Methocarbamol AL 750 mg Filmtabletten

ALIUD Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Methocarbamol →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 50 ST 29,12 €
N3 100 ST 46,27 €
NotApplicable 50 ST

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Fachinformationen

Indikation

  • Symptomatische Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere des unteren Rückenbereiches (Lumbago).
  • Methocarbamol AL® wird angewendet bei Erwachsenen.

Dosierung

  • Die Dosierung für Erwachsene beträgt 3-mal täglich 1.500 mg Methocarbamol. Zu Beginn der Behandlung empfiehlt sich eine Dosierung von 4-mal täglich 1.500 mg Methocarbamol.
  • In schweren Fällen können Patienten bis zu 7.500 mg Methocarbamol pro Tag einnehmen.
  • Dauer der Anwendung
    • Methocarbamol AL® sollte so lange eingenommen werden, wie die Symptome der Muskelverspannung andauern, jedoch nicht länger als 30 Tage.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Methocarbamol AL® bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile,
  • komatöse oder präkomatöse Zustände,
  • Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS),
  • Myasthenia gravis,
  • Patienten mit Neigung zu epileptischen Krämpfen.

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt (soweit Angaben zur Häufigkeit aus der Literatur hervorgehen):
    • Sehr häufig >/= 1/10
    • Häufig >/= 1/100 bis < 1/10
    • Gelegentlich >/= 1/1.000 bis < 1/100
    • Selten >/= 1/10.000 bis < 1/1.000
    • Sehr selten < 1/10.000
    • Nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Über die folgenden Nebenwirkungen wurde in Zusammenhang mit der Behandlung mit Methocarbamol berichtet:
    • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
      • Selten
        • Konjunktivitis
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • Sehr selten
        • Anaphylaktische Reaktion
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • Sehr selten
        • Appetit vermindert
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • Sehr selten
        • Unruhe, Angstzustände, Verwirrtheit
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • Selten
        • Kopfschmerz, Schwindelgefühl, metallischer Geschmack
      • Sehr selten
        • Synkope, Nystagmus, Benommenheit, Tremor, Krampfanfall
      • Nicht bekannt
        • Somnolenz, Koordinationsstörung, Hypoästhesie*, Parästhesie*
    • Augenerkrankungen
      • Sehr selten
        • Sehverschlechterung, Doppeltsehen
    • Herzerkrankungen
      • Sehr selten
        • Bradykardie
    • Gefäßerkrankungen
      • Selten
        • Hypotonie
      • Sehr selten
        • Hitzewallung
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • Selten
        • Nasenschleimhautschwellung
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • Sehr selten
        • Brechreiz, Erbrechen
      • Nicht bekannt
        • Übelkeit, Durchfall
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
      • Selten
        • Angioödem, Ausschlag, Pruritus, Urtikaria
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • Selten
        • Fieber
      • Nicht bekannt
        • Müdigkeit
    • * Lokalisierte, vorübergehende Empfindungsstörung vorwiegend betreffend den Kopf (z. B. Gesicht, Kopfhaut), die Mundregion (z. B. Lippen, Zunge) oder die Extremitäten (Hände, Finger, Füße)

Anwendungshinweise

  • Methocarbamol AL® ist zum Einnehmen.
  • Die Filmtabletten sollten mit reichlich Wasser eingenommen werden.

Stillzeithinweise

  • Es ist nicht bekannt, ob Methocarbamol und/oder seine Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch übergehen. Methocarbamol und/oder seine Metaboliten werden bei laktierenden Hunden in die Milch ausgeschieden. Daher sollte Methocarbamol während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Schwangerschaftshinweise

  • Es liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Methocarbamol während der Schwangerschaft vor. Es liegen keine Daten aus tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Geburt und postnatale Entwicklung vor. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
  • Daher sollte Methocarbamol während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
  • Fertilität
    • Über den Einfluss von Methocarbamol auf die Humanfertilität liegen keine Daten vor.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Methocarbamol AL® sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und/oder eingeschränkter Leberfunktion mit Vorsicht angewendet werden.
    • Beeinflussung von Laboruntersuchungen
      • Methocarbamol kann eine Farbinterferenz bei Laboruntersuchungen auf 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA) und Vanillinmandelsäure (VMA) verursachen.
    • Methocarbamol AL® enthält Lactose und Natrium
      • Lactose: Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
      • Natrium: Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h., es ist nahezu „natriumfrei".
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Bei gleichzeitiger Anwendung von Methocarbamol mit zentralwirksamen Arzneimitteln wie Barbituraten, Opioiden sowie Appetitzüglern kann es zu einer wechselseitigen Wirkungsverstärkung kommen.
    • Der Konsum von Alkohol während der Behandlung mit Methocarbamol kann die Wirkung verstärken.
    • Die Wirkung von Anticholinergika, wie z. B. Atropin, und anderen psychotropen Arzneimitteln kann durch Methocarbamol verstärkt werden.
    • Methocarbamol kann die Wirkung von Pyridostigminbromid abschwächen. Daher darf Methocarbamol von Patienten mit Myasthenia gravis, insbesondere denen, die mit Pyridostigmin behandelt werden, nicht eingenommen werden.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Methocarbamol AL® hat einen mäßigen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen, da Methocarbamol Schwindel oder Schläfrigkeit verursachen kann, insbesondere, wenn gleichzeitig andere Arzneimittel eingenommen werden, die ebenfalls Schläfrigkeit verursachen können.
    • Patienten sollten darauf hingewiesen werden, diese Tätigkeiten bei Auftreten von Schwindel oder Schläfrigkeit nicht auszuführen.
  • Überdosierung
    • Nach oraler Einnahme von 22,5 bis 50 g Methocarbamol in suizidaler Absicht kam es bei zwei Patienten zu Schläfrigkeit. Beide Patienten erholten sich komplett innerhalb von 24 Stunden. In der Literatur finden sich 3 Todesfälle, in denen außer Methocarbamol noch große Mengen Alkohol (2x) bzw. Opiate (1x) gleichzeitig in suizidaler Absicht eingenommen wurden.
    • Die Behandlung von Intoxikationen besteht aus symptomatischer Therapie und Überwachung der Vitalfunktionen. Der Nutzen einer Hämodialyse im Zusammenhang mit der Behandlung einer Überdosierung ist nicht bekannt.