Mono Embolex 8000 I.E.Therapie Sicherheitsspritze
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 97,88 € |
| – | 28 ST | 260,75 € |
| NotApplicable | 50 ST | – |
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Indikation
- Therapie tiefer Venenthrombosen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Fertigspritze mit 0,8 ml Injektionslösung enthält 8.000 I.E. anti-Xa Certoparin-Natrium (bezogen auf niedermolekulares Heparin zur Wertbestimmung BRS)
- Therapie tiefer Venenthrombosen
- Hinweis
- verschiedene niedermolekulare Heparine sind nicht notwendigerweise gleichwertig; jeweils die spezifische Dosierungsanleitung und die Hinweise für die Anwendung beachten
- 1 Fertigspritze (8.000 I.E. anti-Xa) 2mal / Tag
- Applikationsintervall: 1mal / 12 Stunden
- 7. bis 10. Behandlungstag: überlappender Behandlungsbeginn mit oralen Antikoagulanzien (Vitamin K-Antagonisten)
- Behandlungsdauer
- ca. 10 - 14 Tage
- Behandlung so lange fortsetzen bis ein INR-Wert von 2 - 3 an mind. 2 aufeinander folgenden Tagen erreicht ist
- Hinweis
Dosisanpassung
- Kinder
- keine klinischen Erfahrungen vorliegend
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht bis mäßig: Anwendung nur mit Vorsicht (erhöhte Blutungsneigung beobachtet)
- schwer
- Anwendung unter besonderer Vorsicht
- Patienten engmaschig auf klin. Anzeichen und/oder Laborwerte, die auf Blutungen hindeuten (z.B. Abnahme der Hämoglobinwerte) überwachen
- individuelle Dosisanpassung auf der Basis von anti-Xa-Bestimmungen (ab 2. Behandlungstag)
- Nieren- und Harnleitersteine
- Anwendung nur unter erhöhter Vorsicht
- eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung mit besonderer Vorsicht (nur begrenzte klin. Erfahrungen vorliegend)
- schwer
- Anwendung kontraindiziert
- Patienten < 60 kg KG
- nur wenige Daten vorliegend
- besonders sorgfältig überwachen (erhöhtes Blutungsrisiko beobachtet)
Kontraindikationen
Certoparin, Natriumsalz - invasiv
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Certoparin-Natrium und/oder Heparin
- aktuelle oder aus der Anamnese bekannter allergisch bedingter Thrombozytopenie Typ II auf Heparin
- blutendes MagenMagen-Darm-Ulzera oder florides Magengeschwür innerhalb der letzten vier Wochen
- kürzlich zurückliegende oder aktive Blutungsprozesse z.B.
- gastrointestinale Blutung
- makroskopisch sichtbarer Urogenitalblutung
- sonstige abnormaler Blutung
- hämorrhagischer Diathese
- angeborene Hämostasedefekte
- Mangel an Gerinnungsfaktoren
- schwere Thrombozytopenie
- akutem, weniger als 6 Monate zurückliegendem oder Verdacht auf hämorrhagischen Schlaganfall, anderen intrakraniellen Blutungen oder bei Patienten mit chirurgischer Indikation
- bei Patienten mit Schlaganfall muss vor der Behandlung mit Certoparin-Natrium ein hämorrhagischer Schlaganfall mit einer geeigneten Methode (z. B. mittels Computertomographie) ausgeschlossen werden
- akuten oder anamnestisch bekannten intrakraniellen Erkrankungen, z. B.
- zerebrales Aneurysma
- klinisch relevante Gerinnungsstörungen mit bekannter Blutungsneigung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung oder in der Vergangenheit bzw. bei einem klinischen Zustand, der während der vorgesehenen Behandlung ein erhöhtes Blutungsrisiko erwarten lässt z.B.
- Mangel an Gerinnungsfaktoren
- Verbrauchskoagulopathie
- schwere Thrombozytopenie
- kürzlich zurückliegende (z.B. innerhalb der letzten 14 Tage vor der Behandlung) Verletzungen oder Operationen am Zentralnervensystem
- Patienten mit Schlaganfall, bei denen eine Thrombolysebehandlung vorgesehen ist
- gleichzeitige Durchführung einer
- Spinalanästhesie
- Periduralanästhesie
- Epiduralanästhesie (Frauen während der Wehen)
- Lumbalpunktion
- vaskuläre Retinopathien, Glaskörperblutungen oder andere intraokularen Blutungen
- Verletzungen oder operative Eingriffe am Zentralnervensystem sowie am Auge oder Ohr
- Patienten mit Schlaganfall, bei denen eine Thrombolysebehandlung vorgesehen ist
- nach Operationen mit fortbestehendem hohem Blutungsrisiko
- Endokarditis
- unkontrollierbare schwerer Hypertonie
- schwere Beeinträchtigung der Leberfunktion
- Abortus imminens
- Abort
Nebenwirkungen
Certoparin, Natriumsalz - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dosisabhängig offene oder okkulte Blutungskomplikationen an verschiedenen Körperstellen (insbesondere an Haut, Schleimhäuten, Wunden sowie im Bereich des Gastrointestinal- und Urogenitaltraktes)
- Ursache dieser Blutungen sollte untersucht und eine entsprechende Behandlung eingeleitet werden
- gelegentlich traten schwere Blutungen (0,8 % im Vergleich zu 2,1 % unter unfraktioniertem Heparin), einschließlich retroperitonealer oder Muskelblutungen auf
- subkutane Hämatome an der Injektionsstelle
- Dosisabhängig offene oder okkulte Blutungskomplikationen an verschiedenen Körperstellen (insbesondere an Haut, Schleimhäuten, Wunden sowie im Bereich des Gastrointestinal- und Urogenitaltraktes)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- leichte vorübergehende Thrombozytopenie (Typ I) zu Beginn der Behandlung mit Heparin mit Thrombozytenwerten zwischen 100.000/µl und 150.000/µl (verursacht durch vorübergehende Thrombozytenaktivierung)
- Komplikationen kommen in diesen Fällen im Allgemeinen nicht vor
- Behandlung kann daher fortgeführt werden
- bei Patienten mit Schlaganfall können parenchymale zerebrale Blutungen auftreten
- leichte vorübergehende Thrombozytopenie (Typ I) zu Beginn der Behandlung mit Heparin mit Thrombozytenwerten zwischen 100.000/µl und 150.000/µl (verursacht durch vorübergehende Thrombozytenaktivierung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Antikörper-vermittelte schwere Thrombozytopenien (Typ II) mit Thrombozytenwerten deutlich unter 100.000/µl oder einem schnellen Abfall auf wenigerals 50% des Ausgangswertes
- bei nicht Sensibilisierten beginnt der Thrombozytenabfall in der Regel 6 - 14 Tage nach Behandlungsbeginn
- bei Sensibilisierten unter Umständen innerhalb von Stunden
- diese schwere Form der Thrombozytopenie kann verbunden sein mit arteriellen und venösen Thrombosen / Thromboembolien
- Verbrauchskoagulopathie
- evtl. Hautnekrosen an der Injektionsstelle
- Petechien
- Purpura
- Meläna
- dabei kann die blutgerinnungshemmende Wirkung des Heparins vermindert sein (Heparin-Toleranz)
- in solchen Fällen ist Certoparin sofort abzusetzen
- Patient muss darüber informiert werden, dass bei ihm auch in Zukunft keine Heparin-haltigen Arzneimittel mehr angewendet werden dürfen
- Antikörper-vermittelte schwere Thrombozytopenien (Typ II) mit Thrombozytenwerten deutlich unter 100.000/µl oder einem schnellen Abfall auf wenigerals 50% des Ausgangswertes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen, an der Einstichstelle oder am ganzen Körper auftretend, mit Symptomen wie z. B
- Pruritus
- Erythem
- Urtikaria
- angioneurotisches Ödem
- Schwellungen
- Juckreiz
- Ausschlag
- allergisches Exanthem
- Übelkeit
- Erbrechen
- Temperaturanstieg
- Kopfschmerzen
- Blutdruckabfall
- allergische Reaktionen, an der Einstichstelle oder am ganzen Körper auftretend, mit Symptomen wie z. B
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktionen mit
- exanthemischen Hautveränderungen
- Dyspnoe
- Bronchospasmus
- Blutdruckabfall
- bis hin zum Schock
- anaphylaktische Reaktionen mit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg der Serum-Kalium-Konzentration
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefässerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bluthochdruck
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anstieg der Transaminasen auf mehr als das 2fache des oberen Normalbereichs und häufig über das 3fache
- dieser Anstieg der Leberenzyme ist zumeist nach Absetzen der Behandlung reversibel und klinisch nicht bedeutsam
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erythem
- Irritationen an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautjucken
- Petechien
- leichte Blutungen an der Injektionsstelle
- Hautnekrosen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Alopezie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erythem
- Irritationen an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- leichte Blutungen an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- wie durch unfraktioniertes Heparin können durch Certoparin folgende klinisch-chemische Untersuchungsergebnisse verfälscht werden
- Vortäuschung niedriger Cholesterinwerte im Serum
- falsch hohe T3 - und T4-Werte bei nicht nüchternen Patienten
- falsch hohe Blutzuckerwerte (erhöht um bis zu 30mg%)
- Verfälschung des Ergebnisses des Bromsulphthalein-Testes
- wie durch unfraktioniertes Heparin können durch Certoparin folgende klinisch-chemische Untersuchungsergebnisse verfälscht werden
Hinweise
- Nebenwirkungen wie bei einer Behandlung mit unfraktioniertem Heparin, sind in Einzelfällen möglich, wie
- Azidose
- Osteoporose
- Priapismus
- Hypotonie
- Bradykardie
- Anstiege der Serum-Kalium-Konzentration sind möglich
- bei nicht-chirurgischen Patienten mit eingeschränkter Mobilität traten darüber hinaus häufig folgende Symptome auf
- Verstopfung
- Schlaflosigkeit
- Hypokaliämie
- Übelkeit
- diese Erscheinungen traten gleichermaßen unter unfraktioniertem Heparin auf und entsprechen dem Erscheinungsbild der untersuchten älteren, immobilisierten Patienten
Anwendungshinweise
- Injektionslösung zur subkutanen Anwendung
- s.c. Injektion in die Bauchfalte, bei Bedarf auch in andere Stellen (z.B. Außenseite des Oberschenkels)
- darf nicht i.m. verabreicht werden
- Handhabung der Fertigspritze
- eine evtl. vorhandene kleine Luftblase braucht nach dem Abnehmen der Nadelschutzkappe nicht entfernt zu werden
- Entfernen eines an der Injektionsnadel haftenden Tropfens vor Injektion durch Abschütteln (Nachlaufen von Injektionslösung in den Stichkanal kann zu oberflächigem Bluterguss bzw. in seltenen Fällen zu lokaler allergischer Reizung führen)
- zur Injektion eine Hautfalte zwischen Nabel und Beckenkamm (Crista iliaca) anheben (nicht pressen) und Nadel senkrecht und vollständig einstechen ohne zu aspirieren
- Hautfalte während der s.c. Injektion nicht lockern
- automatisches Sicherheitssystem soll verhindern, dass es nach der Injektion unbeabsichtigt zu Verletzungen kommt (wird am Ende der Injektion automatisch ausgelöst, sobald der Inhalt der Spritze vollständig injiziert wurde; Spritze und Nadel werden dann selbsttätig in das Innere des Sicherheitssystems zurückgezogen)
Stillzeithinweise
Certoparin, Natriumsalz - invasiv
- das mögliche Risiko für den Säugling muss individuell abgeschätzt und ins Verhältnis gesetzt werden zum Nutzen für die stillende Mutter, die Certoparin-Natrium erhält
- keine ausreichenden Untersuchungen zur Frage eines eventuellen Überganges von niedermolekularen Heparinen in die Muttermilch
- gerinnungshemmender Effekt auf den Säugling unwahrscheinlich
Schwangerschaftshinweise
Certoparin, Natriumsalz - invasiv
- in der Schwangerschaft sollte Certoparin daher nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter durch die Behandlung das mögliche Risiko für denFoetus aufwiegt
- unter der Geburt ist die epidurale Anästhesie bei Schwangeren, die mit gerinnungshemmenden Medikamenten behandelt werden, kontraindiziert
- kontraindiziert ist ebenfalls die Anwendung bei Abortus imminens
- für Certoparin liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor
- Untersuchungen im 2. und 3. Schwangerschaftstrimenon geben keinen Anhalt für eine Plazentapassage von niedermolekularem Heparin
- tierexperimentelle Studien
- mit anderen niedermolekularen Heparinen lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
Warnhinweise
Certoparin, Natriumsalz - invasiv
- Certoparin-Natrium darf nicht intramuskulär injiziert werden
- nur unter erhöhter Vorsicht anwenden bei
- Thrombozytopenie oder Störungen der Thrombozytenfunktion
- Störungen der Leber- oder Pankreasfunktion
- es liegen nur begrenzte klinische Daten an Patienten vor
- Certoparin-Natrium sollte daher mit besonderer Vorsicht angewendet werden
- Certoparin-Natrium ist für Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung kontraindiziert
- peptischen Ulzera in der Vorgeschichte
- Verdacht auf ein intrakranielles Tumorleiden mit Blutungsneigung
- Nieren- und Harnleitersteinen
- gleichzeitiger Behandlung mit
- oralen Antikoagulanzien, Plättchenaggregationshemmern (z.B. ASS, Ticlopidin,Clopidogrel)
- nicht-steroidalen Antirheumatika (z. B. ASS)
- da für Patienten unter begleitender Behandlung mit NSAID oder Plättchenaggregationshemmern ein erhöhtes Blutungsrisiko beobachtet wurde
- gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die den Kalium-Spiegel im Serum erhöhen
- Serum-Kalium-Spiegel sollten bei Risikopatienten (z. B. aufgrund von Diabetes mellitus, Einschränkung der Nierenfunktion oder Anwendung vonArzneimitteln, die den Serum-Kalium-Spiegel erhöhen) während der Gabe von Certoparin-Natrium kontrolliert werden
- leichter bis schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)
- es ist sorgfältig auf Anzeichen von Blutungen im klinischen Bild und/oder bei den Laborwerten (z. B. Abfall von Hämoglobin) zu achten
- es wird empfohlen, die Dosis individuell auf der Basis von anti-Xa-Bestimmungen (ab dem zweiten Tag der Behandlung) anzupassen
- während der Therapie mit Certoparin sollten die anti-Xa-Spitzenspiegel im Bereich von 0,4 bis 1,1 IE anti-Xa/ml liegen
- vor der Behandlung mit Certoparin-Natrium
- muss jegliche vorbestehende abnorme Blutgerinnungsneigung abgeklärt werden
- alle Anzeichen einer Blutung während der Behandlung mit dem Arzneimittel müssen engmaschig kontrolliert werden, um die nötigen Maßnahmen ergreifenzu können
- wegen der Gefahr von Blutungskomplikationen, die zu neurologischen Ausfallserscheinungen und Paraplegie führen können
- Anwendung bei Patienten mit Lumbalpunktion, Spinal- oder Epiduralanästhesie
- nur unter Vorsicht und nach sorgfältiger individueller Nutzen-Risiko-Abwägung, ausschließlich in der zur peri- und postoperativen Prophylaxe empfohlenen Dosierung anwenden
- zwischen der Injektion von Certoparin-Natrium und der Neuanlage bzw. dem Entfernen eines Spinal- und Epiduralkatheters sollte ein Zeitintervall von 10 - 12 Stunden nicht unterschritten werden
- Risiko eines spinalen / epiduralen Hämatoms wird erhöht durch die Verwendung von Verweilkathetern, traumatische oder wiederholte Punktion sowie bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die die Blutgerinnung beeinflussen, wie z. B.
- nicht steroidale Antirheumatika
- Thrombozytenaggregationshemmer
- andere Antikoagulanzien
- Patienten sind nach Anwendung eines rückenmarksnahen Anästhesieverfahrens sorgfältig neurologisch zu überwachen, wobei insbesondere auf persistierende sensorische oder motorische Ausfälle zu achten ist
- Anwendung bei Patienten mit Lumbalpunktion, Spinal- oder Epiduralanästhesie
- da für Patienten unter 60 kg Körpergewicht nur wenige Daten vorliegen und zudem ein erhöhtes Blutungsrisiko beobachtet wurde
- sollten diese Patienten besonders sorgfältig überwacht werden
- wegen der Gefahr von Blutungskomplikationen, die zu neurologischen Ausfallserscheinungen und Paraplegie führen können
- Patienten mit einem erhöhten Risiko für rezidivierende thromboembolische Ereignisse
- sorgfältig im Hinblick auf Rezidiv-Ereignisse und Blutungen überwachen
- mit Risikofaktoren wie z. B.
- vorherige Thrombose
- Lungenembolie
- neoplastische Erkrankung
- liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen vor
- mit Risikofaktoren wie z. B.
- sorgfältig im Hinblick auf Rezidiv-Ereignisse und Blutungen überwachen
- Schlaganfall
- zur Primärprophylaxe beim Schlaganfall liegen keine Erfahrungen bei Patienten mit einem Körpergewicht (KG) < 55 kg vor
- Hämodiafiltration/Hämofiltration
- es liegen nur geringe Erfahrungen beim Einsatz von Certoparin-Natrium bei Hämodiafiltration und bei der Verwendung von Low-Flux-Membranen vor
- es liegen keine Erfahrungen beim Einsatz von Certoparin-Natrium bei Hämofiltration vor
- Thrombozytopenie
- wegen der Gefahr einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie soll die Thrombozytenzahl während der Behandlung mit Certoparin-Natrium regelmäßig kontrolliert werden
- Kontrollen der Thrombozytenzahlen werden empfohlen
- vor Beginn der Certoparin-Gabe
- am 1. Tag nach Beginn der Certoparin-Gabe
- anschließend während der ersten 3 Wochen regelmäßig alle 3 - 4 Tage
- am Ende der Certoparin-Gabe