Mifegyne 600mg Tabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 1 ST | – |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- medikamentöser Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft
- bei anschließender Verwendung mit einem Prostaglandinanalogon, bis zum 63. Tag der Amenorrhoe
- Vorbereitung für die Wirkung von Prostaglandinanalogon beim Abbruch einer Schwangerschaft aus medizinischen Gründen (nach dem 1. Trimester)
- Einleitung von Wehen bei Tod des Fetus in utero
- bei Patientinnen, bei denen Prostaglandine oder Oxytocin nicht verwendet werden können
Dosierung
- medikamentöser Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft
- bis zum 49. Tag der Amenorrhoe
- 1 Tablette (600 mg Mifepriston) als Einzeldosis
- 36 - 48 Stunden später folgt die Verabreichung eines Prostaglandinanalogons
- 400 µg Misoprostol oral oder Gemeprost 1 mg per vaginam
- zwischen dem 50. und 63. Tag der Amenorrhoe
- 1 Tablette (600 mg Mifepriston) als Einzeldosis
- 36 - 48 Stunden später folgt die Verabreichung eines Prostaglandinanalogons
- 1 mg Gemeprost per vaginam
- bis zum 49. Tag der Amenorrhoe
- Vorbereitung für die Wirkung von Prostaglandinanalogon beim Abbruch einer Schwangerschaft aus medizinischen Gründen
- 1 Tablette (600 mg Mifepriston) als Einzeldosis
- 36 - 48 Stunden später folgt die Verabreichung eines Prostaglandinanalogons, die so oft wiederholt wird, wie es indiziert ist
- Einleitung von Wehen bei Tod des Fetus in utero
- 1 Tablette (600 mg Mifepriston) als tägliche Einzeldosis für 2 aufeinanderfolgende Tage
- wenn die Wehen nicht innerhalb von 72 Stunden nach der 1. Verabreichung von Mifepriston eingesetzt haben: Wehen durch die sonst üblichen Methoden einleiten
- Erbrechen innerhalb von 45 Minuten nach der Einnahme
- kann zu einer verringerten Wirksamkeit von Mifepriston führen
- erneute Einnahme von 1 Tablette (600 mg Mifepriston)
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- es liegen nur begrenzte Informationen vor
Kontraindikationen
Mifepriston - peroral
- bei allen Indikationen
- Überempfindlichkeit gegen Mifepriston
- chronisches Nebennierenversagen
- schweres, nicht therapeutisch kontrolliertes Asthma
- angeborene Porphyrie
- bei der Indikation: medikamentöser Abbruch einer frühen Schwangerschaft
- nicht durch Ultraschallscan oder biologische Tests bestätigte Schwangerschaft
- Schwangerschaft nach dem 63. Tag der Amenorrhoe
- vermutete extrauterine Schwangerschaft
- Kontraindikation für das ausgewählte Prostaglandinanalogon
- bei der Indikation: Erweichung und Erweiterung der Cervix uteri vor dem chirurgischen Abbruch einer Schwangerschaft
- nicht durch Ultraschallscan oder biologische Tests bestätigte Schwangerschaft
- Schwangerschaft nach dem 84. Tag der Amenorrhoe
- vermutete extrauterine Schwangerschaft
- bei der Indikation: Vorbereitung für die Wirkung von Prostaglandinanalogon beim Abbruch einer Schwangerschaft aus medizinischen Gründen (nach dem ersten Trimester)
- Kontraindikationen für das ausgewählte Prostaglandinanalogon
Nebenwirkungen
Mifepriston - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen infolge von Schwangerschaftsabbrüchen
- unklare und bestätigte Infektionen (Endometritis, Beckenentzündungen) bei < 5% der Frauen berichtet
- Infektionen infolge von Schwangerschaftsabbrüchen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schweres oder tödliches toxisches oder septisches Schocksyndrom (verursacht durch Clostridium sordellii oder Escherichia coli), mit oder ohne Fieber oder anderen offensichtlichen Symptomen einer Infektion
- nach medikamentösen Schwangerschaftsabbrüchen mit nicht zugelassener vaginalen oder bukkalen Applikation von oral anzuwendendem Misoprostol berichtet
- Ärzte sollten sich dieser potenziell tödlichen Komplikation bewusst sein
- schweres oder tödliches toxisches oder septisches Schocksyndrom (verursacht durch Clostridium sordellii oder Escherichia coli), mit oder ohne Fieber oder anderen offensichtlichen Symptomen einer Infektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Kopfschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie (0,25%)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- diese Auswirkungen auf den Magen- und Darmtrakt stehen in Zusammenhang mit der Prostaglandinanwendung und werden häufig berichtet
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leichte bis moderate Krämpfe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- untypische Hautausschläge (0,2%)
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- einzelne Fälle berichtet von
- Urtikaria
- Rötungen
- Schuppung
- Erythema nodosum
- toxischer epidermaler Nekrolyse
- einzelne Fälle berichtet von
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Uteruskontraktionen oder Krämpfe (10 - 45%)
- in den Stunden nach der Prostaglandinanwendung
- Uteruskontraktionen oder Krämpfe (10 - 45%)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- starke Blutungen (5%; in bis zu 1,4% der Fälle hämostatische Kürettage erforderlich)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Uterusruptur nach Prostaglandinanwendung
- während der Einleitung eines Schwangerschaftsabbruchs im zweiten Trimester oder der Einleitung von Wehen wegen Tod des Fetus in utero im dritten Trimester
- Berichte ergaben sich insbes. bei Mehrfachgebärenden oder Patientinnen mit Kaiserschnittnarbe
- Uterusruptur nach Prostaglandinanwendung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Unwohlsein
- vagale Symptomen (Hitzewallungen, Schwindel, Kältegefühl)
- Fieber
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Tabletten zum Einnehmen
- ausschließlich zur oralen Verabreichung
- nicht auf andere Weise anwenden
Stillzeithinweise
Mifepriston - peroral
- Anwendung von Mifepriston sollte während der Stillzeit vermieden werden
- kleine Mengen Mifepriston gehen in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
Mifepriston - peroral
- seltene Fälle von Missbildungen der unteren Extremitäten berichtet (darunter Klumpfuß), in Situationen, in denen Mifepriston allein oder in Verbindung mit einem Prostaglandin angewendet wurde
- ein möglicher Mechanismus könnte das Amniotische Band Syndrom sein
- vorhandene Daten sind allerdings zu begrenzt, um das Molekül als humanes Teratogen bezeichnen zu können
- folglich gilt
- Patientinnen müssen darüber aufgeklärt werden, dass aufgrund der Gefahr eines Misserfolgs des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchsund des Risikos für den Fetus der Kontrolltermin zwingend erforderlich ist
- falls beim Kontrolltermin ein Misserfolg des Verfahrens diagnostiziert wird (lebensfähige weiterbestehende Schwangerschaft) und falls die Patientin weiterhin eine Beendigung der Schwangerschaft wünscht, sollte der Schwangerschaftsabbruch durch ein anderes Verfahren beendet werden
- sollte die Patientin ihre Schwangerschaft fortsetzen wollen, muss eine sorgfältige Ultraschallüberwachung der Schwangerschaft mit besonderer Beachtung der Extremitäten in einem dafür spezialisierten Zentrum/einer Spezialklinik erfolgen
- tierexperimentelle Studien
- bei Tieren schließt die abortive Wirkung von Mifepriston die korrekte Beurteilung jeglicher teratogener Effekte des Moleküls aus
- bei subabortiven Dosen wurden Missbildungen bei Kaninchen, jedoch nicht bei Ratten, Mäusen oder Affen beobachtet
- Fertilität
- Mifepriston beeinträchtigt die Fertilität nicht
- die Frau kann sofort wieder schwanger werden, nachdem der Schwangerschaftsabbruch erfolgreich durchgeführt wurde
- daher wichtig, die Patientin darauf hinzuweisen, dass sie sofort nach Bestätigung des Schwangerschaftsabbruchs wieder mit einer Verhütungsmethode beginnen sollte
Warnhinweise
Mifepriston - peroral
- zum Abbruch einer Schwangerschaft dürfen das Anti-Progesteron Mifepriston und das Prostaglandinanalogon nur in Übereinstimmung mit den aktuell gültigen Gesetzen und Bestimmungen verschrieben und verabreicht werden
- insbes. nach § 47a Arzneimittelgesetzt, den Regelungen des Schwangerschaftskonfliktgesetzes und des Strafgesetzbuches (§§ 218 ff. StGB)
- daher dürfen diese Arzneimittel ausschließlich von Ärzten verordnet werden, die in einem staatlichen oder privaten Krankenhaus oder Zentrum/einer Praxis (berechtigt nach § 13 des Schwangerschaftskonfliktgesetztes zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen) tätig sind
- Arzneimittel müssen unter Aufsicht eines Arztes oder von diesem ermächtigtes medizinisches Fachpersonal angewendet werden
- Patientin bestätigt mit der Unterzeichnung einer schriftlichen Einverständniserklärung, dass sie über die Methoden und ihre Risiken ausführlich informiert wurde
- zum Zeitpunkt des ersten Arztbesuches sollte berücksichtigt werden, dass eine Bedenkzeit vor der Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs gefordert wird
- Warnhinweise
- aufgrund seiner abortiven Eigenschaften darf Mifepriston keinesfalls bei Frauen eingesetzt werden, die schwanger sind und das Kind austragen wollen
- die Schwangerschaftsdauer muss durch Befragung und klinischer Untersuchung der Patientin festgestellt werden
- eine Ultraschalluntersuchung des Uterus wird empfohlen
- da spezifische Studien fehlen, wird Mifepriston nicht empfohlen bei Patientinnen mit
- Unterernährung
- Leberversagen
- Nierenversagen
- medikamentöser Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft
- Methode erfordert eine aktive Mitwirkung der Patientin, die über die entsprechenden Voraussetzungen aufgeklärt werden muss
- die Notwendigkeit, die Behandlung mit einem Prostaglandinanalogon zu kombinieren, das bei einem zweiten Termin 36 - 48 Stunden nach Einnahme dieses Arzneimittels verabreicht wird
- die Notwendigkeit einer Nachuntersuchung (3. Termin) innerhalb von 14 - 21 Tagen nach der Einnahme von Mifepriston zur Überprüfung der vollständigen Austreibung
- das mögliche Versagen des Verfahrens, was zum Abbruch der Schwangerschaft durch eine andere Methode führt
- falls eine Schwangerschaft bei einem eingesetzten Intrauterinpessar auftritt, muss das Pessar vor der Verabreichung von Mifepriston entfernt werden
- mit dem Verfahren verbundene Risiken
- Misserfolge
- das nicht vernachlässigbare Risiko eines Misserfolgs besteht in 1,3 - 7,5% der Fälle und macht den Kontrolltermin unverzichtbar, um zu überprüfen, ob die Austreibung vollständig erfolgt ist
- im seltenen Fall einer unvollständigen Austreibung kann kann ein Abbruch nach einer anderen Methode notwendig sein
- Wirksamkeit der Methode nimmt mit der Parität und mit zunehmendem Alter der Frau ab
- Blutungen
- Patientin muss über das Auftreten längerer und möglicherweise starker vaginaler Blutungen (durchschnittlich etwa 12 Tage oder länger nach der Einnahme von Mifepriston) aufgeklärt werden
- Blutungen treten in fast allen Fällen auf und sind nicht immer ein Beweis für eine vollständige Austreibung
- Blutungen können sehr schnell nach der Einnahme von Misoprostol auftreten, in einigen Fällen aber auch erst später
- in 60% der Fälle tritt die Austreibung innerhalb von 4 Stunden nach Verabreichung von Misoprostol ein
- bei den restlichen 40% der Fälle tritt die Austreibung innerhalb von 24 - 72 Stunden nach Verabreichung von Misoprostol ein
- in seltenen Fällen kann die Austreibung schon vor Verabreichung des Prostaglandinanalogons eintreten (etwa 3% der Fälle)
- schließt den Kontrolltermin jedoch nicht aus, bei dem die vollständige Austreibung und Leere des Uterus überprüft wird
- Patientin sollte angehalten werden, keine weiten Reisen zu unternehmen, solange die vollständige Austreibung nicht nachgewiesen wurde
- erhält präzise Anweisungen, wen sie kontaktieren sollte und wohin sie bei Auftreten irgendwelcher Probleme, insbes. bei sehr starken vaginalen Blutungen, gehen sollte
- Blutungen, die > 12 Tage andauern und/oder stärker als die üblichen Menstruationsblutungen sind
- Fortbestehen der vaginalen Blutung zu diesem Zeitpunkt könnte einen unvollständigen Abgang oder eine unbemerkte ektopische Schwangerschaft anzeigen, und es muss eine geeignete Therapie erwogen werden
- da eine starke Blutung, die eine hämostatische Kürettage erfordert, in 0 - 1,4% der Fälle während des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs auftritt, muss besonders sorgfältig auf Patientinnen mit Blutgerinnungsstörungen und verminderter Gerinnbarkeit oder mit Anämie geachtet werden
- Entscheidung zur Anwendung des medikamentösen oder chirurgischen Verfahrens sollte zusammen mit den behandelnden Fachärzten je nach Typ der Blutgerinnungsstörung und dem Grad der Anämie getroffen werden
- bei einer nach dem Kontrolltermin diagnostizierten weiterbestehenden Schwangerschaft wird der Patientin der Abbruch durch eine andere Methode vorgeschlagen
- Hinweis
- innerhalb eines Zeitraums von 14 - 21 Tagen nach Einnahme von Mifepriston muss ein Kontrolltermin wahrgenommen werden, bei dem mit geeigneten Mitteln (klin. Untersuchung zusammen mit Bestimmung von Beta-hCG oder Ultraschallscan) verifiziert wird, ob die Austreibung abgeschlossen ist und die vaginale Blutung aufgehört hat
- bei einer persistierenden Blutung (selbst in leichter Form), auch nach dem Kontrolltermin, muss deren Stillstand innerhalb einiger Tage überprüft werden
- wenn eine weiterbestehende Schwangerschaft vermutet wird, kann eine weitere Ultraschalluntersuchung erforderlich sein
- innerhalb eines Zeitraums von 14 - 21 Tagen nach Einnahme von Mifepriston muss ein Kontrolltermin wahrgenommen werden, bei dem mit geeigneten Mitteln (klin. Untersuchung zusammen mit Bestimmung von Beta-hCG oder Ultraschallscan) verifiziert wird, ob die Austreibung abgeschlossen ist und die vaginale Blutung aufgehört hat
- Infektion
- schwere (einschl. tödlicher) Fälle eines toxischen oder septischen Schocksyndroms infolge einer Infektion mit atypischen Pathogenen Keimen (Clostridium sordellii oder Escherichia coli) wurden nach Schwangerschaftsabbrüchen mit 200 mg Mifepriston gefolgt von einer nicht zugelassenen vaginalen oder bukkalen Applikation von oralem Misoprostol berichtet
- Ärzte sollten sich dieser potenziell tödlichen Komplikation bewusst sein
- schwere (einschl. tödlicher) Fälle eines toxischen oder septischen Schocksyndroms infolge einer Infektion mit atypischen Pathogenen Keimen (Clostridium sordellii oder Escherichia coli) wurden nach Schwangerschaftsabbrüchen mit 200 mg Mifepriston gefolgt von einer nicht zugelassenen vaginalen oder bukkalen Applikation von oralem Misoprostol berichtet
- Misserfolge
- Methode erfordert eine aktive Mitwirkung der Patientin, die über die entsprechenden Voraussetzungen aufgeklärt werden muss
- Erweichung und Erweiterung der Cervix uteri vor dem chirurgischen Abbruch einer Schwangerschaft
- Anwendung muss 36 bis spätestens 48 Stunden vor dem chirurgischen Abbruch erfolgen, um den maximalen Effekt zu erzielen
- mit dem Verfahren verbundene Risiken
- Blutungen
- Patientin wird über das Risiko einer vaginalen Blutung, die auch stark sein kann, nach der Einnahme von Mifepriston aufgeklärt
- sollte über das Risiko eines Aborts vor der Operation aufgeklärt werden (wenngleich dieses minimal ist)
- wird darüber informiert, wen sie bei einem Notfall oder zur Überprüfung der Vollständigkeit der Austreibung aufsuchen muss
- da starke Blutungen, die eine Kürettage erfordern, bei etwa 1% der Patientinnen auftreten, muss besonders sorgfältig auf Patientinnen mit Blutgerinnungsstörungen, Hypokoagulabilität oder ausgeprägter Anämie geachtet werden
- Patientin wird über das Risiko einer vaginalen Blutung, die auch stark sein kann, nach der Einnahme von Mifepriston aufgeklärt
- andere Risiken
- Risiken des chirurgischen Eingriffs
- Blutungen
- Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
- in allen Fällen
- bei einem vermuteten akuten Nebennierenversagen Verabreichung von Dexamethason empfohlen
- 1 mg Dexamethason neutralisiert Dosis von 400 mg Mifepriston
- aufgrund der antiglucocorticoiden Wirkung von Mifepriston kann die Wirksamkeit einer Langzeittherapie mit Corticosteroiden, einschl. inhalierter Corticosteroide bei Asthmapatienten, 3 - 4 Tage nach der Einnahme von Mifepriston verringert sein
- Therapie sollte angepasst werden
- Rhesus-Allo-Immunisierung
- bei einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch ist eine Bestimmung des Rhesus-Faktors und ggf. die Prävention einer Rhesus-Allo-Immunisierung erforderlich, ebenso wie andere allgemeine Maßnahmen, die bei jedem Schwangerschaftsabbruch durchgeführt werden müssen
- Beginn des Einsatzes von Verhütungsmitteln nach einem Schwangerschaftsabbruch
- bei klinischen Studien kam es zu Schwangerschaften zwischen der Austreibung des Embryos und dem Wiedereinsetzen der Monatsblutung
- deswegen sollte nach der Bestätigung eines erfolgreichen medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs sofort wieder mit einer kontrazeptiven Methode begonnen werden
- bei klinischen Studien kam es zu Schwangerschaften zwischen der Austreibung des Embryos und dem Wiedereinsetzen der Monatsblutung
- anderes
- für Prostaglandinanaloga geltenden Vorsichtsmaßnahmen müssen ebenfalls befolgt werden
- bei einem vermuteten akuten Nebennierenversagen Verabreichung von Dexamethason empfohlen
- medikamentöser Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft
- seltene, aber ernste kardiovaskuläre Zwischenfälle (Myokardinfarkt und/oder Krampf der Koronararterien und schwere Hypotonie) nach der intravaginalen und intramuskulären Verabreichung von Prostaglandinanalogon in hohen Dosen berichtet
- oral verabreichtes Misoprostol kann ebenfalls ein potentielles Risiko für akute kardiovaskuläre Ereignisse darstellen
- Patientinnen mit Risikofaktoren für eine kardiovaskuläre Erkrankung (z.B. Alter> 35 Jahre plus Rauchen, Hyperlipidämie, Diabetes) oder bestehender kardiovaskulärer Erkrankung mit erhöhter Vorsicht behandeln
- sequenzielle Anwendung von Mifepriston - Prostaglandin, unabhängig von der Indikation
- falls zutreffend, Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem verwendeten Prostaglandin befolgen
- Verfahren der Prostaglandin-Verabreichung
- während und für mind. 3 Stunden nach der Einnahme sollte die Patientin im Behandlungszentrum überwacht werden, damit mögliche akute Wirkungen der Prostaglandinanwendung nicht übersehen werden
- Behandlungszentrum muss mit angemessener medizinischer Einrichtung ausgestattet sein
- bei der Entlassung aus dem Behandlungszentrum sollten alle Frauen über die Anzeichen und Symptome möglicher unerwünschter Nebenwirkungen aufgeklärt werden und bei Bedarf die erforderlichen Medikamente erhalten
- jede Patientin muss die Möglichkeit des direkten oder telefonischen Kontakts mit dem Behandlungszentrum haben
- in allen Fällen