Meropenem Hikma 2 g Plv.z.Her.e.Inj.- od.Inf.-Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 6 ST | 467,37 € |
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Indikation
- Behandlung der folgenden Infektionen bei Erwachsenen und Kindern >/= 3 Monate
- schwere Pneumonien, einschl. krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung erworbener Pneumonien
- broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege
- komplizierte intraabdominelle Infektionen
- intra- und postpartale Infektionen
- komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen
- akute bakterielle Meningitis
- Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber, das vermutlich durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wurde
- Behandlung von Patienten mit Bakteriämie, die in Zusammenhang mit einer der oben genannten Infektionen auftritt oder bei der ein entsprechender Zusammenhang vermutet wird
- Hinweis
- für den angemessenen Gebrauch von Antibiotika offizielle Leitlinien beachten
Dosierung
- Behandlung von Infektionen; Behandlung von neutropenischen Patienten mit Fieber, das vermutlich durch eine bakterielle Infektion ausgelöst wurde; Behandlung von Patienten mit Bakteriämie, die in Zusammenhang mit einer der oben genannten Infektionen auftritt oder bei der ein entsprechender Zusammenhang vermutet wird
- bei der Bestimmung der Dosierung von Meropenem und der Dauer der Behandlung sollten die zu behandelnde Infektion, ihr Schweregrad und ihr Ansprechen auf die Therapie berücksichtigt werden
- Dosierung von bis zu 2 g 3mal / Tag bei Erwachsenen und Jugendlichen sowie Dosierung von bis zu 40 mg / kg KG 3mal / Tag bei Kindern kann v.a. bei der Behandlung bestimmter Infektionen angebracht sein, wie z. B.
- bei Infektionen durch weniger empfindliche bakterielle Erreger (z. B. Enterobacterales, Pseudomonas aeruginosa oder Acinetobacter spp.)
- oder bei sehr schweren Infektionen
- Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: zusätzliche Erwägungen bei der Dosierung erforderlich
- Erwachsene und Jugendliche
- Schwere Pneumonien, einschließlich krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung erworbener Pneumonien
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 500 mg oder 1 g
- Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 2 g
- Komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 500 mg oder 1 g
- Komplizierte intraabdominelle Infektionen
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 500 mg oder 1 g
- Intra- und postpartale Infektionen
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 500 mg oder 1 g
- Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 500 mg oder 1 g
- Akute bakterielle Meningitis
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 2 g
- Behandlung von Fieberepisoden bei neutropenischen Patienten
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 1 g
- Schwere Pneumonien, einschließlich krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung erworbener Pneumonien
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Kreatinin-Clearance < 51 ml/min: Dosisanpassung bei Erwachsenen und Jugendlichen wie unten aufgeführt
- begrenzte Daten, die eine Anwendung dieser Dosierungsanpassungen für eine 2-g-Dosis stützen
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 26 - 50
- Dosis (basierend auf einer Dosierungseinheit von 500 mg, 1 g oder 2 g alle 8 Stunden, wie oben angegeben): 1 Dosierungseinheit
- Dosierungshäufigkeit: alle 12 Stunden
- Kreatinin-Clearance (ml/min): 10 - 25
- Dosis (basierend auf einer Dosierungseinheit von 500 mg, 1 g oder 2 g alle 8 Stunden, wie oben angegeben): 1/2 Dosierungseinheit
- Dosierungshäufigkeit: alle 12 Stunden
- Kreatinin-Clearance (ml/min): < 10
- Dosis (basierend auf einer Dosierungseinheit von 500 mg, 1 g oder 2 g alle 8 Stunden, wie oben angegeben): 1/2 Dosierungseinheit
- Dosierungshäufigkeit: alle 24 Stunden
- Meropenem wird durch Hämodialyse und Hämofiltration eliminiert
- benötigte Dosis sollte nach Beendigung der Hämodialyse verabreicht werden
- keine gesicherten Dosisempfehlungen für Patienten mit Peritonealdialyse
- eingeschränkte Leberfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- ältere Patienten
- bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion oder einer Kreatinin-Clearance > 50 ml / Min: keine Dosisanpassung erforderlich
- pädiatrische Patientengruppen
- Kinder (< 3 Monate)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht
- optimale Dosierung wurde nicht ermittelt
- jedoch begrenzte Daten zur Pharmakokinetik vorliegend, die auf Dosierung von 20 mg / kg KG alle 8 Stunden als angemessene Behandlung hindeuten
- Kinder (>/= 3 Monate - 11 Jahren und </= 50 kg KG)
- schwere Pneumonien, einschl. krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung erworbener Pneumonien
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 10 oder 20 mg / kg KG
- Broncho-pulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 40 mg / kg KG
- Komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 10 oder 20 mg / kg KG
- Komplizierte intraabdominelle Infektionen
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 10 oder 20 mg / kg KG
- Komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen
- Dosis, alle 8 Stunden zu verabreichen: 10 oder 20 mg / kg KG
- Akute bakterielle Meningitis
- 40 mg / kg KG
- Behandlung von Fieberepisoden bei neutropenischen Patienten
- 20 mg / kg KG
- schwere Pneumonien, einschl. krankenhausbedingter und durch künstliche Beatmung erworbener Pneumonien
- Kinder > 50 kg KG
- Anwendung der Erwachsenendosis
- Kinder mit einer Nierenfunktionsstörung
- keine Erfahrungen
- Kinder (< 3 Monate)
Kontraindikationen
Meropenem - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Meropenem
- Überempfindlichkeit gegen ein anderes Carbapenem-Antibiotikum
- schwere Überempfindlichkeit (z.B. anaphylaktische Reaktion, schwere Hautreaktion) gegen andere Betalaktam-Antibiotika (z.B. Penicilline oder Cephalosporine)
Nebenwirkungen
Meropenem - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- orale und vaginale Candidosen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Thrombozythämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Eosinophilie
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Neutropenie
- Agranulozytose
- hämolytische Anämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödem
- Anaphylaxie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Delirium
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Krampfanfälle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- Erbrechen
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Antibiotika-assoziierte Kolitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg der Serumkonzentration der Transaminasen
- Anstieg der alkalischen Phosphatase
- Anstieg der Laktatdehydrogenase
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg des Bilirubinwertes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Juckreiz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema multiforme
- Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthematische Pustulose
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischer Beteiligung (DRESS-Syndrom: Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhter Kreatininspiegel im Blut
- erhöhter Harnstoffspiegel im Blut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Entzündung
- Schmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombophlebitis
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Meropenem wird üblicherweise als i.v. Infusion über etwa 15 bis 30 Min. verabreicht
- Erwachsene
- alternativ können Dosierungen bis zu 1 g als i.v. Bolusinjektion über etwa 5 Min. verabreicht werden
- nur begrenzte Daten zur Sicherheit der Anwendung einer i.v. 2-g-Bolusinjektion
- Kinder
- alternativ können Dosierungen bis zu 20 mg / kg KG als i.v. Bolusinjektion über etwa 5 Min. verabreicht werden
- begrenzte Daten zur Sicherheit der Anwendung einer 40-mg / kg KG-Bolusinjektion bei Kindern
- Erwachsene
- Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung siehe Fachinformation!
Stillzeithinweise
Meropenem - invasiv
- Meropenem sollte nicht bei stillenden Frauen angewendet werden, es sei denn der potentielle Nutzen rechtfertigt das ptotentielle Risiko für den Säugling
- Berichte über die Ausscheidung kleiner Mengen Meropenem in die menschliche Muttermilch
Schwangerschaftshinweise
Meropenem - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme Verzicht auf Anwendung von Meropenem in der Schwangerschaft empfohlen
- keine oder nur begrenzte Daten über die Verwendung von Meropenem bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf die Reproduktionstoxizität schließen
Warnhinweise
Meropenem - invasiv
- bei der Wahl von Meropenem zur Behandlung eines individuellen Patienten muss anhand verschiedener Faktoren wie Schwere der Infektion, Häufigkeit von Resistenzen gegenüber anderen Antibiotika und Risiko der Selektion Carbapenem-resistenter Bakterien abgewogen werden, ob Therapie angemessen ist
- Enterobacteriaceae-, Pseudomonasaeruginosa- und Acinetobacter-spp.- Resistenzen
- Resistenzen von Enterobacteriaceae, Pseudomonas aeruginosa und Acinetobacter spp. gegenüber Penemen variieren innerhalb der europäischen Union
- Verordnung von Penemen sollte daher unter Berücksichtigung der lokalen Resistenzentwicklung dieser Bakterien gegenüber Penemen erfolgen
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- wie bei allen Betalaktam-Antibiotika sind schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten
- Patienten mit einer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Carbapeneme, Penicilline oder andere Betalaktam-Antibiotika in der Anamnese können auch auf Meropenem überempfindlich reagieren
- vor Beginn einer Behandlung mit Meropenem sollten frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Betalaktam-Antibiotika sorgfältig erfragt werden.
- bei Auftreten einer schweren allergischen Reaktion sollte das Arzneimittel abgesetzt und es sollten angemessene Maßnahmen ergriffen werden
- schwere Hautreaktionen (SCAR), wie Stevens-Johnson- Syndrom (SJS), toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Arzneimittelreaktionen mit Eosinophilie und systemischer Beteiligung (DRESS), Erythema multiforme (EM) und akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), wurden für Patienten, die Meropenem erhielten, berichtet
- treten Anzeichen und Symptome auf, die auf diese Reaktionen hindeuten, sollte Meropenem sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden
- Antibiotika-assoziierte Kolitis
- wie bei fast allen Antibiotika auch bei Meropenem Antibiotikaassoziierte Kolitis oder pseudomembranöse Kolitis beobachtet
- können in ihrem Schweregrad von leicht bis lebensbedrohlich variieren
- wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, bei denen während oder nach der Verabreichung von Meropenem eine Diarrhö auftritt
- Beendigung der Therapie mit Meropenem und Einleitung einer spezifischen Behandlung gegen Clostridium difficile erwägen
- Arzneimittel, die die Peristaltik unterdrücken, kontraindiziert
- wie bei fast allen Antibiotika auch bei Meropenem Antibiotikaassoziierte Kolitis oder pseudomembranöse Kolitis beobachtet
- Krämpfe
- selten während einer Behandlung mit Carbapenemen inkl. Meropenem Krämpfe aufgetreten
- Überwachung der Leberfunktion
- Leberfunktion sollte während der Behandlung mit Meropenem engmaschig überprüft werden, da das Risiko einer Lebertoxizität besteht (Leberfunktionsstörung mit Cholestase und Zytolyse)
- Anwendung bei Patienten mit einer Lebererkrankung
- bei Patienten mit vorbestehender Lebererkrankung sollte während der Behandlung mit Meropenem die Leberfunktion überprüft werden
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- Direkter Antihumanglobulintest (Coombs-Test)
- direkter oder indirekter Coombs-Test kann während der Behandlung mit Meropenem positiv ausfallen
- gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure / Natriumvalproat / Valpromid
- gleichzeitige Anwendung von Meropenem und Valproinsäure / Natriumvalproat / Valpromid nicht empfohlen
- Nebenwirkungen bei Kindern
- Meropenem für die Anwendung bei Kindern älter als 3 Monate zugelassen
- basierend auf den wenigen verfügbaren Daten, kein Hinweis auf ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko bei Kindern
- alle Berichte sind in Übereinstimmung mit den bei Erwachsenen beobachteten Ereignissen