Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 12,50 € |
| N2 | 50 ST | 13,01 € |
| N3 | 100 ST | 14,10 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- arterielle Hypertonie
- koronare Herzkrankheit
- hyperkinetisches Herzsyndrom (funktionelle Herzbeschwerden)
- tachykarde Herzrhythmusstörungen
- Migräneprophylaxe
- Akutbehandlung des Herzinfarktes und Reinfarktprophylaxe
Dosierung
- Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden.
- Es gelten folgende Richtdosen:
- Arterielle Hypertonie
- 1- bis 2-mal täglich 50 mg bzw. 1-mal täglich 50 - 100 mg Metoprololtartrat
- Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdruckes auf 2-mal 100 mg Metoprololtartrat erhöht werden.
- Koronare Herzkrankheit
- 1- bis 2-mal täglich 50 mg bzw. 1-mal täglich 50 - 100 mg Metoprololtartrat
- Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdruckes auf 2-mal 100 mg Metoprololtartrat erhöht werden.
- Hyperkinetisches Herzsyndrom (sog. funktionelle Herzbeschwerden)
- 1- bis 2-mal täglich 50 mg bzw. 1-mal täglich 50 - 100 mg Metoprololtartrat
- Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdruckes auf 2-mal 100 mg Metoprololtartrat erhöht werden.
- Tachykarde Herzrhythmusstörungen
- 1- bis 2-mal täglich 100 mg Metoprololtartrat (entsprechend 100 - 200 mg Metoprololtartrat)
- Akutbehandlung des Herzinfarktes und Reinfarktprophylaxe
- MetoHEXAL® 100 sollte nur bei hämodynamisch stabilen Patienten (systolischer Blutdruck >/= 100 mmHg, Herzfrequenz >/= 60 Schläge/min, keine Herzinsuffizienzsymptomatik) eingesetzt werden, für die keine Gegenanzeigen für eine Behandlung mit Betarezeptorenblockern bestehen.
- a) Akutbehandlung
- Bei akutem Herzinfarkt erfolgt die Behandlung möglichst umgehend nach Krankenhauseinweisung unter kontinuierlicher EKG- und Blutdruckkontrolle. Die Behandlung wird mit 5 mg Metoprololtartrat i. v. begonnen. Je nach Verträglichkeit können in Abständen von 2 Minuten weitere Einzeldosen von 5 mg Metoprololtartrat i. v. bis zu einer maximalen Gesamtdosis von bis zu 15 mg Metoprololtartrat verabreicht werden.
- Wird die volle Dosis von 15 mg Metoprololtartrat i. v. vertragen, gibt man beginnend 15 Minuten nach der letzten intravenösen Injektion 1-mal 50 mg Metoprololtartrat. In den folgenden 48 Stunden werden alle 6 Stunden 50 mg Metoprololtartrat verabreicht.
- Bei Patienten, die weniger als 15 mg Metoprololtartrat i. v. vertragen haben, sollte die orale Anschlussbehandlung vorsichtig mit 1-mal 25 mg Metoprololtartrat begonnen werden.
- b) Erhaltungsdosis
- Anschließend an die Akuttherapie werden 2-mal 100 mg Metoprololtartrat gegeben. Bei behandlungsbedürftigem Abfall von Herzfrequenz und/oder Blutdruck oder anderen Komplikationen ist MetoHEXAL® 100 sofort abzusetzen.
- Migräneprophylaxe
- 1- bis 2-mal täglich 100 mg Metoprololtartrat (entsprechend 100 - 200 mg Metoprololtartrat)
- Arterielle Hypertonie
- Besondere Patientengruppen
- Nierenfunktionsstörung
- Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.
- Leberfunktionsstörung
- Bei stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Elimination von Metoprolol® vermindert, sodass unter Umständen eine Dosisreduktion erforderlich ist.
- Ältere Patienten
- Es liegen keine Studien bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.
- Kinder und Jugendliche
- Es liegen keine Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit für Kinder vor. Daher wird die Anwendung von MetoHEXAL® bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.
- Nierenfunktionsstörung
- Dosierungsänderung oder Therapieabbruch
- Ein Therapieabbruch oder eine Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anordnung erfolgen. Die Dauer der Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt.
- Sollte die Behandlung mit MetoHEXAL® nach längerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden (insbesondere bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder Herzinfarkt), sollte dies grundsätzlich langsam ausschleichend erfolgen, und zwar mindestens über einen Zeitraum von zwei Wochen, wobei die Dosis schrittweise halbiert wird. Die letzte Dosis sollte mindestens vier Tage eingenommen werden, bevor das Präparat abgesetzt wird. Falls Beschwerden auftreten, sollte der Vorgang verlangsamt werden. Abruptes Absetzen kann zu Herzischämie mit Exazerbation einer Angina pectoris, zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten einer Hypertonie führen.
Kontraindikationen
- MetoHEXAL® ist kontraindiziert bei:
- bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Metoprolol und verwandten Derivaten oder einen der sonstigen Bestandteile dieser Arzneimittel
- Überempfindlichkeit gegenüber anderen Betarezeptorenblockern (eine Kreuzallergie zwischen Betarezeptorenblockern kann auftreten)
- AV-Block II. oder III. Grades
- unbehandelter oder manifester Herzinsuffizienz (Lungenödem, beeinträchtigter Blutfluss oder Hypotonie) und kontinuierlicher oder intermittierender Behandlung, die zu einer Erhöhung der Kontraktilität des Herzmuskels führt (Betarezeptoren-Agonismus)
- klinisch signifikanter Sinusbradykardie (Herzfrequenz < 50 Schläge/min in Ruhe vor der Behandlung)
- Sick-Sinus-Syndrom, außer bei Patienten mit einem permanenten Herzschrittmacher
- kardiogenem Schock
- höhergradigen SA-Blockierungen
- schweren peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen
- Hypotonie (systolischer Blutdruck < 90 mmHg)
- metabolischer Azidose
- schwerer Form von Asthma bronchiale oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung
- gleichzeitiger Gabe von Monoaminooxidase (MAO)-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe)
- Patienten mit Myokardinfarkt, die eine Herzfrequenz < 45 bis 50 Schläge/min, ein PR-Intervall > 0,24 s, einen systolischen Blutdruck < 100 mmHg und/oder eine schwere Herzinsuffizienz haben
- Die gleichzeitige intravenöse Applikation von Calziumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin).
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
- Sehr häufig (>/= 1/10)
- Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Sehr selten (< 1/10.000)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Sehr selten: Thrombozytopenie, Leukopenie
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Gelegentlich: Gewichtszunahme
- Psychiatrische Erkrankungen
- Gelegentlich: Depression, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen bzw. Schläfrigkeit, verstärkte Traumaktivität, Benommenheit
- Selten: Nervosität, Ängstlichkeit
- Sehr selten: Verwirrtheit, Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Gefühlsschwankungen), Halluzinationen, Gedächtnisstörungen/Erinnerungsschwierigkeiten
- Erkrankungen des Nervensystems
- Sehr häufig: Müdigkeit
- Häufig: Schwindelgefühl, Kopfschmerzen
- Gelegentlich: Parästhesien
- Sehr selten: Geschmacksstörungen
- Augenerkrankungen
- Selten: Konjunktivitis, verminderter Tränenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Sehstörungen, gereizte Augen
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- Sehr selten: Tinnitus, Hörstörungen
- Herzerkrankungen
- Häufig: Bradykardie, Palpitationen
- Gelegentlich: atrioventrikuläre Überleitungsstörungen (AV-Block I. Grades), Verstärkung einer Herzmuskelschwäche mit peripheren Ödemen, kardiogener Schock bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt, Herzschmerzen
- Selten: Arrhythmien, kardiale Leitungsstörungen
- Gefäßerkrankungen
- Häufig: Kältegefühl in den Gliedmaßen, orthostatische Hypotonie, sehr selten mit Synkopen
- Sehr selten: Nekrose (bis zu Gangrän) bei bereits bestehenden peripheren Durchblutungsstörungen vor der Behandlung
- Nicht bekannt: Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Claudicatio intermittens oder mit Raynaud-Syndrom
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Häufig: Atemnot insbesondere nach Anstrengung infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegwiderstandes bei entsprechend veranlagten Patienten (z. B. bei Asthma bronchiale)
- Gelegentlich: Bronchospasmen
- Selten: Rhinitis
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufig: vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall
- Gelegentlich: Erbrechen
- Selten: Mundtrockenheit
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Selten: veränderte Leberfunktionswerte
- Sehr selten: Hepatitis
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Gelegentlich: Hautreaktionen wie Rötung und Juckreiz sowie Hautausschläge (z.B. in Form von psoriasiformer Hautveränderungen und dystrophischen Hautläsionen), übermäßiges Schwitzen
- Selten: Haarausfall
- Sehr selten: Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hautausschlägen nach Lichteinwirkung, Auslösen einer Psoriasis, Verschlimmerung einer Psoriasis
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Gelegentlich: Muskelkrämpfe
- Sehr selten: Muskelschwäche, Arthralgie
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- Selten: Libido- und Potenzstörungen, InduratioInduratio penis plastica (Peryonie's disease)
- Hinweise
- Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es sehr häufig zu zentralnervösen Störungen wie Müdigkeit, häufig auch zu Schwindelgefühl und Kopfschmerzen kommen.
- In seltenen Fällen kann ein latenter Diabetes mellitus in Erscheinung treten oder eine bereits manifester sich verschlechtern. Zeichen des erniedrigten Blutzuckers (z. B. schneller Puls) können verschleiert werden.
Anwendungshinweise
- Die Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einzunehmen.
- Sie sollten bei Einmalgabe morgens bzw. bei 2-maliger Gabe morgens und abends eingenommen werden.
Stillzeithinweise
- Metoprolol wird mit der Muttermilch konzentriert ausgeschieden. Bei therapeutischen Dosen von MetoHEXAL® sind keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder zu erwarten (Ausnahme sind „slow metabolizer").
- MetoHEXAL® kann während der Stillzeit angewendet werden. Allerdings sollten gestillte Säuglinge auf Anzeichen einer Betablockade hin überwacht werden.
- Die durch die Muttermilch aufgenommene Menge an Metoprolol kann verringert werden, wenn erst 3 - 4 Stunden nach Einnahme des Medikaments gestillt wird.
Schwangerschaftshinweise
- Es liegen weitreichende Erfahrungen zur Anwendung von Metoprolol bei Schwangeren vor.
- Die derzeitigen Erfahrungen mit Metoprolol im ersten Schwangerschaftstrimester deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko hin.
- Tierstudien haben erst in hohen Dosen eine Reproduktionstoxizität gezeigt.
- MetoHEXAL® kann während der Schwangerschaft angewendet werden, wenn dies aus klinischer Sicht notwendig ist. Bei einer Behandlung mit Metoprolol während der Schwangerschaft sollte die geringstmögliche Dosis angewendet werden.
- Es gibt Hinweise darauf, dass Metoprolol die Durchblutung der Plazenta vermindert und so zu fetalen Wachstumsstörungen führen kann. Eine Wachstumskontrolle des Fetus bei langdauernder Therapie ist daher anzuraten. Nach Gabe anderer Betarezeptorenblocker wurden Fehl-, Frühgeburten, intrauteriner Tod des Fetus und frühzeitige Wehen beobachtet.
- Neugeborene von Frauen, die während der späten Schwangerschaft mit Metoprolol behandelt werden, können, aufgrund einer möglichen neonatalen Betablockade, ein erhöhtes Risiko für Bradykardie, Hypoglykämie und (selten) Hypotonie haben. Deshalb müssen Neugeborene 48 - 72 Stunden nach der Entbindung ärztlich überwacht werden.
- Fertilität
- Es gibt keine humanen Fertilitäts-Untersuchungen von Metoprolol.
- Metoprolol zeigte in therapeutischen Dosen zwar Auswirkungen auf die Spermatogenese von Ratten, hatte jedoch in Fertilitätsstudien bei Tieren in höheren Dosen keinen Effekt auf die Empfängnisraten.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:
- AV-Block I. Grades, da es zu einer Verschlimmerung kommen kann, die möglicherweise zu einem totalen AV-Block führt
- Diabetes-Patienten mit stark schwankenden Blutzuckerwerten sowie bei strengem Fasten
- Patienten mit einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom, vorherige und begleitende Therapie mit Alphablockern erforderlich)
- Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion
- Akuter Myokardinfarkt
- Bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt zeigte sich unter Metoprololtherapie ein erhöhtes Risiko für kardiogenen Schock. Da hämodynamisch instabile Patienten in besonderem Maße betroffen waren, darf Metoprolol erst nach hämodynamischer Stabilisierung des Infarktpatienten gegeben werden.
- Psoriasis
- Bei Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese sollte die Verordnung von Betarezeptorenblockern nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden.
- Erkrankungen der Atemwege
- Wenn Patienten behandelt werden, die an Asthma leiden, sollte im Allgemeinen eine gleichzeitige Therapie mit Beta-2-Sympathomimetika erfolgen (mit Tabletten und/oder als Inhalation). Die Dosierung von Beta-2-Sympathomimetika muss unter Umständen angepasst (erhöht) werden, wenn die Behandlung mit Metoprolol begonnen wird.
- Anästhesie und Operationen
- Vor einer Operation sollte der Anästhesist darüber informiert werden, dass der Patient mit Metoprolol behandelt wird. Patienten, die sich einer Operation unterziehen, die nicht am Herzen vorgenommen wird, sollten keine akute Erstbehandlung mit hohen Metoprolol-Dosen erhalten, da dies mit Bradykardie, Hypotonie und Schlaganfall (auch mit tödlichem Ausgang) bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren in Verbindung gebracht wurde.
- Anaphylaktischer Schock
- Patienten, die Betarezeptorenblocker einnehmen, zeigen eine schwerere Verlaufsform beim anaphylaktischen Schock.
- Herzfrequenzstörungen
- Eine Dosisreduktion sollte bei Patienten mit einer Herzfrequenz < 55 Schlägen/min in Erwägung gezogen werden. Bei einer Herzfrequenz < 50 Schlägen/min sollte Metoprolol mit Vorsicht angewendet werden.
- Prinzmetal-Angina
- Betarezeptorenblocker können bei Patienten mit Prinzmetal-Angina (vasospastische Angina) die Häufigkeit und die Dauer der pektanginösen Anfälle erhöhen. Relativ selektive Beta1-Rezeptorenblocker wie Metoprolol können nur mit äußerster Vorsicht bei diesen Patienten angewendet werden.
- Okulare Manifestationen
- Das in Zusammenhang mit Practolol beschriebene Vollbild eines okulomukokutanen Syndroms wurde unter Metoprolol nicht berichtet. Teilmanifestationen dieses Syndroms (trockene Augen allein oder gelegentlich mit Hautausschlag) kommen jedoch vor. In den meisten Fällen verschwanden die Symptome nach Absetzen von Metoprolol. Patienten müssen sorgfältig möglicher okulare Auswirkungen beobachtet werden. Tritt ein derartiger Effekt auf, ist ein schrittweiser Abbruch der Behandlung mit Metoprolol in Erwägung zu ziehen.
- Periphere arterielle Durchblutungsstörungen
- Metoprolol sollte nur mit Vorsicht bei Patienten mit peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (z. B. Morbus Raynaud, Claudicatio intermittens) angewendet werden, da eine Behandlung mit Betarezeptorenblockern diesen Zustand verschlimmern kann.
- Thyreotoxikose
- Betarezeptorenblocker können einige der klinischen Zeichen einer Thyreotoxikose maskieren. Wenn Metoprolol bei Patienten mit Thyreotoxikose oder mit Verdacht auf eine Thyreotoxikose angewendet wird, müssen sowohl die Herz- als auch die Schilddrüsenfunktion engmaschig überwacht werden.
- Dosisanpassung und Therapieabbruch
- Weitere sicherheitsrelevante Hinweise zu Dosierungsänderungen oder dem Absetzen der Therapie, siehe unter Kategorie „Dosierungsänderung oder Therapieabbruch".
- Doping
- Die Anwendung von MetoHEXAL® kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Eine missbräuchliche Anwendung der Arzneimittel MetoHEXAL® zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden.
- Diese Arzneimittel enthalten Lactose
- Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten MetoHEXAL® nicht einnehmen.
- Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Wirkung von anderen Arzneimitteln auf Metoprolol
- Metoprolol dient als Substrat für das Cytochrom-P-450-Isoenzym CYP2D6. Arzneimittel mit enzyminduzierenden und enzymhemmenden Substanzen können den Plasmaspiegel von Metoprolol beeinflussen.
- Der Plasmaspiegel von Metoprolol kann sich erhöhen, wenn Metoprolol zusammen mit anderen Substanzen angewendet wird, die über CYP2D6 verstoffwechselt werden. Dazu gehören Antiarrhythmika, Antihistaminika, Histamin-2-Rezeptorantagonisten, Antidepressiva, Antipsychotika und COX-2-Inhibitoren.
- Die Wirkung von MetoHEXAL® und anderen Antihypertensiva auf den Blutdruck sind üblicherweise additiv. Patienten, die gleichzeitig mit Katecholamin-abbauenden Arzneimitteln, sympathischen Ganglienblockern, anderen Betarezeptorenblockern (auch in Form von Augentropfen) oder Monoaminoxidase(MAO)-Inhibitoren behandelt werden, sollten sorgfältig überwacht werden. Eine deutliche Abnahme der Herzfrequenz und der kardialen Erregungsleitung kann möglicherweise bei gleichzeitiger Gabe von Metoprolol und Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin und Herzglykosiden sowie bis zu 14 Tage nach Abschluss einer gleichzeitigen Behandlung mit MAO-Inhibitoren auftreten.
- Die nachfolgenden Arzneimittel können die Wirkung von Metoprolol verstärken oder die Plasmakonzentration von Metoprolol erhöhen
- Calciumantagonisten
- Der Patient sollte auf negative inotrope und chronotrope Wirkungen überwacht werden, wenn Metoprolol zusammen mit Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder Antiarrhythmika angewendet wird. Calciumantagonisten wie z. B. Verapamil und Diltiazem können die dämpfende Wirkung von Betarezeptorblockern auf Blutdruck, Herzfrequenz, kardiale Kontraktilität und atrioventrikuläre Überleitung potenzieren. Ein Calciumantagonist vom Verapamil(Phenylalkylamin)-Typ sollte Patienten, die Metoprolol erhalten, nicht intravenös verabreicht werden, da die Gefahr eines Herzstillstands besteht. Patienten, die einen oralen Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ in Kombination mit Metoprolol einnehmen, sollten engmaschig überwacht werden.
- Klasse-I-Antiarrhythmika
- Propafenon und andere Klasse-I-Antiarrhythmika wie Chinidin und Disopyramid können die Wirkung von Betarezeptorenblockern auf die Herzfrequenz und die atrioventrikuläre Überleitung potenzieren. Klasse-I-Antiarrhythmika und Betarezeptorenblocker haben eine additive negative inotrope Wirkung, die bei Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion zu schweren hämodynamischen Nebenwirkungen führen kann. Die Kombination sollte auch beim Sick-Sinus-Syndrom und pathologischer AV-Überleitung vermieden werden. Die Wechselwirkung wurde für Disopyramid am gründlichsten dokumentiert.
- Klasse-III-Antiarrhythmika
- Additive Effekte von schwerer Bradykardie, Herzstillstand und Kammerflimmern können bei Patienten auftreten, die Amiodaron und Betarezeptorenblocker wie Metoprolol erhalten. Der Mechanismus steht möglicherweise in Zusammenhang mit einer additiven Verlangsamung der atrioventrikulären Überleitung.
- Glyceroltrinitrat
- Glyceroltrinitrat kann die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol verstärken.
- Andere Arzneimittel, die eine Abnahme der Herzfrequenz verursachen
- Die gleichzeitige Anwendung von Betablockern mit anderen Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie die Herzfrequenz senken, wie Sphingosin-1-Phosphat-Rezeptor-Modulatoren (z. B. Fingolimod), kann zu additiven herzfrequenzsenkenden Effekten führen.
- Andere Arzneimittel, die einen Blutdruckabfall verursachen
- Die gleichzeitige Anwendung von Betablockern mit anderen Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie den Blutdruck senken, wie Aldesleukin, kann zu einer verstärkten hypotensiven Wirkung führen.
- Allgemeinanästhetika
- Einige Inhalationsanästhetika können die negative inotrope Wirkung von Betarezeptorenblockern und die Wirkung auf die Herzfrequenz verstärken. Deshalb sollte der Anästhesist über die Behandlung mit Metoprolol informiert werden.
- Calciumantagonisten
- Die nachfolgenden Arzneimittel können die Wirkung von Metoprolol abschwächen oder die Plasmakonzentration von Metoprolol verringern
- Sympathomimetika
- Adrenalin, Noradrenalin oder andere Sympathomimetika (z. B. in Antitussiva oder Nasen- und Augentropfen) können hypertensive Reaktionen provozieren, wenn sie gleichzeitig mit Betarezeptorenblockern eingenommen werden. Dies ist jedoch weniger wahrscheinlich mit therapeutischen Dosen Beta1-selektiver Arzneimittel als mit nicht-selektiven Betarezeptorenblockern.
- Nicht-steroidale Antiphlogistika
- Die gleichzeitige Behandlung mit nicht-steroidalen Antiphlogistika wie Indometacin und anderen Prostaglandin-Synthetase-Hemmer kann die antihypertensive Wirkung von Metoprolol vermindern.
- Leberenzyminduktoren
- Enzym-induzierende Arzneimittel können die Plasmakonzentration von Metoprolol beeinflussen. Zum Beispiel wird die Plasmakonzentration von Metoprolol durch Rifampicin vermindert.
- Sympathomimetika
- Wirkung von Metoprolol auf andere Arzneimittel
- Clonidin
- Nach abruptem Absetzen von Clonidin bei gleichzeitiger Anwendung von MetoHEXAL® kann der Blutdruck überschießend ansteigen. Clonidin darf daher erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von MetoHEXAL® beendet wurde. Anschließend kann Clonidin stufenweise (siehe Fachinformation Clonidin) abgesetzt werden.
- Insulin und orale Antidiabetika
- Metoprolol kann die Freisetzung von Insulin bei Typ-II-Diabetikern hemmen.
- Bei Diabetikern, die Insulin verwenden, kann die Behandlung mit Betarezeptorenblockern mit erhöhter oder verlängerter Hypoglykämie assoziiert sein. Betarezeptorenblocker können auch der hypoglykämischen Wirkung von Sulfonylharnstoffen entgegenwirken. Die Symptome einer Hypoglykämie, insbesondere die Pulsbeschleunigung (Tachykardie), sind verschleiert oder abgemildert.
- Das Risiko für diese Wirkungen ist geringer bei Beta1-selektiven Arzneimitteln wie Metoprolol als bei nicht-selektiven Betarezeptorenblockern. Jedoch sollten Diabetiker, die Metoprolol erhalten, durch regelmäßige Blutzuckerkontrollen überwacht werden, um sicherzustellen, dass die Diabetes-Erkrankung unter Kontrolle bleibt.
- Prazosin
- Die akute orthostatische Hypotonie, die auf die erste Dosis von Prazosin folgen kann, kann bei Patienten, die bereits einen Betarezeptorenblocker einnehmen, erhöht sein.
- Nifedipin
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Calciumantagonisten vom Nifedipintyp kann es zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen.
- Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp oder Antiarrhythmika
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp oder Antiarrhythmika ist eine sorgfältige Überwachung des Patienten angezeigt, da es zu Hypotonie, negativ inotropen Effekten, Bradykardie oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen kann.
- Während der Behandlung mit Metoprololsuccinat sollte deshalb die intravenöse Verabreichung von Calciumantagonisten oder Antiarrhythmika unterbleiben.
- Die Herzkraft schwächenden Wirkungen von Metoprolol und Antiarrhythmika können sich addieren.
- Digitalis-Glykoside
- Die gleichzeitige Einnahme von Digitalis-Glykosiden kann zu einer übermäßigen Bradykardie und/oder Erhöhung der atrioventrikulären Überleitungszeit führen. Eine Überwachung der Herzfrequenz und des PR-Intervalls wird empfohlen.
- Lidocain
- Metoprolol kann die Clearance von Lidocain reduzieren, was zu einer erhöhten Wirkung von Lidocain führt.
- Alkohol
- Während der gleichzeitigen Einnahme von Metoprolol und Alkohol kann die Blutalkoholkonzentration höhere Spiegel erreichen und langsamer abnehmen.
- Noradrenalin, Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z. B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen)
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol und Noradrenalin, Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z. B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich.
- Reserpin, Alpha-Methyldopa und Guanfacin
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprololsuccinat und Reserpin, Alpha-Methyldopa und Guanfacin kann es zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen.
- Betarezeptorenblocker (z. B. in Augentropfen)
- Patienten, die gleichzeitig mit anderen Betarezeptorenblockern (z. B. in Augentropfen) behandelt werden, müssen ärztlich eng überwacht werden.
- MAO-Hemmstoffe
- MAO-Hemmstoffe (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) sollten wegen möglicher überschießender Hypertension nicht zusammen mit Metoprolol eingenommen werden.
- Clonidin
- Wirkung von anderen Arzneimitteln auf Metoprolol
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Die Behandlung mit diesen Arzneimitteln bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Bevor der Patient am Straßenverkehr teilnimmt oder Maschinen bedient, sollte er sich bewusst sein, welche Auswirkungen Metoprolol auf ihn hat, da während der Behandlung mit Metoprolol Schwindel, Müdigkeit und Sehstörungen auftreten können. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
- Überdosierung
- Symptome
- Das klinische Bild ist in Abhängigkeit vom Ausmaß der Intoxikation im Wesentlichen von kardiovaskulären und zentralnervösen Symptomen geprägt: schwere Hypotonie, Bradykardie bis zum Herzstillstand, Bradyarrhythmie, AV-Block, Herzinsuffizienz, kardiogener Schock, Herzstillstand, Bronchospasmen, Atembeschwerden, Bewusstlosigkeit (bis zum Koma), Krampfanfälle, Übelkeit, Erbrechen und Zyanose.
- Bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol, Antihypertensiva, Chinidin oder Barbituraten können die Symptome verschlimmert werden.
- Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 4 Stunden nach der Einnahme auftreten. Die Wirkung einer massiven Überdosierung kann trotz abnehmender Plasmaspiegel über mehrere Tage andauern.
- Maßnahmen
- Patienten sollten ins Krankenhaus eingeliefert werden und im Allgemeinen sollte auf der Intensivstation eine kontinuierliche Überwachung der Herzfunktion, der Blutgase und eine biochemische Blutanalyse stattfinden. Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit MetoHEXAL® abgebrochen werden.
- Notfallmaßnahmen wie künstliche Beatmung oder die Anwendung eines Herzschrittmachers sollten gegebenenfalls eingeleitet werden. Auch Patienten, die eine kleine Überdosis eingenommen haben und denen es scheinbar gut geht, sollten engmaschig bezüglich auf Anzeichen einer Vergiftung überwacht werden.
- Verwenden Sie im Fall einer potenziell lebensbedrohlichen oralen Überdosis sollte eine Magenspülung (falls innerhalb von 4 Stunden nach der Einnahme von Metoprolol) und/oder Aktivkohle, um das Arzneimittel aus dem MagenMagen-Darm-Trakt zu entfernen. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Hämodialyse einen nützlichen Beitrag zur Elimination von Metoprolol leistet.
- Atropin kann intravenös verabreicht werden, um eine signifikante Bradykardie zu kontrollieren. Intravenöse Beta-Agonisten wie Prenalterol oder Isoprenalin sollten zur Behandlung der Bradykardie und Hypotonie verwendet werden; es können sehr hohe Dosen nötig sein, um die Beta-Blockade zu überwinden. Dopamin, Dobutamin oder Noradrenalin können gegeben werden, um den Blutdruck aufrecht zu erhalten. Glukagon hat positive inotrope und chronotrope Wirkungen auf das Herz, die von den Beta-adrenergen Rezeptoren unabhängig sind und es hat sich als wirksam bei der Behandlung von resistenter Hypotonie und Herzinsuffizienz im Zusammenhang mit einer Überdosierung mit Betarezeptorenblockern erwiesen. Die intravenöse Gabe von Calciumionen kann ebenfalls in Betracht gezogen werden.
- Die Verwendung eines passageren Herzschrittmachers kann nötig sein.
- Diazepam ist für die Kontrolle von Krampfanfällen das Arzneimittel der Wahl. Es empfiehlt sich die langsame intravenöse Gabe von Diazepam. Inhalative Beta-Agonisten (oder intravenöse Anwendung bei unzureichender Wirkung) oder intravenös verabreichtes Aminophyllin können zur Umkehrung des Bronchospasmus eingesetzt werden. Patienten sollten während und nach der Verabreichung des Bronchodilators auf Anzeichen von Herzrhythmusstörungen überwacht werden.
- Das Betarezeptorenblocker-Entzugs-Phänomen kann nach einer Überdosis auftreten.
- Symptome