MENJUGATE 10 Mikrogramm Injektionssuspension

Abacus Medicine A/S
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Meningokokken-C-Impfstoffe →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1X0.5 ML 45,04 €
N2 10X0.5 ML 415,06 €

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Fachinformationen

Indikation

  • aktive Immunisierung gegen invasive Erkrankungen, ausgelöst durch Neisseria meningitidis (Meningokokken) der Gruppe C, von Kindern (>/= 2 Monate), Jugendlichen und Erwachsenen
  • Hinweis:
    • nationale Impfempfehlungen beim Einsatz berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Impfdosis (0,5 ml Injektionssuspension) enthält 10 µg Neisseria meningitidis (Stamm C11) Serogruppe C Oligosaccharid, konjugiert an 12,5 - 25 µg Corynebakterium diphtheriae CRM197-Trägerprotein, adsorbiert an Aluminiumhydroxid (0,3 - 0,4 mg Al3+).

  • aktive Immunisierung gegen invasive Erkrankungen, ausgelöst durch Neisseria meningitidis (Meningokokken) der Gruppe C, von Kindern (>/= 2 Monate), Jugendlichen und Erwachsenen
    • Erwachsene, Jugendliche und Kinder (> 12 Monate)
      • Grundimmunisierung
        • 1 Impfdosis (0,5 ml Injektionssuspension) als Einzeldosis
      • Auffrischimpfung
        • Notwendigkeit nach den vorliegenden Daten bisher nicht erwiesen
    • Säuglinge (>/= 2 Monate - 12 Monate)
      • Grundimmunisierung
        • 2 Impfdosen (0,5 ml Injektionssuspension) im Abstand von mind. 2 Monaten
      • Auffrischimpfung
        • nach Abschluss der Grundimmunisierung empfohlen
        • Zeitpunkt s. verfügbare offizielle Empfehlungen
    • Kinder < 2 Monate
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
    • ältere Personen (> 65 Jahre)
      • keine Daten
    • keine Daten zur Anwendung verschiedener Meningokokken-C-Konjugat-Impfstoffe bei der Grundimmunisierung oder für die Auffrischimpfung
      • wenn möglich, Verwendung des gleichen Impfstoffes

Kontraindikationen

  • bekannte Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile des Impfstoffs, einschließl. Diphtherietoxoid (CRM197)
  • lebensbedrohliche Reaktion nach einer früheren Verabreichung eines Impfstoffs mit ähnlichen Bestandteilen

Nebenwirkungen

in klinischen Studien beobachtete Nebenwirkungen

  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Säuglinge (1. Lebensjahr)
        • Diarrhoe
        • Anorexie
        • Erbrechen
      • Erwachsene
        • Übelkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kleinkinder (2. Lebensjahr)
        • Erbrechen
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • ältere Kinder und Erwachsene
        • Myalgie
        • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Reaktionen an der Injektionsstelle
        • Rötung
        • Schwellung
        • Druckempfindlichkeit
        • Schmerz
      • Säuglinge (1. Lebensjahr) und Kleinkinder (2. Lebensjahr)
        • Reizbarkeit
        • Schläfrigkeit
        • Schlafstörungen
      • Kinder an weiterführenden Schulen
        • Kopfschmerzen
      • ältere Kinder und Erwachsene
        • Unwohlsein
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fieber >= 38,0 °C
      • Säuglinge (1. Lebensjahr) und Kleinkinder (2. Lebensjahr)
        • Weinen
      • Grundschulkinder
        • Kopfschmerzen

unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus Postmarketing-Untersuchungen

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Lymphadenopathie
      • Anaphylaxie einschließlich anaphylaktischer Schock
      • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließl.
        • Bronchospasmen
        • Gesichtsödem
        • Angioödem
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • in Verbindung mit Konjugatimpfstoffen gegen Meningokokken der Gruppe C
        • Rezidive des nephrotischen Syndroms
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Schwindel
      • Krämpfe einschließl.
        • Fieberkrämpfe
      • Ohnmachtsanfälle
      • Hypoästhesie
      • Parästhesie
      • Hypotonie
      • nach Impfung
        • Anfälle (Impflinge erholten sich normalerweise wieder sehr schnell; einige der angegebenen Anfälle könnten Ohnmachtsanfälle gewesen sein; Häufigkeit der Anfälle lag unterhalb der Spontaninzidenz von epileptischen Anfällen bei Kindern: bei Säuglingen gewöhnlich mit Fieber verbunden; wahrscheinlich handelte es sich um Fieberkrämpfe)
      • nach Impfung mit Meningokokken-Konjugatimpfstoffen der Gruppe C
        • Sehstörungen und Photophobien, i.d.R. zusammen mit anderen neurologischen Symptomen wie Kopfschmerz und Schwindel
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • sehr unreife Frühgeborene (</= 28. Schwangerschaftswoche)
        • Apnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließl. Einzelfälle
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Durchfall
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließl. Einzelfälle
      • Hautausschlag (Rash)
      • Urtikaria
      • Juckreiz
      • Purpura
      • Erythema multiforme
      • Stevens-Johnson-Syndrom
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließl. Einzelfälle
      • Myalgie
      • Arthralgie

Anwendungshinweise

  • Verabreichung tief intramuskulär (i.m.)
    • Säuglinge, Kleinkinder
      • vorzugsweise anterolateral in den Oberschenkel
    • ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene
      • in den M. deltoideus
  • keine intravasale, subkutane oder intradermale Verabreichung!
  • nicht mit anderen Impfstoffen in einer Spritze vermischen
  • gleichzeitige Verabreichung mehrerer Impfstoffe an unterschiedlichen Körperstellen
  • Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, s. Fachinformation

Stillzeithinweise

  • sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vor der Impfung
  • bisher keine Informationen über die Sicherheit während der Stillzeit

Schwangerschaftshinweise

  • keine Daten
  • Anwendung während der Schwangerschaft nur, wenn ein offenkundiges Risiko für eine Erkrankung durch Meningokokken der Gruppe C besteht, und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung (keine Studien an Menschen vorliegend)
  • in verschiedenen Trächtigkeitsstadien in Tierversuchen bei Kaninchen nach Verabreichung des Impfstoffs keine schädlichen Auswirkungen auf Fötus festgestellt
  • Auswirkungen auf die Fertilität wurden nicht beim Menschen oder im Tiermodell untersucht

Warnhinweise

  • vor Verabreichung alle bekannten Vorsichtsmaßnahmen zur Prävention allergischer oder sonstiger Reaktionen treffen; geeignete medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten für den Fall einer seltenen anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffs sollten bereitstehen
  • im Zusammenhang mit Impfungen können durch Angst ausgelöste Reaktionen wie z. B. vasovagale Reaktion (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen als psychogene Antwort auf die Nadelinjektion auftreten
    • Vorkehrungen treffen, um Verletzungen durch Bewusstlosigkeit vorzubeugen
  • schützt nicht vor Meningokokken-Erkrankungen, die durch andere Meningokokken-Gruppen ausgelöst werden
  • vollständiger Schutz vor einer Erkrankung durch Meningokokken der Gruppe C kann nicht garantiert werden
  • keine Daten für Anwendung der Impfung zur Ausbruchkontrolle nach Exposition
  • bei Personen mit eingeschränkter Antikörperbildung kann die schutzvermittelnde Immunantwort eingeschränkt sein
    • keine speziellen Untersuchungen zur Wirksamkeit bei Personen mit Immunschwäche
    • Personen mit HIV-Infektion, Komplementdefekten und Personen mit funktioneller oder anatomischer Asplenie reagieren zwar mit einer Immunantwort auf Meningokokken C Konjugatimpfstoffe, das Ausmaß des erzielten Schutzes ist allerdings unbekannt
  • Berichte über Symptome eines Meningismus wie Nackenschmerzen und -steifheit oder Photophobie
    • keinen Hinweis, dass Impfstoff eine Meningokokken-C-Meningitis verursacht
    • Möglichkeit einer zeitgleich auftretenden Meningitis klinische Aufmerksamkeit schenken
  • Konjugatimpfstoffe, die CRM197-Protein, eine nicht-toxische Variante des Diphtherietoxins, enthalten, schützen nicht vor Diphtherie; übliche Impfschemata für Diphtherietoxoid enthaltende Impfstoffe beibehalten
  • akute Infekte oder fieberhafte Erkrankungen
    • Gabe des Impfstoffes verschieben, es sei denn, der behandelnde Arzt hält die Verschiebung der Impfung für das größere Risiko
    • banale Infekte oder Erkrankungen mit leicht erhöhten Temperaturen sind in der Regel kein Grund, die Impfung zu verschieben
  • bei Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt </= 28. Schwangerschaftswoche), insbes. von solchen mit einer Lungenunreife in der Vorgeschichte: potentielles Risiko einer Apnoe berücksichtigen und Notwendigkeit einer Atemüberwachung über 48 - 72 Stunden erwägen
    • Nutzen der Impfung ist gerade bei dieser Säuglingsgruppe hoch; Impfung nicht vorenthalten und auch nicht aufschieben
  • Impfstoff nicht intravasal, subkutan oder intradermal verabreichen
  • Verabreichung bei Patienten mit Thrombozytopenie oder Blutungsneigung nicht untersucht
    • Risiko von Blutungen nach intramuskulärer Injektion sorgfältig gegen den Nutzen der Impfung abwägen
  • keine Daten zur Anwendung des Impfstoffs bei Personen >/= 65 Jahre