Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 176,55 € |
| N2 | 5 ST | 804,57 € |
| NotApplicable | 1 ST | – |
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Indikation
- palliative Tumortherapie
- i.v. wirksam in Monochemotherapie oder in kombinierter zytostatischer Chemotherapie bei folgenden metastasierenden Tumoren
- fortgeschrittenes kolorektales Karzinom
- fortgeschrittenes Leberzellkarzinom
- fortgeschrittenes Magenkarzinom
- fortgeschrittenes und/oder metastasierendes Mammakarzinom
- fortgeschrittenes Ösophaguskarzinom
- fortgeschrittenes Zervixkarzinom
- nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom
- fortgeschrittenes Pankreaskarzinom
- intravesikale Anwendung
- Rezidivprophylaxe bei oberflächlichem Harnblasenkarzinom nach transurethraler Resektion
- i.v. wirksam in Monochemotherapie oder in kombinierter zytostatischer Chemotherapie bei folgenden metastasierenden Tumoren
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche mit Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung oder einer Lösung zur intravesikalen Anwendung enthält 20 mg Mitomycin.
- palliative Tumortherapie
- i.v. Anwendung
- zytostatische Monochemotherapie
- i.v. Bolusinjektion
- 10 - 20 mg Mitomycin / m2 KOF 1mal / 6 - 8 Wochen oder
- 8 - 12 mg Mitomycin / m2 KOF 1mal / 3 - 4 Wochen
- i.v. Bolusinjektion
- Kombinationstherapie
- Dosierung deutlich geringer
- von erprobten Therapieprotokollen nicht ohne besonderen Grund abweichen (Gefahr der additiven Myelotoxizität)
- zytostatische Monochemotherapie
- intravesikale Anwendung
- 1 - 2 Durchstechflaschen (20 - 40 mg Mitomycin) in 20 - 40 ml Wasser für Injektionszwecke 1mal / Woche
- Urin-pH > pH 6
- ältere Patienten
- Dosisreduktion
- Patienten mit ausgiebiger zytostatischer Vortherapie
- Dosisreduktion
- i.v. Anwendung
Kontraindikationen
Mitomycin - urogenital
- Überempfindlichkeit gegenüber Mitomycin
- Perforation der Harnblasenwand
- Zystitis
- Stillzeit
- Schwangerschaft
Nebenwirkungen
Mitomycin - urogenital
Mögliche Nebenwirkungen unter intravesikaler Therapie
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pruritus
- allergischer Hautausschlag
- Kontaktdermatitis
- palmar-plantare Erythrodysästhesie (PPE)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- generalisiertes Exanthem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Zystitis (möglicherweise hämorrhagisch)
- Dysurie
- Nykturie
- Pollakisurie
- Hämaturie
- lokale Reizung der Harnblasenwand
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- nekrotisierende Zystitis
- allergische (eosinophile) Zystitis
- Stenose der ableitenden Harnwege
- verminderte Harnblasenkapazität
- Kalzifizierung der Harnblasenwand
- Harnblasenwandfibrose
- Harnblasenwandperforation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Mögliche Nebenwirkungen unter systemischer Therapie
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Knochenmarksuppression mit Leukopenie und zumeist dominanter Thrombzytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- lebensbedrohliche Infektion
- Sepsis
- hämolytische Anämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere allergische Reaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzinsuffizienz nach vorausgegangener Anthrazyklintherapie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- interstitielle Pneumonie
- Atemnot
- Husten
- Kurzatmigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- pulmonaler Hypertonus
- Lungenvenenverschlusskrankheit (PVOD)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mukositis
- Stomatitis
- Diarrhoe
- Anorexie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberfunktionsstörung
- Transaminasenerhöhung
- Ikterus
- Lebervenenverschlusskrankheit (VOD)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Exantheme
- allergischer Hautausschlag
- Kontaktdermatitis
- Palmar-Plantar-Erythem (palmar-plantare Erythrodysästhesie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Alopezie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- generalisierte Exantheme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nierenfunktionsstörung
- Anstieg des Serumkreatinins
- Glomerulopathie
- Nephrotoxizität
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hämolytisch-Urämisches Syndrom (HUS) (häufig tödlich)
- mikroangiopathische hämolytische Anämie (MAHA-Syndrom)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- bei Paravasation:
- Cellulitis
- Gewebsnekrosen
- bei Paravasation:
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Anwendung nur von in dieser Therapie erfahrenen Ärzten bei strenger Indikationsstellung und unter laufender Kontrolle der hämatologischen Parameter
- Pulver zur i.v. Injektion bzw. Infusion oder zur intravesikalen Instillation nach Auflösen
- i.v. Anwendung
- auf streng intravasale Injektion achten; bei paravasaler Injektion Auftreten ausgedehnter Nekrosen im betroffenen Bereich
- intravesikale Anwendung: zur Instillation in die Blase
Zubereitung
- der gebrauchsfertigen Lösung zur Injektion oder Infusion
- Inhalt einer Durchstechflasche mit Pulver zur Herstellung einer Injektions- bzw. Infusionslösung in 20 ml Wasser für Injektionszwecke durch Umschwenken lösen
- sollte sich das Pulver nicht sofort lösen, bei Raumtemperatur bis zur vollständigen Lösung stehen lassen
- Inhalt der Durchstechflasche muss sich innerhalb von 2 Min. klar lösen
- zur i.v. Infusion mit isotonischer NaCl-Infusionslösung bis zu 20 - 40 µg Mitomycin / ml Infusionslösung verdünnen
- der gebrauchsfertigen Lösung zur intravesikalen Anwendung
- Inhalt von 1 - 2 Durchstechflaschen mit Pulver zur Herstellung einer Lösung zur intravesikalen Anwendung in 20 - 40 ml Wasser für Injektionszwecke lösen
- vorrangig Darreichungsform mit beiliegendem Instillations-Set verwenden und entsprechende Gebrauchsanweisung beachten (zur Herstellung der Lösung die sich im Beutel befindende 0,9 %ige NaCl-Lösung verwenden)
- sämtliche Lösungen zum sofortigen Verbrauch bestimmt
- nur klare Lösungen verwenden
- Inhalt der Durchstechflaschen nur zur 1maligen Entnahme; nicht verbrauchte Lösungen verwerfen
Aufbewahrungsempfehlungen und Aufbrauchfristen
- gebrauchsfertige Zubereitung
- keine ausreichenden Untersuchungsergebnisse zur chem. und physikal. Stabilität vorliegend
- aus mikrobiologischer Sicht gebrauchsfertige Zubereitung mit Wasser für Injektionszwecke oder 0,9 %iger NaCl-Lösung sofort verwenden
- wird die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet, so ist Anwender für Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich
Inkompatibilitäten
- nicht in Mischspritzen verwenden
- andere Injektionslösungen bzw. Infusionslösungen getrennt verabreichen
- Inkompatibilitäten mit stark sauren oder alkalischen Substanzen (optimaler pH-Wert der gebrauchsfertigen Mitomycin-Lösung: 7,0)
- darf, außer mit Wasser für Injektionszwecke oder 0,9 %iger NaCl-Lösung, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden
Stillzeithinweise
Mitomycin - urogenital
- kontraindiziert in der Stillzeit
- stillende Frauen müssen vor Beginn einer Behandlung mit Mitomycin abstillen
- aufgrund erwiesener mutagener, teratogener und karzinogener Wirkungen
- Übergang in die Muttermilch
Schwangerschaftshinweise
Mitomycin - urogenital
- Mitomycin darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- bei vitaler Indikation zur Behandlung einer schwangeren Patientin sollte eine medizinische Beratung über das mit der Behandlung verbundene Risiko von schädigenden Wirkungen für das Kind erfolgen
- Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- Mitomycin hat eine mutagene, teratogene und karzinogene Wirkung
- kann die embryonale Entwicklung beeinträchtigen
- Frauen dürfen während einer Behandlung mit Mitomycin nicht schwanger werden
- falls während der Behandlung eine Schwangerschaft eintritt, muss eine genetische Beratung angeboten werden
- Patientinnen im geschlechtsreifen Alter sollten während und bis zu 6 Monaten nach Beendigung der Chemotherapie empfängnisverhütende Maßnahmen ergreifen bzw. sexuelle Abstinenz einhalten
- Fertilität
- Mitomycin wirkt erbgutschädigend
- Männern, die mit Mitomycin behandelt werden, daher empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich vor Therapiebeginn wegen der Möglichkeit einer irreversiblen Infertilität durch die Therapie mit Mitomycin über eine Spermakonservierung beraten zu lassen
Warnhinweise
Mitomycin - urogenital
- Myelotoxizität
- aufgrund der toxischen Wirkung von Mitomycin auf das Knochenmark müssen andere myelotoxische Therapiemodalitäten (insbesondere andere Zytostatika, Strahlentherapie) mit besonderer Vorsicht gehandhabt werden, um eine additive Myelosuppression zu minimieren
- Langzeittherapie kann zu kumulativer Knochenmarkstoxizität führen
- Empfohlene Kontrolluntersuchungen und Sicherheitsmaßnahmen bei intravenöser Anwendung
- vor Therapiebeginn
- großes Blutbild
- Lungenfunktionstest bei Verdacht auf eine vorbestehende Lungenfunktionsstörung
- Nierenfunktionsprüfung zum Ausschluss einer Niereninsuffizienz
- Leberfunktionsprüfung zum Ausschluss einer Leberinsuffizienz
- während der Therapie
- regelmäßige Überwachung des Blutbildes
- engmaschige Überwachung der Nierenfunktion
- vor Therapiebeginn
- Besondere Vorsicht erforderlich
- bei Auftreten oder sich verschlechternden Infektionskrankheiten
- bei Vorliegen einer Blutungsneigung
- Zystitis
- Zystitis wird symptomatisch durch lokale antiphlogistische und analgetische Maßnahmen behandelt
- in den meisten Fällen kann die Therapie mit Mitomycin, ggf. dosisreduziert, fortgesetzt werden
- in Einzelfällen ist eine allergische (eosinophile) Zystitis beschrieben worden, die zum Therapieabbruch zwang
- Zystitis wird symptomatisch durch lokale antiphlogistische und analgetische Maßnahmen behandelt
- Ältere Patienten
- leiden häufiger unter reduzierter physiologischer Funktion und Knochenmarkdepression, die längerfristig anhalten kann
- daher Gabe von Mitomycin in dieser Patientengruppe mit besonderer Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung des Patientenzustands
- Haut- und Schleimhautkontakt vermeiden
- Mitomycin ist bei Menschen eine mutagene und potenziell karzinogene Substanz
- Therapie sofort abbrechen
- bei Symptomen einer Lungenerkrankung, die nicht auf die Grunderkrankung zurückgeführt werden kann
- Lungentoxizität kann mit Steroiden gut behandelt werden
- wenn sich Symptome einer Hämolyse oder Indikationen für eine Nierenfunktionsstörung (Nephrotoxizität) zeigen
- ein auftretendes hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS: irreversibles Nierenversagen, mikroangiopathische hämolytische Anämie [MAHA-Syndrom] und Thrombozytopenie) verläuft gewöhnlich tödlich
- bei Symptomen einer Lungenerkrankung, die nicht auf die Grunderkrankung zurückgeführt werden kann
- mikroangiopathische hämolytische Anämie [MAHA-Syndrom]
- bei Dosierungen von > 30 mg Mitomycin / m² KOF mikroangiopathisch-hämolytische Anämie beobachtet
- engmaschige Überwachung der Nierenfunktion empfohlen
- neue Erkenntnisse lassen einen Therapieversuch zur Entfernung von Immunkomplexen, die anscheinend bei der Auslösung der Symptome eine signifikante Rolle spielen, mittels Staphylococcus-Protein A angezeigt erscheinen
- bei Dosierungen von > 30 mg Mitomycin / m² KOF mikroangiopathisch-hämolytische Anämie beobachtet
- bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen antineoplastischen Wirkstoffen behandelt wurden
- Auftreten akuter Leukämie (in einigen Fällen nach präleukämischer Phase) und myelodysplastischem Syndrom berichtet
- Impfungen
- bei Patienten mit reduzierter Immunkompetenz, wie z.B. bei der Behandlung mit Mitomycin, erhöht eine Impfung mit Lebendvakzinen (z.B. Gelbfieberimpfstoff) das Risiko für Infektionen und andere unerwünschte Reaktionen wie z.B. Vaccinia gangraenosum und generalisierte Vaccinia
- Impfungen mit Lebendvakzinen während der Behandlung kontraindiziert
- nach Beendigung einer Chemotherapie sollten Lebendvakzine mit Vorsicht angewendet werden und die Impfung frühestens 3 Monate nach der letzten Dosis Chemotherapie erfolgen
- Mitomycin nicht geeignet als Immunsuppressivum