Mounjaro 10mg/Dosis KwikPen Injektionslösung

LILLY DEUTSCHLAND GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Tirzepatid →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
1 ST 383,03 €
3 ST 1126,44 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Typ-2-Diabetes mellitus
    • Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes mellitus als Ergänzung zu Diät und Bewegung
      • als Monotherapie, wenn die Einnahme von Metformin wegen Unverträglichkeiten oder Kontraindikationen nicht angezeigt ist
      • zusätzlich zu anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes mellitus
    • Hinweis: Studienergebnisse hinsichtlich Kombinationen, Auswirkungen auf die glykämische Kontrolle, sowie auf die untersuchten Populationen, s. Fachinformation
    • weitere Informationen vor der Verabreichung siehe Fachinformation
  • Gewichtsmanagement
    • Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Diät und erhöhter körperlicher Aktivität zum Gewichtsmanagement, einschl. Gewichtsabnahme und Gewichtserhaltung, bei Erwachsenen mit einem Ausgangs-Body-Mass-Index (BMI) von
      • >/= 30 kg / m² (Adipositas) oder
      • >/= 27 kg /m² bis < 30 kg / m² (Übergewicht) bei Vorliegen mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung (z. B. Hypertonie, Dyslipidämie, obstruktive Schlafapnoe, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes mellitus)

Dosierung

Basiseinheit: jede Fertigspritze enthält 10 mg Tirzepatid in 0,6 ml Lösung

  • Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend eingestelltem Typ-2-Diabetes mellitus
    • initial: 2,5 mg Tirzepatid 1mal / Woche
    • nach 4 Wochen: Dosiserhöhung auf 5 mg 1mal / Woche
    • bei Bedarf, weitere Dosiserhöhung in 2,5-mg-Schritten, nachdem eine Behandlung mind. 4 Wochen mit der jeweils aktuellen Dosis erfolgt ist
    • empfohlene Erhaltungsdosis: 5, 10 oder 15 mg
    • Höchstdosis: 15 mg 1mal / Woche
    • wenn Tirzepatid zu einer bestehenden Therapie mit Metformin und/oder einem Natrium-Glukose-Co-Transporter-2-Hemmer (SGLT2i) hinzugefügt wird
      • aktuelle Dosis von Metformin und/oder SGLT2i beibehalten
    • wenn Tirzepatid zu einer bestehenden Therapie mit einem Sulfonylharnstoff und/oder Insulin hinzugefügt wird
      • Reduktion der Sulfonylharnstoff- oder Insulindosis in Betracht ziehen, um das Risiko einer Hypoglykämie zu verringern
      • zur Anpassung der Sulfonylharnstoff- und Insulindosis ist eine Blutzuckerselbstkontrolle erforderlich
      • es wird empfohlen, die Insulindosis schrittweise zu reduzieren
    • versäumte Dosis
      • Gabe so schnell wie möglich innerhalb von 4 Tagen nach der versäumten Dosis nachholen
      • wenn mehr als 4 Tage vergangen sind
        • vergessene Dosis überspringen
        • nächste Dosis am regulär geplanten Tag verabreichen
        • in jedem Fall können die Patienten anschließend mit der regelmäßigen, einmal wöchentlichen Gabe fortfahren
    • Änderung des Dosierungsplans
      • der Tag der wöchentlichen Gabe kann bei Bedarf geändert werden, solange der Zeitraum zwischen zwei Dosen mind. 3 Tage beträgt
    • ältere Menschen, Geschlecht, Herkunft, ethnische Zugehörigkeit oder Körpergewicht
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Patienten >/= 85 Jahre: nur sehr begrenzte Daten vorliegend
    • eingeschränkte Nierenfunktion einschließlich terminaler Niereninsuffizienz (ESRD)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Nierenfunktionsstörung und ESRD
        • begrenzte Erfahrungen
        • Anwendung mit Vorsicht
    • eingeschränkte Leberfunktion
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Leberfunktionsstörung
        • begrenzte Erfahrungen
        • Anwendung mit Vorsicht
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht erwiesen (keine Daten)

Kontraindikationen

Tirzepatid - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Tirzepatid

Therapiehinweise

Einschleichend dosieren.

Nebenwirkungen

Tirzepatid - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (manchmal schwerwiegend) einschl.
        • Urtikaria
        • Ekzem
        • Hautausschlag / Dermatitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anaphylaktische Reaktion
      • Angioödem
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypoglykämie bei Anwendung mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin
        • klinisch signifikante Hypoglykämien mit Blutzucker < 3,0 mmol/l (< 54 mg/dl)
        • Nebenwirkung, die nur auf Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) zutrifft
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypoglykämie bei Anwendung mit Metformin und SGLT2-Inhibitoren
        • klinisch signifikante Hypoglykämien mit Blutzucker < 3,0 mmol/l (< 54 mg/dl)
        • Nebenwirkung, die nur auf Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) zutrifft
      • verminderter Appetit
        • Nebenwirkung, die nur auf Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) zutrifft
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypoglykämie bei Anwendung mit Metformin
        • klinisch signifikante Hypoglykämien mit Blutzucker < 3,0 mmol/l (< 54 mg/dl)
        • Nebenwirkung, die nur auf Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) zutrifft
      • Gewichtsverlust
        • Nebenwirkung, die nur auf Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) zutrifft
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
        • Nebenwirkung, die hauptsächlich auf Patienten mit Übergewicht oder Adipositas mit oder ohne T2DM zutrifft
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie
        • Nebenwirkung, die hauptsächlich auf Patienten mit Übergewicht oder Adipositas mit oder ohne T2DM zutrifft
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Übelkeit (Auftreten in der Phase der Dosiseskalation höher und nahm im Laufe der Zeit ab)
      • Diarrhoe (Auftreten in der Phase der Dosiseskalation höher und nahm im Laufe der Zeit ab)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bauchschmerzen
      • Erbrechen (Auftreten in der Phase der Dosiseskalation höher und nahm im Laufe der Zeit ab)
      • Dyspepsie
      • Verstopfung
      • Blähungen
      • Aufstoßen
      • Flatulenz
      • gastroösophageale Refluxkrankheit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Cholelithiasis
      • Cholezystitis
      • akute Pankreatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Haarausfall
        • Nebenwirkung, die hauptsächlich auf Patienten mit Übergewicht oder Adipositas mit oder ohne T2DM zutrifft
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fatigue einschl.
        • Müdigkeit
        • Asthenie
        • Unwohlsein
        • Lethargie
      • Reaktionen an der Injektionsstelle einschl.
        • Erythem
        • Juckreiz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Herzfrequenz einschl.
        • geringfügige mittlere Verlängerungen des PR-Intervalls
      • erhöhte Lipase- und Amylasewerte
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhter Calcitoninwert

Anwendungshinweise

  • subkutane Injektion in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm
  • Dosis kann zu jeder Tageszeit unabhängig von den Mahlzeiten verabreicht werden
  • Injektionsstellen bei jeder Dosis wechseln
  • wenn ein Patient auch Insulin injiziert, sollte er Tirzepatid an einer anderen Injektionsstelle injizieren
  • Patienten anweisen, die Gebrauchsanweisung in der Packungsbeilage sorgfältig zu lesen, bevor sie sich das Arzneimittel verabreichen
  • Patienten und ihre Betreuer sollten vor der Anwendung zur subkutanen Injektionstechnik geschult werden
  • weitere Informationen vor der Verabreichung siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Tirzepatid - invasiv
  • es muss unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau entschieden werden, ob das Stillen beendet oder die Tirzepatid-Therapie abgebrochen / abgesetzt werden soll
  • es ist nicht bekannt, ob Tirzepatid in die Muttermilch übergeht
  • ein Risiko für das Neugeborene / Kleinkind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Tirzepatid - invasiv
  • Tirzepatid wird während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Kontrazeptiva anwenden, nicht empfohlen
  • keine oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Tirzepatid bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Fertilität
    • die Wirkung von Tirzepatid auf die Fertilität beim Menschen ist nicht bekannt
    • tierexperimentelle Studien
      • zeigten keine direkten schädlichen Wirkungen in Bezug auf die Fertilität

Warnhinweise

Tirzepatid - invasiv
  • akute Pankreatitis
    • Tirzepatid wurde bei Patienten mit Pankreatitis in der Anamnese nicht untersucht
      • bei diesen Patienten nur mit Vorsicht anwenden
    • Berichte über akute Pankreatitis bei mit Tirzepatid behandelten Patienten
    • Patienten sollten über die Symptome einer akuten Pankreatitis aufgeklärt werden
    • Verdacht auf Pankreatitis
      • Tirzepatid sollte abgesetzt werden
    • Diagnose einer Pankreatitis bestätigt
      • die Behandlung mit Tirzepatid darf nicht wieder aufgenommen werden
    • wenn keine anderen Anzeichen und Symptome einer akuten Pankreatitis vorliegen, sind Erhöhungen der Pankreasenzyme allein kein Hinweis auf eine akute Pankreatitis
  • Hypoglykämie
    • Patienten, die Tirzepatid in Kombination mit einem Wirkstoff, der die Insulin-Sekretion anregt (z. B. einem Sulfonylharnstoff), oder in Kombination mit Insulin erhalten
      • besteht möglicherweise ein erhöhtes Hypoglykämie-Risiko
      • das Risiko einer Hypoglykämie kann durch eine Dosisreduktion des Wirkstoffes, der die Insulin-Sekretion anregt, oder des Insulins gesenkt werden
  • gastrointestinale Wirkungen
    • Tirzepatid wurde mit gastrointestinalen Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, wie
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Durchfall
    • diese Nebenwirkungen können zu Dehydratation führen, was zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich akutem Nierenversagen, führen kann
    • Dehydratation
      • Patienten, die mit Tirzepatid behandelt werden, sollten auf das potenzielle Risiko einer Dehydratation aufgrund gastrointestinaler Nebenwirkungen hingewiesen werden und Vorkehrungen treffen, um einen Flüssigkeitsmangel und Elektrolytstörungen zu vermeiden
      • dies sollte insbesondere bei älteren Patienten berücksichtigt werden, die anfälliger für solche Komplikationen sein können
  • schwere gastrointestinale Erkrankungen
    • Tirzepatid wurde bei Patienten mit schweren gastrointestinalen Erkrankungen, einschließlich schwerer Gastroparese, nicht untersucht
      • bei diesen Patienten mit Vorsicht anwenden
  • diabetische Retinopathie
    • Tirzepatid wurde bei Patienten mit akut therapiebedürftiger nicht-proliferativer diabetischer Retinopathie, proliferativer diabetischer Retinopathie oder diabetischem Makulaödem nicht untersucht
      • bei diesen Patienten unter angemessener Überwachung mit Vorsicht anwenden