MultiHance 0.5 mmol/ml Inj.-Lsg.in Fertigspr.

Bracco Imaging Deutschland GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Gadobensäure/Meglumin →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
NotApplicable 1X10 ML 250,66 €

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Fachinformationen

Indikation

  • paramagnetisches Kontrastmittel für diagnostische Magnetresonanztomographie (MRT) der Leber bei Erwachsenen und Kindern (>/= 2 Jahre)
    • Anwendung nur, wenn notwendige diagnostische Information mittels MRT ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden kann und Bildgebung der Spätphase erforderlich ist

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 334 mg (0,5 M) Gadobensäure als Dimegluminsalz [529 mg Gadobenat Dimeglumin = 334 mg Gadobensäure + 195 mg Meglumin]

  • paramagnetisches Kontrastmittel für diagnostische Magnetresonanztomographie (MRT) der Leber bei Erwachsenen und Kindern (>/= 2 Jahre)
    • empfohlene Dosis
      • 0,05 mmol / kg KG (0,1 ml / kg der 0,5 M Lösung)
      • gerinstmögliche Dosis verwenden, mit welcher eine für diagnostische Zwecke ausreichende Kontrastverstärkung erzielt wird
      • Berechnung der Dosis in Abhängigkeit vom Körpergewicht des Patienten
        • empfohlene Dosis pro kg KG sollte nicht überschritten werden
      • eingeschränkte Nierenfunktion
        • schwere Einschränkung der Nierenfunktion (GFR < 30 ml / min / 1,73 m2) und Patienten in der perioperativen Phase einer Lebertransplantation
          • Anwendung vermeiden, es sei denn, diagnostische Information ist notwendig und kann mit MRT ohne Kontrastmittelverstärkung nicht erhoben werden
        • falls Anwendung nicht zu vermeiden ist
          • max. 0,05 mmol / kg KG
          • während eines Scans max. 1 Dosis anwenden
          • wiederholte Anwendung nicht empfohlen (keine Informationen), ausser Abstand zwischen den Injektionen mind. 7 Tage
      • eingeschränkte Leberfunktion
        • Dosisanpassung nicht erforderlich (da nur geringer Einfluss auf Pharmakokinetik)
      • ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
        • keine Dosisanpassung erforderlich
        • Vorsicht geboten
      • Kinder und Jugendliche
        • Dosisanpassung nicht erforderlich
        • Kinder < 2 Jahre: Anwendung nicht empfohlen

Kontraindikationen

Gadobensäure - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Gadobensäure
  • aufgrund möglicher Freisetzung kleiner Mengen Benzylalkohol (< 0,2%) während Lagerung
    • Überempfindlichkeit gegen Benzylalkohol

Nebenwirkungen

Gadobensäure - invasiv
  • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
    • Kopfschmerzen
    • Vasodilatation
    • Übelkeit
    • Reaktionen an der Injektionsstelle
  • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
    • v.a. bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Leberfunktion oder vorbestehender Stoffwechselerkrankung, meistens nicht schwerwiegend, vorübergehend und mit spontaner Rückbildung ohne bleibende Wirkungen
      • Laborwertveränderungen, wie
        • hypochrome Anämie
        • Leukozytose
        • Leukopenie
        • Basophilie
        • Hypoproteinämie
        • Hypokalzämie
        • Hyperkaliämie
        • Hyperglykämie
        • Hypoglykämie
        • Albuminurie
        • Glykosurie
        • Hämaturie
        • Hyperlipidämie
        • Hyperbilirubinämie
        • erhöhte Serumeisenspiegel
        • Anstieg Serumtransaminasen
        • Anstieg aP
        • Anstieg Milchsäuredehydrogenase
        • Anstieg S.-Krea.
    • Nasopharyngitis
    • Parästhesien
    • Schwindel
    • Ohnmacht
    • Geruchstäuschung (Parosmie)
    • Tachykardie
    • Vorhofflimmern
    • AV-Block I. Grades
    • ventrikuläre Extrasystolen
    • Bradykardie
    • Hypertonie
    • Hypotonie
    • Rhinitis
    • Mundtrockenheit
    • Geschmacksstörung
    • Durchfall
    • Erbrechen
    • Dyspepsie
    • Salivation
    • Bauchschmerzen
    • Juckreiz
    • Ausschlag
    • Gesichtsödem
    • Urtikaria
    • Schwitzen
    • Rückenschmerzen
    • Muskelrheumatismus
    • Asthenie
    • Fieber
    • Schüttelfrost
    • Brustschmerz
    • Schmerzen
    • Schmerzen an der Injektionsstelle
    • Bluterguss an der Injektionsstelle
    • bei Untersuchungen: veränderte Laborwerte
    • verändertes EKG
    • verlängerte QT-Strecke
  • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
    • Überempfindlichkeitsreaktionen, einschliesslich
      • anaphylaktischer Schock
      • anaphylaktoide Reaktionen
      • angioneurotisches Ödem
      • Kehlkopfkrämpfen
      • Hautausschlag
    • Tremor
    • Konjunktivitis
    • Tinnitus
    • Arrhythmie
    • Myokardischämie
    • EKG-Veränderung (verlängertes PR-Intervall)
    • Dyspnoe (nicht näher spezifiziert)
    • Laryngospasmus
    • pfeifendes Atmen
    • Stauungslunge
    • Verstopfung
    • Stuhlinkontinenz
    • Harninkontinenz
    • Harndrang
    • Reaktionen an der Injektionsstelle
      • Brennen
      • Schwellungen
      • Blasenbildung
      • Entzündung
  • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
    • nekrotisierende Pankreatitis
    • Lungenödem
    • intrakranielle Hypertonie
    • Hemiplegie
  • ohne Häufigkeitsangabe
    • allgemein: Anwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
      • nephrogene systemische Fibrose

Anwendungshinweise

  • erst unmittelbar vor Verwendung in Spritze aufziehen und nicht verdünnen
  • nicht verwendete Lösung verwerfen und nicht für weitere MRT-Untersuchungen verwenden
  • sicherstellen, dass Injektionsnadel oder Kanüle korrekt in die Vene eingeführt wurde (um mögliches Risiko eines Paravasats zu minimieren)
  • intravenös entweder als Bolus oder als langsame Injektion (10 ml / min) verabreichen
    • Bildgebung nach Gabe des Kontrastmittels
      • Leber
        • Dynamische Bildgebung: Unmittelbar nach Bolusinjektion
        • Verzögerte Bildgebung: 40 - 120 Min. nach Injektion, abhängig von der jeweiligen Anforderung an die Bildgebung
  • nach der Injektion mit Natriumchlorid 9 mg / ml (0.9 %) Injektionslösung nachspülen

Stillzeithinweise

Gadobensäure - invasiv
  • in der Stillzeit relativ kontraindiziert
    • Stillunterbrechung vor Verabreichung bis mind. 24 Stunden nach Verabreichung
  • Ausmass von Übergang in die Muttermilch beim Menschen unbekannt
  • in Tierversuchen Übergang in die Muttermilch (< 0.5% der verabreichten Dosis) und Übertragung auf Neugeborenes
    • klinische Relevanz unbekannt

Schwangerschaftshinweise

Gadobensäure - invasiv
  • in der Schwangerschaft relativ kontraindiziert
    • Anwendung in der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung
  • keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Gadobenat-Dimeglumin bei schwangeren Frauen vorhanden
  • potentielles Risiko für Menschen unbekannt
  • in Tierstudien Hinweis auf eine mögliche Reproduktionstoxizität

Warnhinweise

Gadobensäure - invasiv
  • Vorhandensein notfallmedizinischer Erstversorgung
  • allgemein gültige Sicherheitsvorkehrungen für MRT beachten, insbesondere
    • Ausschluss ferromagnetischer Materialien, wie z.B.
      • Herzschrittmacher
      • Aneurysmaclips
  • Therapieüberwachung/Kontrollmaßnahmen
    • bis 15 Min. nach Injektion: ständige Beobachtung
      • schwere unerwünschte Reaktionen hauptsächlich in dieser Zeit
    • bis 1 Stunde nach Injektion: Aufenthalt im Bereich der medizinischen Einrichtung
  • ältere Patienten haben aufgrund ihrer Nierenfunktion ein besonderes Risiko für eine nephrogene systemische Fibrose (NSF)
  • der Nutzen einer Hämodialyse bei bislang nicht dialysepflichtigen Patienten zur Prävention oder Behandlung der NSF ist nicht belegt
  • bei allen Patienten muss das eingesetzte Kontrastmittel und die Dosis dokumentiert werden