Metronidazol 0.5% Glas
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10X100 ML | 58,73 € |
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Indikation
- Behandlung und Vorbeugung von Infektionen, die durch Metronidazol-empfindliche Keime hervorgerufen werden (hauptsächlich anaerobe Bakterien)
- Anwendung bei Kindern und Erwachsenen bei folgenden Indikationen:
- Infektionen des zentralen Nervensystems (z. B. Gehirnabszess, Meningitis)
- Infektionen von Lunge und Pleura (z. B. nekrotisierende Lungenentzündung, Aspirationspneunomie, Lungenabszess)
- Endokarditis
- Infektionen des Gastrointestinaltraktes (z. B. Peritonitis, Leberabszess, Infektionen nach Kolo-Rektaloperationen, eitrige Erkrankungen des Bauch- und Beckenraumes)
- gynäkologische Infektionen (z. B. Endometritis, nach Hysterektomie oder Kaiserschnitt)
- Infektionen im HNO- und Zahn-Kiefer-Bereich (z. B. Plaut-Vincent-Angina)
- Infektionen an Knochen und Gelenken (z. B. Osteomyelitis)
- Gasbrand
- Septikämie bei Thrombophlebitis
- Hinweise
- Mischinfektionen mit aeroben und anaeroben Erregern
- es müssen zusätzlich Antibiotika verabreicht werden, die zur Bekämpfung aerober Infektionen geeignet sind
- prophylaktische Anwendung
- empfiehlt sich bei operativen Eingriffen, die mit dem Risiko einer Anaerobier-Infektion verbunden sind (gynäkologische und intraabdominale Operationen)
- offizielle Richtlinien für den angemessenen Gerbrauch von antibakteriellen Wirkstoffen berücksichtigen
- Mischinfektionen mit aeroben und anaeroben Erregern
- Anwendung bei Kindern und Erwachsenen bei folgenden Indikationen:
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 5 mg Metronidazol; 100 ml Lösung enthalten 500 mg Metronidazol
- allg.
- Dosierung richtet sich nach
- Art und Schwere der Erkrankung
- Alter und Körpergewicht (KG) des Patienten
- individuellem Ansprechen auf die Therapie
- Dosierung richtet sich nach
- Behandlung anaerober Infektionen, die durch Metronidazol-empfindliche Keime hervorgerufen werden
- Erwachsene und Jugendliche
- Dosierungsrichtlinien
- 1. Behandlungstag: 1500 mg (300 ml) Metronidazol / Tag
- falls erforderlich: 15 mg Metronidazol / kg KG zum Behandlungsbeginn
- Folgetage: 1000 mg (200 ml) Metronidazol / Tag
- alternativ: 500 mg (100 ml) Metronidazol / 8 Std.
- Behandlungsdauer
- richtet sich nach dem Behandlungserfolg
- meist Behandlung über 7 Tage ausreichend
- falls aus medizinischen Gründen erforderlich, kann die Behandlung > 7 Tage fortgesetzt werden
- Kinder
- Kinder > 8 Wochen - 12 Jahre
- 20 - 30 mg Metronidazol / kg KG / Tag
- als Einzeldosis
- oder aufgeteilt in 7,5 mg Metronidazol / kg KG / 8 Std.
- Dosiserhöhung auf 40 mg Metronidazol / kg KG bei Bedarf, abhängig von Schwere der Erkrankung
- 20 - 30 mg Metronidazol / kg KG / Tag
- Kinder < 8 Wochen
- 15 mg Metronidazol / kg KG / Tag
- als Einzeldosis
- oder aufgeteilt in 7,5 mg Metronidazol / kg KG / 12 Std.
- 15 mg Metronidazol / kg KG / Tag
- Neugeborenen mit einem Gestationsalter < 40 Wochen
- Akkumulation von Metronidazol während der ersten Lebenswoche möglich
- Konzentrationen von Metronidazol im Serum sollten vorzugsweise nach ein paar Tagen Therapie überwacht werden
- Akkumulation von Metronidazol während der ersten Lebenswoche möglich
- Behandlungsdauer
- i. d. R. 7 Tage
- Kinder > 8 Wochen - 12 Jahre
- Erwachsene und Jugendliche
- Prophylaxe gegen durch anaerobe Bakterien verursachte postoperative Infektionen
- Erwachsene
- präoperativ
- 500 mg Metronidazol bis spätestens ca. 1 Std. vor Operationsbeginn
- postoperativ
- nach 8 und 16 Std. jeweils weitere 500 mg Metronidazol
- präoperativ
- Kinder
- Kinder < 12 Jahre
- 20 - 30 mg Metronidazol / kg KG als Einzeldosis 1 - 2 Std. vor der Operation
- Neugeborene mit einem Gestationsalter < 40 Wochen
- 10 mg Metronidazol / kg KG als Einzeldosis vor der Operation
- Kinder < 12 Jahre
- Erwachsene
Dosisanpassung
- Patienten mit Niereninsuffizienz
- keine Dosisreduktion erforderlich
- Patienten unter Hämodialyse
- an Dialysetagen: herkömmliche Dosis Metronidazol nach der Hämodialyse, um den Verlust von Metronidazol während des Verfahrens zu kompensieren
- Patienten mit Leberinsuffizienz
- schwer
- Serum-Halbwertzeit verlängert und Plasmaclearance verzögert
- niedrigere Dosen erforderlich, s. Fachinformation
- schwer
Kontraindikationen
Metronidazol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Metronidazol oder andere Nitroimidazol-Derivate
Nebenwirkungen
Metronidazol - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Superinfektionen mit Candida (z. B. genitale Infektionen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- pseudomembranöse Kolitis
- kann während oder nach der Therapie auftreten und manifestiert sich als schwerer persistierender Durchfall
- pseudomembranöse Kolitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- Granulozytopenie
- Thrombozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Agranulozytose
- Panzytopenie
- aplastische Anämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- leichte bis mittelschwere Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B.
- Hautreaktionen
- Angioödem
- Pruritus
- Urtikaria
- Erythema multiforme
- Arzneimittelfieber
- leichte bis mittelschwere Überempfindlichkeitsreaktionen, z. B.
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- schwere akute systemische Überempfindlichkeitsreaktionen
- Anaphylaxie, bis hin zum anaphylaktischen Schock
- schwere Hautreaktionen
- erfordern eine sofortige therapeutische Intervention
- schwere akute systemische Überempfindlichkeitsreaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel-und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anorexia
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- psychotische Störungen, einschließlich
- Verwirrtheitszustände
- Halluzinationen
- Depression
- psychotische Störungen, einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Schlaflosigkeit
- Krampfanfälle
- periphere Neuropathie, die sich als Missempfindungen, Taubheit, Schmerzen, pelziges Gefühl und Kribbeln in den Extremitäten manifestiert
- wenn Krampfanfälle oder Anzeichen einer peripheren Neuropathie oder Enzephalopathie auftreten, sollte der behandelnde Arzt sofort informiert werden
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Enzephalopathie (z.B. Verwirrtheit, Fieber, Kopfschmerzen, Lähmung,Lichtempfindlichkeit, Bewegungsstörungen, Genickstarre)
- Fieber
- Benommenheit
- Störungen von Sicht und Bewegung
- Ataxie
- Dysarthrie
- Krämpfe
- aseptische Meningitis
- subakutes zerebelläres Syndrom (z.B. Ataxie, Dysarthrie, Gangstörung, Nystagmus, Tremor)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myoklonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen
- Doppeltsehen
- Kurzsichtigkeit
- Sehstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blickkrampf
- Optikusneuropathie/Neuritis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- EKG-Veränderungen wie eine Abflachung der T-Welle
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- schwere und anhaltende Durchfälle während oder nach der Therapie können durch pseudomembranöse Enterokolitis (in den meisten Fällen durch Clostridium difficile) verursacht werden und können lebensbedrohlich sein
- Glossitis
- Stomatitis
- bitteres Aufstoßen
- metallischer Geschmack
- Magendrücken
- belegte Zunge
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dysphagie (verursacht durch zentralnervöse Wirkungen von Metronidazol)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leberfunktionsstörungen (z.B. Erhöhung von Transaminasen und Bilirubin im Serum)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- abnorme Werte von Leberenzymen und Bilirubin
- (cholestatische) Hepatitis
- Gelbsucht
- Pankreatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere irreversible Hepatotoxizität / akutes Leberversagen einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang mit sehr schnellem Beginn nach Beginn der systemischen Anwendung von Metronidazol bei Patienten mit Cockayne-Syndrom berichtet
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Hautreaktionen, z. B
- Pruritus
- Urtikaria
- Stevens-Johnson Syndrom
- fordert eine sofortige therapeutische Intervention
- toxische epidermale Nekrolyse
- fordert eine sofortige therapeutische Intervention
- allergische Hautreaktionen, z. B
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erythema multiforme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgie
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Auftreten von dunklem Urin (bedingt durch ein Stoffwechselprodukt des Metronidazols)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dysurie
- Cystitis
- Harninkontinenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Phlebitis bis zu Thrombophlebitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwächegefühl
- ohne Häufigkeitsangabe
- Reizungen der Venenwand (bis zur Thrombophlebitis) nach intravenöser Anwendung
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Infusionslösung zur intravenösen (i.v.) Anwendung
- langsame i.v.-Infusion
- i. d. R. 100 ml / 60 Min.
- max. 100 ml / 20 Min.
- Infusionslösung kann in isotoner Kochsalzlösung oder 5%iger Glucoselösung verabreicht werden
- gleichzeitig verordnete Antibiotika getrennt verabreichen
Stillzeithinweise
Metronidazol - invasiv
- während der Stillzeit sollte entweder das Stillen unterbrochen oder das Arzneimittel abgesetzt werden
- Metronidazol geht in die Muttermilch über
- auch nach Behandlungsende sollte aufgrund der langen Halbwertszeit des Metronindazols für mindestens 2 - 3 weitere Tage nicht gestillt werden
Schwangerschaftshinweise
Metronidazol - invasiv
- im 1. Trimenon der Schwangerschaft nur bei schweren, lebensbedrohlichen Infektionen einsetzen, falls eine sicherere Alternative nicht verfügbar ist
- im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft Metronidazol nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung einsetzen
- bis heute keinen gesicherten Hinweis dafür, dass Metronidazol zu einer Schädigung von Embryos oder Feten führt
- Sicherheit von Metronidazol bei Anwendung während der Schwangerschaft wurde bisher nicht hinreichend nachgewiesen
- widersprüchliche Berichte zur Anwendung während der Frühschwangerschaft
- in einigen Studien wurde eine erhöhte Missbildungsrate gesehen
- Tierversuche
- keine teratogenen Effekte
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- zeigen nur einen möglichen negativen Einfluss von Metronidazol auf das männliche Fortpflanzungssystem, wenn hohe Dosen, die weit über der maximal für den Menschen empfohlenen Dosis liegen, verabreicht wurden
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Metronidazol - invasiv
- offizielle Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Metronidazol zu berücksichtigen
- Metronidazol hat keine direkte Wirkung auf aerobe oder fakultative anaerobe Bakterien
- Behandlung mit Metronidazol oder einem anderen nitroimidazolhaltigem Arzneimittel darf in der Regel 10 Tage nicht überschreit
- Frist darf nur in Einzelfällen bei besonders strenger Indikationsstellung überschritten werden
- regelmäßige klinische Überwachung und Laborkontrolle sind bei einer Behandlung mit Metronidazol,die länger als 10 Tage dauert, erforderlich
- längerfristige Therapie kann zu Knochenmarksdepression und damit zur Störung der Blutbildung führen
- Behandlung sollte nur in begründeten Einzelfällen wiederholt werden
- Beschränkungen sind erforderlich, da sich Schädigung menschlicher Keimzellen nicht ausschließen lässt und weil in tierexperimentellen Studien Zunahme von bestimmten Tumoren gesehen wurde
- besteht die Möglichkeit, dass im Anschluss an die Eliminierung von Trichomonas vaginalis eine durch Gonokokken verursachte Infektion bestehen bleibt
- Niereninsuffizienz
- Eliminationshalbwertszeit von Metronidazol bleibt unverändert
- keine Dosisreduktion von Metronidazol erforderlich
- kann jedoch zur Akkumulation von Metronidazol-Metaboliten kommen
- klinische Bedeutung ist derzeit nicht bekannt
- Hämodialyse
- bei Patienten unter Hämodialyse können Metronidazol und dessen Metabolite während einer 8-stündigen Dialyse vollständig entfernt werden
- Metronidazol sofort nach der Hämodialyse wieder verabreichen
- Patienten mit Niereninsuffizienz, die sich einer intermittierenden Peritonealdialyse oder einer kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse unterziehen
- keine Dosisreduktion von Metronidazol erforderlich
- Leberinsuffizienz
- Metronidazol soll Patienten mit einer beeinträchtigten Leberfunktion mit Vorsicht verabreicht werden
- Metronidazol wird hauptsächlich in der Leber durch Oxidation verstoffwechselt
- Auftreten einer substanziellen Beeinträchtigung der Clearance von Metronidazol bei fortgeschrittener Leberinsuffizienz
- starke Akkumulation von Metronidazol bei Patienten mit hepatischer Enzephalopathie
- hohe Plasmakonzentrationen von Metronidazol können zur Symptomatik der Enzephalopathie beitragen
- bei schweren Leberschäden und Störung der Blutbildung, beispielsweise Granulozytopenie
- Metronidazol nur verabreichen, wenn der erwartete Nutzen die möglichen Risiken eindeutig überwiegt
- Hepatotoxizität bei Patienten mit Cockayne-Syndrom
- Beobachtung von Fällen mit schwerer Hepatotoxizität/akutem Leberversagen einschließlich Fällen mit tödlichem Ausgang und einem sehr schnellen Einsetzen nach der Behandlungseinleitung bei Patienten mit Cockayne- Syndrom unter systemischer Anwendung von Metronidazol
- Metronidazol nicht verwenden, ,es sei denn, der Nutzen überwiegt das Risiko und falls keine alternative Behandlung zur Verfügung steht
- vor Therapiebeginn sowie während und im Anschluss an die Behandlung
- Durchführung von Leberfunktionstests, bis sich die Leberfunktion wieder im normalen Bereich befindet bzw. bis die Ausgangswerte wieder erreicht sind
- Absetzen des Arzneimittels
- falls Leberwerte während der Behandlung deutlich erhöht sind
- Patienten mit dem Cockayne-Syndrom sollten angewiesen werden
- Symptome für eine potenzielle Leberschädigung unverzüglich ihrem Arzt zu melden
- Anwendung von Metronidazol zu beenden
- Beobachtung von Fällen mit schwerer Hepatotoxizität/akutem Leberversagen einschließlich Fällen mit tödlichem Ausgang und einem sehr schnellen Einsetzen nach der Behandlungseinleitung bei Patienten mit Cockayne- Syndrom unter systemischer Anwendung von Metronidazol
- Blutbild
- bei Patienten mit Störungen der Blutbildung (z.B. Granulozytopenie) sollte Metronidazol nur angewendet werden, wenn erwarteter Nutzen die möglichen Risiken eindeutig überwiegt
- während der Behandlung mit Metronidazol können gelegentlich Leukopenie, Granulozytopenie und in sehr seltenen Fällen Agranulozytose und Thrombozytose auftreten
- regelmäßige Kontrollen des Blutbildes im Fall einer längeren Behandlung mit Metronidazol erforderlich
- Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems
- sollte Patienten mit akuten oder schweren chronischen Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems nur verabreicht werden, wenn der erwartete Nutzen die möglichen Risiken eindeutig überwiegt
- gibt Einzelfallberichte über das Auftreten von Krampfanfällen, Myoklonie und peripherer Neuropathie während der Behandlung mit Metronidazol
- hauptsächlich in Form von Taubheit und Parästhesien der Extremitäten
- in sehr seltenen Fällen, insbesondere bei Langzeitbehandlung mit Metronidazol in hohen Dosen
- im MRT strukturelle zerebrale Läsionen mit den entsprechenden Symptomen
- Beendigung der Metronidazol-Behandlung resultiert normalerweise in einer Linderung der Symptome und einem Verschwinden der strukturellen Läsionen
- falls Anzeichen neurologischer Störungen auftreten
- Nutzen-Risiko-Verhältnis in Bezug auf eine Fortsetzung der Behandlung unverzüglich prüfen
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- im Falle schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock)
- Behandlung unverzüglich abbrechen
- übliche Maßnahmen der Notfallbehandlung sind durch entsprechend qualifiziertes medizinisches Fachpersonal einzuleiten
- im Falle schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock)
- Enterokolitis
- schwere anhaltende Durchfälle während der Behandlung oder in den nachfolgenden Wochen
- können durch pseudomembranöse Enterokolitis verursacht sein (in den meisten Fällen durch Clostridium difficile), welche lebensbedrohlich sein kann
- Behandlung sofort beenden
- erforderliche Gegenmaßnahmen müssen eingeleitet werden
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht verabreicht werden
- können durch pseudomembranöse Enterokolitis verursacht sein (in den meisten Fällen durch Clostridium difficile), welche lebensbedrohlich sein kann
- schwere anhaltende Durchfälle während der Behandlung oder in den nachfolgenden Wochen
- Auswirkungen auf Laboruntersuchungen
- Metronidazol stört enzymatisch-spektrophotometrische Bestimmung von Aspartat Aminotransferase (AST), Alanin-Amminotransferase (ALT), Lactatdehydrogenase (LDH), Triglyceriden und Glucose-Hexokinase
- führt zu verringerten Werten, ggf. bis auf null
- Metronidazol zeigt starke Absorption im Bereich der Wellenlänge, bei der NADH bestimmt wird
- dadurch können bei Anwendung von "continuous-flow"-Verfahren, die auf Bestimmung der NADH-Abnahme am Endpunkt basieren, erhöhte Leberenzym-Konzentrationen maskiert sein
- über ungewöhnlich niedrige Leberenzymwerte, einschließlich Nullwerte, wurde berichtet
- dadurch können bei Anwendung von "continuous-flow"-Verfahren, die auf Bestimmung der NADH-Abnahme am Endpunkt basieren, erhöhte Leberenzym-Konzentrationen maskiert sein
- Metronidazol stört enzymatisch-spektrophotometrische Bestimmung von Aspartat Aminotransferase (AST), Alanin-Amminotransferase (ALT), Lactatdehydrogenase (LDH), Triglyceriden und Glucose-Hexokinase