Monuril 3000 Granulat

EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Fosfomycin →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1X8 G 19,18 €

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Fachinformationen

Indikation

  • akute, unkomplizierte Zystitis durch Fosfomycin-empfindliche Erreger bei Frauen und weiblichen Jugendlichen
  • Hinweis
    • offizielle Leitlinien für die angemessene Verwendung antibakterieller Arzneimittel berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Beutel mit 8 g Granulat enthält 5,631 g Fosfomycin-Trometamol (3 g Fosfomycin).

  • Behandlung der akuten, unkomplizierten Zystitis
    • Frauen und weibliche Jugendliche (> 12 Jahre)
      • 1 Beutel Granulat (entsprechend 3 g Fosfomycin) als Einmalgabe

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • Patienten mit Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.): Anwendung nicht empfohlen
  • Kinder und Jugendliche (< 12 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • Anwendung nicht empfohlen

Kontraindikationen

Fosfomycin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Fosfomycin

Therapiehinweise

Einnahme zur Nacht.

Nebenwirkungen

Fosfomycin - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Vulvovaginitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leukopenie
      • Thrombozytose
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock
      • Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Parästhesie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Optische Neuritis
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tachykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Asthma
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Dyspepsie
      • Bauchschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Antibiotika-assoziierte Colitis
  • Erkrankungen der Leber und Gallenblase
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Transaminasenerhöhung
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
      • Pruritus
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angiödem
      • toxischer Hautausschlag
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie

Anwendungshinweise

  • Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
  • Einnahme auf leeren Magen: ca. 2 - 3 Stunden vor oder 2 - 3 Stunden nach einer Mahlzeit
  • vorzugsweise vor dem Zubettgehen und nach Entleeren der Harnblase einnehmen
  • Dosis aufgelöst in einem Glas Wasser und sofort nach der Zubereitung einnehmen

Stillzeithinweise

Fosfomycin - peroral
  • wenn es eindeutig notwendig ist, kann eine Einzeldosis orales Fosfomycin während der Stillzeit angewendet werden
  • Fosfomycin geht in geringen Mengen in die menschliche Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Fosfomycin - peroral
  • Fosfomycin sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies eindeutig notwendig ist
  • 1. Trimenon
    • über die Sicherheit der Fosfomycin-Behandlung im 1. Trimenon nur begrenzte Daten (n = 152) vorliegend
    • diese Daten liefern bisher kein Sicherheitssignal für die Teratogenität
  • Fosfomycin passiert die Plazenta
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • keine Daten beim Menschen vorliegend
    • bei männlichen und weiblichen Ratten beeinträchtigte die orale Anwendung von Fosfomycin bis zu 1000 mg / kg KG / Tag die Fertilität nicht

Warnhinweise

Fosfomycin - peroral
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • schwere und gelegentlich auch letale Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock, können während der Behandlung mit Fosfomycin auftreten
    • treten solche Reaktionen auf, muss die Behandlung mit Fosfomycin sofort abgebrochen und angemessene Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden
  • Clostridioides difficile-assoziierte Diarrhö
    • Clostridioides difficile-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis bei Fosfomycin berichtet
      • können in ihrer Schwere von leicht bis lebensbedrohlich reichen
    • wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, die während oder nach der Anwendung von Fosfomycin an Diarrhö leiden
    • Abbruch der Therapie mit Fosfomycin und die Anwendung einer spezifischen Behandlung für Clostridioides difficile sollte erwogen werden
      • Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, dürfen nicht gegeben werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern unter 12 Jahren nicht erwiesen
    • Fosfomycin sollte in dieser Patientengruppe nicht angewendet werden
  • Persistierende Infektionen
    • bei persistierenden Infektionen gründliche Untersuchung und Neubewertung der Diagnose empfohlen, da dies oft auf komplizierte Harnwegsinfektionen oder die Prävalenz resistenter Erreger (z.B. Staphylococcus saprophyticus) zurückzuführen ist
  • männliche Patienten
    • im Allgemeinen sind Harnwegsinfektionen bei männlichen Patienten als komplizierte Harnwegsinfektionen anzusehen, für die dieses Arzneimittel nicht indiziert ist