Multihance 0.5 mmol/ml
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 1X10 ML | 250,66 € |
| NotApplicable | 1X15 ML | 370,78 € |
| NotApplicable | 1X20 ML | 489,67 € |
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Indikation
- paramagnetisches Kontrastmittel für diagnostische Magnetresonanztomographie (MRT) der Leber bei Erwachsenen und Kindern (>/= 2 Jahre)
- Anwendung nur, wenn notwendige diagnostische Information mittels MRT ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden kann und Bildgebung der Spätphase erforderlich ist
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 334 mg (0,5 M) Gadobensäure als Dimegluminsalz [529 mg Gadobenat Dimeglumin = 334 mg Gadobensäure + 195 mg Meglumin]
- paramagnetisches Kontrastmittel für diagnostische Magnetresonanztomographie (MRT) der Leber bei Erwachsenen und Kindern (>/= 2 Jahre)
- empfohlene Dosis
- 0,05 mmol / kg KG (0,1 ml / kg der 0,5 M Lösung)
- gerinstmögliche Dosis verwenden, mit welcher eine für diagnostische Zwecke ausreichende Kontrastverstärkung erzielt wird
- Berechnung der Dosis in Abhängigkeit vom Körpergewicht des Patienten
- empfohlene Dosis pro kg KG sollte nicht überschritten werden
- eingeschränkte Nierenfunktion
- schwere Einschränkung der Nierenfunktion (GFR < 30 ml / min / 1,73 m2) und Patienten in der perioperativen Phase einer Lebertransplantation
- Anwendung vermeiden, es sei denn, diagnostische Information ist notwendig und kann mit MRT ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden
- falls Anwendung nicht zu vermeiden ist
- max. 0,05 mmol / kg KG
- während eines Scans max. 1 Dosis anwenden
- wiederholte Anwendung nicht empfohlen (keine Informationen), ausser Abstand zwischen den Injektionen mind. 7 Tage
- schwere Einschränkung der Nierenfunktion (GFR < 30 ml / min / 1,73 m2) und Patienten in der perioperativen Phase einer Lebertransplantation
- eingeschränkte Leberfunktion
- Dosisanpassung nicht erforderlich (da nur geringer Einfluss auf Pharmakokinetik)
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Vorsicht geboten
- Kinder und Jugendliche
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- Kinder < 2 Jahre: Anwendung nicht empfohlen
- empfohlene Dosis
Kontraindikationen
Gadobensäure - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Gadobensäure
- aufgrund möglicher Freisetzung kleiner Mengen Benzylalkohol (< 0,2%) während Lagerung
- Überempfindlichkeit gegen Benzylalkohol
Nebenwirkungen
Gadobensäure - invasiv
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Vasodilatation
- Übelkeit
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- v.a. bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Leberfunktion oder vorbestehender Stoffwechselerkrankung, meistens nicht schwerwiegend, vorübergehend und mit spontaner Rückbildung ohne bleibende Wirkungen
- Laborwertveränderungen, wie
- hypochrome Anämie
- Leukozytose
- Leukopenie
- Basophilie
- Hypoproteinämie
- Hypokalzämie
- Hyperkaliämie
- Hyperglykämie
- Hypoglykämie
- Albuminurie
- Glykosurie
- Hämaturie
- Hyperlipidämie
- Hyperbilirubinämie
- erhöhte Serumeisenspiegel
- Anstieg Serumtransaminasen
- Anstieg aP
- Anstieg Milchsäuredehydrogenase
- Anstieg S.-Krea.
- Laborwertveränderungen, wie
- Nasopharyngitis
- Parästhesien
- Schwindel
- Ohnmacht
- Geruchstäuschung (Parosmie)
- Tachykardie
- Vorhofflimmern
- AV-Block I. Grades
- ventrikuläre Extrasystolen
- Bradykardie
- Hypertonie
- Hypotonie
- Rhinitis
- Mundtrockenheit
- Geschmacksstörung
- Durchfall
- Erbrechen
- Dyspepsie
- Salivation
- Bauchschmerzen
- Juckreiz
- Ausschlag
- Gesichtsödem
- Urtikaria
- Schwitzen
- Rückenschmerzen
- Muskelrheumatismus
- Asthenie
- Fieber
- Schüttelfrost
- Brustschmerz
- Schmerzen
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Bluterguss an der Injektionsstelle
- bei Untersuchungen: veränderte Laborwerte
- verändertes EKG
- verlängerte QT-Strecke
- v.a. bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Leberfunktion oder vorbestehender Stoffwechselerkrankung, meistens nicht schwerwiegend, vorübergehend und mit spontaner Rückbildung ohne bleibende Wirkungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich
- anaphylaktischer Schock
- anaphylaktoide Reaktionen
- angioneurotisches Ödem
- Kehlkopfkrämpfen
- Hautausschlag
- Tremor
- Konjunktivitis
- Tinnitus
- Arrhythmie
- Myokardischämie
- EKG-Veränderung (verlängertes PR-Intervall)
- Dyspnoe (nicht näher spezifiziert)
- Laryngospasmus
- pfeifendes Atmen
- Stauungslunge
- Verstopfung
- Stuhlinkontinenz
- Harninkontinenz
- Harndrang
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- Brennen
- Schwellungen
- Blasenbildung
- Entzündung
- Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- nekrotisierende Pankreatitis
- Lungenödem
- intrakranielle Hypertonie
- Hemiplegie
- ohne Häufigkeitsangabe
- allgemein: Anwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
- nephrogene systemische Fibrose
- allgemein: Anwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
Anwendungshinweise
- erst unmittelbar vor Verwendung in Spritze aufziehen und nicht verdünnen
- nicht verwendete Lösung verwerfen und nicht für weitere MRT-Untersuchungen verwenden
- sicherstellen, dass Injektionsnadel oder Kanüle korrekt in die Vene eingeführt wurde (um mögliches Risiko eines Paravasats zu minimieren)
- intravenös entweder als Bolus oder als langsame Injektion (10 ml / min) verabreichen
- Bildgebung nach Gabe des Kontrastmittels
- Leber
- Dynamische Bildgebung: Unmittelbar nach Bolusinjektion
- Verzögerte Bildgebung: 40 - 120 Min. nach Injektion, abhängig von der jeweiligen Anforderung an die Bildgebung
- Leber
- Bildgebung nach Gabe des Kontrastmittels
- nach der Injektion mit Natriumchlorid 9 mg / ml (0.9 %) Injektionslösung nachspülen
Stillzeithinweise
Gadobensäure - invasiv
- in der Stillzeit relativ kontraindiziert
- Stillunterbrechung vor Verabreichung bis mind. 24 Stunden nach Verabreichung
- Ausmass von Übergang in die Muttermilch beim Menschen unbekannt
- in Tierversuchen Übergang in die Muttermilch (< 0.5% der verabreichten Dosis) und Übertragung auf Neugeborenes
- klinische Relevanz unbekannt
Schwangerschaftshinweise
Gadobensäure - invasiv
- in der Schwangerschaft relativ kontraindiziert
- Anwendung in der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung
- keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Gadobenat-Dimeglumin bei schwangeren Frauen vorhanden
- potentielles Risiko für Menschen unbekannt
- in Tierstudien Hinweis auf eine mögliche Reproduktionstoxizität
Warnhinweise
Gadobensäure - invasiv
- Vorhandensein notfallmedizinischer Erstversorgung
- allgemein gültige Sicherheitsvorkehrungen für MRT beachten, insbesondere
- Ausschluss ferromagnetischer Materialien, wie z.B.
- Herzschrittmacher
- Aneurysmaclips
- Ausschluss ferromagnetischer Materialien, wie z.B.
- Therapieüberwachung/Kontrollmaßnahmen
- bis 15 Min. nach Injektion: ständige Beobachtung
- schwere unerwünschte Reaktionen hauptsächlich in dieser Zeit
- bis 1 Stunde nach Injektion: Aufenthalt im Bereich der medizinischen Einrichtung
- bis 15 Min. nach Injektion: ständige Beobachtung
- ältere Patienten haben aufgrund ihrer Nierenfunktion ein besonderes Risiko für eine nephrogene systemische Fibrose (NSF)
- der Nutzen einer Hämodialyse bei bislang nicht dialysepflichtigen Patienten zur Prävention oder Behandlung der NSF ist nicht belegt
- bei allen Patienten muss das eingesetzte Kontrastmittel und die Dosis dokumentiert werden