NATRILIX 2.5 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 17,97 € |
| – | 90 ST | 29,50 € |
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Indikation
- Arterielle Hypertonie
Dosierung
- Arterielle Hypertonie
- Erwachsene
- 1 Filmtablette (2,5 mg Indapamid) / Tag
- höhere Dosen ohne weitere Blutdrucksenkung aber mit erhöhtem diuretischem Effekt
- Anwendungsdauer: vom Arzt bestimmt
- Kinder und Jugendliche < 12 Jahre
- keine Anwendung, da fehlende Daten
- Erwachsene
Kontraindikationen
Indapamid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Indapamid oder andere Sulfonamidderivate
- schwere Niereninsuffizienz
- schwere Leberfunktionsstörungen
- hepatische Encephalopathie
- Hypokaliämie
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Indapamid - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Agranulozytose
- aplastische Anämie
- hämolytische Anämie
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypokaliämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyponatriämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypochlorämie
- Hypomagnesiämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypercalciämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwindelgefühl
- Ermüdung
- Kopfschmerzen
- Parästhesie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Synkope
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myopie
- verschwommenes Sehen
- Sehstörungen
- choroidaler Erguss
- akutes Winkelverschlussglaukom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Arrhythmien
- ohne Häufigkeitsangabe
- Torsade de pointes
- potentiell tödlich verlaufend
- Torsade de pointes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypotonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Übelkeit
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pankreatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- abnorme / veränderte Leberfunktion
- Hepatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Möglichkeit des Auftretens einer hepatischen Enzephalopathie im Falle einer Leberinsuffizienz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeitsreaktionen, v.a. seitens der Haut, bei allergisch bzw. asthmatisch prädisponierten Patienten
- makulopapulöser Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- Purpura
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Angioödem
- toxische epidermale Nekrolyse
- Stevens-Johnson-Syndrom
- ohne Häufigkeitsangabe
- Möglichkeit einer Exazerbation eines vorbestehenden akuten systemischen Lupus erythematodes
- Lichtempfindlichkeitsreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelspasmen
- Muskelschwäche
- Myalgie
- Rhabdomyolyse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Niereninsuffizienz / Nierenversagen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erektile Dysfunktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhung der leberspezifischen Enzyme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verlängerung des QT-Intervalls im EKG
- erhöhte Blutzuckerwerte
- erhöhte Blutharnsäurewerte
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- Einnahme unzerkaut nach dem Frühstück mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser)
Stillzeithinweise
Indapamid - peroral
- Indapamid während der Stillzeit nicht empfohlen
- nur ungenügende Informationen darüber, ob Indapamid / Metabolite in die Muttermilch übergehen
- Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamid-Derivaten sowie Hypokaliämie können auftreten
- Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
- Indapamid ist eng mit den Thiaziddiuretika verwandt, die mit einem Rückgang oder sogar einer Unterdrückung der Milchproduktion in Verbindung gebracht wurden
Schwangerschaftshinweise
Indapamid - peroral
- aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Indapamid während der Schwangerschaft vermieden werden
- 3. Trimenon
- längere Thiazid-Exposition während des 3. Trimenons einer Schwangerschaft kann bei der Mutter sowohl das Plasma-Volumen als auch den uteroplazentären Blutfluss reduzieren
- dies kann zu einer fetoplazentären Ischämie und einer Wachstumsverzögerung führen
- längere Thiazid-Exposition während des 3. Trimenons einer Schwangerschaft kann bei der Mutter sowohl das Plasma-Volumen als auch den uteroplazentären Blutfluss reduzieren
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (< 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Indapamid bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- Reproduktionsstudien an Ratten haben keine Auswirkungen auf die männliche und weibliche Fertilität gezeigt
- keine Auswirkungen auf die Fertilität des Menschen zu erwarten
Warnhinweise
Indapamid - peroral
- besonders sorgfältige Überwachung bei
- Hyperurikämie und Gicht
- systemischem Lupus erythematodes
- eingeschränkte Leberfunktion
- unter der Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit verwandten Substanzen, insbesondere wenn der Elektrolythaushalt gestört ist, kann es zu einer hepatischen Encephalopathie kommen
- diese kann sich zu einem hepatischen Koma entwickeln
- in diesem Fall Diuretikum sofort absetzen
- unter der Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit verwandten Substanzen, insbesondere wenn der Elektrolythaushalt gestört ist, kann es zu einer hepatischen Encephalopathie kommen
- Lichtempfindlichkeit
- Berichte über Fälle von Lichtempfindlichkeitsreaktionen bei der Anwendung von Thiaziddiuretika und damit verwandten Substanzen
- wenn während der Behandlung Lichtempfindlichkeitsreaktionen auftreten
- Behandlung abbrechen
- wird eine weitere Verabreichung des Diuretikums für notwendig erachtet
- so wird empfohlen, die der Sonne oder künstlicher UVA-Strahlung ausgesetzten Hautareale zu schützen
- Wasser- und Elektrolythaushalt
- Natriumplasmaspiegel
- Natriumplasmaspiegel vor Therapiebeginn sowie in regelmäßigen Abständen kontrollieren
- jede Diuretikatherapie kann Hyponatriämie verursachen
- bisweilen mit sehr ernsten Folgen
- da ein Abfall des Natriumplasmaspiegels zunächst asymptomatisch verlaufen kann, ist regelmäßige Kontrolle unverzichtbar
- bei älteren Patienten sowie Patienten mit Leberzirrhose sind engmaschige Kontrollen durchzuführen
- Hyponatriämie in Verbindung mit einer Hypovolämie kann für eine Dehydratation und orthostatische Hypotonie verantwortlich sein
- der damit einhergehende Verlust von Chloridionen kann sekundär zu einer kompensatorischen metabolischen Alkalose führen
- Inzidenz und Schweregrad hierfür sind jedoch gering
- Kaliumplasmaspiegel
- Abfall des Kaliumplasmaspiegels bis hin zur Hypokaliämie
- Hauptrisiko von Thiaziddiuretika und damit eng verwandten Arzneistoffen
- Hypokaliämie kann Erkrankungen der Muskeln verursachen
- Fälle von Rhabdomyolyse berichtet, hauptsächlich im Zusammenhang mit schwerer Hypokaliämie
- Hypokaliämie (Kaliumplasmaspiegel < 3,4 mmol / l)
- ist insbesondere bei folgenden Risikogruppen zu vermeiden
- ältere und / oder unterernährte Patienten
- Patienten, die mit mehreren Arzneimitteln behandelt werden
- Patienten mit Leberzirrhose und Ödem- bzw. Aszitesbildung
- Patienten mit koronarer Herzkrankheit
- Patienten mit Herzinsuffizienz
- Personen mit einem langen QT-Intervall
- unabhängig davon, ob angeboren oder iatrogen erworben
- Vorliegen einer Hypokaliämie sowie einer Bradykardie begünstigt dann das Auftreten schwerer Herzrhythmusstörungen, insbesondere der möglicherweise tödlich verlaufenden Torsade de pointes
- bei diesen Patienten erhöht eine Hypokaliämie auch die Kardiotoxizität von Herzglykosiden sowie das Risiko von Herzrhythmusstörungen
- ist insbesondere bei folgenden Risikogruppen zu vermeiden
- in allen oben genannten Fällen häufigere Kontrollen des Kaliumplasmaspiegels erforderlich, wobei die 1. Kontrolle in der 1. Woche nach Therapiebeginn erfolgen sollte
- Hypokaliämie muss korrigiert werden
- Hypokaliämie, die in Zusammenhang mit niedrigen Magnesiumkonzentrationen im Serum auftritt
- kann therapierefraktär sein, sofern der Magnesiumspiegel im Serum nicht korrigiert wird
- in klinischen Phase II und Phase III - Studien, die Indapamid 1,5 mg und 2,5 mg verglichen, zeigte die Analyse der Kaliumplasmaspiegel einen dosisabhängigen Effekt von Indapamid
- Indapamid 1,5 mg
- Beobachtung nach einer Behandlungsdauer von 4 bis 6 Wochen
- bei 10 % der Patienten Kaliumplasmaspiegel < 3,4 mmol / l
- bei 4 % der Patienten Kaliumplasmaspiegel < 3,2 mmol / l
- nach 12-wöchiger Therapie
- durchschnittliche Abnahme des Kaliumplasmaspiegels betrug 0,23 mmol / l
- Beobachtung nach einer Behandlungsdauer von 4 bis 6 Wochen
- Indapamid 2,5 mg
- Beobachtung nach einer Behandlungsdauer von 4 bis 6 Wochen
- bei 25 % der Patienten Kaliumplasmaspiegel < 3,4 mmol / l wurde
- bei 10 % der Patienten Kaliumplasmaspiegel < 3,2 mmol / l
- nach 12-wöchiger Therapie
- durchschnittliche Abnahme des Kaliumplasmaspiegels betrug 0,41 mmol / l
- Beobachtung nach einer Behandlungsdauer von 4 bis 6 Wochen
- Indapamid 1,5 mg
- Abfall des Kaliumplasmaspiegels bis hin zur Hypokaliämie
- Magnesiumplasmaspiegel
- es hat sich gezeigt, dass Thiazide und verwandte Diuretika, einschließlich Indapamid, die Ausscheidung von Magnesium über den Urin erhöhen, was zu einer Hypomagnesiämie führen kann
- Calciumplasmaspiegel
- Thiaziddiuretika und verwandte Arzneistoffe können die Calciumausscheidung im Urin vermindern und einen geringfügigen, vorübergehenden Anstieg des Calciumplasmaspiegels verursachen
- manifeste Hypercalciämie kann auch durch einen nicht erkannten Hyperparathyreoidismus entstanden sein
- vor einer Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion
- Therapie abbrechen
- Natriumplasmaspiegel
- Blutzuckerspiegel
- bei Diabetikern Blutzuckerspiegel engmaschig kontrollieren, insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Hypokaliämie
- Harnsäurespiegel
- bei Patienten mit Hyperurikämie kann eine verstärkte Neigung zu Gichtanfällen bestehen
- Nierenfunktion und Diuretika
- Thiaziddiuretika und verwandte Arzneistoffe sind nur bei normaler oder höchstens geringfügig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininserumspiegel < 25 mg / l, d. h. < 220 µmol / l bei einem Erwachsenen) voll wirksam
- bei älteren Patienten ist dieser Serumkreatininwert nach Alter, Gewicht und Geschlecht entsprechend anzupassen
- Hypovolämie
- hervorgerufen durch diuretikabedingten Wasser- und Natriumverlust zu Therapiebeginn, führt zu einer Verminderung der glomerulären Filtration
- dadurch kann es zu einem Anstieg des Harnstoff-Stickstoffs im Blut (BUN) und des Plasmakreatininspiegels kommen
- diese vorübergehende funktionelle Niereninsuffizienz bleibt bei Nierengesunden ohne Folgen, kann eine bestehende Niereninsuffizienz aber verschlechtern
- Thiaziddiuretika und verwandte Arzneistoffe sind nur bei normaler oder höchstens geringfügig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininserumspiegel < 25 mg / l, d. h. < 220 µmol / l bei einem Erwachsenen) voll wirksam
- Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelverschlussglaukom
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, mit der Folge
- eines Aderhautergusses mit Gesichtsfelddefekt
- einer transienten Myopie
- einem akuten Winkelverschlussglaukom
- Symptome - Auftreten typischerweise innerhalb einiger Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung
- akut einsetzende verminderte Sehschärfe
- Augenschmerzen
- unbehandeltes akutes Winkelverschlussglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
- primäre Behandlung
- Medikamenteneinnahme so schnell wie möglich beenden
- wenn der unkontrollierte Augeninnendruck bestehen bleibt
- sofortige medizinische oder chirurgische Behandlungen in Betracht ziehen
- mögliche Risikofaktoren, ein akutes Winkelverschlussglaukom zu entwickeln
- Sulfonamid- oder Penicillinallergie in der Vorgeschichte
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, mit der Folge
- Kinder und Jugendliche
- Kinder unter 12 Jahren sind aufgrund fehlenden Erkenntnismaterials von der Anwendung auszunehmen
- Leistungssportler / Dopingkontrollen
- Leistungssportler darauf aufmerksam machen, dass Indapamid bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen kann