Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5 ST | 22,74 € |
| NotApplicable | 10X5 ST | – |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Eklampsie
- Präeklampsie
- Frühgeburtsbestrebungen
- Magnesiummangel bei Störungen der Herztätigkeit
- vor Behandlungsbeginn prüfen, ob Magnesiumzufuhr neben anderen Maßnahmen eine sinnvolle ergänzende Behandlungsmöglichkeit ist
- schwerer Magnesiummangel
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 10 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 5 g Magnesiumsulfat-Heptahydrat (20,25 mmol = 40,55 mval = 493 mg Magnesium)
- antikonvulsive Therapie bei Präeklampsie und Eklampsie
- 4 - 6 g Magnesiumsulfat i.v. in verdünnter Form mittels Perfusor oder Kurzinfusion über 15 - 20 Min.
- Erhaltungsdosis: 1 - 2 g Magnesiumsulfat / Stunde bis 24 - 48 Stunden post partum
- Frühgeburtsbestrebungen und Wehenhemmung, wenn andere Maßnahmen ärztlich nicht vertretbar sind
- 1 - 2 g Magnesiumsulfat i.v. / Stunde
- auch als Zusatztherapie zur Tokolyse mit Betamimetika
- schwerer Magnesiummangel; Magnesiummangel bei Störungen der Herztätigkeit
- 5 g Magnesiumsulfat i.v. / Tag
- Behandlungsdauer
- abhängig vom Serum-Magnesium-Spiegel (Normalwerte im Serum: 0,73 - 1,03 mmol / l)
- keine Begrenzung vorgesehen
- ergibt sich aus Art der Erkrankung
Kontraindikationen
Magnesiumsulfat - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Magnesium und seine Salze
- hepatische Enzephalopathie
- Leberversagen
- Nierenversagen
- schwere Beeinträchtigung der Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate < 25 ml / Std.)
- Anurie
- Exsikkose
- Patienten mit Herzblock (Klasse I - III), AV-Block (Unterbrechung des Reizleitungssystems im Herzen) oder sonstige kardiale Überleitungsstörungen
- myokardialer Schädigung
- ausgeprägte Bradykardie oder andere bradykarde kardiale Überleitungsstörungen
- Myasthenia gravis
- mitochondrialer Myopathie
- Patienten mit Infektsteinen oder der Neigung zu Magnesium-Calcium-Ammoniumphosphat-Steindiathese
- Magnesiumsulfat soll nicht gleichzeitig mit Barbituraten, Narkotika oder Hypnotika wegen des Risikos einer Atemdepression angewendet werden
- Therapie bei einer Kontraindikationen gegen ein Verbleiben des Fetus in utero z.B. bei
- Amnioninfektionssyndrom (AIS)
- dekompensierter fetaler Wachstumsretardierung
- fetalen Asphyxiezeichen
- fortgeschrittener Geburt oder gynäkologischer Blutung
Nebenwirkungen
Magnesiumsulfat - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- verlängerte Blutungszeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Elektrolyt und Flüssigkeitsanomalien (Hypophosphatämie, hypertonische Dehydration)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei hohen Dosierungen von Magnesiumsulfat: Einzelfälle von maternaler und fetaler Hypokalzämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Schläfrigkeit (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Unruhe (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Verwirrtheit
- Schwindel (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Juckreiz
- Kribbeln (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Mundtrockenheit (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Agitiertheit (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Erregung (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Tremor (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Koma
- undeutliche Sprache
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Doppeltsehen
- Sehstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzpalpitationen
- Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzrhythmusstörungen
- Hypotonie
- Herzstillstand
- EKG anomal (verlängerte PR-Strecke, QRS-Komplex verlängert und QT verlängert)
- Bradykardie
- Überleitungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Flush / Hitzegefühl auf der Haut, aufgrund peripherer Vasodilatation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie, aufgrund peripherer Vasodilatation
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vasodilatation, verringerter Blutdruck (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Schwitzen (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- periphere Gefäßerweiterungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Atemdepression
- ohne Häufigkeitsangabe
- Atemstörungen (einschl. Neugeborene)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- Erbrechen (Injektions-/Infusionsbedingt, bei zu schneller Verabreichung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hautausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelschwäche
- fehlende oder reduzierte Sehnenreflexe, aufgrund einer neuromuskulären Blockade
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktionen an der Einstichstelle (Schmerzen, Brennen, Schwellung, Entzündung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Durst
- ohne Häufigkeitsangabe
- an der Injektionsstelle
- Reizungen der Venen
- Gewebeschäden durch Extravasation
- intramuskuläre Anwendung
- Schmerz, Rötung, Schwellungen oder Wärme an der Injektionsstelle
- Drainage an der Injektionsstelle
- Blutungszeit verlängert
- Zellulitis
- Abszess steril
- Anzeichen einer allergischen Reaktion, wie Atemschwierigkeiten oder Anschwellen des Gesichts
- Verletzung angrenzender Strukturen (Blutgefäße Knochen oder Nerven)
- unbeabsichtigte intravaskuläre oder intraosteale Injektion
- Gewebenekrose
- schlechte Aufnahme aufgrund hoher Injektionsvolumina
- an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung nicht unverdünnt verwenden
- sollen mehrere Behandlungen am gleichen Tag erfolgen, abwechselnd links und rechts applizieren
- Wirkung wird durch gleichzeitige Gabe von Calciumsalzen vermindert oder aufgehoben
- keine gleichzeitige Gabe mit Muskelrelaxantien vom Curaretyp (Verstärkung der Magnesiumwirkung an der motorischen Endplatte)
- gleichzeitige Gabe von Aminoglykosid-Antibiotika vermeiden
Zubereitung
- Applikation als langsame i.v. Injektion als 20 %ige Lösung
- Applikation als i.v. Infusion als 0,5 bzw. 2 %ige Lösung
- geeignete Verdünnungslösungen
- 5 %ige Glucose-Lösung
- 0,9 %ige NaCl-Lösung
- Frühgeburtsbestrebungen; Wehenhemmung
- 2 Ampullen Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung mit 480 ml 5 %iger Glucose-Lösung mischen
- als Zusatztherapie zur Tokolyse mit Betamimetika statt Glucose-Lösung 0,9 %ige NaCl-Lösung verwenden (hyperglykämische Wirkung der Tokolytika)
- 2 Ampullen Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung mit 480 ml 5 %iger Glucose-Lösung mischen
- schwerer Magnesiummangel; Magnesiummangel bei Störungen der Herztätigkeit
- 1 Ampulle Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung mit 990 ml 5 %iger Glucose-Lösung mischen
Inkompatibilitäten
- grundsätzlich nicht mit calcium- oder phosphathaltigen oder mit alkoholischen Lösungen mischen (mögliche Ausfällung)
Stillzeithinweise
Magnesiumsulfat - invasiv
- Unbedenklichkeit während der Stillzeit konnte nicht belegt werden
- deshalb nicht anzuraten, Magnesiumsulfat während der Stillzeit zu verabreichen, es sei denn, es wird als unerlässlich angesehen
Schwangerschaftshinweise
Magnesiumsulfat - invasiv
- Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung
- wenn dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft angewendet wird, sollte die Mutter auf die möglichen Gefahren für den Fetus hingewiesen werden
- keine Hinweise auf ein Fehlbildungsrisiko vorliegend
- dokumentierte Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der Frühschwangerschaft sind jedoch sehr gering
- Anwendung von Magnesium zur Therapie von Frühgeburtsbestrebungen stellt nach bisherigen Erkenntnissen in der Regel kein besonderes Risiko für das Kind dar
- Eklampsie
- da eine Eklampsie lebensbedrohlich für Mutter und Kind sein kann, kann in einem solchen Zustand Magnesiumsulfat gegeben werden
- Gabe vom Aminoglykosid-Antibiotika sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da Hinweise auf Wechselwirkungen vorliegen
- bei Müttern die mit hohen Dosierungen behandelt werden, z.B. bei einer Präeklampsie
- ausreichende Menge Magnesium könnte die Plazentaschranke überwinden, und bei Neugeborenen zu Hypotonie und Atemdepressionen führen
- bei Anwendung von Magnesium zur Tokolyse über einen längeren Zeitraum in hoher Dosierung ist über Störungen der Skelettverknöcherung bei Neugeborenen berichtet worden
- bei der Anwendung von Magnesiumsulfat in der angegebenen therapeutischen Dosierung bestehen dahingehend jedoch keine Bedenken
- bei Anwendung bei schwangeren Frauen sollte die fetale Herzfrequenz überwacht werden
- Anwendung kurz vor der Geburt
- wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24 - 48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden
- Gabe von Aminoglycosid-Antibiotika sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da Hinweise auf Wechselwirkungen vorliegen
- wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24 - 48 Lebensstunden auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden
- Magnesiumsulfat kann fetale Abnormitäten verursachen, wenn es schwangeren Frauen länger als 5 - 7 Tage gegeben wird
- retrospektive, epidemiologische Studien und Fallberichte vorliegend, die über fetale Abnormitäten wie Hypokalzämie, Demineralisierung der Knochen, Osteopenie und andere Skelettanomalien bei kontinuierlicher maternaler Gabe von Magnesiumsulfat über Zeiträume länger als 5 - 7 Tage berichten
- Fertilität
- aufgrund von langjähriger Erfahrung kein Einfluss von Magnesium auf die männliche und weibliche Fertilität erwartet
Warnhinweise
Magnesiumsulfat - invasiv
- Niereninsuffizienz
- Magnesiumsalze sollten bei Patienten mit Beeinträchtigung der Nierenfunktion mit besonderer Vorsicht angewendet werden
- entsprechende Dosisanpassung vornehmen
- hepatisches Koma
- Magnesiumsulfat sollte bei hepatischem Koma nicht angewendet werden, wenn das Risiko für ein Nierenversagen besteht
- Überwachung, Laborkontrollen
- Calciumwerte im Serum sollten routinemäßig überwacht werden
- Magnesiumwerte im Serum sollten während der Behandlung überwacht werden (normal 0,65 - 1,0 mmol)
- als Antidot müssen Ampullen mit Calcium bereitgehalten werden
- wenn das Antidot nicht ausreicht, sind intensivmedizinische Maßnahmen durchzuführen
- Überwachung der Abwesenheit einer Atemdepression: Atemfrequenz sollte nicht unter 16 Atemzüge / Min. liegen
- Urinausscheidung sollte 25 ml / Std. nicht unterschreiten, da es ansonsten zu einer Hypermagnesiämie kommen kann
- Vorhandensein des Patellarsehnenreflexes sollte geprüft werden
- sind sie nicht mehr auslösbar: Dosis reduzieren
- Vorsicht, wenn Hitzewallungen und Schwitzen auftreten
- Gegenmittel
- injizierbare Calciumgluconat-Lösung als Gegenmittel sollte unmittelbar verfügbar sein
- intravenöse Anwendung
- Kinder: max. Infusionsgeschwindigkeit 0,04 mmol / kg KG / Min.
- intramuskuläre Anwendung
- Vorgaben der guten klinischen Praxis für intramuskuläre Injektionen befolgen
- abgemagerte oder atrophierte Muskeln vermeiden
- Dorsoglutealmuskel und den Ischiasnerv vermeiden
- sollte die zu verabreichende Gesamtdosis 5 ml überschreiten, sollte das Injektionsvolumen auf mehr als eine tiefe muskuläre Injektionsstelle aufgeteilt werden
- Vorsicht bei älteren oder dünnen Patienten, die möglicherweise nur Einzelinjektionen mit bis zu 2 ml vertragen
- keine Injektionsstelle verwenden, die Anzeichen einer Infektion oder Verletzung zeigt
- Injektionsstellen abwechseln, wenn Sie die Gabe einer intramuskulären Dosis wiederholen, um Verletzungen oder ein unangenehmes Gefühl an den Muskeln zu vermeiden
- Vorgaben der guten klinischen Praxis für intramuskuläre Injektionen befolgen