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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 98 ST | 44,89 € |
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Indikation
- Hypertonie
- Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen
- Kardiovaskuläre Prävention
- Reduktion der kardiovaskulären Morbidität bei Erwachsenen mit:
- manifester atherothrombotischer kardiovaskulärer Erkrankung (koronare Herzerkrankung, Schlaganfall oder periphere arterielle Verschlusserkrankung in der Vorgeschichte)
- Diabetes mellitus Typ 2 mit dokumentiertem Endorganschaden
- Reduktion der kardiovaskulären Morbidität bei Erwachsenen mit:
Dosierung
- essentielle Hypertonie
- 40 mg Telmisartan 1mal / Tag
- bei einigen Patienten bereits 20 mg 1mal / Tag ausreichend wirksam
- unzureichende Blutdrucksenkung
- Dosissteigerung, optional, bis max. 80 mg / Tag
- alternativ Kombinationstherapie mit Thiaziddiuretikum möglich (z. B. Hydrochlorothiazid)
- bei Dosissteigerung zu beachten: max. antihypertensiver Effekt i. A. erst 4 - 8 Wochen nach Behandlungsbeginn erreicht
- kardiovaskuläre Prävention
- 80 mg Telmisartan 1mal / Tag
- es ist nicht bekannt, ob Dosierungen < 80 mg die kardiovaskuläre Morbidität reduzieren
- zu Behandlungsbeginn engmaschige Überwachung des Blutdrucks empfohlen
- ggf. Medikationsanpassung zur Blutdrucksenkung erforderlich
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Niereninsuffizienz
- regelmäßige Kontrolle der Serumkalium- und -kreatininspiegel empfohlen
- leicht - mäßig: keine Dosisanpassung erforderlich
- stark eingeschränkte Nierenfunktion oder Hämodialyse-Patienten
- begrenzte Erfahrungen
- geringere Anfangsdosis empfohlen: 20 mg / Tag
- Telmisartan
- wird nicht durch Hämofiltration aus dem Blut entfernt
- nicht dialysierbar
- eingeschränkte Nierenfunktion (glomeruläre Filtrationsrate [GFR] < 60 ml/min/1,73 m2)
- gleichzeitige Anwendung von Telmisartan und Aliskiren ist kontraindiziert
- Leberinsuffizienz
- leicht - mäßig
- Anwendung mit Vorsicht
- max. Tagesdosis: 40 mg
- stark: Anwendung kontraindiziert
- leicht - mäßig
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Dosierungsempfehlung möglich
Kontraindikationen
Telmisartan - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Telmisartan
- obstruktive Gallenfunktionsstörung
- stark eingeschränkte Leberfunktion
- gleichzeitige Anwendung von Telmisartan und Aliskiren bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/Min./1,73m2) kontraindiziert
- Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Telmisartan - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnwegsinfektion einschließlich Cystitis
- Infektion der oberen Atemwege einschließlich Pharyngitis und Sinusitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sepsis einschließlich tödlichem Ausgang (Ereignis kann Zufallsbefund sein oder mit einem bisher unbekannten Mechanismus in Zusammenhang stehen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombozytopenie
- Eosinophilie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypersensitivität
- anaphylaktische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperkaliämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypoglykämie (bei Patienten mit Diabetes mellitus)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depression
- Schlaflosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angstzustände
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Synkope
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Somnolenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sehstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel / Vertigo
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie (häufig bei Patienten mit gut eingestelltem Blutdruck, die zur Reduktion der kardiovaskulären Morbidität zusätzlich zur Standardtherapie mit Telmisartan behandelt wurden)
- orthostatische Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- Husten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- interstitielle Lungenerkrankung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abdominale Schmerzen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Blähungen
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Magenbeschwerden
- Mundtrockenheit
- Dysgeusie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- abnorme Leberfunktion / Einschränkung der Leberfunktion
- Erfahrungen nach Markteinführung von Telmisartan zeigten, dass die meisten Fälle mit abnormer Leberfunktion/Einschränkung der Leberfunktion bei japanischen Patienten auftraten; bei japanischen Patienten besteht höhere Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Nebenwirkungen
- abnorme Leberfunktion / Einschränkung der Leberfunktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperhidrose
- Juckreiz
- Hautausschlag
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erythem
- Angioödem (einschl. tödlichem Ausgang)
- Arzneimittelexanthem
- toxisches Exanthem (Überempfindlichkeitsreaktion)
- Ekzem
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myalgie
- Rückenschmerzen (z.B. Ischialgie)
- Muskelkrämpfe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arthralgie
- Schmerzen in den Extremitäten
- Sehnenschmerzen (Tendinitis-ähnliche Symptome)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Einschränkung der Nierenfunktion einschl. akuten Nierenversagens
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Brustschmerzen
- Asthenie (Schwäche)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- grippeähnliche Erkrankung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhter Kreatininwert im Blut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erhöhte Harnsäure im Blut
- erhöhte Leberenzymwerte
- erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut
- Abfall des Hämoglobinwertes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten
- mit Flüssigkeit
- zu oder unabhängig von den Mahlzeiten
- im Ganzen
- weitere Informationen siehe Fachinformation!
Stillzeithinweise
Telmisartan - peroral
- Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen, da keine Informationen zur Anwendung in der Stillzeit vorliegen
- alternative antihypertensive Therapie mit einem besser geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit bevorzugen, insbesondere, wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden
Schwangerschaftshinweise
Telmisartan - peroral
- kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft
- Anwendung im 1. Trimenon der Schwangerschaft nicht empfohlen
- Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten-Therapie darf nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- zeigten Reproduktionstoxizität
- 1. Trimenon
- keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimenons
- geringfügig erhöhtes Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
- solange keine kontrollierten epidemiologischen Daten zum Risiko von Angiotensin-II-Rezeptor-Hemmern (AIIRAs) vorliegen, muss ein dieser Substanzklasse entsprechendes Risiko angenommen werden
- sofern ein Fortsetzen der Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit bewährtem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
- keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimenons
- falls eine Schwangerschaft festgestellt wird, Behandlung mit AIIRAs unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie beginnen
- 2. und 3. Trimenon
- Therapie mit AIIRAs während des 2. und 3. Schwangerschaftstrimenons verursacht fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
- im Falle einer Exposition mit AIIRAs ab dem 2. Schwangerschaftstrimenons Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
- Anwendung von Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten kontraindiziert
- Säuglinge, deren Mütter AIIRAs eingenommen haben
- sollten engmaschig auf Hypotonie untersucht werden
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- keine Effekte auf die männliche und weibliche Fertilität beobachtet
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Telmisartan - peroral
- Schwangerschaft
- Anwendungseinschränkung (siehe auch Rubrik "Schwangerschaft"):
- im 2. und 3. Trimester: kontraindiziert
- im 1. Trimester: nicht empfohlen
- Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten-Therapie darf nicht während einer Schwangerschaft begonnen werden
- bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch:
- Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere, außer eine Fortführung der Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ist zwingend erforderlich
- wird eine Schwangerschaft festgestellt, Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten unverzüglich beenden und, wenn erforderlich, alternative Therapie beginnen
- Anwendungseinschränkung (siehe auch Rubrik "Schwangerschaft"):
- eingeschränkte Leberfunktion
- Telmisartan wird überwiegend über die Galle ausgeschieden
- Telmisartan darf daher nicht bei Patienten mit Cholestase, obstruktiver Gallenfunktionsstörung oder schwerer eingeschränkter Leberfunktion angewendet werden
- bei diesen Patienten kann eine eingeschränkte hepatische Clearance für Telmisartan erwartet werden
- leichte bis mäßig eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung mit Vorsicht
- renovaskuläre Hypertonie
- erhöhtes Risiko einer schweren Hypotonie und Niereninsuffizienz für Patienten mit bilateraler Nierenarterienstenose oder Stenose der Nierenarterie bei Einzelniere, die mit Arzneimitteln, die das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, behandelt werden
- eingeschränkte Nierenfunktion und Nierentransplantation
- regelmäßige Kontrolle des Serumkalium- und Kreatininspiegels empfohlen
- keine Erfahrungen zu Patienten, die kürzlich eine Nierentransplantation erhielten
- intravaskuläre Hypovolämie
- symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis von Telmisartan, bei Patienten auftreten, bei denen ein Volumen- und/oder Natriummangel auf Grund einer hochdosierten Diuretikabehandlung, salzarmer Kost, Durchfall oder Erbrechen vorliegt
- solche Umstände, wie auch
- Volumen- und/oder Natriummangel vor Verabreichung von Telmisartan ausgleichen
- symptomatische Hypotonie kann, insbesondere nach der ersten Dosis von Telmisartan, bei Patienten auftreten, bei denen ein Volumen- und/oder Natriummangel auf Grund einer hochdosierten Diuretikabehandlung, salzarmer Kost, Durchfall oder Erbrechen vorliegt
- duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
- Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren deshalb nicht empfohlen
- wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird
- sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen
- Patienten mit diabetischer Nephropathie
- ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden
- Belege dafür, dass die gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eines akuten Nierenversagens) erhöht
- andere Umstände mit Stimulation des RAAS
- bei Patienten deren Gefäßtonus und Nierenfunktion im Wesentlichen von der Aktivität des RAAS abhängt (z.B. schwere Herzinsuffizienz oder zu Grunde liegende Nierenerkrankung einschließlich Nierenarterienstenose), Gefahr
- einer akuten Hypotonie
- einer Hyperazotämie
- einer Oligurie
- in seltenen Fällen eines akutes Nierenversagens
- bei Patienten deren Gefäßtonus und Nierenfunktion im Wesentlichen von der Aktivität des RAAS abhängt (z.B. schwere Herzinsuffizienz oder zu Grunde liegende Nierenerkrankung einschließlich Nierenarterienstenose), Gefahr
- primärer Aldosteronismus
- Patienten mit primärem Aldosteronismus sprechen im Allgemeinen nicht auf Antihypertonika an, deren Wirkung auf der Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems beruht.
- Anwendung von Telmisartan nicht empfohlen
- Patienten mit Aorten- und Mitralklappenstenose, obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie
- besondere Vorsicht bei der Anwendung, wie auch bei anderen Vasodilatatoren
- Patienten mit Diabetes mellitus, die mit Insulin oder Antidiabetika behandelt werden
- bei diesen Patienten kann unter einer Behandlung mit Telmisartan eine Hypoglykämie auftreten
- Überwachung des Blutzuckers daher bei diesen Patienten erwägen
- Dosisanpassung von Insulin oder Antidiabetika kann erforderlich sein
- Hyperkaliämie
- Anwendung von Arzneimitteln, die das ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-System beeinflussen, kann eine Hyperkaliämie verursachen
- Hyperkaliämie kann tödlich verlaufen, v.a. bei
- älteren Patienten
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Patienten mit Diabetes mellitus
- Patienten die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die den Kaliumspiegel erhöhen können
- bei Patienten mit zusätzlichen Komplikationen
- bevor gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die das Renin-Angiotensin-Aldosteron- System beeinflussen, in Betracht gezogen wird, sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis evaluiert werden
- als wichtigste Risikofaktoren für eine Hyperkaliämie sind in Betracht zu ziehen
- Diabetes mellitus
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Alter (> 70 Jahre)
- Kombination mit einem oder mehreren anderen Arzneimitteln, die das RAAS beeinflussen und/oder Kaliumpräparate
- Arzneimittel oder therapeutische Substanzklassen von Arzneimitteln, die eine Hyperkaliämie auslösen können, sind kaliumhaltige Salzersatzpräparate, kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, nichtsteroidale, entzündungshemmende Arzneimittel (NSAR einschließlich selektiver COX-2-Inhibitoren), Heparin, Immunsuppressiva (Cyclosporin oder Tacrolimus) und Trimethoprim
- zusätzliche Komplikationen, insbesondere
- Dehydratation
- akute kardiale Dekompensation
- metabolische Azidose
- Verschlechterung der Nierenfunktion
- plötzliches Auftreten einer Nierenerkrankung (z.B. Infektionskrankheiten)
- zelluläre Lyse (z.B. akute Ischämie der Gliedmaßen, Rhabdomyolyse, ausgedehntes Trauma)
- engmaschige Kontrolle des Serumkaliumspiegels bei Risikopatienten empfohlen
- Ethnische Unterschiede
- wie bei ACE-Hemmern beobachtet, sind Telmisartan und andere Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten offensichtlich weniger blutdrucksenkend wirksam bei Patienten mit dunkler Hautfarbe als bei weißen Patienten
- beruht möglicherweise auf einer höheren Prävalenz niedriger Reninspiegel bei hypertensiven Patienten aus dieser Bevölkerungsgruppe
- Myokardinfarkt, Schlaganfall
- wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel kann ein übermäßiger Blutdruckabfall bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit oder ischämischer kardiovaskulärer Erkrankung zu einem Myokardinfarkt oder Schlaganfall führen