Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10X1 ML | 55,80 € |
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Indikation
- vollständige oder teilweise Aufhebung zentralnervöser Dämpfungszustände, insbesondere der Atemdepression, die durch natürliche und synthetische Opioide verursacht wurden
- Diagnose bei Verdacht auf akute Opioidüberdosierung oder -intoxikation
- vollständige oder teilweise Aufhebung der Atemdepression und anderer zentralnervöser Dämpfungszustände beim Neugeborenen, wenn die Mutter Opioide erhalten hat
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enhält 0,4 mg Naloxonhydrochlorid als Naloxonhydrochlorid-Dihydrat
- Völlige oder teilweise Aufhebung zentralnervöser Dämpfungszustände, insbesondere der Atemdepression, die durch natürliche und synthetische Opioide verursacht wurden
- Erwachsene:
- indviduelle Dosisanpassung
- im Allgemeinen 0,1 - 0,2 mg Naloxonhydrochlorid (ca. 1,5 - 3 µg/kg) i. v. ausreichend
- ggf. weitere Dosen von 0,1 mg i. v. in Abständen von 2 Min. bis zu einer ausreichenden Atemfunktion und Vigilanz
- ggf. weitere Gaben nach 1 - 2 Stunden, abhängig von Art des zu antagonisierenden Opioids (kurz- oder langwirksam), Anwendungsform, Dosis und Anwendungszeit
- Kinder
- individuelle Dosisanpassung
- übliche Initialdosis: 0,01 - 0,02 mg Naloxonhydrochlorid / kg KG i.v. in Abständen von 2 - 3 Min. bis zu einer ausreichenden Atemfunktion und Vigilanz
- weitere Gaben im Abstand von 1 - 2 Stunden je nach Dosis und Wirkdauer des verabreichten Opioids und Ansprechen des Patienten
- Erwachsene:
- Diagnose bei Verdacht auf akute Opioidüberdosierung oder -intoxikation
- Erwachsene
- inidivduelle Dosisanpassung
- übliche Initialdosis: 0,4 - 2 mg Naloxonhydrochlorid i.v
- falls i.v. nicht möglich, alternativ als i. m Injektion
- ggf. weitere Gaben bei unzureichender Verbesserung der Atemfunktion im Abstand von 2 -3 Min.
- keine wesentliche Besserung der Atemdepression nach 10 mg Naloxonhydrochlorid:
- Atemdepression ist teilweise oder vollständig auf andere Krankheitsbilder zurückzuführen
- Kinder:
- individuelle Dosisanpassung
- übliche Initialdosis: 0,01 mg Naloxonhydrochlorid / kg KG i.v
- falls kein i. v. -Zugang besteht: i. m - Injektion in fraktionierten Dosen
- bei unzureichender Verbesserung des klin. Bildes: weitere Injektion von je 0,1 mg/kg KG
- im Einzelfall evtl. i.v . Infusion erforderlich
- Erwachsene
- Aufhebung der Atemdepression und anderer zentralnervöser Dämpfungszustände beim Neugeborenen, wenn die Mutter Opioide erhalten hat
- übliche Initialdosis: 0,01 mg Naloxonhydrochlorid / kg KG i.v
- falls kein i. v. -Zugang besteht: i. m - Injektion
- bei unzureichender Verbesserung der Atemdepression klin. Bildes: eine weitere Injektion von je 0,1 mg/kg KG
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- mit vorbestehenden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder nach Aufnahme von möglicherweise kardiotoxischen Substanzen ist Vorsicht geboten, da schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, wie ventrikuläre Tachykardie und Kammerflimmern, bei postoperativen Patienten nach der Verabreichung von Naloxonhydrochlorid beobachtet wurden
Kontraindikationen
Naloxon - invasiv
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Naloxonhydrochlorid
Nebenwirkungen
Naloxon - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen (Urtikaria, Rhinitis, Dyspnoe, Quincke-Ödem)
- anaphylaktischer Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tremor
- Schwitzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Krampfanfälle
- Nervosität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie
- Bradykardie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Kammerflimmern
- Herzstillstand
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefässerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Lungenödem
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhoe
- Mundtrockenheit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erythema multiforme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- postoperative Schmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperventilation
- Reizung der Gefäßwand (nach i. v. Applikation)
- lokale Reizung und Entzündung (nach i.m. Applikation)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Applikation:
- i.v. Injektion
- i. m Injektion (nur wenn i. v. nicht möglich)
- intravenöse Infusion:
- Verdünnung mit Natriumchlorid 0,9% oder Glucoselösung 5%
- 2 mg Naloxonhydrochlorid (entspricht 5 Ampullen) / 500 ml ergeben eine Lösung von 4 myg/ml
- falls Wirkdauer der Opioide länger als intravenöse Naloxonhydrochlorid-Bolusinjektion:
- Dauerinfusion empfohlen
- individuelle Festlegung der Tropfgeschwindigkeit
- bei Bedarf künstliche Beatmung einsetzen
- schnellster Wirkeintritt nach i.v. Anwendung (für Notfälle empfohlen)
- Wirkung nach i. m. Gabe setzt später ein, hält aber länger an
- Wirkungsdauer abhängig von der Dosis und der Applikationsart von Naloxonhydrochlorid: 45 Min. - 4 Stunden
Stillzeithinweise
Naloxon - invasiv
- Anwendung in der Stillzeit nur nach sorgfältiger Indikationsstellung
- für 24 Stunden nach der Applikation sollte nicht gestillt werden
- nicht bekannt, ob Naloxon in die Muttermilch übergeht
- nicht bekannt, ob gestillte Säuglinge durch Naloxon beeinträchtigt werden
Schwangerschaftshinweise
Naloxon - invasiv
- darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- keine hinreichenden Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft
- bislang bei Anwendung am Menschen kein Verdacht auf teratogene Wirkungen
- tierexperimentelle Studien:
- zeigten Reproduktionstoxizität
- potentielles Risiko für den Menschen unbekannt
- Naloxon kann bei Neugeborenen Entzugssymptome hervorrufen
Warnhinweise
Naloxon - invasiv
- Naloxon ist ein Opiat-Antagonist, ein Antidot
- Risikogruppen
- Vorsicht bei Patienten (einschließlich Neugeborenen von Müttern), die
- hohe Opioiddosen erhalten haben
- physisch opioidabhängig sind
- bei diesen Patienten kann zu schnelle Antagonisierung der Opioidwirkungen ein akutes Entzugssyndrom provozieren
- beobachtet wurden Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Lungenödeme, Herzstillstand
- postoperative Patienten
- nach perioperativer Anwendung von Opioiden sollte eine überhöhte Dosierung von Naloxon vermieden werden
- zu hohe Dosen Naloxon können zu vollständiger bzw. klinisch deutlicher Aufhebung der Analgesie führen
- zu hohe Dosen Naloxon können zu Erregung/Nervosität und erhöhtem Blutdruck führen
- nach perioperativer Anwendung von Opioiden sollte eine überhöhte Dosierung von Naloxon vermieden werden
- Vorsicht bei Patienten (einschließlich Neugeborenen von Müttern), die
- Hinweise zu Wirkungsdauer
- Wirkungsdauer einiger Opioide (z. B. Dextropropoxyphen, Dihydrocodein, Methadon) übertrifft die Wirkungsdauer von Naloxon
- dadurch ist ein Wiederauftreten der Atemdepression möglich
- engmaschige Überwachung der Patienten, auch wenn zunächst zufriedenstellende Ansprache auf Naloxon erreicht wurde
- weitere Verabreichung von Naloxon könnte notwendig werden
- bei Bedarf Applikation wiederholen
- Wirkungsdauer abhängig von der Applikationsart
- die benötigten i.m. Dosen sind im Allgemeinen höher als die i.v. Dosen
- Dosis muss individuell an den Bedarf des einzelnen Patienten angepasst werden
- Wirkungsdauer einiger Opioide (z. B. Dextropropoxyphen, Dihydrocodein, Methadon) übertrifft die Wirkungsdauer von Naloxon
- Naloxon ist wirkungslos bei nicht-opioidbedingten zentralnervösen Dämpfungszuständen
- Aufhebung einer durch Buprenorphin induzierten Atemdepression kann unzureichend sein
- bei unzureichender Wirkung sollte zusätzlich künstlich beatmet werden
- zu schnelle Antagonisierung der Opioidwirkung
- kann Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und Tachykardie hervorrufen
- Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und kardiotoxische Comedikation
- Vorsicht bei Patienten mit bereits vorliegenden kardiovaskulären Erkrankungen
- Vorsicht bei Patienten, die potentiell kardiotoxische Arzneimittel einnehmen
- Arzneimittel, die ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern und Herzstillstand verursachen können, z.B.
- Kokain
- Methamphetamin
- zyklische Antidepressiva
- Calziumantagonisten
- Betablocker
- Digoxin
- Arzneimittel, die ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern und Herzstillstand verursachen können, z.B.
- nach Operation von Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder nach Anwendung von Arzneimitteln mit kardiovaskularen Nebenwirkungen wurden Nebenwirkungen beobachtet, z.B.
- Hypotonie
- Hypertonie
- ventrikuläre Tachykardie
- Kammerflimmern
- Lungenödem
- eine direkte kausale Beziehung konnte jedoch nicht nachgewiesen werden
- Anwendung bei Neugeborenen
- Gabe von Naloxon sollte keine Wiederbelebungsmaßnahmen ersetzen
- sollte nur als zusätzliche Behandlung bei solchen Neugeborenen eingesetzt werden
- die eine deutliche Atemdepression zeigen
- und deren Mütter während des Geburtsvorgangs Opioide erhalten haben
- und bei denen Atemfunktionsstörungen auftreten