Methocarbamol AL 1500 mg Filmtabletten

ALIUD Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Methocarbamol →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 24 ST 21,44 €
N2 48 ST 38,58 €
N3 96 ST 68,39 €

Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.

Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.

Jetzt KI fragen

Fachinformationen

Indikation

  • Symptomatische Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere des unteren Rückenbereiches (Lumbago).
  • Methocarbamol AL® wird angewendet bei Erwachsenen.

Dosierung

  • Erwachsene nehmen 3-mal täglich 1.500 mg Methocarbamol ein.
  • Zu Beginn der Behandlung wird eine Dosis von 4-mal täglich 1.500 mg Methocarbamol empfohlen.
  • In schweren Fällen können bis zu 7.500 mg Methocarbamol pro Tag eingenommen werden.
  • Dauer der Anwendung
    • Die Dauer der Anwendung richtet sich nach den Symptomen der Muskelverspannung, sollte jedoch 30 Tage nicht überschreiten.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile,
  • komatöse oder präkomatöse Zustände,
  • Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS),
  • Myasthenia gravis,
  • Patienten mit Neigung zu epileptischen Krämpfen.

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Zusammenhang mit der Behandlung mit Methocarbamol berichtet, wobei - soweit Angaben zur Häufigkeit aus der Literatur hervorgehen - die folgenden Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt werden:
    • Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
    • Sehr selten (< 1/10.000)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • Selten
      • Konjunktivitis
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • Sehr selten
      • Anaphylaktische Reaktion
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • Sehr selten
      • Anorexie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • Sehr selten
      • Agitiertheit, Angstzustände, Verwirrtheit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Selten
      • Kopfschmerz, Schwindelgefühl, metallischer Geschmack
    • Sehr selten
      • Synkope, Nystagmus, Benommenheit, Tremor, Krampfanfall
    • Nicht bekannt
      • Somnolenz, Koordinationsstörung
  • Augenerkrankungen
    • Sehr selten
      • Sehstörung, Doppeltsehen
  • Herzerkrankungen
    • Sehr selten
      • Bradykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • Selten
      • Hypotonie
    • Sehr selten
      • Hitzewallung
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • Selten
      • Nasenschleimhautschwellung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Sehr selten
      • Übelkeit, Erbrechen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
    • Selten
      • Angioödem, Hautausschlag, Juckreiz, Urtikaria
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • Selten
      • Fieber

Anwendungshinweise

  • Zum Einnehmen.
  • Die Filmtabletten sollten mit ausreichend Wasser eingenommen werden.

Stillzeithinweise

  • Es ist nicht bekannt, ob Methocarbamol und/oder seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch übergehen. Methocarbamol und/oder seine Metaboliten werden in die Milch laktierender Hündinnen ausgeschieden. Daher sollten stillende Frauen Methocarbamol nicht einnehmen.

Schwangerschaftshinweise

  • Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Methocarbamol während der Schwangerschaft vor. Es liegen keine Daten aus tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt und postnatale Entwicklung vor. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Daher sollte Methocarbamol während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
  • Fertilität
    • Über den Einfluss von Methocarbamol auf die Humanfertilität liegen keine Daten vor.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Methocarbamol ist bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion mit Vorsicht anzuwenden.
    • Auswirkungen auf Laboruntersuchungen
      • Methocarbamol kann eine Farbinterferenz bei bestimmten Untersuchungen auf 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA) unter Verwendung von Nitrosonaphthol-Reagenz und bei Urinuntersuchungen auf Vanillinmandelsäure (VMA) unter Verwendung der Gitlow-Methode verursachen.
    • Methocarbamol AL® enthält Lactose und Natrium
      • Lactose: Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
      • Natrium: Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei".
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Dieses Arzneimittel kann die Wirkung von anderen das zentrale Nervensystem dämpfenden und stimulierenden Arzneimitteln einschließlich Barbituraten, Opioiden und Appetitzüglern verstärken.
    • Die Einnahme von Methocarbamol zusammen mit Alkohol kann die Wirkung des Arzneimittels verstärken.
    • Methocarbamol kann die Wirkung von Anticholinergika, wie z. B. Atropin, und einigen psychotropen Arzneimitteln verstärken.
    • Methocarbamol kann die Wirkung von Pyridostigminbromid abschwächen. Daher darf Methocarbamol von Patienten mit Myasthenia gravis, insbesondere denen, die mit Pyridostigmin behandelt werden, nicht eingenommen werden.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Methocarbamol hat einen mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, da Methocarbamol Schwindel oder Benommenheit verursachen kann - insbesondere, wenn gleichzeitig andere Arzneimittel angewendet werden, die ebenfalls Benommenheit verursachen können. Patienten sollten darauf hingewiesen werden, diese Tätigkeiten bei Auftreten von Schwindel oder Benommenheit nicht auszuführen.
  • Überdosierung
    • Nach oraler Einnahme von 22,5 bis 50 g Methocarbamol in suizidaler Absicht kam es bei zwei Patienten zu Benommenheit.
    • Beide Patienten erholten sich jedoch innerhalb von 24 Stunden vollständig. In der Literatur finden sich 3 Todesfälle, in denen außer Methocarbamol gleichzeitig noch große Mengen Alkohol (2 Fälle) oder Opiate (1 Fall) in suizidaler Absicht eingenommen wurden.
    • Die Behandlung einer Überdosierung schließt symptomatische Therapie und Überwachung der Vitalfunktionen ein. Der Nutzen einer Hämodialyse im Zusammenhang mit der Behandlung einer Überdosierung ist nicht erwiesen.