metodura comp
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ST | 15,97 € |
| N3 | 100 ST | 27,74 € |
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Indikation
- arterielle Hypertonie
- Hinweis
- Kombinationspräparat nur dann empfohlen, wenn Therapie mit einem der Einzelwirkstoffe (Metoprolol, Hydrochlorothiazid), mit dem die Ersteinstellung eines zu hohen Blutdruckes versucht werden sollte, unzureichend wirkte und die Kombination der Einzelwirkstoffe in der hier vorliegenden Dosierung sich als wirksam erwiesen hat
Dosierung
- arterielle Hypertonie
- 1 Tablette (100 mg Metoprololtartrat und 12,5 mg Hydrochlorothiazid) 1mal / Tag
- Behandlungsdauer
- zeitlich nicht begrenzt
- richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung
- nach Langzeitbehandlung, bes. bei Vorliegen einer ischämischen Herzkrankheit
- ausschleichend über 7 - 10 Tage absetzen
- abruptes Absetzen kann zu einer akuten Verschlechterung des Zustandes des Patienten führen
- gleichzeitig eingeschränkte Nieren- und Leberfunktion
- verminderte Elimination von Metoprolol
- ggf. Dosisreduktion
- eingeschränkte Nierenfunktion
- stark eingeschränkte Harnproduktion (Oligurie oder Anurie); Kreatinin-Clearance < 30 ml / min und/oder Serumkreatinin > 1,8 mg / 100 ml
- Anwendung kontraindiziert
- stark eingeschränkte Harnproduktion (Oligurie oder Anurie); Kreatinin-Clearance < 30 ml / min und/oder Serumkreatinin > 1,8 mg / 100 ml
Kontraindikationen
Metoprolol und Thiazide - peroral
- Überempfindlichkeit gegen
- Hydrochlorothiazid
- andere Thiaziddiuretika
- Metoprolol
- andere Betarezeptorenblocker
- Sulfonamide (mögliche Kreuzreaktionen beachten)
- AV-Block 2. oder 3. Grades
- sinuatrialer Block
- Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome), außer Patienten mit permanentem Herzschrittmacher
- akuter Herzinfarkt
- Schock, kardiogener Schock
- manifeste Herzinsuffizienz
- instabile, dekompensierte Herzmuskelschwäche (Lungenödem, Minderperfusion oder Hypotension)
- Patienten mit dauerhafter oder intermittierender inotroper Therapie mit Betarezeptor-Agonisten
- Bradykardie (Ruhepuls vor Behandlungsbeginn < 50 Schläge / Min.)
- Hypotonie (systolisch < 90 mmHg)
- Azidose
- Spätstadien peripherer (arterieller) Durchblutungsstörungen
- bronchiale Hyperreagibilität, z.B. Asthma bronchiale
- schwere Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz mit Oligurie oder Anurie; Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min. und/oder Serum-Kreatinin > 1,8 mg/100 ml)
- akute Glomerulonephritis
- Coma und Praecoma hepaticum
- therapieresistente Hypokaliämie (< 3,5 mmol/l)
- Hypercalcämie
- Gicht, bei bekannter Hyperurikämie
- Hyponatriämie / schwerer Natriummangel im Blut
- Hypovolämie
- gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe)
- intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) kontraindiziert
- Ausnahme: Intensivmedizin
- Metoprolol darf Patienten mit einem vermuteten akuten Herzinfarkt so lange nicht gegeben werden, wie
- deren Puls unter 45 Schläge / Min. liegt
- das PQ-Intervall mehr als 0,24 Sekunden beträgt
- oder der systolische Blutdruck unter 100 mmHg liegt
- Schwangerschaft (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Stillzeit (siehe jeweilige Herstellerinformation)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Metoprolol und Thiazide - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Idiosynkrasie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktoide Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC, Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
- auf der Grundlage der vorliegenden Daten aus epidemiologischen Studien wurde ein kumulativer dosisabhängiger Zusammenhang zwischen Hydrochlorothiazid und NMSC festgestellt
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC, Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Thrombozytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blutbildveränderungen in Form in Form einer aplastischen Anämie und Leukopenie
- hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- immunhämolytische Anämie durch Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- asymptomatische Hyperurikämie
- kann jedoch bei prädisponierten Patienten Gichtanfälle auslösen
- Flüssigkeits- und Elektrolytveränderungen (dosis- und altersabhängig; bei langfristiger, kontinuierlicher Einnahme), insbesondere
- Hypokaliämie
- die Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Apathie, Hypotonie der Skelettmuskulatur, Adynamie der glatten Muskulatur mit Obstipation, Subileus, paralytischer Ileus sowie EKG-Veränderungen verursachen kann
- Hypomagnesiämie, Hyponatriämie, Hypochlorämie oder Hypercalcämie
- metabolische Azidose
- als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine metabolische Alkalose entwickeln bzw. eine bereits bestehende metabolische Alkalose verschlechtern
- dabei treten Allgemeinsymptome wie Mundtrockenheit, Durst, Müdigkeit, Benommenheit, Schläfrigkeit, Schwäche, Schwindel, Hypotonie und orthostatische Regulationsstörungen auf
- Hypokaliämie
- Hypermagnesiurien
- äußern sich gelegentlich als Hypomagnesiämien, weil Magnesium aus dem Knochen mobilisiert wird
- Hyperglykämie und Glukosurie bei Stoffwechselgesunden, bei Patienten mit latentem oder manifestem Diabetes mellitus bzw. Patienten mit Kaliummangel
- latenter Diabetes mellitus kann erkennbar werden oder eine bereits bestehende Zuckerkrankheit sich verschlechtern (Symptome: Hyperglykämie, Glykosurie)
- asymptomatische Hyperurikämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Störungen im Fettstoffwechsel
- bei meist normalem Gesamtcholesterin Verminderung des HDL-Cholesterins und Erhöhung der Triglyceride im Plasma beobachtet
- Störungen im Fettstoffwechsel
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hypoglykämische Zustände, nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung
- Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers - insbesondere erhöhte Tachykardie und Tremor - können verschleiert werden
- hypoglykämische Zustände, nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei exzessiver Diurese kann es infolge Dehydratation und Hypovolämie zur Hämokonzentration und gelegentlich zu Konvulsionen, Benommenheit, Verwirrtheitszuständen, Kreislaufkollaps und zu einem akuten Nierenversagen sowie als Folge der Hämokonzentration (insbesondere bei älteren Patienten oder bei Vorliegen von Venenerkrankungen) zu Thrombosen und Embolien kommen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- depressive Verstimmungszustände
- Verwirrtheit
- Halluzinationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nervosität
- Ängstlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Persönlichkeitsveränderungen (z.B. Gefühlsschwankungen, kurz dauernder Gedächtnisverlust)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- zentralnervöse Störungen insbesondere zu Beginn der Behandlung (gewöhnlich leichterer Art und vorübergehend) wie
- Müdigkeit
- depressive Verstimmungen
- Schwindelgefühl
- Verwirrtheit
- Kopfschmerzen
- Schwitzen
- Alpträume oder verstärkte Traumaktivität
- Schlafstörungen
- Halluzinationen
- Benommenheit
- zentralnervöse Störungen insbesondere zu Beginn der Behandlung (gewöhnlich leichterer Art und vorübergehend) wie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlaflosigkeit (gewöhnlich leichterer Art und vorübergehend; insbesondere zu Beginn der Behandlung)
- Konzentrationsstörungen (gewöhnlich leichterer Art und vorübergehend; insbesondere zu Beginn der Behandlung)
- Kribbeln in den Gliedmaßen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Amnesie
- Gedächtnisstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konjunktivitis und verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen beachten)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenreizung
- (geringgradige) Sehstörungen, z.B. verschwommenes Sehen, Farbsehstörungen (Gelbsehen) oder eine Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Flimmern vor den Augen
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute Myopie
- akutes Engwinkelglaukom
- Aderhauterguss
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hörstörungen
- Ohrensausen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)
- gesteigerte Glykosidempfindlichkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Palpitationen
- Bradykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- atrioventrikuläre Überleitungsstörungen
- Verstärkung einer Herzmuskelschwäche mit peripheren Ödemen (Flüssigkeitsansammlungen)
- kardiogener Schock bei Patienten mit akutem Herzinfarkt
- präkordiale Schmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- kardiale Leitungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung der Anfälle bei Angina pectoris
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kältegefühl und Parästhesien an den Extremitäten/Gliedmaßen
- orthostatische Hypotonie (gelegentlich mit Synkope)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verstärkter Blutdruckabfall
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Vaskulitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung (bis zur Gangrän) bereits bestehender peripherer Durchblutungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Claudicatio intermittens oder mit Raynaud-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Belastungsdyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verengung der Atemwege und Atemnot
- infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen, z.B. bei asthmoider Bronchitis, insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
- Verengung der Atemwege und Atemnot
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute interstitielle Pneumonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergisches Lungenödem mit Schocksymptomatik (systemische anaphylaktische Reaktionen durch zirkulierende Immunkomplexe)
- akutes Atemnotsyndrom (ARDS)
- Rhinitis allergica / allergischer Schnupfen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- (vorübergehend) Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen, Durchfall, Verstopfung, Krämpfe im Bauchraum, Leibschmerzen
- Appetitlosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- Hyperamylasämien
- Pankreatitiden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ikterus (Gelbsucht)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung der Transaminasen GOT, GPT
- intrahepatische Cholestase
- akute Gallenblasenentzündung (bei bestehender Cholelithiasis)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hepatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Hautreaktionen (z.B. Rötung, Juckreiz, photoallergisches Exanthem, Purpura, Urtikaria)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Hauterscheinungen wie Pruritus, Hautrötung, Urtikaria, kutaner Lupus erythematodes und chronische Photosensibilität, Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hautausschlägen nach Lichteinwirkung
- Arzneimittelfieber
- Hautausschläge (meist psoriasiforme und dystrophische Hautläsionen)
- Schwitzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Haarausfall
- nekrotisierende Angiitis
- kleinflächige Einblutungen in der Haut und Schleimhaut (Purpura)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Auslösen einer Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), Verschlechterung der Symptome dieser Erkrankung (unter Betablockern beobachtet)
- psoriasiforme Hautausschläge (unter Betablockern beobachtet)
- ohne Häufigkeitsangabe
- systemischer Lupus erythematodes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelkrämpfe (z.B. Wadenkrämpfe)
- Muskelschwäche
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Arthropathie und/oder Arthralgie, wobei ein oder mehrere Gelenke betroffen sein können (Mono- und Polyarthritis)
- bei Langzeittherapie in Einzelfällen beobachtet
- Arthropathie und/oder Arthralgie, wobei ein oder mehrere Gelenke betroffen sein können (Mono- und Polyarthritis)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Nierenentzündung (interstitielle Nephritis)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Aggravierung eines akuten Nierenversagens
- abakterielle interstitielle Nephritiden mit konsekutivem akuten Nierenversagen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Impotenz
- Libido- und Potenzstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- InduratioInduratio penis plastica (Peyronie-Krankheit)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erschöpfung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombosen und Embolien
- bei hoher Dosierung, insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen
- Thrombosen und Embolien
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Geschmacksstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Maskierung der Symptome einer schweren Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erhöhung der Cholesterin- und Triglyzeridspiegel im Serum
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gewichtszunahme
- reversibler Anstieg stickstoffhaltiger, harnpflichtiger Stoffe (Harnstoff, Kreatinin) im Serum (Azotämie), v.a. zu Behandlungsbeginn
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung der Blutfettwerte
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten unzerkaut zum Frühstück mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. mit 1 Glas Wasser)
- grundsätzlich: Beginn der Behandlung einschleichend mit niedrigen Dosen eines Einzelwirkstoffes mit langsamer Dosissteigerung
- Anwendung der fixen Kombination aus Metoprolol und Hydrochlorothiazid erst, wenn durch die Einzelwirkstoffe keine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden konnte oder bei hoher Dosierung übermäßige Nebenwirkungen aufgetreten waren und sich die Kombination der Einzelwirkstoffe in der vorliegenden Dosierung als gut dosiert erwiesen hat
Stillzeithinweise
Metoprolol und Thiazide - peroral
- manche Hersteller weisen die Gabe in der Stillzeit als Kontraindikation aus (dazu jeweilige Herstellerangaben beachten)
- Anwendung während der Stillzeit wird nicht empfohlen
- wenn das Arzneimittel während der Stillzeit angewandt wird, sollte die Dosis so niedrig wie möglich sein
- Hydrochlorothiazid
- Übergang geringer Mengen in die Muttermilch
- Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen
Schwangerschaftshinweise
Metoprolol und Thiazide - peroral
- manche Hersteller weisen die Gabe in der Schwangerschaft als Kontraindikation aus (dazu jeweilige Herstellerangaben beachten)
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
- Metoprolol
- Betablocker reduzieren im Allgemeinen die Plazentaperfusion, was mit Wachstumsverzögerung, intrauterinem Tod, Fehlgeburt und vorzeitigen Wehen in Verbindung gebracht wurde
- Betablocker können beim Fötus, Neugeborenen und beim gestillten Kind möglicherweise Nebenwirkungen, wie z.B. Bradykardie, verursachen
- Hydrochlorothiazid
- manche Hersteller weisen die Gabe in der Schwangerschaft als Kontraindikation aus (dazu jeweilige Herstellerangaben beachten)
- auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
- bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden
- nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vorliegend, insbesondere während des 1. Trimenons
- Hydrochlorothiazid ist plazentagängig
- auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des 2. und 3. Trimenons zu einer Störung der fetoplazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
- Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend
Warnhinweise
Metoprolol und Thiazide - peroral
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei
- AV-Block 1. Grades
- Diabetes-Patienten mit stark schwankenden Blutzuckerwerten
- manifestem oder latentem Diabetes mellitus (schwere hypoglykämische Zustände möglich; regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers)
- (längerem) strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung, wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände
- Patienten mit Phäochromozytom (Nebennierenmarktumor); vorherige Therapie mit Alpha-Blockern erforderlich
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Serum-Kreatinin > 1,2 mg < 1,8 mg/dl) bzw. leichter Einschränkung der Kreatinin-Clearance mit 30-60 ml/Min.
- Patienten, die gleichzeitig mit Digitalispräparaten, Glucocorticoiden oder Laxanzien behandelt werden
- zerebrovaskulären Durchblutungsstörungen
- koronarer Herzkrankheit
- anaphylaktischer Schock
- strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft
- Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen
- Hyposensibilisierungstherapien: Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen
- strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft
- Patienten mit Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese
- Verordnung von Betarezeptorenblockern sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
- Erkrankungen der Atemwege, Asthma
- wenn Patienten behandelt werden, die an Asthma leiden, sollte im Allgemeinen eine gleichzeitige Therapie mit Beta-2-Sympathomimetika erfolgen (mit Tabletten und/oder als Inhalation)
- Dosierung von Beta-2-Sympathomimetika muss unter Umständen angepasst (erhöht) werden, wenn die Behandlung mit Metoprolol begonnen wird
- Anästhesie und Operationen
- vor einer Operation sollte der Anästhesist darüber informiert werden, dass der Patient mit Metoprolol behandelt wird
- Herzfrequenzstörungen
- falls ein Patient eine zunehmende Bradykardie entwickelt
- Dosis schrittweise reduzieren oder schrittweise absetzen
- falls ein Patient eine zunehmende Bradykardie entwickelt
- Elektrolyte, Kontrollen
- während der Behandlung sollten die Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen des Kaliumverlustes kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (Bananen, Gemüse, Nüsse)
- evtl. ist wegen des erhöhten Kaliumverlustes eine gleichzeitige Therapie mit kaliumsparenden Diuretika erforderlich
- Kaliumkontrollen sollten anfangs häufiger erfolgen
- wenn sich ein Gleichgewicht im Kaliumhaushalt eingestellt hat, genügt es, den Serumkaliumspiegel seltener zu kontrollieren
- ferner sollten Natrium, Calcium, Blutzucker / Glucose, Harnsäure, Blutfette und Kreatinin im Serum in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden
- während der Behandlung sollten die Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten und wegen des Kaliumverlustes kaliumreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen (Bananen, Gemüse, Nüsse)
- periphere arterielle Durchblutungsstörungen
- Metoprolol sollte mit Vorsicht bei Patienten mit peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (z.B. Morbus Raynaud oder Raynaud Phänomen, Claudicatio intermittens) angewendet werden, da eine Behandlung mit Betarezeptorenblockern diesen Zustand verschlimmern kann
- Thyreotoxikose
- Betarezeptorenblocker können einige der klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose maskieren
- bei gleichzeitiger Gabe von Metoprolol, wenn eine Thyreotoxikose oder der Verdacht einer Thyreotoxikose vorliegt, sollten die Schilddrüsen- und Herzfunktion engmaschig überwacht werden
- Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelverschlussglaukom
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann
- Symptome wie eine akut einsetzende verminderte Sehschärfe oder Augenschmerzen können typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Behandlungsbeginn auftreten
- unbehandeltes akutes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
- sls Erstmaßnahme sollte das Arzneimittel so schnell wie möglich abgesetzt werden
- umgehende medizinische oder operative Behandlungen müssen bei anhaltendem erhöhten Augeninnendruck in Betracht gezogen werden
- Risikofaktoren, die die Entstehung eines akuten Engwinkelglaukoms begünstigen könnten, schließen eine Allergie gegenüber Sulfonamiden oder Penicillin in der Krankengeschichte ein
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelverschlussglaukom führen kann
- Nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC)
- in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet
- photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
- Patienten, die HCTZ einnehmen sollten über das NMSC-Risiko informiert werden,
- ihnen sollte angeraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden
- den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B.
- Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung
- oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
- verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien
- bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden
- in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs [Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC)] mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet
- akute Atemwegstoxizität
- sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
- Lungenödem entwickelt sich typischerweise innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid
- zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der Lungenfunktion und Hypotonie
- bei Verdacht auf ARDS sollte das Arzneimittel abgesetzt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden
- Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetreten ist
- sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
- Therapie sollte abgebrochen werden bei
- therapieresistenter Entgleisung des Elektrolythaushalts
- orthostatischen Beschwerden (z.B. Schwarzwerden vor den Augen, Schwindel, evtl. Ohnmacht)
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- starken Beschwerden im MagenMagen-Darm-Trakt
- zentralnervösen Störungen
- Pankreatitis (Entzündungen der Bauchspeicheldrüse)
- Blutbildveränderungen
- akuter Gallenblasenentzündung
- Auftreten einer Gefäßentzündung (Vaskulitis)
- Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit
- Schwangerschaft
- bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen
- wird eine Schwangerschaft festgestellt Behandlung mit Hydrochlorothiazid unverzüglich beenden
- wenn erforderlich alternative Therapie beginnen
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- missbräuchliche Anwendung als Dopingmittel kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen