Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10X1 ML | 43,41 € |
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Indikation
- Völlige oder teilweise Aufhebung zentralnervöser Dämpfungszustände, insbesondereder Atemdepression, die durch natürliche und synthetische Opioide verursacht wurden
- Diagnose bei Verdacht auf akute Opioidüberdosierung oder -intoxikation
- Völlige oder teilweise Aufhebung der Atemdepression und anderer zentralnervöser Dämpfungszustände beim Neugeborenen, wenn die Mutter Opioide erhalten hat
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 1 ml Injektionslösung enthält 0,4 mg Naloxonhydrochlorid, als Naloxonhydrochloriddihydrat
- Völlige oder teilweise Aufhebung zentralnervöser Dämpfungszustände, insbesondere der Atemdepression, die durch natürliche und synthetische Opioide verursacht wurden
- Erwachsene
- Injektion
- Für eine optimale Verbesserung der Atemfunktion bei gleichzeitig angemessenerSchmerzhemmung ist die Dosis für jeden Patienten individuell anzupassen
- Normaldosis: 0,1 - 0,2 mg Naloxonhydrochlorid i.v. Injektion, entspricht ca.1,5 - 3 µg / kg KG
- ggf. weitere Gaben von 0,1mg Naloxonhydrochlorid intravenös alle 2 Minuten, bis eine ausreichende Atemfunktion und Vigilanz erreicht ist
- Je nach Art des Opioids, das antagonisiert werden soll (z. B. kurz- oderlangwirksam), dessen Anwendungsform, der Dosis und der Anwendungszeit, weitere Gaben von Naloxon nach 1 - 2 Stunden möglich
- i.v. Infusion als Dauerinfusion
- falls die Wirkdauer einiger Opioide länger ist, als die der intravenösenNaloxonhydrochlorid-Bolusinjektion
- individuelle Tropfgeschwindigkeit, je wird nach der Reaktion der Patienten auf die intravenöse Infusion und die vorher applizierten Bolusinjektionen
- Einsatz der kontinuierlichen Infusion sorgfältig abwiegen
- sorgfältige Überwachung nötig
- künstliche Beatmung bei Bedarf einsetzen
- Injektion
- Kinder
- Initialdosis: 0,01 - 0,02 mg Naloxonhydrochlorid / kg KG, i.v. alle 2 - 3 Minuten bis Atemfunktion und Vigilanz erreicht sind
- ggf. weitere Gaben im Abstand von 1 bis 2 Stunden nötig
- Erwachsene
- Diagnose bei Verdacht auf akute Opioidüberdosierung oder -intoxikation
- Erwachsene
- übliche Initialdosis: 0,4 - 2 mg Naloxonhydrochlorid i.v.
- ggf. Wiederholungsdosis in Abständen von 2 - 3 Minuten intravenös
- falls i.v. Applikation nicht möglich, auch intramuskuläre Injektion möglich,übliche Initialdosis: 0,4 - 2 mg Naloxonhydrochlorid i.m.
- keine wesentliche Atembesserung nach einer Gabe von 10 mg Naloxonhydrochlorid kann die Atemdepression teilweise oder vollständig auf andere Krankheitsbilder oder andere Wirkstoffe als Opioide zurückzuführen sein
- Kinder
- Initialdosis: 0,01 mg Naloxonhydrochlorid / kg KG, i.v.
- ggf. weitere Injektion von je 0,1 mg / kg KG
- bei einzelnen Patienten kann auch eine i.v. Infusion erforderlich sein, ggf. auch i.m. Applikation möglich: Initialdosis 0,01 mg / kg KG, in fraktionierten Dosen
- Erwachsene
- Aufhebung der Atemdepression und anderer zentralnervöser Dämpfungszustände beim Neugeborenen, wenn die Mutter Opioide erhalten hat
- Initialdosis beim Neugeborenen: 0,01 mg Naloxonhydrochlorid / kg KG, i.v.
- ggf. weitere Injektion in Abständen von 2 bis 3 Minuten
- besteht kein intravenöser Zugang auch i.m. Applikation möglich: Initialdosis 0,01 mg / kg KG
Dosisanpassung
- älteren Personen mit vorbestehenden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems odernach Aufnahme von möglicherweise kardiotoxischen Substanzen
- Anwendung mit Vorsicht
Kontraindikationen
Naloxon - invasiv
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Naloxonhydrochlorid
Nebenwirkungen
Naloxon - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen (Urtikaria, Rhinitis, Dyspnoe, Quincke-Ödem)
- anaphylaktischer Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tremor
- Schwitzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Krampfanfälle
- Nervosität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmie
- Bradykardie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Kammerflimmern
- Herzstillstand
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefässerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Lungenödem
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhoe
- Mundtrockenheit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erythema multiforme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- postoperative Schmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperventilation
- Reizung der Gefäßwand (nach i. v. Applikation)
- lokale Reizung und Entzündung (nach i.m. Applikation)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- intravenöse oder intramuskuläre Injektion oder als intravenöse Infusion
- im Notfall immer i.v.
- i.m. Gabe
- wenn eine i.v. Gabe nicht möglich ist
- späterer aber längere Wirkungsdauer ca. 45 Minuten bis 4 Stunden
- höhere Dosen berücksichtigen
- Wirkungsdauer einiger Opioide (z. B. Dextropropoxyphen, Dihydrocodein, Methadon) länger, als die von Naloxonhydrochlorid
- engmaschige Überwachung
- ggf. Wiederholung der Naloxonapplikation
- intravenöse Infusion
- 0,4 mg/ml Naloxonlösung mit NaCl 0,9 % oder Glucoselösung 5 % verdünnen
- Endkonzentration: 4 µg / ml, entspricht 5 Ampullen Naloxon 0,4 mg/ml (2 mg) / 500 ml
- nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt
- nach Verdünnung visuelle Prüfung auf Klarheit und Freiheit von Schwebeteilchen
- Inkompatibilitäten
- nicht zu einer Infusionslösung mit Zubereitungen mischen mit
- Bisulfit, Metabisulfit, langkettige oder hochmolekulare Anionen
- alkalischen Lösungen
- andere Bestandteile enthalten als NaCl 0,9 % oder Glucoselösung 5 %
- nicht zu einer Infusionslösung mit Zubereitungen mischen mit
Haltbarkeit
- nach erstmaligem Öffnen des Behältnisses
- sofort zu verwenden
- nach Verdünnung
- chemische und physikalische Stabilität in Gebrauch befindlicher Verdünnungen: 24 Stunden unter25°C
- 24 Stunden bei 2 - 8°C nicht überschreiten, außer wenn die Verdünnung unter kontrollierten undvalidieten Bedingungen erfolgt ist
Stillzeithinweise
Naloxon - invasiv
- Anwendung in der Stillzeit nur nach sorgfältiger Indikationsstellung
- für 24 Stunden nach der Applikation sollte nicht gestillt werden
- nicht bekannt, ob Naloxon in die Muttermilch übergeht
- nicht bekannt, ob gestillte Säuglinge durch Naloxon beeinträchtigt werden
Schwangerschaftshinweise
Naloxon - invasiv
- darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- keine hinreichenden Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft
- bislang bei Anwendung am Menschen kein Verdacht auf teratogene Wirkungen
- tierexperimentelle Studien:
- zeigten Reproduktionstoxizität
- potentielles Risiko für den Menschen unbekannt
- Naloxon kann bei Neugeborenen Entzugssymptome hervorrufen
Warnhinweise
Naloxon - invasiv
- Naloxon ist ein Opiat-Antagonist, ein Antidot
- Risikogruppen
- Vorsicht bei Patienten (einschließlich Neugeborenen von Müttern), die
- hohe Opioiddosen erhalten haben
- physisch opioidabhängig sind
- bei diesen Patienten kann zu schnelle Antagonisierung der Opioidwirkungen ein akutes Entzugssyndrom provozieren
- beobachtet wurden Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, Lungenödeme, Herzstillstand
- postoperative Patienten
- nach perioperativer Anwendung von Opioiden sollte eine überhöhte Dosierung von Naloxon vermieden werden
- zu hohe Dosen Naloxon können zu vollständiger bzw. klinisch deutlicher Aufhebung der Analgesie führen
- zu hohe Dosen Naloxon können zu Erregung/Nervosität und erhöhtem Blutdruck führen
- nach perioperativer Anwendung von Opioiden sollte eine überhöhte Dosierung von Naloxon vermieden werden
- Vorsicht bei Patienten (einschließlich Neugeborenen von Müttern), die
- Hinweise zu Wirkungsdauer
- Wirkungsdauer einiger Opioide (z. B. Dextropropoxyphen, Dihydrocodein, Methadon) übertrifft die Wirkungsdauer von Naloxon
- dadurch ist ein Wiederauftreten der Atemdepression möglich
- engmaschige Überwachung der Patienten, auch wenn zunächst zufriedenstellende Ansprache auf Naloxon erreicht wurde
- weitere Verabreichung von Naloxon könnte notwendig werden
- bei Bedarf Applikation wiederholen
- Wirkungsdauer abhängig von der Applikationsart
- die benötigten i.m. Dosen sind im Allgemeinen höher als die i.v. Dosen
- Dosis muss individuell an den Bedarf des einzelnen Patienten angepasst werden
- Wirkungsdauer einiger Opioide (z. B. Dextropropoxyphen, Dihydrocodein, Methadon) übertrifft die Wirkungsdauer von Naloxon
- Naloxon ist wirkungslos bei nicht-opioidbedingten zentralnervösen Dämpfungszuständen
- Aufhebung einer durch Buprenorphin induzierten Atemdepression kann unzureichend sein
- bei unzureichender Wirkung sollte zusätzlich künstlich beatmet werden
- zu schnelle Antagonisierung der Opioidwirkung
- kann Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen und Tachykardie hervorrufen
- Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und kardiotoxische Comedikation
- Vorsicht bei Patienten mit bereits vorliegenden kardiovaskulären Erkrankungen
- Vorsicht bei Patienten, die potentiell kardiotoxische Arzneimittel einnehmen
- Arzneimittel, die ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern und Herzstillstand verursachen können, z.B.
- Kokain
- Methamphetamin
- zyklische Antidepressiva
- Calziumantagonisten
- Betablocker
- Digoxin
- Arzneimittel, die ventrikuläre Tachykardie, Kammerflimmern und Herzstillstand verursachen können, z.B.
- nach Operation von Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder nach Anwendung von Arzneimitteln mit kardiovaskularen Nebenwirkungen wurden Nebenwirkungen beobachtet, z.B.
- Hypotonie
- Hypertonie
- ventrikuläre Tachykardie
- Kammerflimmern
- Lungenödem
- eine direkte kausale Beziehung konnte jedoch nicht nachgewiesen werden
- Anwendung bei Neugeborenen
- Gabe von Naloxon sollte keine Wiederbelebungsmaßnahmen ersetzen
- sollte nur als zusätzliche Behandlung bei solchen Neugeborenen eingesetzt werden
- die eine deutliche Atemdepression zeigen
- und deren Mütter während des Geburtsvorgangs Opioide erhalten haben
- und bei denen Atemfunktionsstörungen auftreten