Mydrane 0.2 mg/ml + 3.1 mg/ml + 10 mg/ml Inj.-Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| KTP | 20 ST | 182,00 € |
| NotApplicable | 20 ST | – |
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Indikation
Erwachsene
- zur Erzielung einer Mydriasis und intraokularen Anästhesie während des chirurgischen Eingriffs im Rahmen einer Kataraktoperation
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 0,2 mg Tropicamid, 3,1 mg Phenylephrinhydrochlorid und 10 mg Lidocainhydrochlorid; 1 Dosis von 0,2 ml Lösung enthält 0,04 mg Tropicamid, 0,62 mg Phenylephrinhydrochlorid und 2 mg Lidocainhydrochlorid
- Mydriasis und intraokulare Anästhesie während des chirurgischen Eingriffs im Rahmen einer Kataraktoperation
- Anwendung nur bei Patienten, die bei einer früheren Untersuchung nach Applikation eines topischen Mydriatikums eine zufriedenstellende Pupillenerweiterung gezeigt haben, durch einen Facharzt für Augenchirurgie
- Erwachsene
- 0,2 ml Lösung / 1mal intrakameral als langsame Injektion zu Beginn des chirurgischen Eingriffs
- ältere Personen
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Nieren- und Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich (niedrige Dosis und sehr niedrige systemische Exposition)
Kontraindikationen
Lidocain hydrochlorid, Phenylephrin hydrochlorid, Tropicamid - okulär
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe Tropicamid, Phenylephrinhydrochlorid und Lidocainhydrochlorid
- bekannte Überempfindlichkeit gegen
- Anästhetika vom Amid-Typ
- Atropin-Derivate
Nebenwirkungen
Lidocain hydrochlorid, Phenylephrin hydrochlorid, Tropicamid - okulär
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Keratitis
- zystoides Makulaödem
- erhöhter Augeninnendruck
- Vorderkapselruptur
- okulare Hyperämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefässerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- intrakamerale Anwendung durch den Facharzt für Augenchirurgie
- Vorgehensweise
- 5 Min. vor Durchführung der präoperativen antiseptischen Vorbereitung und dem 1. Schnitt 1 - 2 Tropfen einer anästhesierenden Augentropfenlösung in das Auge träufeln
- zu Beginn der Operation 0,2 ml Lösung langsam mit einer einzigen Injektion intrakameral über den Seiten- oder Hauptanschluss injizieren
- zur einmaligen Anwendung
- weitere Hinweise zur Handhabung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Lidocain hydrochlorid, Phenylephrin hydrochlorid, Tropicamid - okulär
- das Arzneimittel soll während der Stillzeit nicht angewendet werden
- Phenylephrin, Tropicamid
- keine Informationen darüber, ob Übergang in Muttermilch
- Phenylephrin wird oral nur schlecht resorbiert (was darauf schließen lässt, dass die Aufnahme durch das Kind vernachlässigbar wäre)
- andererseits können Säuglinge sehr empfindlich auf Anticholinergika reagieren und die Anwendung von Tropicamid während der Stillzeit wird daher trotz der erwarteten vernachlässigbaren systemischen Exposition nicht empfohlen
- Lidocain
- geringe Mengen Lidocain werden in die Muttermilch ausgeschieden
- Möglichkeit des Auftretens einer allergischen Reaktion beim Säugling besteht
Schwangerschaftshinweise
Lidocain hydrochlorid, Phenylephrin hydrochlorid, Tropicamid - okulär
- das Arzneimittel sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- niedrige systemische Exposition kann nicht ausgeschlossen werden, trotz zu erwartender vernachlässigbarer systemischen Aufnahme
- Phenylephrin, Tropicamid
- bisher keine ausreichenden Erfahrungen zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Wirkungen auf die Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Geburt und die postnatale Entwicklung vorliegend
- Lidocain
- obwohl tierexperimentelle Studien keine Hinweise auf eine schädigende Wirkung für den Fetus ergeben haben, sollte Lidocain während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da es plazentagängig ist
- Fertilität
- keine Informationen darüber, ob Arzneimittel einen Einfluss auf die Fertilität bei Mann oder Frau hat
Warnhinweise
Lidocain hydrochlorid, Phenylephrin hydrochlorid, Tropicamid - okulär
- das Arzneimittel muss durch einen Facharzt für Augenchirurgie angewendet werden
- Cornea-Schädigungen
- es sollte keine weitere Dosis als die empfohlene injiziert werden, da keine bedeutsame Zusatzwirkung nachgewiesen werden konnte und erhöhter Verlsut von Endothelzellen beobachtet wurde
- keine toxische Wirkung auf Cornea-Endothel nach Anwendung der empfohlenen Dosis berichtet
- Risiko kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, da nur begrenzte Daten verfügbar
- keine klinischen Erfahrungen zur Anwendung bei:
- Patienten mit insulinpflichtigem oder nicht eingestelltem Diabetes mellitus
- Patienten mit einer Erkrankung der Cornea, insbesondere einer gleichzeitig bestehenden Schädigung der Endothelzellen
- Patienten mit anamnestisch bekannter Uveitis
- Patienten mit Pupillenanomalien oder Augentrauma
- Patienten mit sehr dunklen Iriden
- Kataraktoperation in Verbindung mit einer Corneatransplantation
- Patienten mit einem Risiko für das Floppy-Iris-Syndrom
- schrittweise herbeigeführte Pupillendilatation, beginnend mit der Applikation von Augentropfen zur Erzielung einer Mydriasis, sollte bei diesen Patienten von Nutzen sein
- einer Kataraktchirurgie bei Patienten, welche mit einem topischen mydriatischen Mittel behandelt wurden, und bei denen eine Pupillenverengung (oder sogar Miosis) während der Operation aufgetreten ist
- Anwendung nicht empfohlen bei
- Katarktoperationen in Kombination mit Vitrektomie aufgrund der gefäßverengenden Wirkungen von Phenylephrin
- Patienten mit flacher Augenvorderkammer oder anamnestisch bekanntem akutem Engwinkelglaukom
- kann das Risiko von Iridozele und „Floppy-Iris-Syndrom" erhöhen
- Patienten mit ungenügender Pupillendilatation
- kann das Risiko von Iridozele und „Floppy-Iris-Syndrom" erhöhen
- besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- es wurde gezeigt, dass das Arzneimittel zu nicht nachweisbaren bzw. sehr niedrigen systemischen Wirkstoffkonzentrationen führt
- da die systemischen Wirkungen von Phenylephrin und Lidocain dosisabhängig sind, ist es unwahrscheinlich, dass solche Wirkungen unter dem Arzneimittel auftreten
- Risiko kann jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, daher Hinweis auf Folgendes:
- Phenylephrin
- besitzt sympathomimetische Aktivität
- Auswirkungen bei Hypertonie, Herzerkrankungen, Hyperthyreose, Atherosklerose oder Prostataerkrankungen und allen Patienten, bei denen eine Kontraindikation gegen die systemische Anwendung von pressorischen Aminen besteht, möglich
- Lidocain
- Anwendung mit Vorsicht bei
- bei Patienten mit Epilepsie, Myasthenia gravis, Erregungsleitungsstörungen des Herzens, dekompensierter Herzinsuffizienz, Bradykardie, schwerem Schock, eingeschränkter Atemfunktion oder Nierenfunktionsstörungen mit einer Kreatinin-Clearance von weniger als 10 ml/Minute
- Anwendung mit Vorsicht bei
- Phenylephrin