Migränerton
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 32,09 € |
| N2 | 50 ST | 57,48 € |
| N3 | 100 ST | 107,58 € |
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Indikation
- Behandlung von Kopfschmerzen mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen bei einem Migräneanfall
Dosierung
- Behandlung von Kopfschmerzen mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen bei einem Migräneanfall
- Erwachsene und Jugendliche (>= 14 Jahre, >= 43 kg KG)
- bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalls
- Erwachsene: 2 Hartkapseln (1000 mg Paracetamol, 10 mg Metoclopramidhydrochlorid-Monohydrat)
- Jugendliche: 1 - 2 Hartkapseln (500 - 1000 mg Paracetamol, 5 - 10 mg Metoclopramidhydrochlorid-Monohydrat)
- Dosiswiederholung, bei Bedarf: 1mal / 4 Stunden
- tägliche Maximaldosis (ohne ausdrückliche ärztliche Anordnung): 6 Hartkapseln (3 g Paracetamol, 30 mg Metoclopramidhydrochlorid-Monohydrat)
- bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalls
- Behandlungsdauer
- max. 3 Tage
- vor einer längeren Anwendung über diesen Zeitraum hinaus Arzt befragen
- Erwachsene und Jugendliche (>= 14 Jahre, >= 43 kg KG)
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Dosisanpassung entsprechend der Nierenfunktion
- Dosis vermindern bzw. Dosisintervall verlängern
- Erwachsene
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.)
- 10 mg Metoclopramid 1mal / Tag
- Dosierungsintervall >= 8 Stunden
- Kreatinin-Clearance: 11 - 60 ml / Min.
- 10 mg Metoclopramid 1mal / Tag plus 5 mg Metoclopramid 1mal / Tag
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.)
- eingeschränkte Leberfunktion
- Dosis vermindern bzw. Dosisintervall verlängern
- schwere Leberinsuffizienz mit Aszites: 50 %ige Dosisreduktion (verlängerte Eliminationshalbwertzeit)
- bei angeborenem vermehrten Bilirubin-Gehalt des Blutes (Gilbert-Syndrom; Meulengracht-Krankheit)
- Dosis vermindern bzw. Dosisintervall verlängern
- ältere Patienten
- keine spezielle Dosisanpassung erforderlich
Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Paracetamol, Metoclopramid oder einen der sonstigen Bestandteile
- Phäochromozytom
- mechanischer Darmverschluss
- Darmdurchbruch
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- prolaktinabhängige Tumore
- Epileptiker
- Patienten mit extrapyramidal-motorischen Störungen
- schwere Leberinsuffizienz mit Aszites (Bauchwassersucht)
- schwere hepatozelluläre Insuffizienz (Child-Pugh > 9)
- Kinder (< 14 Jahre)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der Lebertransaminasen
- Hautrötungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Depressionen
- Methämoglobinämie
- dyskinetisches Syndrom (unwillkürliche krampfartige Bewegungen, bes. im Kopf-, Hals- u. Schulterbereich); vorwiegend bei Kindern
- äußert sich z.B. als Blickstarre nach oben o. zur Seite, Verkrampfung der Gesichts- o. der Kaumuskulatur, Vorstrecken der Zunge, Verkrampfung der Schlund- u. Zungenmuskulatur, Schiefhaltung o. Verdrehung des Kopfes u. des Halses, Überstrecken der Wirbelsäule, Beugekrämpfe der Arme, selten Streckkrämpfe der Beine
- Gegenmittel: Biperiden i.v.
- ältere Patienten nach Langzeitbehandlung:
- Parkinsonismus (Tremor, Rigor, Akinese)
- Spätdyskinesien
- malignes neuroleptisches Syndrom (charakteristische Zeichen: Fieber, Muskelstarre, Bewusstseins- u. Blutdruckveränderungen)
- Sofortmaßnahmen empfohlen: Medikament absetzen, Kühlung, Dantrolen u./o.Bromocriptin, ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- allergische Reaktionen mit Exanthemen
- Veränderung des Blutbildes (Thrombozytopenie, Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie)
- bei prädisponierten Personen
- Bronchospasmus (Analgetika-Asthma)
- Überempfindlichkeitsreaktionen von einfacher Hautrötung bis hin zu Urtikaria u. anaphylaktischem Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- Durchfall
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Angst
- Ruhelosigkeit
- Prolaktinerhöhung, Gynäkomastie, Galaktorrhoe, Störungen der Regelblutung
- nach längerer Anwendung
- dann ist das Präparat abzusetzen
Anwendungshinweise
- Einnahme der Hartkapseln unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit bei den ersten Anzeichen eines Migräneanfalls
Stillzeithinweise
- Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen (keine ausreichenden Untersuchungen vorliegend)
- Paracetamol
- wird nach oraler Anwendung in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden
- bislang keine unerwünschten Wirkungen o. Nebenwirkungen während des Stillens bekannt
- kann in der Stillzeit in therapeutischen Dosen verabreicht werden
Schwangerschaftshinweise
- 1. Trimenon: kontraindiziert (keine ausreichenden Untersuchungen)
- 2. und 3. Trimenon: Anwendung nur bei strenger Indikationsstellung
- Paracetamol
- Anwendung unter normalen Anwendungsbedingungen während der gesamten Schwangerschaft nach Abwägung des Nutzen- Risiko-Verhältnisses
- nicht über längere Zeit, in hoher Dosierung oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen (Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt)
- epidemiologische Daten zur oralen Anwendung therapeutischer Dosen
- kein Hinweis auf mögliche unerwünschte Nebenwirkungen auf die Schwangerschaft o. die Gesundheit des Feten / Neugeborenen
- prospektive Daten zur Überdosierung während der Schwangerschaft
- kein Anstieg des Risikos von Fehlbildungen
- Reproduktionsstudien zur oralen Anwendung
- kein Hinweis auf das Auftreten von Fehlbildungen o. Fetotoxizität
Warnhinweise
- gleichzeitig angewendete Medikamente dürfen kein Paracetamol enthalten (Risiko einer Überdosierung)
- nur mit besonderer Vorsicht (d.h. mit einem verlängerten Dosisintervall o. in verminderter Dosis) u. unter ärztlicher Kontrolle anwenden bei:
- hepatozellulärer Insuffizienz (Child-Pugh < 9)
- chronischem Alkoholmissbrauch
- schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/Min.)
- Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- Jugendliche u. Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, bei denen die Ausscheidung von Metoclopramid eingeschränkt ist
- besonders auf Nebenwirkungen achten u. bei deren Auftreten Mittel sofort absetzen
- Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel o. Glucose-Galactose-Malabsorption
- keine Anwendung
- dystonisch-dyskinetische Bewegungsstörungen treten unter der Einnahme von Metoclopramid häufiger bei Patienten < 30 Jahren auf
- Parkinsonismus tritt bei älteren Patienten häufiger auf
- hohes Fieber, Anzeichen einer Sekundärinfektion, Anhalten der Symptome > 3 Tage
- Arzt konsultieren
- Paracetamol-haltige Arzneimittel ohne ärztlichen o. zahnärztlichen Rat nur wenige Tage u. nicht in erhöhter Dosis anwenden
- längerer hoch dosierter, nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch von Analgetika
- es können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen
- gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbes. bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
- abruptes Absetzen nach längerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Analgetika
- es können Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität u. vegetative Symptome auftreten
- Absetzssymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab; bis dahin keine Wiedereinnahme von Schmerzmitteln und erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat
- Auswirkungen auf das Reaktionsvermögen
- kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr o. zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird
- gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol u. sedierenden Medikamenten
- kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr o. zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird