NAC-ratiopharm akut 600mg Hustenlöser

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Fachinformationen

Indikation

  • Zur Verflüssigung des Schleims und Erleichterung des Abhustens bei erkältungsbedingter Bronchitis

Dosierung

  • zur Verflüssigung des Schleims und Erleichterung des Abhustens bei erkältungsbedingter Bronchitis
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 14 Jahre)
      • 1 Brausetablette 1mal / Tag oder 1/2 Brausetablette 2mal / Tag (600 mg Acetylcystein / Tag)
    • Behandlungsdauer
      • Einnahme ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4 - 5 Tage

Kontraindikationen

Acetylcystein - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Acetylcystein
  • Kinder (< 2 Jahre)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Acetylcystein - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
        • z.B. Juckreiz, Urtikaria, Exanthem, Rash, Tachykardie, Blutdrucksenkung, Bronchospastik, Angioödem
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktischer Schock
      • anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypotonie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hämorrhagie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dyspnoe
      • Bronchospasmus
        • überwiegend bei Patienten mit hyperreaktivem Bronchialsystem bei Asthma bronchiale
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Stomatitis
      • Bauchschmerzen
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Durchfall
      • Sodbrennen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dyspepsie
  • Erkrankungen der Haut- und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urtikaria
      • Rash
      • Angioödem
      • Juckreiz
      • Exanthem
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom
        • in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet
        • in den meisten dieser berichteten Fälle wurde mind. ein weiterer Arzneistoff gleichzeitig eingenommen, durch den möglicherweise die beschriebenen mukokutanen Wirkungen verstärkt werden könnten
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fieber
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gesichtsödeme
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Abnahme der Thrombozytenaggregation (klinische Signifikanz bisher unklar)

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Brausetabletten nach den Mahlzeiten, in 1 Glas Wasser aufgelöst
  • mind. 2 Stunden Abstand zur oralen Einnahme von Antibiotika (Tetracyclin, Aminoglycoside, Penicilline; gilt nicht für Cefixim und Loracarbef)

Stillzeithinweise

Acetylcystein - peroral
  • Anwendung währen der Stillzeit nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
  • keine Informationen zur Ausscheidung von Acetylcystein oder seinen Metaboliten in die Muttermilch vorliegend
  • Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Acetylcystein - peroral
  • Anwendung in der Schwangerschaft sollte möglichst vermieden werden und nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
  • keine ausreichenden klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
  • tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxikologie lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
  • Fertilität
    • keine Daten zum Einfluss von Acetylcystein auf die menschliche Fertilität vorliegend
    • in tierexperimentellen Studien zeigten sich für therapierelevante Dosen von Acetycystein keine unerwünschten Wirkungen auf die Fertilität

Warnhinweise

Acetylcystein - peroral
  • Flüssigkeitszufuhr
    • schleimlösende Wirkung von Acetylcystein wird durch Flüssigkeitszufuhr verbessert
  • Patienten mit Leber- oder Nierenversagen
    • Acetylcystein sollte nicht angewendet werden, um eine weitere Zufuhr von stickstoffhaltigen Substanzen zu vermeiden
  • schwere Hautreaktionen
    • sehr selten Auftreten von schweren Hautreaktionen wie z.B. Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein beobachtet
    • bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen
      • Anwendung von Acetylcystein beenden
      • ärztlichen Rat einholen
  • Patienten mit Asthma bronchiale
    • müssen während der Therapie engmaschig überwacht werden
    • wenn ein Bronchospasmus auftritt, Einnahme von Acetylcystein sofort beenden und eine angemessene Behandlung muss eingeleitet werden
  • Patienten mit Ulkusanamnese
    • Vorsicht bei der Anwendung bei Patienten mit Ulkusanamnese, insbesondere wenn zusätzlich weitere Arzneimittel eingenommen werden, die für die Reizung der Schleimhäute des Gastrointestinaltrakts bekannt sind
  • Patienten mit Histaminintoleranz
    • Vorsicht bei der Anwendung
    • längerfristige Therapie sollte bei diesen Patienten vermieden werden, da Acetylcystein den Histaminstoffwechsel mäßig beeinflussen und zu Intoleranzerscheinungen (z.B. Kopfschmerzen, Fließschnupfen, Juckreiz) führen kann
  • Abhusten des Bronchialsekrets
    • Anwendung von Acetylcystein, insbesondere zu Beginn der Behandlung, kann zu einer Verflüssigung und damit zu einer Volumensteigerung des Bronchialsekrets führen
    • ist der Patient nicht in der Lage, dieses ausreichend abzuhusten, sollten geeignete Maßnahmen (z.B. posturale Drainage und Absaugen) durchgeführt werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Mukolytika können bei Kindern unter 2 Jahren aufgrund ihrer Atemwegsbeschaffenheit und der begrenzten Fähigkeit des Abhustens von Schleim zu einer Blockierung der Atemwege führen
    • daher dürfen Mukolytika bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden