten mit moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Lösung enthält 10 mg Memantinhydrochlorid, entsprechend 8,31 mg Memantin - bei jeder Betätigung der Pumpe (1 Pumpenhub) werden 0,5 ml der Lösung abgegeben, die 5 mg Memantinhydrochlorid, entsprechend 4,16 mg Memantin, enthalten

  • Behandlung von moderater bis schwerer Alzheimer-Demenz
    • Hinweise
      • Einleitung und Überwachung der Behandlung erfolgt durch einen Arzt, der über Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung der Alzheimer-Demenz verfügt
      • mit der Therapie nur beginnen, wenn eine Betreuungsperson zur Verfügung steht, die die Einnahme des Arzneimittels durch den Patienten regelmäßig überwacht
      • Diagnose sollte anhand der aktuellen Richtlinien erfolgen
    • tägliche Maximaldosis: 20 mg
    • um das Risiko von UAW zu reduzieren, wird die Erhaltungsdosis durch wöchentliche Steigerung der Dosis um 5 mg während der ersten 3 Behandlungswochen wie folgt erreicht
      • 1. Woche (1. - 7. Tag)
        • 0,5 ml Lösung (5 mg) entsprechend 1 Pumpenhub / Tag, über 7 Tage
      • 2. Woche (8. - 14. Tag)
        • 1 ml Lösung (10 mg) entsprechend 2 Pumpenhüben / Tag, über 7 Tage
      • 3. Woche (15. - 21. Tag)
        • 1,5 ml Lösung (15 mg) entsprechend 3 Pumpenhüben / Tag, über 7 Tage
      • ab der 4. Woche
        • 2 ml Lösung (20 mg) entsprechend 4 Pumpenhüben 1mal / Tag
    • Erhaltungsdosis: 20 mg (2 ml Lösung, entsprechend 4 Pumpenhüben) / Tag
    • Behandlungsdauer
      • Verträglichkeit und Dosierung von Memantin sollten regelmäßig überprüft werden, vorzugsweise während der ersten 3 Monate nach Beginn der Behandlung
      • anschließend regelmäßige Überprüfung des therapeutische Nutzens und der Verträglichkeit der Behandlung für den Patienten gemäß den aktuellen klinischen Richtlinien
      • Erhaltungstherapie kann so lange fortgesetzt werden, wie ein therapeutischer Nutzen für den Patienten existiert und der Patient die Behandlung mit Memantine verträgt
      • Beendigung der Behandlung in Erwägung ziehen, wenn eine therapeutische Wirkung nicht mehr erkennbar ist oder der Patient die Behandlung nicht verträgt

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • leicht (Kreatinin-Clearance 50 - 80 ml / Min.)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • mittelschwer (Kreatinin-Clearance 30 - 49 ml / Min.)
      • 1 ml Lösung (10 mg) entsprechend 2 Pumpenhüben / Tag
      • Dosissteigerung bei guter Verträglichkeit über mind. 7 Tage , optional, entsprechend Standardtitrationsschema: 20 mg / Tag
    • schwer (Kreatinin-Clearance 5 - 29 ml / Min.)
      • 1 ml Lösung (10 mg) entsprechend 2 Pumpenhüben / Tag
  • Leberinsuffizienz
    • leicht bis mittelschwer (Child-Pugh A und Child-Pugh B)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwer
      • Anwendung nicht empfohlen
      • keine Daten bezüglich Anwendung von Memantin verfügbar
  • ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • auf Basis klinischer Studien empfohlene Dosis: 20 mg / Tag (2 ml Lösung, entsprechend 4 Pumpenhüben), wie oben beschrieben
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • keine Daten vorhanden

Kontraindikationen

Memantin - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Memantin
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Einschleichend dosieren.

Nebenwirkungen

Memantin - intraoral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pilzinfektionen
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schläfrigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verwirrtheit
      • Halluzinationen (insbes. bei Patienten mit schwerer Alzheimer-Demenz)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • psychotische Reaktionen (Einzelfallberichte seit Markteinführung)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Gleichgewichtsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anomaler Gang
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Krampfanfälle
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Herzinsuffizienz
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhter Blutdruck
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Venenthrombose
      • Thromboembolie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verstopfung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Pankreatitis (Einzelfallberichte seit Markteinführung)
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Leberfunktionswerte
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Müdigkeit

Hinweis

  • Alzheimer-Demenz wird mit Depression, Suizidgedanken und Suizid in Verbindung gebracht
    • seit Markteinführung wurden solche Ereignisse bei Patienten unter Memantin berichtet

Anwendungshinweise

  • Lösung zum Einnehmen
  • Einnahme 1mal / Tag und jeden Tag zur gleichen Zeit
  • Lösung kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden
  • Lösung nicht direkt aus der Flasche oder Pumpe in den Mund verabreichen, sondern mithilfe der Pumpe auf einen Löffel oder in ein Glas Wasser dosieren
  • weitere Hinweise zur Vorbereitung und Handhabung des Produktes: siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Memantin - intraoral
  • Frauen, die Memantin einnehmen, dürfen nicht stillen
  • nicht bekannt, ob Memantin in die Muttermilch übergeht
    • angesichts des lipophilen Charakters der Substanz ist jedoch von dieser Annahme auszugehen

Schwangerschaftshinweise

Memantin - intraoral
  • Memantin darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden
    • es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Memantin bei Schwangeren vorliegend
    • keine klinischen Daten vorliegend
  • potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
  • tierexperimentelle Studien
    • zeigten Potenzial zur Verminderung des intrauterinen Wachstums bei Exposition, die identisch oder leicht höher war als die beim Menschen
  • Fertilität
    • keine unerwünschten Ereignisse / Nebenwirkungen von Memantin in Bezug auf die männliche oder weibliche Fertilität festgestellt
      • in Prä-klinischen Studien keine negativen Auswirkungen beobachtet

Warnhinweise

Memantin - intraoral
  • Vorsicht geboten bei Patienten mit
    • Epilepsie
    • Krämpfen in der Anamnese
    • prädisponierenden Faktoren für Epilepsie
  • gleichzeitige Anwendung von N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Antagonisten, wie Amantadin, Ketamin oder Dextromethorphan
    • sollte vermieden werden
    • Verbindungen wirken am gleichen Rezeptorsystem wie Memantin
    • unerwünschte (hauptsächlich das ZNS betreffende) Arzneimittelwirkungen können häufiger oder in stärkerer Ausprägung auftreten
  • Therapieüberwachung
    • Anstieg des pH-Werts im Urin
      • besonders sorgfältige Überwachung des Patienten erforderlich bei
        • grundlegender Umstellung der Ernährung, z. B. von fleischhaltiger auf vegetarische Kost
        • massiver Einnahme von Mitteln zur Neutralisierung der Magensäure
        • renaler tubulärer Azidose (RTA)
        • schweren Infektionen des Harntrakts mit Proteus-Bakterien
    • kürzlich zurückliegender Myokardinfarkt, dekompensierte Herzinsuffizienz (NYHA III-IV) oder unkontrollierter Bluthochdruck
      • in den meisten klinischen Studien waren Patienten mit kürzlich zurückliegendem Myokardinfarkt, dekompensierter Herzinsuffizienz (NYHA III-IV) oder unkontrolliertem Bluthochdruck ausgeschlossen
      • für Patienten mit diesen Beschwerden nur begrenzte Daten vorliegend
        • müssen engmaschig überwacht werden