MisoOne 400 Mikrogramm Tabletten
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
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| NotApplicable | 1 ST | – |
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Indikation
- Erwachsene
- medikamentöser Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft, nach der Gabe von Mifepriston, bis zum 49. Tag der Amenorrhoe
- Vorbereitung der Cervix uteri vor einem chirurgischen Abbruch der Schwangerschaft während des ersten Trimenons
- Hinweis
- zum Abbruch einer Schwangerschaft darf das Antiprogesteron Mifepriston und das Prostaglandinanalogon Misoprostol nur in Übereinstimmung mit den aktuell gültigen Gesetzen und Bestimmungen verschrieben und verabreicht werden, insbes. nach § 47a Arzneimittelgesetzt, den Regelungen des Schwangerschaftskonfliktgesetzes und des Strafgesetzbuches (§§ 218 ff. StGB)
Dosierung
- medikamentöser Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft, nach der Gabe von Mifepriston, bis zum 49. Tag der Amenorrhoe
- Erwachsene
- 1 Tablette (400 µg Misoprostol) 36 - 48 Stunden nach der Verabreichung einer Einzeldosis von 600 mg Mifepriston
- Informationen über die Dosierung von Mifepriston: s. Produktinformation von Mifepriston
- Erbrechen innerhalb von 30 Min. nach der Einnahme
- erneute orale Einnahme einer Tablette (400 µg Misoprostol) empfohlen
- 1 Tablette (400 µg Misoprostol) 36 - 48 Stunden nach der Verabreichung einer Einzeldosis von 600 mg Mifepriston
- Erwachsene
- Vorbereitung der Cervix uteri vor einem chirurgischen Abbruch der Schwangerschaft während des ersten Trimenons
- Erwachsene
- 1 Tablette (400 µg Misoprostol) 3 - 4 Stunden vor dem chirurgischen Eingriff
- Erbrechen innerhalb von 30 Min. nach der Einnahme
- erneute orale Einnahme einer Tablette (400 µg Misoprostol) empfohlen
- Erwachsene
Dosisanpassung
- Leber- und Nierenversagen
- Anwendung nicht empfohlen
- Kinder und Jugendliche
- nur begrenzte Daten zur Anwendung vorhanden
Kontraindikationen
- Vorbereitung der Cervix uteri vor einem chirurgischen Abbruch der Schwangerschaft während des ersten Trimenons
- Überempfindlichkeit gegen Misoprostol oder andere Prostaglandine
- Schwangerschaft, die noch nicht durch eine Ultraschalluntersuchung oder biologische Tests bestätigt worden ist
- Verdacht auf eine ektope Schwangerschaft
- Medikamentöser Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft, nach der Gabe von Mifepriston, bis zum 49. Tag der Amenorrhoe
- Überempfindlichkeit gegen Misoprostol oder andere Prostaglandine
- Schwangerschaft, die noch nicht durch eine Ultraschalluntersuchung oder biologische Tests bestätigt worden ist
- Verdacht auf eine ektope Schwangerschaft
- eine über dem 49. Tag der Amenorrhoe hinaus bestehende Schwangerschaft
- Kontraindikationen für Mifepriston beachten, da Misoprostol in Kombination mit Mifepriston angewendet wird
Nebenwirkungen
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektion in Folge des Abbruchs
- Verdacht auf oder bestätigte Infektionen (Endometritis, Beckenentzündung) wurden bei unter 5 % der Frauen berichtet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- sehr seltene Berichte über schwere oder tödliche toxische und septische Schocks (verursacht durch Clostridium sordellii oder perfringens, Klebsiella pneumoniae, Escherichia coli, Streptococcus Gruppe A), mit oder ohne Fieber oder andere offensichtliche Infektionssymptome bei Anwendung einer nicht zugelassenen vaginalen oder bukkalen Applikation von Misoprostol Tabletten
- Ärzte sollten sich über diese potenziell tödliche Komplikation bewusst sein
- sehr seltene Berichte über schwere oder tödliche toxische und septische Schocks (verursacht durch Clostridium sordellii oder perfringens, Klebsiella pneumoniae, Escherichia coli, Streptococcus Gruppe A), mit oder ohne Fieber oder andere offensichtliche Infektionssymptome bei Anwendung einer nicht zugelassenen vaginalen oder bukkalen Applikation von Misoprostol Tabletten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anaphylaktische Reaktionen
- Hypersensibilität
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Kopfschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- schwere kardiovaskuläre Zwischenfälle (Myokardinfarkt und / oder Spasmen der Koronararterien und schwere Hypotonie), überwiegend nach einer nicht zugelassenen vaginalen Applikation von Misoprostol Tabletten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall (diese im Zusammenhang mit der Prostaglandinanwendung stehenden Auswirkungen auf den Magen- und Darmtrakt werden häufig berichtet)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leichte bis moderate Krämpfe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypersensibilität: untypische Hautausschläge (0,2 %)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- einzelne Fälle von
- Urtikaria
- Hautrötung
- Erythema nodosum
- toxischer epidermaler Nekrolyse
- einzelne Fälle von
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Rückenschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Uteruskontraktionen oder -krämpfe (10 - 45 %) in den Stunden nach der Anwendung von Misoprostol
- Uterusblutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- starke Blutungen (ungefähr 5 %; in bis zu 1,4 % der Fälle hämostatische Kürettage erforderlich)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- fötale Missbildungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Tod des Fötus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- vagale Symptome (Hitzewallungen, Schwindel, Kältegefühl)
- Fieber
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
- Uterusrupturen (nach Prostaglandin-Anwendung zur Einleitung eines Schwangerschaftsabbruches im zweiten Trimester oder zur Weheneinleitung wegen Tod des Fetus während des dritten Trimesters, insbesondere beiMehrfachgebärenden oder Patientinnen mit Kaiserschnitt-Narbe)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Tabletten nur zur oralen Einnahme
- nicht auf andere Weise anwenden
Stillzeithinweise
- während der Anwendung von Mifepriston und Misoprostol bzw. Misoprostol alleine sollte nicht gestillt werden
- Mifepriston (Kombinationspartner)
- ist eine lipophile Verbindung und kann theoretisch in die Muttermilch übergehen
- es stehen jedoch dahingehend keine Daten zur Verfügung
- Misoprostol
- kann ebenfalls in die Muttermilch übergehen
- Mifepriston (Kombinationspartner)
Schwangerschaftshinweise
- Hinweis: Misoprostol ist indiziert zum medikamentösen Abbruch einer Schwangerschaft!
- ein misslungener Schwangerschaftsabbruch (fortbestehende Schwangerschaft) wurde mit einem im Vergleich zur Kontrollgruppe (etwa 2 %) dreifach erhöhten Risiko für Geburtsdefekte / Fehlbildungen bei fortbestehenden Schwangerschaften, die Mifepriston und Misoprostol oder nur Misoprostol exponiert waren, in Verbindung gebracht
- insbesondere wurde eine pränatale Exposition gegenüber Misoprostol mit folgenden Risiken in Verbindung gebracht:
- Möbius-Syndrom (angeborene Gesichtslähmung, die zu Hypomimie, Problemen beim Saugen, Schlucken und den Augenbewegungen, mit oder ohne Fehlbildungen der Extremitäten)
- Amnionband-Syndrom (Deformierungen der Extremitäten / Amputationen, insb. u.a. Klumpfuß, Acheirie, Olygodaktylie, Gaumenspalte)
- Anomalien des Zentralnervensystems (zerebrale und kraniale Anomalien wie z. B. Anenzephalie, Hydrozephalus, Cerebellarhypoplasie, Neuralrohrdefekte)
- insbesondere wurde eine pränatale Exposition gegenüber Misoprostol mit folgenden Risiken in Verbindung gebracht:
- Frauen, die einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen, sollten genau über die Risiken für ihren Fötus aufgeklärt werden, falls der Schwangerschaftsabbruch fehlschlägt und ein zweites Verfahren für einen Schwangerschaftsabbruch nicht gewünscht ist
- in Folge dessen
- sollten Frauen darüber aufgeklärt werden, dass aufgrund des Risikos eines Versagens der medikamentösen Methode des Schwangerschaftsabbruchs und des Risikos für den Fötus, eine Nachuntersuchung zwingend erforderlich ist
- falls bei der Nachuntersuchung ein Versagen der Methode festgestellt wird (lebensfähige, fortbestehende Schwangerschaft), und die Patientin gibt weiterhin ihre Zustimmung zum Schwangerschaftsabbruch, sollte dieser durch ein zweites Verfahren abgeschlossen werden
- falls die Patientin die Fortsetzung ihrer Schwangerschaft wünscht, ist für eine engmaschige Ultraschallüberwachung der Schwangerschaft unter besonderer Beachtung der Gliedmaßen und des Kopfes in einer darauf spezialisierten Einrichtung zu sorgen
- sollten Frauen darüber aufgeklärt werden, dass aufgrund des Risikos eines Versagens der medikamentösen Methode des Schwangerschaftsabbruchs und des Risikos für den Fötus, eine Nachuntersuchung zwingend erforderlich ist
- Fertilität
- Misoprostol hat keine Auswirkungen auf die Fertilität
- es ist möglich, dass die Patientin unmittelbar nach der Beendigung der Schwangerschaft erneut schwanger wird
- daher ist es wichtig, die Patientin darüber zu informieren, sofort nach der Bestätigung des erfolgreichen Schwangerschaftsabbruchs mit einer Verhütung zu beginnen
Warnhinweise
- zum Abbruch einer Schwangerschaft darf das Antiprogesteron Mifepriston und das Prostaglandinanalogon Misoprostol nur in Übereinstimmung mit den aktuell gültigen Gesetzen und Bestimmungen verschrieben und verabreicht werden, insbes. nach § 47a Arzneimittelgesetzt, den Regelungen des Schwangerschaftskonfliktgesetzes und des Strafgesetzbuches (§§ 218 ff. StGB)
- Misoprostol aufgrund fehlender Studien nicht empfohlen bei Patientinnen mit
- Unterernährung
- Leberversagen
- Nierenversagen
- Misoprostol darf wegen seiner abortiven Eigenschaften niemals bei einer schwangeren Frau angewendet werden, wenn diese die Schwangerschaft austragen möchte
- Dauer der Schwangerschaft wird durch Befragung und eine klinische Untersuchung der Patientin festgestellt
- in jedem Fall wird eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter empfohlen
- Infektion
- Berichte über schwere (auch tödliche) Fälle von toxischem und septischem Schock, verursacht durch Infektionen mit atypischen pathogenen Keimen (Clostridium sordellii und perfringens, Klebsiella pneumoniae, Escherichia coli, Streptococcus Gruppe A) nach medikamentösen Schwangerschaftsabbrüchen
- dabei wurde Misoprostol unzulässig vaginal oder bukkal verabreicht
- Ärzte sollten sich über diese potenziell tödliche Komplikation bewusst sein
- Berichte über schwere (auch tödliche) Fälle von toxischem und septischem Schock, verursacht durch Infektionen mit atypischen pathogenen Keimen (Clostridium sordellii und perfringens, Klebsiella pneumoniae, Escherichia coli, Streptococcus Gruppe A) nach medikamentösen Schwangerschaftsabbrüchen
- Teratogenität
- Patientinnen, die sich nach einer fehlgeschlagenen Behandlung für die Fortsetzung der Schwangerschaft entscheiden, müssen über das teratogene Risiko aufgeklärt werden
- dieses Risiko geht mit dem Ziel der Mifepriston- und Misoprostolbehandlung einher und erhöht sich, wenn andere als die in der Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung" genannte Vorgehensweisen der Behandlung durchgeführt werden
- eine Exposition des Fötus gegenüber Misoprostol oder Mifepriston erhöht das Risiko des Auftretens eines Möbius-Syndroms und / oder eines Amnionbandsyndroms und / oder Anomalien des Zentralnervensystems
- es sollte ein zweites Verfahren des Schwangerschaftsabbruchs erwogen werden
- im Falle der Fortsetzung der Schwangerschaft ist eine engmaschige Überwachung mittels Ultraschalluntersuchung in einer darauf spezialisierten Einrichtung zu veranlassen
- Rhesus-Alloimmunisierung
- medikamentöser Schwangerschaftsabbruch erfordert die Bestimmung des Rhesusfaktors und daher die Prävention einer Rhesus-Alloimmunisierung sowie andere allgemeine Maßnahmen, welche üblicherweise im Rahmen eines Schwangerschaftsabbruchs vorzunehmen sind
- Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
- Kardiovaskuläre Risiken
- seltene, jedoch schwere kardiovaskuläre Zwischenfälle (Myokardinfarkt und / oder Spasmen der Koronararterien und schwere Hypotonie) sind nach intravaginaler und intramuskulärer Verabreichung von hohen Dosen eines Prostaglandinanalogons, einschließlich Misoprostol, berichtet worden
- daher sollten Frauen mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen (z. B. Frauen > 35 Jahre, die regelmäßig rauchen, Frauen mit Hyperlipidämie oder Diabetes) oder festgestellter kardiovaskulärer Erkrankung mit Vorsicht behandelt werden
- Beginn der Kontrazeption nach einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch
- in klinischen Studien kam es zu Schwangerschaften zwischen der Austreibung des Embryos und des Wiedereinsetzens der Menstruation
- aus diesem Grund wird empfohlen, unverzüglich mit der Kontrazeption zu beginnen, sobald die mit dem medikamentösen Verfahren durchgeführter Schwangerschaftsbeendigung medizinisch bestätigt wird
- Kardiovaskuläre Risiken
- Medikamentöser Abbruch einer frühen intrauterinen Schwangerschaft, nach der Gabe von Mifepriston, bis zum 49. Tag der Amenorrhoe
- die Anwendung von Misoprostol darf nur oral erfolgen
- in einer Dosis von nicht über 400 Mikrogramm
- nach einer vorherigen Gabe von 600 mg Mifepriston
- innerhalb eines Intervalls von 36 bis 48 Stunden nach der Einnahme von Mifepriston
- die Anwendung nicht zugelassener (Off-Label) Dosierungsschemata führt zu einer Erhöhung sämtlicher mit dieser Methode verbundenen Risiken
- diese Methode erfordert eine aktive Mitwirkung der Patientin, die über die entsprechenden Voraussetzungen aufgeklärt werden muss
- die Notwendigkeit, die Behandlung mit Mifepriston zu kombinieren, welches 36 - 48 Stunden vor diesem Arzneimittel einzunehmen ist
- die Notwendigkeit einer Nachuntersuchung innerhalb von 14 bis 21 Tagen nach der Einnahme von Mifepriston, zur Überprüfung der vollständigen Austreibung
- die Möglichkeit des Versagens der Methode, was zum Schwangerschaftsabbruch durch eine andere Methode führt
- aufgrund der möglichen akuten Wirkungen von Misoprostol müssen die Patientinnen hinsichtlich der Anzeichen und Symptome, die bei ihnen auftreten können, umfassend aufgeklärt werden und sollten die Möglichkeit des direkten oder telefonischen Kontakts mit dem Behandlungszentrum haben
- im Falle einer Schwangerschaft, die trotz eines Intrauterinpessars aufgetreten ist, muss das Pessar vor der Einnahme von Mifepriston / Misoprostol entfernt werden
- Risiken, die mit der Methode verbunden sind
- Wirksamkeit der Methode zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch sinkt,
- wenn das zugelassene Dosierungsschema nicht streng eingehalten wird
- mit der Parität
- Wirksamkeit der Methode zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch sinkt,
- Versagen
- das nicht vernachlässigbare Risiko einer fortlaufenden Schwangerschaft tritt in ca. 1 % der Fälle auf, wenn der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch innerhalb von 49 Tagen der Amenorrhoe und bei oraler Anwendung durchgeführt wurde
- dieses Risiko macht eine Nachuntersuchung zur Überprüfung der vollständigen Austreibung zwingend notwendig
- in den seltenen Fällen einer unvollständigen Austreibung kann eine chirurgische Nachbehandlung erforderlich sein
- Blutung
- Patientin über das Auftreten längerer und möglicherweise starker vaginaler Blutungen (durchschnittlich etwa 12 Tage oder länger nach der Einnahme von Mifepriston) aufklären
- Blutungen treten in fast allen Fällen auf und sind nicht immer ein Beweis für eine vollständige Austreibung
- Blutung kann sehr schnell nach der Einnahme von Misoprostol auftreten, manchmal aber auch später:
- in 60 % der Fälle erfolgt die Austreibung innerhalb von 4 Stunden nach der Einnahme von Misoprostol
- in 40 % der Fälle erfolgt die Austreibung innerhalb von 24 bis 72 Stunden nach der Einnahme von Misoprostol
- in seltenen Fällen kann die Austreibung vor der Einnahme von Misoprostol stattfinden (in ca. 3 % der Fälle)
- dies schließt die Notwendigkeit einer Nachuntersuchung zur Kontrolle, dass die Austreibung vollständig und die Gebärmutter leer ist, nicht aus
- Patientin sollte angehalten werden, keine weiten Reisen vom Behandlungszentrum weg zu unternehmen, solange die vollständige Austreibung nicht nachgewiesen wurde
- sie erhält präzise Anweisungen, wen sie kontaktieren sollte und wohin sie bei Auftreten irgendwelcher Probleme, insbesondere bei sehr starken vaginalen Blutungen, gehen sollte
- hiermit sind Blutungen gemeint, die > 12 Tage anhalten und / oder schwerer als eine normale Menstruationsblutung verlaufen
- Kontrollen
- innerhalb eines Zeitraums von 14 bis 21 Tagen nach Verabreichung von Mifepriston muss ein Kontrolltermin wahrgenommen werden, bei dem mit geeigneten Mitteln (klinische Untersuchung mit Ultraschallscan oder Bestimmung von Beta-HCG) verifiziert wird, ob die Austreibung abgeschlossen ist und die vaginale Blutung aufgehört hat
- bei einer persistierenden Blutung (selbst in leichter Form) nach dem Kontrolltermin muss deren Stillstand innerhalb einiger Tage überprüft werden
- Fortbestehen der vaginalen Blutung zu dem Zeitraum des Kontrolltermins
- könnte einen unvollständigen Abgang oder eine unbemerkte extrauterine Schwangerschaft anzeigen
- es muss eine geeignete Therapie erwogen werden
- besonders sorgfältig auf Patientinnen mit Blutgerinnungsstörungen und verminderter Gerinnbarkeit oder mit Anämie achten, da eine starke Blutung, die eine hämostatische Kürettage erfordert, in 0 bis 1,4 % der Fälle während des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs auftritt
- Entscheidung zur Anwendung des medikamentösen oder chirurgischen Verfahrens sollte zusammen mit spezialisierten Fachärzten je nach Typ der Blutgerinnungsstörung oder dem Grad der Anämie getroffen werden
- könnte einen unvollständigen Abgang oder eine unbemerkte extrauterine Schwangerschaft anzeigen
- bei weiterbestehender Schwangerschaft nach dem Kontrolltermin
- Abbruch durch eine andere Methode vorschlagen
- Anwendung mit Mifepriston
- da Misoprostol in Kombination mit Mifepriston angewendet wird, sind auch die Kontraindikationen und Warnhinweise des Mifepriston-haltigen Arzneimittels zu beachten
- die Anwendung von Misoprostol darf nur oral erfolgen
- Vorbereitung der Cervix uteri vor einem chirurgischen Abbruch der Schwangerschaft im ersten Trimenon
- die Anwendung von Misoprostol darf nur oral erfolgen
- in einer Dosis von nicht über 400 Mikrogramm
- Anwendung nicht zugelassener (Off-Label) Dosierungsschemata führt zu einer Erhöhung SÄMTLICHER mit dieser Methode verbundenen Risiken
- keine Daten für die Vorbereitung der Cervix uteri mit Misoprostol vor einem chirurgischen Abbruch der Schwangerschaft nach dem ersten Trimenon
- Patientin über die Besonderheiten der chirurgischen Methode aufklären
- Lokalanästhesie oder Vollnarkose und kurzer Krankenhausaufenthalt sind erforderlich
- Versagensrate
- Erfolgsrate eines chirurgischen Schwangerschaftsabbruchs: > 97,7 %, Versagensrate: 2,3 %
- Überprüfung der vollständigen Austreibung zwingend notwendig
- bei unvollständigem Abbruch kann ein weiterer chirurgischer Eingriff erforderlich sein
- Blutung
- starke vaginale Blutungen nach der Einnahme von Misoprostol möglich
- Einnahme vorzusgweise im Behandlungszentrum vor dem chirurgischen Eingriff
- Risiken eines Aborts vor dem chirurgischen Eingriff
- geringes Risiko eines Aborts bevor der chirurgische Eingriff begonnen wurde
- Komplikationen des chirurgischen Eingriffs
- Anwendung mit Vorsicht aufgrund einer potenziellen Uterusruptur (sehr selten im ersten Trimenon) und fehlender Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien bei einem vernarbten Uterus bei fragilem Uterus, insbesondere bei signifikanter Multiparität oder bei vernarbtem Uterus
- nach der Anwendung von Misoprostol: chirurgischer Abbruch der Schwangerschaft
- innerhalb eines Zeitraums von 14 bis 21 Tagen nach dem chirurgischen Abbruch der Schwangerschaft muss eine Nachuntersuchung vorgenommen werden
- bei Fieber, Schmerzen oder Blutungen nach dem Eingriff sollte diese Nachuntersuchung unverzüglich erfolgen
- die Anwendung von Misoprostol darf nur oral erfolgen