Metoprolol-Z AL 100 retard
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 13,82 € |
| N2 | 50 ST | 15,03 € |
| N3 | 100 ST | 17,66 € |
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Indikation
- Arterieller Bluthochdruck (Hypertonie).
- Chronische, stabile koronare Herzkrankheit (Angina pectoris).
- Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt.
- Schnelle Formen der Herzrhythmusstörungen (supraventrikuläre und ventrikuläre tachykarde Arrhythmien).
- Vorbeugende Behandlung der Migräne.
Dosierung
- Metoprolol-Z AL® retard wird 1-mal täglich verabreicht und kann unabhängig von den Mahlzeiten unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen werden.
- Die Retardtabletten haben eine Bruchrille und können leicht geteilt werden.
- Die Dosierung sollte individuell, vor allem nach dem Behandlungserfolg und der Pulsfrequenz, festgelegt werden.
- Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:
- Arterieller Bluthochdruck (Hypertonie)
- 50 - 200 mg Metoprololtartrat 1-mal täglich (entspr. jeweils 1 Retardtablette Metoprolol-Z AL® 50/-100 oder -200).
- Chronische, stabile koronare Herzkrankheit (Angina pectoris)
- 50 - 200 mg Metoprololtartrat 1-mal täglich (entspr. jeweils 1 Retardtablette Metoprolol-Z AL® 50/-100 oder -200).
- Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt
- Metoprololtartrat wird eingesetzt bei Patienten, bei denen keine Gegenanzeigen für eine Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern bestehen.
- Im Anschluss an die Behandlung der Akutphase des Herzinfarktes erfolgt die Erhaltungstherapie mit 100 - 200 mg Metoprololtartrat 1-mal täglich (entspr. jeweils 1 Retardtablette Metoprolol-Z AL® 100 oder -200).
- Bei behandlungsbedürftigem Abfall der Herzfrequenz und/oder anderen Komplikationen ist Metoprolol-Z AL® retard sofort abzusetzen.
- Schnelle Formen der Herzrhythmusstörungen (tachykarde Arrhythmien)
- 50 - 200 mg Metoprololtartrat 1-mal täglich (entspr. jeweils 1 Retardtablette Metoprolol-Z AL® 50/-100 oder -200).
- Vorbeugende Behandlung der Migräne
- 100 - 200 mg Metoprololtartrat 1-mal täglich (entspr. jeweils 1 Retardtablette Metoprolol-Z AL® 100 oder -200).
- Beendigung der Therapie
- Sollte die Behandlung mit Metoprolol-Z AL® retard nach längerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden, sollte dies grundsätzlich langsam ausschleichend erfolgen, und zwar mindestens über einen Zeitraum von 2 Wochen, wobei die Dosis schrittweise halbiert wird. Die letzte Dosis sollte mindestens 4 Tage eingenommen werden, bevor das Präparat abgesetzt wird. Falls Beschwerden auftreten, sollte der Vorgang verlangsamt werden. Abruptes Absetzen kann zur Herzischämie mit Exazerbation einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zur Exazerbation einer Hypertonie führen.
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Bei eingeschränkter Nierenfunktion, bei Hämodialyse und bei älteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Bei eingeschränkter Leberfunktion sollte die Dosis wegen der höheren Bioverfügbarkeit individuell vermindert werden.
- Arterieller Bluthochdruck (Hypertonie)
Kontraindikationen
- Metoprolol-Z AL® retard darf nicht angewendet werden bei:
- Überempfindlichkeit gegenüber Metoprolol, anderen ß-Rezeptorenblockern oder einem der sonstigen Bestandteile dieser Arzneimittel.
- Psoriasis.
- Schock.
- Herzinfarkt, wenn die Herzfrequenz kleiner als 45 Schläge pro Minute ist, ein AV-Block 2. oder 3. Grades vorliegt, das P-R-Intervall im EKG länger als 240 ms ist, der systolische Blutdruck niedriger als 100 mmHg ist und eine mittlere bis schwere Herzinsuffizienz vorliegt.
- unbehandelter Herzinsuffizienz.
- Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block 2. und 3. Grades).
- Bradykardie (Ruhepuls vor der Behandlung unter 50 Schlägen pro Minute).
- Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome).
- sinuatrialem Block.
- Hypotonie (Blutdruck systolisch kleiner als 90 mmHg).
- Azidose.
- bronchialer Hyperreagibilität (z. B. bei Asthma bronchiale).
- Spätstadien peripherer Durchblutungs-störungen.
- gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemm-stoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe).
- Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol-Z AL® retard behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin).
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Bei den Häufigkeitsangaben zu Neben-wirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
- Sehr häufig (>/= 1/10)
- Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Sehr selten (< 1/10.000)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Herz-/Kreislauferkrankungen
- Häufig:
- Verstärkter Blutdruckabfall auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie), sehr selten mit Bewusstlosigkeit.
- Palpitationen, Bradykardie, Kältegefühl in den Gliedmaßen.
- Gelegentlich:
- Atrioventrikuläre Überleitungs-störungen, Verstärkung einer Herzinsuffizienz mit peripheren Ödemen und/oder Belastungsdyspnoe und Herzschmerzen.
- Selten:
- Kardiale Leitungsstörungen, Arrhythmien.
- Sehr selten:
- Bei Patienten mit Angina pectoris ist eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.
- Es kann zu einer Verstärkung (bis zum Gangrän) bereits bestehender peripherer Durchblutungsstörungen kommen. Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit intermittierendem Hinken (Claudicatio intermittens) oder mit Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom) ist beobachtet worden.
- Häufig:
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Sehr selten: Thrombozytopenie, Leukopenie.
- Erkrankungen des Nervensystems
- Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es sehr häufig zu zentralnervösen Störungen wie Müdigkeit, häufig auch zu Schwindelgefühl und Kopfschmerzen kommen.
- Gelegentlich:
- Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen bzw. Schläfrigkeit, verstärkte Traumaktivität.
- Augenerkrankungen
- Selten:
- Konjunktivitis, verminderter Tränenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Sehstörungen, gereizte Augen.
- Selten:
- Erkrankungen des Ohres und des Labyrinths
- Sehr selten:
- Hörstörungen, Ohrgeräusche.
- Sehr selten:
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen) häufig zu Atemnot und gelegentlich zu einer Verengung der Atemwege kommen.
- Selten:
- Allergischer Schnupfen.
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufig:
- Vorübergehend kann es zu gastrointestinalen Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Obstipation, Diarrhö) kommen.
- Häufig:
- Erkrankungen der Haut und des Unterhaut-zellgewebes
- Gelegentlich:
- Allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Exantheme), übermäßiges Schwitzen.
- Selten:
- Haarausfall.
- Sehr selten:
- Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hautausschlägen nach Lichteinwirkung, Psoriasis oder psoriasiforme Exantheme.
- Gelegentlich:
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Gelegentlich:
- Muskelkrämpfe, Parästhesien.
- Sehr selten:
- Muskelschwäche, Arthralgie.
- Gelegentlich:
- Endokrine Erkrankungen
- Häufigkeit nicht bekannt:
- Metoprolol kann die Symptome einer Thyreotoxikose maskieren.
- Häufigkeit nicht bekannt:
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Häufigkeit nicht bekannt:
- Unter der Therapie mit Metoprolol kann es zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Plasma beobachtet.
- Häufigkeit nicht bekannt:
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Gelegentlich:
- Gewichtszunahme.
- Selten:
- Mundtrockenheit.
- Sehr selten:
- Geschmacksstörungen
- Gelegentlich:
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Selten:
- Veränderte Leberfunktionswerte (Erhöhung der Transaminasen im Serum).
- Sehr selten:
- Hepatitis.
- Selten:
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- Selten:
- Libido- und Potenzstörungen, InduratioInduratio penis plastica (Peyronie's disease).
- Selten:
- Psychiatrische Erkrankungen
- Gelegentlich:
- Depressive Verstimmungszustände.
- Selten:
- Nervosität, Ängstlichkeit.
- Sehr selten:
- Verwirrtheit, Halluzinationen, Gedächtnisstörungen/Erinnerungsschwierigkeiten, Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Gefühlsschwankungen, kurzdauernder Gedächtnisverlust).
- Gelegentlich:
- Besondere Hinweise:
- Bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Hyposensibilisierungstherapie kann es zu überschießenden anaphylaktischen Reaktionen kommen.
- In seltenen Fällen kann ein latenter Diabetes mellitus in Erscheinung treten oder ein manifester Diabetes mellitus sich verschlechtern. Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Therapie mit Metoprolol zu hypoglykämischen Zuständen kommen. Warnzeichen einer Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie und Tremor) können verschleiert werden.
Anwendungshinweise
- Metoprolol-Z AL® retard wird 1-mal täglich verabreicht und kann unabhängig von den Mahlzeiten unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen werden.
- Die Retardtabletten haben eine Bruchrille und können leicht geteilt werden.
Stillzeithinweise
- Metoprolol geht in die Muttermilch über. Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen ist (Ausnahme sind "slow metabolizer"), sollten gestillte Säuglinge auf Anzeichen einer ß-Blockade hin überwacht werden.
Schwangerschaftshinweise
- Metoprolol darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung an-gewendet werden, da bislang keine ausreichend gut dokumentierten Studien zur Anwendung an schwangeren Frauen existieren.
- Metoprolol zeigte im Tierversuch keine Hinweise auf teratogene Eigenschaften.
- Metoprolol passiert die Plazenta und kann im Foetus zu Bradykardie, Hypotonie, Hypoglykämie führen.
- Betablocker reduzieren die plazentare Durchblutung, was zu Frühgeburten oder intrauterinem Fruchttod führen kann. Das Risiko von kardialen und pulmonalen Komplikationen bei pränatal Metoprolol exponierten Neugeborenen ist in der Postpartalperiode erhöht.
- Metoprolol sollte 48 - 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin abgesetzt werden. Wenn dies nicht möglich ist, müssen die Neugeborenen für die Dauer von 48 - 72 Stunden nach der Geburt sorgfältig auf Anzeichen einer ß-Blockade überwacht werden.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Metoprolol kann die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Hyposensibilisierungstherapie (Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen) geboten.
- Bei schweren Nierenfunktionsstörungen wurde in Einzelfällen über eine Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit ß-Rezeptorenblockern berichtet. Eine Anwendung von Metoprolol-Z AL® retard sollte in diesen Fällen unter entsprechender Überwachung der Nierenfunktion erfolgen.
- Betablocker dürfen nicht plötzlich abgesetzt werden. Sofern nötig sollte Metoprolol-Z AL® retard langsam ausschleichend abgesetzt werden. Das Absetzen der Medikation sollte unter enger medizinischer Kontrolle erfolgen, insbesondere bei Patienten mit ischämischer Herzerkrankung.
- Bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen sollte Metoprolol-Z AL® retard nicht angewendet werden solange nicht zwingende Gründe dafür vorliegen. Sofern jedoch der Einsatz erforderlich ist, kann der Einsatz eines ß2-Bronchodilatators (z. B. Terbutalin) für einige Patienten ratsam sein.
- Bei instabilem und Insulin-abhängigem Diabetes mellitus kann es erforderlich werden, die hypoglykämische Therapie anzupassen (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände).
- Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kann die Bioverfügbarkeit von Metoprolol-Z AL® retard erhöht sein. Daher ist eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung und unter Umständen eine Dosisreduktion erforderlich.
- Die gleichzeitige Gabe von Adrenalin und Betablockern kann zu einem Anstieg des Blutdrucks und zur Bradykardie führen.
- Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:
- AV-Block 1. Grades.
- Diabetikern mit stark schwankenden Blutzuckerwerten sowie bei längerem strengen Fasten und schwerer körperlicher Belastung (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände).
- Patienten mit Phäochromozytom (vorherige Therapie mit Alphablockern erforderlich).
- Vor einer Allgemeinanästhesie muss der Anästhesist über die Behandlung mit Metoprolol-Z AL® retard informiert werden. Wenn ein Absetzen von Metoprolol für erforderlich gehalten wird, sollte dieses möglichst 48 Stunden vor der Anästhesie abgeschlossen sein.
- Dopingkontrollen
- Die Anwendung von Metoprolol-Z AL® retard kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Sonstige Bestandteile
- Diese Arzneimittel enthalten Sucrose (Saccharose). Patienten mit der hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Metoprolol-Z AL® retard nicht einnehmen.
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-Z AL® retard und Insulin oder oralen Antidiabetika kann deren Wirkung verstärkt oder verlängert werden. Warnzeichen einer Hypoglykämie - insbesondere Tachykardie und Tremor - sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.
- Metoprolol kann die Wirkung von gleichzeitig verabreichten blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Diuretika, Vasodilatatoren) sowie von tricyclischen Antidepressiva, Barbituraten, Phenothiazinen, Nitroglycerin und weiteren Antihypertensiva, verstärken, so dass bei gleichzeitiger Gabe darauf zu achten ist, dass es nicht zu einem zu starken Blutdruckabfall (Hypotension) kommt.
- Metoprolol-Z AL® retard kann die Kontraktionskraft des Myokards verringern und die Reizleitung im Herzen beeinflussen. Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-Z AL® retard und Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt, da es zu Hypotension, Bradykardie oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen kann. Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol-Z AL® retard behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin).
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-Z AL® retard und CalciumantagonistenCalciumantagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzinsuffizienz kommen.
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-Z AL® retard und Herzglykosiden, Reserpin, Alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin kann es zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen. Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit Clonidin darf Clonidin erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Metoprolol beendet wurde. Anschließend kann Clonidin stufenweise (siehe Fachinformation Clonidin) abgesetzt werden.
- Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer
- sollten wegen möglicher überschießender Hypertension nicht zusammen mit Metoprolol-Z AL® retard eingenommen werden.
- Da Betablocker die periphere Durchblutung beeinflussen können, sollten Arzneimittel mit ähnlichen Wirkungen wie z. B. Ergotamin, gleichzeitig nur unter Vorsicht gegeben werden.
- Metoprolol ist ein Substrat des Cytochrom-P450-Isoenzyms CYP2D6. Der Plasmaspiegel von Metoprolol kann durch die gleichzeitige Gabe von CYP2D6-hemmenden Substraten erhöht und durch die Gabe von CYP2D6-induzierenden Wirkstoffen gesenkt werden. Die zur Erhöhung des Metoprolol-Plasmaspiegels führenden Substanzen sind u.a.
- Antiarrhythmika.
- Antihistaminika (z. B. Diphenhydramin).
- H2-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Cimetidin).
- Antidepressiva (z. B. Fluoxetin, Paroxetin oder Sertralin) oder Bupropion.
- Antipsychotika (z. B. Thioridazin).
- COX-2-Inhibitoren (z. B. Celecoxib).
- Antimalariamittel (z. B. Hydroxychloroquin).
- Antivirale Substanzen (z. B. Ritonavir).
- Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Terbinafin).
- Hydralazin und Alkohol können die Plasmakonzentration von Metoprolol erhöhen und dadurch die Wirkung von Metoprolol-Z AL® retard verstärken.
- Enzyminduktoren, wie z. B. Rifampicin, können die Plasmakonzentration von Metoprolol senken und die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol-Z AL® retard vermindern.
- Die Ausscheidung von Lidocain kann durch Metoprolol vermindert werden.
- Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-Z AL® retard und Noradrenalin, Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z. B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich. Die gleichzeitige Anwendung von Metoprolol-Z AL® retard und Narkotika kann eine verstärkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Die negativ inotrope Wirkung der vorgenannten Arzneimittel kann sich addieren. Die neuromuskuläre Blockade durch Muskelrelaxantien (z. B. Suxamethonium, Tubocurarin) kann durch Betarezeptorenhemmung von Metoprolol-Z AL® retard verstärkt werden.
- Für den Fall dass Metoprolol-Z AL® retard vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die Behandlung mit Metoprolol-Z AL® retard informiert werden.
- Indometacin und andere Prostaglandinsynthesehemmer können die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol vermindern.
- Unter Metoprolol-Z AL® retard-Therapie kann es zu einer verminderten Ansprechbarkeit auf Adrenalin bei der Behandlung einer allergischen Reaktion kommen.
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Die Behandlung mit diesen Arzneimitteln bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unter-schiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosierungserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
- Überdosierung
- Überdosierung kann zu schwerer Hypotonie, Bradykardie bis zum Herzstillstand, AV-Block, Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock führen. Zusätzlich können Atem-beschwerden, Bronchospasmen, Bewusstseinsstörungen, Koma, Übelkeit, Erbrechen, Zyanose, Hypoglykämie und auch generalisierte Krampfanfälle und Hyperkaliämie auftreten. Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten üblicherweise 20 Minuten bis 2 Stunden nach Einnahme des Arzneimittels auf.
- Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Metoprolol-Z AL® retard abgebrochen werden.
- Die Behandlung sollte - ggf. unter intensivmedizinischen Bedingungen - eine engmaschige Kontrolle der kardiovaskulären, respiratorischen und renalen Funktionen, des Blutglukosespiegels und der Elektrolyte einschließen. Sofern die Einnahme erst kurz zurück liegt, kann eine weitere Resorption durch Herbeiführen von Erbrechen, Magenspülung oder Gabe von Aktivkohle verhindert werden. Die kardiovaskulären Wirkungen werden symptomatisch behandelt.
- Es können gegeben werden:
- Sympathomimetika in Abhängigkeit von Körpergewicht und Effekt (z. B. Dobutamin, Isoprenalin, Orciprenalin oder Adrenalin).
- Atropin (0,5 - 2 mg intravenös als Bolus).
- Glukagon (initial 1 - 10 mg intravenös, dann 2 - 2,5 mg pro Stunde als Dauerinfusion).
- Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine vorübergehende Herz-Schrittmachertherapie durchgeführt werden. Bei Bronchospasmus können ß2-Sympathomimetika (als Aerosol, bei ungenügender Wirkung auch intravenös) oder Aminophyllin intravenös gegeben werden.
- Durch Hämodialyse kann Metoprolol nicht ausreichend eliminiert werden.
- Bei generalisierten Krampfanfällen empfiehlt sich die langsame intravenöse Gabe von Diazepam.