Moxifloxacin Eberth 400 mg/250 ml Infusionslösung

Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Moxifloxacin →

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N2 5 ST 200,17 €

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Fachinformationen

Indikation

  • ambulant erworbene Pneumonie (CAP)
  • komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen (cSSSI)
  • Hinweis:
    • Anwendung nur, wenn andere Antibiotika, die für die initiale Behandlung dieser Infektionen üblicherweise empfohlen werden, für ungeeignet erachtet werden
    • offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 1,6 mg Moxifloxacin (als Hydrochlorid)

  • ambulant erworbene Pneumonie (CAP); komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen (cSSSI)
    • 400 mg 1mal / Tag i.v.
    • intravenös eingeleitete Therapie kann, wenn klinisch indiziert, oral weiterbehandelt werden
    • Behandlungdauer:
      • ambulant erworbene Pneumonie:
        • Gesamtdauer i.v. und oral: 7 - 14 Tage
        • in den meisten Fällen nach 4 Tagen Umstellung auf orale Behandlung
      • komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektionen:
        • Gesamtdauer i.v. und oral: 7 - 21 Tage
        • in den meisten Fällen nach 6 Tagen Umstellung auf orale Behandlung
Dosisanpassung
  • eingeschränkte Nierenfunktion:
    • leicht bis stark eingeschränkte Nierenfunktion oder Dialysepatienten (Hämodialyse oder kontinuierlich ambulante Peritonealdialyse): keine Dosisanpassung erforderlich
  • eingeschränkte Leberfunktion:
    • keine ausreichenden Erfahrungen vorhanden
  • ältere Patienten oder Patienten mit geringem Körpergewicht:
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre:
    • kontraindiziert
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht

Kontraindikationen

Moxifloxacin - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Moxifloxacin oder andere Chinolone
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Patienten unter 18 Jahre
  • Sehnenerkrankungen /-schäden infolge einer Chinolontherapie in der Anamnese
  • angeborene oder dokumentierte erworbene QT-Intervallverlängerungen
  • Störungen des Elektrolythaushaltes, insbesondere bei unkorrigierter Hypokaliämie
  • klinisch relevante Bradykardie
  • klinisch relevante Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion
  • symptomatische Herzrhythmusstörungen in der Vorgeschichte
  • Kombination mit anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlängern
  • eingeschränkte Leberfunktion (Child-Pugh C)
  • Patienten mit einem Transaminasen-Anstieg > 5-fach des oberen Normwertes

Nebenwirkungen

Moxifloxacin - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • durch resistente Bakterien oder Pilze verursachte Superinfektionen z.B. orale und vaginale Candidose
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anämie
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Thrombopenie
      • Thrombozythämie
      • Eosinophilie
      • verlängerte Prothrombinzeit / INR-Anstieg
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Anstieg des Prothrombinspiegels / INR-Abfall
      • Agranulozytose
      • Panzytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Reaktionen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anaphylaxie inkl. lebensbedrohlichem Schock (sehr selten)
      • allergisches Ödem / Angioödem (inkl. Larynxödem, möglicherweise lebensbedrohlich)
  • Endokrine Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Syndrom der inadäquaten Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperlipidämie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hyperglykämie
      • Hyperurikämie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypoglykämie
      • Hypoglykämisches Koma
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angstzustände
      • psychomotorische Hyperaktivität
      • Agitiertheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • emotionale Labilität
      • Depression (in sehr seltenen Fällen möglicherweise bis hin zur Selbstgefährdung, wie z. B. Suizidgedanken oder Suizidversuche)
      • Halluzination
      • Delirium
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Depersonalisation
      • psychotische Reaktionen (möglicherweise bis hin zur Selbstgefährdung, wie z.B. Suizidgedanken oder Suizidversuche)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Benommenheit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Par- und Dysästhesie
      • Geschmacksstörungen (inkl. Geschmacksverlust in sehr seltenen Fällen)
      • Verwirrtheit und Desorientiertheit
      • Schlafstörungen (überwiegend Insomnie)
      • Zittern
      • Schwindel
      • Schläfrigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypästhesie
      • Geruchsstörungen (inkl. Geruchsverlust)
      • anormale Träume
      • Koordinationsstörungen (inkl. Gangunsicherheit, insb. durch Benommenheit oder Schwindel)
      • Krämpfe inkl. Grandmal-Anfällen
      • gestörte Aufmerksamkeit
      • Sprachstörungen
      • Amnesie
      • Periphere Neuropathie
      • Polyneuropathie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperästhesie
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen inkl. Diplopie und verschwommenem Sehen (insb. im Verlauf von ZNS-Reaktionen)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Photophobie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Vorübergehender Verlust des Sehvermögens (insb. im Verlauf von ZNS-Reaktionen)
      • Uveitis
      • bilaterale akute Transillumination der Iris
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tinnitus
      • Beeinträchtigung des Hörvermögens, einschließlich Taubheit (üblicherweise reversibel)
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • QT-Intervallverlängerung bei Patienten mit gleichzeitig bestehender Hypokaliämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • QT-Intervallverlängerung
      • Palpitationen
      • Tachykardie
      • Vorhofflimmern
      • Angina pectoris
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • ventrikuläre Tachyarrhythmien
      • Synkope (d.h. plötzliche und kurzfristige Bewusstlosigkeit)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • unspezifische Arrhythmien
      • Torsade de pointes
      • Herzstillstand
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Fälle von Regurgitation/Insuffizienz einer der Herzklappen wurden bei Patienten berichtet, die Fluorchinolone erhielten
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vasodilatation
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypertonie
      • Hypotonie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Vaskulitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Fälle von Aortenaneurysma und Aortendissektion, manchmal durch Rupturen kompliziert (einschließlich tödlicher Fälle), wurden bei Patienten berichtet, die Fluorchinolone erhielten
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe (inkl. asthmatischer Zustände)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • gastrointestinale und abdominale Schmerzen
      • Durchfall
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie / verminderter Appetit und verminderte Nahrungsaufnahme
      • Verstopfung
      • Dyspepsie
      • Blähungen
      • Gastritis
      • Amylaseanstieg
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dysphagie
      • Stomatitis
      • Antibiotika-assoziierte Kolitis (inkl. pseudomembranöser Kolitis, in sehr seltenen Fällen mit lebensbedrohlichen Komplikationen)
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Transaminasenanstieg
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leberfunktionsstörung (inkl. LDH-Anstieg)
      • Bilirubinanstieg
      • gamma-GT-Anstieg
      • Anstieg der alkalischen Phosphatase
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ikterus
      • Hepatitis (überwiegend cholestatisch)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • fulminante Hepatitis, möglicherweise bis hin zum lebensbedrohlichen Leberversagen (inkl. Todesfälle)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pruritus
      • Rash
      • Urtikaria
      • Hauttrockenheit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • bullöse Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxisch-epidermale Nekrolyse (möglicherweise lebensbedrohlich)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akute Generalisierte Exanthematische Pustulose (AGEP)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie
      • Myalgie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tendinitis
      • Muskelkrämpfe
      • Muskelzucken
      • Muskelschwäche
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Sehnenruptur
      • Arthritis
      • gesteigerte Muskelspannung
      • Verschlimmerung der Symptome einer Myasthenia gravis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Rhabdomyolyse
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dehydration
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Nierenfunktionsstörung (inkl. Blutharnstoff- und Kreatinin- Anstieg)
      • Nierenversagen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Reaktionen an der Einstichstelle
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allgemeines Unwohlsein (überwiegend Asthenie oder Müdigkeit)
      • Schmerzzustände (inkl. Schmerzen in Rücken, Brust, Becken und Extremitäten)
      • Schwitzen
      • (Thrombo-) Phlebitis an der Einstichstelle
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ödeme
  • Hinweise
    • folgende unerwünschten Wirkungen sind in der Untergruppe der parenteral behandelten Patienten (unabhängig von einer sich anschließenden oralen Behandlung) mit größerer Häufigkeit aufgetreten:
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10:
        • gamma-GT-Anstieg
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Ventrikuläre Tachyarrhythmien
        • Hypotension
        • Ödeme
        • Antibiotika-assoziierte Kolitis (inkl. pseudomembranöser Kolitis, in sehr seltenen Fällen mit lebensbedrohlichen Komplikationen)
        • Krämpfe inkl. Grand-mal-Anfälle
        • Halluzination
        • Nierenfunktionsstörung (inkl. Blutharnstoff- und Kreatinin-Anstieg)
        • Nierenversagen
    • bei der Behandlung mit anderen Fluorchinolonen wurden sehr selten folgende Nebenwirkungen beobachtet, die möglicherweise auch bei einer Anwendung von Moxifloxacin auftreten können:
      • erhöhter intrakranieller Druck (einschließlich Pseudotumor cerebri)
      • Hypernatriämie
      • Hyperkalzämie
      • hämolytische Anämie
      • photosensitive Reaktionen

Anwendungshinweise

  • gleichmäßige intravenöse Infusion über 60 Minuten
  • falls erforderlich, über ein T-Stück zusammen mit kompatiblen Infusionslösungen verabreichen

Stillzeithinweise

Moxifloxacin - invasiv
  • kontraindiziert in der Stillzeit
  • keine Daten für stillende Frauen
  • Präklinische Daten weisen darauf hin, dass geringe Mengen Moxifloxacin in die Milch übergehen
  • tierexperimentelle Studien
    • Fluorchinolone: bekanntes Risiko für Knorpelschäden gewichtstragender Gelenke bei juvenilen Tieren

Schwangerschaftshinweise

Moxifloxacin - invasiv
  • in der Schwangerschaft kontraindiziert
  • keine Erkenntnisse über die Sicherheit der Anwendung während der Schwangerschaft
  • Fluorchinolone: reversible Gelenkschädigungen, die bei Kindern unter Behandlung mit einigen Fluorchinolonen beschrieben wurden
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionstoxizität beobachtet; mögliches Risiko für den Menschen nicht bekannt
    • Fluorchinolone: Risiko für Knorpelschäden gewichtstragender Gelenke bei juvenilen Tieren
  • Fertilität
    • bei Anwendung von Dosen, die mit den in der Klinik vorgeschlagenen Dosen vergleichbar sind, wurden keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet
    • Tierstudien: kein Hinweis auf Beeinträchtigung der Fertilität

Warnhinweise

Moxifloxacin - invasiv
  • Patienten, bei denen in der Vergangenheit schwerwiegende Nebenwirkungen bei der Anwendung von chinolon- oder fluorchinolonhaltigen Arzneimitteln auftraten
    • Anwendung von Moxifloxacin vermeiden
    • die Behandlung dieser Patienten mit Moxifloxacin nur beginnen
      • wenn keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und
      • eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgt ist
    • wenn gleichzeitig andere Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern, angewendet werden
  • leichten Infektionen
    • sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung einer Moxifloxacin-Behandlung, insb. hinsichtlich der im Folgenden genannten Risiken
  • Verlängerung des QTc-Intervalls und möglicherweise mit einer QTc-Verlängerung im Zusammenhang stehende klinische Gegebenheiten
    • bei einigen Patienten Verlängerung des QTc-Intervalls im EKG durch Moxifloxacin
    • Ausmaß der QT-Verlängerung kann mit steigenden Plasmakonzentrationen infolge zu schneller intravenöser Infusion zunehmen
      • Infusionsdauer sollte mind. 60 Min. betragen
      • empfohlene Dosis (400 mg 1mal / Tag) sollte nicht überschritten werden
    • falls unter der Behandlung mit Moxifloxacin Anzeichen oder Symptome einer kardialen Arrhythmie auftreten, sollte Behandlung abgebrochen werden, unabhängig davon, ob ein EKG-Befund vorliegt oder nicht
    • mit Vorsicht anwenden bei
      • Patienten mit Kaliumspiegel-verminderndernder Begleitmedikation
      • Patienten mit Prädisposition zu kardialen Arrhythmien wie z.B. akute Myokardischämie
        • da diese zu einem gesteigerten Risiko ventrikulärer Arrhythmien (einschließlich Torsade de pointes) und Herzstillstand führen können
      • Patienten, die mit Arzneimitteln behandelt werden, welche eine klinisch relevante Bradykardie verursachen können
    • Frauen und ältere Patienten
      • reagieren möglicherweise empfindlicher auf QTc-verlängernde Begleitmedikationen
      • Anwendung mit Vorsicht
  • Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen
    • teilweise schon nach Erstanwendung für Fluorchinolone, einschließlich Moxifloxacin, beobachtet
    • anaphylaktische Reaktionen können sich bis zum lebensbedrohlichen Schock entwickeln, auch bereits nach der Erstanwendung
    • in diesen Fällen Moxifloxacin absetzen und geeignete Behandlung (z.B. Schocktherapie) einleiten
  • schwere Lebererkrankungen
    • Fälle von fulminanter Hepatitis beobachtet
      • möglicherweise bis hin zum Leberversagen (einschließlich Todesfällen)
    • Patienten sollen ärztlichen Rat einholen, bevor sie die Behandlung fortsetzen, wenn sich Anzeichen und Symptome einer fulminanten Lebererkrankung entwickeln, z.B.
      • schnell entwickelnde Asthenie begleitet von Ikterus
      • Dunkelfärbung des Urins
      • Blutungsneigung
      • hepatische Enzephalopathie
    • Leberfunktion sollte bei Anzeichen einer Funktionsstörung überprüft werden
  • schwerwiegende arzneimittelinduzierte / bullöse Hautreaktionen
    • wurden im Zusammenhang mit Moxifloxacin beobachtet, einschließlich
      • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
      • toxisch-epidermaler Nekrolyse (TEN: auch bekannt als Lyell-Syndrom)
      • Akuter Generalisierter Exanthematischer Pustulose (AGEP)
    • können lebensbedrohlich oder tödlich sein
    • Patienten sollten zum Zeitpunkt der Verschreibung auf Anzeichen und Symptome schwerer Hautreaktionen hingewiesen und engmaschig überwacht werden
      • wenn Anzeichen (Haut- und / oder Schleimhautreaktionen) und Symptome auftreten, die diese Reaktionen vermuten lassen,
        • sollte Moxifloxacin sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden
        • sollen Patienten ärztlichen Rat einholen, bevor sie die Behandlung fortsetzen
    • hat der Patient eine schwerwiegende Reaktion wie SJS, TEN oder AGEP bei Anwendung von Moxifloxacin entwickelt, darf eine Behandlung mit Moxifloxacin bei diesem Patienten zu keiner Zeit erneut begonnen werden
  • Patienten, die zu Krampfanfällen neigen
    • Chinolone können Krämpfe auslösen
    • Vorsicht bei Patienten mit
      • ZNS-Erkrankungen
      • Risikofaktoren mit Prädisposition zu Krampfanfällen
      • herabgesetzter Krampfschwelle
    • bei Auftreten von Krampfanfällen
      • Behandlung mit Moxifloxacin abbrechen
      • geeignete Maßnahmen einleiten
  • Anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und potenziell irreversible schwerwiegende Nebenwirkungen
    • in sehr seltenen Fällen Berichte von anhaltenden, die Lebensqualität beeinträchtigenden und potenziell irreversiblen schwerwiegenden Nebenwirkungen bei Patienten, die Chinolone und Fluorchinolone erhielten
      • dauerten über Monate oder Jahre an
      • betrafen verschiedene, manchmal auch mehrere, Körpersysteme
        • Bewegungsapparat
        • Nerven
        • Psyche
        • Sinnesorgane
      • unabhängig vom Alter und bereits bestehenden Risikofaktoren
    • bei den ersten Anzeichen oder Symptomen einer schwerwiegenden Nebenwirkung
      • Moxifloxacin sofort absetzen
      • Patienten anweisen, ihren verschreibenden Arzt zu Rate zu ziehen
  • periphere Neuropathie
    • Berichte über Fälle sensorischer oder sensomotorischer Polyneuropathie bei Patienten, die mit Chinolonen, einschließlich Moxifloxacin, behandelt wurden und folgende Symptome nach sich zogen
      • Parästhesien
      • Hypästhesien
      • Dysästhesien
      • Schwäche
    • Patienten sollte angeraten werden, ihren Arzt zu informieren, wenn Symptome einer Neuropathie auftreten bevor die Behandlung fortgesetzt wird, um der Entwicklung einer potenziell irreversiblen Schädigung vorzubeugen, wie z B.
      • Schmerzen
      • Brennen
      • Kribbeln
      • Taubheitsgefühl
      • Schwäche
  • psychiatrische Reaktionen
    • Psychiatrische Reaktionen können bereits nach der ersten Gabe von Chinolonen, einschließlich Moxifloxacin, auftreten
    • in sehr seltenen Fällen führten Depressionen oder psychotische Reaktionen bis hin zu Selbstmordgedanken und selbstgefährdendem Verhalten wie z.B. Suizidversuchen
    • falls diese Reaktionen auftreten
      • Moxifloxacin absetzen
      • geeignete Maßnahmen einleiten
    • psychotische Patienten oder Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen in der Vorgeschichte
      • Vorsicht bei der Anwendung
  • Antibiotika-assoziierte Diarrhoe einschl. Kolitis
    • Antibiotika-assoziierte Diarrhoe (AAD) und Antibiotika-assoziierte Kolitis (AAC) einschließlich pseudomembranöser Kolitis und Clostridium difficile-assoziierter Diarrhoe im Zusammenhang mit der Anwendung von Breitspektrum-Antibiotika, einschließlich Moxifloxacin, beschrieben
    • können von leichter Diarrhoe bis zur tödlichen Kolitis reichen
    • bei der Diagnose bei Patienten in Betracht ziehen, die während oder nach der Anwendung von Moxifloxacin eine schwere Diarrhoe entwickeln
    • wenn eine AAD oder AAC vermutet oder nachgewiesen ist
      • Abbruch der Antibiotikatherapie, einschließlich Moxifloxacin
      • unverzüglich angemessene Therapiemaßnahmen ergreifen
      • geeignete Maßnahmen zur Infektionskontrolle durchführen, um das Übertragungsrisiko zu mindern
      • Arzneimittel, die die Darmtätigkeit hemmen, sind bei Patienten, die eine schwere Diarrhoe entwickeln, kontraindiziert
  • Patienten mit Myasthenia gravis
    • Moxifloxacin nur mit Vorsicht anwenden, Symptome können sich verschlimmern
  • Tendinitis und Sehnenruptur
    • Tendinitis und Sehnenruptur (insb. der Achilles-Sehne), manchmal beidseitig, können bereits innerhalb von 48 Stunden nach Beginn einer Behandlung mit Chinolonen, einschl. Moxifloxacin, auftreten
      • Berichte über Auftreten bis mehrere Monate nach Absetzen der Behandlung
    • erhöhtes Risiko bei
      • älteren Patienten
      • Patienten mit Nierenfunktionsstörung
      • Patienten nach Transplantation solider Organe
      • gleichzeitiger Gabe von Corticosteroiden
        • gleichzeitige Anwendung von Corticosteroiden daher vermeiden
    • beim ersten Anzeichen einer Tendinitis (z.B. schmerzhafte Schwellung, Entzündung)
      • Einnahme von Moxifloxacin abbrechen
      • betroffene Gliedmaßen ruhigstellen
      • sofort Arzt konsultieren, um geeignete Behandlung (z.B. Immobilisierung) der betroffenen Sehne einzuleiten
    • bei Anzeichen einer Tendinopathie
      • Corticosteroide nicht anwenden
  • Aortenaneurysma und Aortendissektion und Herzklappenregurgitation/-insuffizienz
    • in epidemiologischen Studien wird von einem erhöhten Risiko für Aortenaneurysma und Aortendissektion, insbesondere bei älteren Patienten, und für Aorten- und Mitralklappenregurgitation nach der Anwendung von Fluorchinolonen berichtet
    • Fälle von Aortenaneurysma und Aortendissektion, manchmal durch Rupturen kompliziert (einschließlich tödlicher Fälle), sowie Regurgitation/Insuffizienz einer der Herzklappen wurden bei Patienten berichtet, die Fluorchinolone erhielten
    • Anwendung von Fluorchinolonen nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung und nach Abwägung anderer Therapieoptionen bei Patienten mit
      • positiver Familienanamnese in Bezug auf Aneurysma oder angeborenen Herzklappenfehlern
      • diagnostiziertem Aortenaneurysma
      • diagnostizierter Aortendissektion
      • diagnostiziertem Herzklappenfehler
      • Vorliegen anderer Risikofaktoren oder prädisponierender Bedingungen
        • sowohl für Aortenaneurysma, Aortendissektion und Herzklappenregurgitation/-insuffizienz; z. B.
          • Bindegewebserkrankungen, wie das Marfan-Syndrom oder (vaskuläres) Ehlers-Danlos-Syndrom
          • Turner-Syndrom
          • Morbus Behçet
          • Hypertonie
          • rheumatoide Arthritis
        • oder zusätzlich für Aortenaneurysma und Aortendissektion; z.B.
          • Gefäßerkrankungen wie Takayasu-Arteriitis oder Riesenzellarteriitis oder bekannte Atherosklerose oder Sjögren-Syndrom
        • oder zusätzlich für Herzklappenregurgitation/-insuffizienz; z.B.
          • infektiöse Endokarditis
    • das Risiko von Aortenaneurysmen und Aortendissektionen sowie ihrer Ruptur kann auch bei Patienten erhöht sein, die gleichzeitig mit systemischen Corticosteroiden behandelt werden
    • bei plötzlichen Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen sollten die Patienten angewiesen werden, sofort einen Arzt in der Notaufnahme aufzusuchen
    • Patienten sollten unverzüglich medizinische Hilfe aufsuchen, im Fall von Atemnot, neu auftretendem Herzklopfen oder der Entwicklung von Ödemen am Bauch oder den unteren Extremitäten
  • Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
    • ältere Patienten, die an Nierenfunktionsstörungen leiden und nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen
      • Moxifloxacin mit Vorsicht anwenden
      • Dehydration kann zu einem erhöhten Risiko von Nierenversagen führen
  • Sehstörungen
    • umgehend Augenarzt konsultieren, falls es zu Sehstörungen oder anderen Beeinträchtigungen der Augen kommt
  • Dysglycämie
    • wie bei allen Fluorchinolonen sind Störungen der Blutglucosewerte im Zusammenhang mit Moxifloxacin berichtet worden
      • einschließlich Hypoglycämie und Hyperglycämie
    • Dysglycämie trat vornehmlich bei älteren, mit Moxifloxacin behandelten Patienten auf, die gleichzeitig mit einem oralen Antidiabetikum (z. B. Sulfonylharnstoff) oder mit Insulin behandelt wurden
    • Berichte über Fälle von hypoglycämischem Koma
    • bei diabetischen Patienten wird eine sorgfältige Überwachung der Blutglucosewerte empfohlen
  • Vermeidung von Photosensitivitätsreaktionen
    • Chinolone können Photosensitivitätsreaktionen hervorrufen
    • Moxifloxacin zeigte jedoch in Studien ein geringeres Risiko zur Auslösung von Photosensitivität
    • trotzdem sollte Patienten geraten werden, während der Behandlung UV-Bestrahlung zu vermeiden und sich nicht übermäßigem und / oder starkem Sonnenlicht auszusetzen
  • Patienten mit Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel in der Familienanamnese oder vorliegendem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel
    • können unter Behandlung mit Chinolonen hämolytische Reaktionen entwickeln
    • Moxifloxacin mit Vorsicht anwenden
  • Entzündung des periarteriellen Gewebes
    • Moxifloxacin Infusionslösung ist ausschließlich zur intravenösen Gabe vorgesehen
    • intraarterielle Gabe vermeiden, da präklinische Studien bei dieser Applikationsart Entzündungen des periarteriellen Gewebes gezeigt haben
  • Patienten mit bestimmten cSSSI
    • klinische Wirksamkeit von intravenösem Moxifloxacin nicht erwiesen bei der Behandlung von
      • schweren Verbrennungen
      • Fasziitis
      • Infektionen des diabetischen Fußes mit Osteomyelitis
  • Beeinträchtigung mikrobiologischer Tests
    • Behandlung mit Moxifloxacin kann durch Hemmung des Wachstums von Mykobakterien zu falsch negativen Kulturergebnissen für Mycobacterium spp. in Proben von Patienten, die gerade Moxifloxacin erhalten, führen
  • MRSA-Infektionen
    • keine Empfehlung von Moxifloxacin für die Behandlung von MRSA-Infektionen
    • wenn vermutet oder nachgewiesen ist, dass eine Infektion durch MRSA verursacht wird, sollte die Behandlung mit einem geeigneten Antibiotikum begonnen werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren kontraindiziert
    • negative Effekte von Moxifloxacin auf den Knorpel von juvenilen Tieren