Menveo Trockensubstanz mit Lösungsmittel

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Meningokokken-ACWY-Impfstoffe →

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N1 0.5 ML 64,62 €

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Fachinformationen

Indikation

  • aktive Immunisierung von Kindern (>/= 2 Jahre), Jugendlichen und Erwachsenen, bei denen das Risiko einer Exposition gegenüber Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W135 und Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden
    • Anwendung dieses Impfstoffs sollte in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen erfolgen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Impfdosis (0,5 ml Injektionslösung) enthält nach Rekonstitution 10 µg Meningokokken-Gruppe A-Oligosaccharid (konjugiert an 16,7 - 33,3 µg Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein) [ursprünglich im Pulver enthalten] und je 5 µg Meningokokken-Gruppe C-Oligosaccharid (konjugiert an 7,1 - 12,5 µg Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein), Meningokokken-Gruppe W135-Oligosaccharid (konjugiert an 3,3 - 8,3 µg Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein) und Meningokokken-Gruppe Y-Oligosaccharid (konjugiert an 5,6 - 10,0 µg Corynebacterium diphtheriae CRM197-Protein) [alle 3 ursprünglich in der Lösung enthalten].

  • aktive Immunisierung von Kindern (ab 2 Jahren), Jugendlichen und Erwachsenen, bei denen das Risiko einer Exposition gegenüber Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W135 und Y besteht, um eine invasive Erkrankung zu vermeiden
    • allgemein
      • um optimale Antikörperspiegel gegen alle im Impfstoff enthaltenen Serogruppen zu gewährleisten, Grundimmunisierung 1 Monat vor einer potenziellen Exposition gegenüber Neisseria meningitidis der Gruppen A, C, W135 und Y abschließen
      • bakterizide Antikörper (hSBA >/= 1 : 8) 1 Woche nach der Impfung bei mind. 64% der Probanden beobachtet
    • Erwachsene, Jugendliche und Kinder >/= 2 Jahre
      • 1 Impfdosis (0,5 ml Injektionslösung) als Einzeldosis
    • ältere Personen
      • 56 - 65 Jahre: begrenzte Daten
      • > 65 Jahre: keine Daten
    • Kinder < 2 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht nachgewiesen werden
      • keine Empfehlungen zur Dosierung möglich
    • Auffrischungsimpfung
      • Langzeitdaten zur Antikörperpersistenz nach der Impfung für einen Zeitraum von bis zu 5 Jahren nach der Impfung verfügbar
      • Verabreichung möglich bei Personen, die eine Grundimmunisierung mit diesem Arzneimittel, mit anderen Meningokokken-Konjugatimpfstoffen oder unkonjugierten Meningokokken-Polysaccharid-Impfstoffen erhalten haben
      • bei zuvor mit diesem Arzneimittel geimpften Personen Notwendigkeit sowie Zeitpunkt für eine solche Auffrischimpfung entsprechend den nationalen Empfehlungen festlegen

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, einschließl. Diphtherietoxoid (CRM197)
  • lebensbedrohliche Reaktion nach früherer Verabreichung eines Impfstoffs mit ähnlichen Komponenten
  • schwere akute fieberhafte Erkrankungen (Immunisierung verschieben)

Nebenwirkungen

  • Kinder 2 - 10 Jahre
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10: Essstörungen
    • Erkrankungen des Nervensystems:
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10:
        • Schläfrigkeit
        • Kopfschmerzen
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10:
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Durchfall
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10: Ausschlag
    • Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen:
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10:
        • Myalgien
        • Arthralgien
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10:
        • Reizbarkeit
        • allgemeines Unwohlsein
        • Schmerzen an der Injektionsstelle
        • Erythem an der Injektionsstelle (</= 50 mm)
        • Verhärtung an der Injektionsstelle (</= 50 mm)
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10:
        • Erythem an der Injektionsstelle (> 50 mm)
        • Verhärtung an der Injektionsstelle (> 50 mm)
        • Schüttelfrost
        • Fieber >/= 38 °C
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100: Juckreiz an der Injektionsstelle
  • Personen 11 - 65 Jahre
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000: Überempfindlichkeit*
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10: Kopfschmerzen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100: Schwindel
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000: Synkope*
    • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000: Vertigo*
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10: Übelkeit
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10: Ausschlag
    • Sklelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10: Myalgien
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10: Arthralgien
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10:
        • Schmerzen
        • Erythem (</= 50 mm) und Verhärtungen (</= 50 mm) an der Injektionsstelle
        • allgemeines Unwohlsein
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10:
        • Erythem (> 50 mm) und Verhärtungen (> 50 mm) an der Injektionsstelle
        • Fieber >/= 38 °C
        • Schüttelfrost
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100: Juckreiz an der Injektionsstelle
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000: Zellulitis an der Injektionsstelle*
    • * spontan berichtete Nebenwirkungen (diese Nebenwirkungen wurden auf freiwilliger Basis von einer Population unbekannter Größe berichtet; die Häufigkeit wurde daher basierend auf klinischen Studiendaten geschätzt)

Anwendungshinweise

  • Injektionslösung zur intramuskulären Injektion, vorzugsweise in den Deltamuskel
  • keine intravaskuläre, subkutane oder intradermale Verabreichung
  • bei gleichzeitiger Verabreichung mit einem anderen Impfstoff getrennte Injektionsstellen wählen
  • Hinweise zur Zubereitung und Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung siehe jeweilige Fachinformation

Stillzeithinweise

  • Anwendung in der Stillzeit möglich
  • nur unzureichende klinische Daten zur Verwendung während der Stillzeit
  • unwahrscheinlich, dass die in der Muttermilch ausgeschiedenen Antikörper für den Säugling schädlich sein könnten

Schwangerschaftshinweise

  • unzureichende Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft
  • nicht-klinische Studien zeigten keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf die Schwangerschaft, die Entwicklung des Embryos/Fötus, den Geburtsvorgang und die postnatale Entwicklung
  • in Anbetracht der Tatsache, dass durch Neisseria meningitidis-Bakterien der Serogruppen A, C, W und Y eine schwere invasive Meningokokken-Erkrankung verursacht werden kann, sollte eine Schwangerschaft kein Ausschlussgrund für eine Impfung sein, wenn ein klares Expositionsrisiko besteht

Warnhinweise

  • vor der Injektion jedes Impfstoffs muss die für die Verabreichung verantwortliche Person alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung allergischer oder sonstiger Reaktionen treffen, dazu gehört
    • Aufnahme einer gründlichen Anamnese sowie des aktuellen Gesundheitszustands
    • wie bei allen injizierbaren Impfstoffen muss dafür gesorgt sein, dass für den Fall einer seltenen anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffs eine entsprechende medizinische Behandlung und Überwachung sofort verfügbar sind
  • Impfstoff darf unter keinen Umständen intravaskulär verabreicht werden
  • Impfstoff bietet keinen Schutz gegen Infektionen, die durch andere, nicht im Impfstoff enthaltene Serogruppen von Neisseria meningitidis verursacht werden
  • wie bei jedem anderen Impfstoff kann es vorkommen, dass nicht bei allen geimpften Personen eine schützende Immunantwort hervorgerufen wird
  • in Studien zeigte sich ein Nachlassen der Titer bakterizider Serumantikörper gegen die Serogruppe A, wenn humanes Komplement im Test (hSBA) verwendet wurde
    • klinische Relevanz eines Zurückgehens der hSBA-Antikörpertiter der Serogruppe A nicht bekannt
    • derzeit begrenzte Informationen zur Sicherheit einer Auffrischungsdosis
    • wenn jedoch zu erwarten ist, dass bei einer Person, die vor ungefähr über einem Jahr bereits eine Dosis erhalten hat, ein erhöhtes Risiko einer Exposition gegenüber Men A besteht, kann die Gabe einer Auffrischungsdosis in Erwägung gezogen werden
  • keine Daten hinsichtlich der Anwendbarkeit des Impfstoffs zur Prophylaxe nach erfolgter Exposition
  • bei Personen mit geschwächter Immunabwehr kann es sein, dass die Immunisierung nicht zu einer angemessenen Bildung von schützenden Antikörpern führt
    • eine Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) ist zwar keine Gegenanzeige, dennoch wurde der Impfstoff bei immungeschwächten Personen nicht eigens evaluiert
    • Personen mit funktioneller oder anatomischer Asplenie entwickeln möglicherweise keine Immunantwort auf Meningokokken-Gruppen A-, C-, W135- und Y-Konjugat-Impfstoffe
  • aufgrund des Risikos von Hämatomen wurde der Impfstoff nicht bei Personen, die an Thrombozytopenie der Blutungsstörungen leiden bzw. mit Antikoagulanzien behandelt werden, evaluiert
    • Nutzen-Risiko-Abwägung bei Personen, bei denen nach einer intramuskulären Injektion ein erhöhtes Hämatomrisiko besteht