Moclobemid STADA 300mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 66,57 € |
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Indikation
- Episoden einer Major Depression
- Soziale Phobie (im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts)
Dosierung
- Depression
- initial: 300 mg Moclobemid / Tag, aufgeteilt auf mehrere Gaben
- bei Bedarf
- Dosiserhöhung auf 600 mg / Tag möglich; jedoch nicht innerhalb der 1. Woche der Behandlung (Bioverfügbarkeit steigt in dieser Zeit noch an; in den ersten 1 - 3 Wochen möglicherweise noch keine klinische Wirkung erkennbar)
- je nach Wirkung kann therapeutische Dosis in Einzelfällen schrittweise auf 150 mg / Tag gesenkt werden
- Behandlungsdauer
- mindestens 4 - 6 Wochen zur ausreichenden Beurteilung Wirksamkeit erforderlich
- Behandlung vorzugsweise über einen symptomfreien Zeitraum von 4 - 6 Monaten fortsetzen
- anschließend: Behandlung zur Vermeidung von Absetzsymptomen nur schrittweise absetzen
- Soziale Phobie
- initial: 300 mg Moclobemid / Tag
- länger als 3 Tage dauernde Gabe von 300 mg Moclobemid / Tag nicht empfohlen
- ab dem 4. Tag: 600 mg Moclobemid / Tag, aufgeteilt auf 2 Gaben
- Behandlungsdauer
- Behandlung mit 600 mg Meclobemid
- mindestens 8 - 12 Wochen zur ausreichenden Beurteilung der Wirksamkeit erforderlich
- ggf. Langzeittherapie angezeigt
- Notwendigkeit der weiteren medikamentösen Behandlung regelmäßig überprüfen
- Behandlung mit 600 mg Meclobemid
- Behandlung zur Vermeidung von Absetzsymptomen nur schrittweise absetzen
- initial: 300 mg Moclobemid / Tag
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine besondere Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- Dosisreduktion auf die Hälfte oder 1/3 der Dosis
- ältere Patienten
- keine besonderen Dosisempfehlungen erforderlich
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- keine ausreichenden klinischen Daten über die Wirkung von Moclobemid
- kontraindiziert
Kontraindikationen
Moclobemid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Moclobemid
- akute Verwirrtheitszustände
- Phäochromozytom
- Kinder
- ausreichende klinische Erfahrungen bei dieser Gruppe von Patienten nicht vorliegend
- gleichzeitige Verabreichung mit
- Selegilin
- Linezolid
- Triptane
- Pethidin
- Tramadol
- Bupropion
- Dextromethorphan
- 5-HT-Wiederaufnahme-Hemmer sowie andere Antidepressiva (einschließlich trizyklische Antidepressiva)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Moclobemid - peroral
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Appetitlosigkeit
- Hyponatriämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlafstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Agitiertheit
- Angstzustände
- Unruhe/Ruhelosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Suizidgedanken (während der Therapie oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung)
- Verwirrtheitszustände (diese verschwanden schnell nach Absetzen der Therapie)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- suizidales Verhalten (während der Therapie oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung)
- Wahnvorstellungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Exazerbation schizophrener Symptome bei der Behandlung von Patienten mit schizophrenen oder schizoaffektiven Psychosen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel(gefühl)
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dysgeusie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verlängerung des QT-Intervalls
- kann zu ventrikulären Arrhythmien vom Typ Torsade de pointes führen
- Verlängerung des QT-Intervalls
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hitzegefühl
- Flush
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mundtrockenheit
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Durchfall
- Verstopfung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ödeme
- Pruritus
- Urtikaria
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Galaktorrhö
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erregung
- Reizbarkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Serotonin-Syndrom
- bei gleichzeitiger Gabe mit Arzneimitteln, die Serotonin erhöhen, wie z.B. Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und viele andere Antidepressiva
- Erhöhung der Leberenzymwerte (ohne klinische Folgeerscheinung)
- Serotonin-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Prolaktin im Plasma erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Einnahme nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit
Stillzeithinweise
Moclobemid - peroral
- insgesamt muss das Risiko einer Behandlung mit Moclobemid in der Stillzeit gegen den erwartetentherapeutischen Nutzen sorgfältig abgewogen werden
- Moclobemid geht in kleiner Menge in die Muttermilch über (ca. 1/30 der körpergewichtkorrigierten Erwachsenendosis)
Schwangerschaftshinweise
Moclobemid - peroral
- der Nutzen einer Moclobemid-Behandlung während der Schwangerschaft muss gegen das mögliche Risiko für den Fetus abgewogen werden
- Sicherheit von Moclobemid bei schwangeren Frauen bisher noch nicht nachgewiesen
- tierexperimentelle (Reproduktions-)Studien
- ergaben keinerlei Hinweise auf Risiken für den Fetus
- keine ausreichende Erfahrung während der Schwangerschaft
- Fertilität
- keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Untersuchungen am Tier ergaben keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Reproduktionsparameter
Warnhinweise
Moclobemid - peroral
- Suizid/Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
- depressive Erkrankungen mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- erhöhtes Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden
- bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann
- erhöhtes Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- andere psychiatrische Erkrankungen, für die Moclobemid verschrieben wird, können ebenso mit einem erhöhten Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse einhergehen
- außerdem können diese Erkrankungen zusammen mit einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression) auftreten
- daher sollten bei Behandlung anderer psychiatrischer Erkrankungen die gleichen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden wie bei der Behandlung von depressiven Erkrankungen / Major Depressionen
- Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten
- Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht
- Patienten sollten während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden
- Patienten < 25 Jahre
- Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten < 25 Jahre, die Antidepressiva einnahmen, erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo
- Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, v.a. der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen
- Patienten (und deren Betreuer) auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinweisen
- sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten
- Patienten (und deren Betreuer) auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinweisen
- depressive Erkrankungen mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- Schlaflosigkeit, Nervosität oder Überspanntheit zu Beginn der Behandlung
- können eine Reduzierung der Dosis oder eine kurzfristige symptomatische Behandlung rechtfertigen
- im Falle von Manien, Hypomanien oder dem Eintreten von frühen Symptomen dieser Erkankungen (Größenwahn, Hyperaktivität einschließlich verstärktem Rededrang, Waghalsigkeit)
- Behandlung mit Moclobemid unterbrechen und alternative Behandlung initiieren
- depressive Patienten, bei denen Erregung oder Agitiertheit die dominierenden klinischen Symptome darstellen
- sollten entweder nicht mit Moclobemid behandelt werden, oder nur in Kombination mit einem Sedativum für einen Zeitraum von maximal 2 - 3 Wochen
- die Behandlung einer depressiven Episode bei bipolaren Störungen kann manische Episoden auslösen
- in diesem Fall sollte die Behandlung mit Moclobemid beendet werden
- Serotoninsyndrom
- gleichzeitige Anwendung von Moclobemid zusammen mit Buprenorphin (mit oder ohne Naloxon) kann zu einem Serotoninsyndrom führen, einem möglicherweise lebensbedrohlichen Zustand
- falls die gleichzeitige Behandlung mit Buprenorphin (mit oder ohne Naloxon) klinisch erforderlich ist, sollte der Patient engmaschig überwacht werden, insbesondere zu Beginn der Behandlung und bei Dosissteigerungen
- Symptome des Serotoninsymptomes können einschließen
- Änderungen der geistigen Verfassung
- autonome Instabilität
- neuromuskuläre Veränderungen
- gastrointestinale Beschwerden einschließen
- falls ein Serotoninsyndrom vermutet wird
- sollte, je nach Schwere der Symptome, eine Dosisreduktion oder ein Abbruch der Behandlung erwogen werden
- Patienten mit schizophrenen oder schizoaffektiven Psychosen
- Exazerbation schizophrener Symptome bei der Behandlung von Patienten mit schizophrenen oder schizoaffektiven Psychosen möglich
- Behandlung mit Langzeitneuroleptika sollte bei diesen Patienten nach Möglichkeit beibehalten werden
- diätetische Einschränkungen, Interaktion mit Tyramin
- im Allgemeinen sind während der Behandlung mit Moclobemid keine besonderen diätetischen Einschränkungen erforderlich
- in pharmakologischen Studien hat Moclobemid nur ein geringfügiges Potenzial für Interaktionen mit Tyramin erkennen lassen
- im Gegensatz zur Therapie mit irreversiblen Monoaminooxidasehemmern sind unter Moclobemid auftretende Interaktionen mit tyraminreichen Nahrungsmitteln unter normalen Bedingungen und bei Einnahme des Präparates nach den Mahlzeiten klinisch ohne Bedeutung
- jedoch vorsorglich geraten, da einige Patienten eine Überempfindlichkeit auf Tyramin aufweisen könnten, allen Patienten raten auf die Einnahme größerer Mengen besonders tyraminreicher Nahrungsmittel (z.B. alter, sehr reifer Käse) zu verzichten
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei prädisponierten Patienten können Überempfindlichkeitsreaktionen mit Symptomen wie Hautausschlag, Ödemen oder Dyspnoe auftreten
- Patienten mit Thyreotoxikose oder Phäochromozytom
- theoretische pharmakologische Überlegungen lassen vermuten, dass MAO-Hemmer bei Patienten mit Thyreotoxikose oder Phäochromozytom hypertensive Reaktionen auslösen können
- Vorsicht bei der Anwendung bei diesen Patienten, da mit Moclobemid diesbezüglich bisher keine Erfahrungen vorliegen
- Wechselwirkungen
- sympathomimetische Stoffe wie Ephedrin, Pseudoephedrin und Phenylpropanolamin (in vielen Arzneimitteln gegen Husten enthalten)
- Patienten darauf hinweisen, gleichzeitige Anwendung zu meiden
- gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
- mit Dextromethorphan (z.B. in Arzneimittel zur Behandlung von Erkältungskrankheiten enthalten)
- Clomipramin
- gleichzeitige Gabe von Moclobemid und Clomipramin sollte wegen des erhöhten Risikos schwerer Nebenwirkungen vermieden werden
- gleichzeitige Anwendung mit Vorsicht bei
- Arzneimitteln, die serotonerg wirken / Wirkstoffe, die die Wirkung von Serotonin potenzieren
- z.B. viele andere Antidepressiva, hauptsächlich in Kombinationspräparaten
- trifft insbesondere für trizyklische Antidepressiva (z.B. Clomipramin), selektive Serotonin (5-HT)-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), andere Antidepressiva oder Amphetamine zu
- zwischen der Therapie mit SSRI und Moclobemid ist eine Auswaschphase notwendig
- pflanzlichen Präparaten, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten
- da es zu einem Anstieg der Serotoninkonzentration kommen kann
- Arzneimitteln, die serotonerg wirken / Wirkstoffe, die die Wirkung von Serotonin potenzieren
- sympathomimetische Stoffe wie Ephedrin, Pseudoephedrin und Phenylpropanolamin (in vielen Arzneimitteln gegen Husten enthalten)
- Hypertonie
- Patienten mit Hypertonie sollen während der Behandlung mit Moclobemid engmaschig überwacht werden
- chirurgische Eingriffe
- Patienten sollten informiert werden, dass sie vor chirurgischen Eingriffen den Anästhesisten auf die Einnahme von Moclobemid hinweisen sollten
- angeborenes langes QT-Syndrom
- Vorsicht bei Patienten mit einem angeborenen langen QT-Syndrom oder mit Herzerkrankungen in der Vorgeschichte (einschließlich Leitungsstörungen, Arrhythmien)
- gleichzeitige Gabe QT-verlängernder Arzneimittel sollte vermieden werden