NEISVAC-C Injektionssuspension.i.e.Fertigspritze

ACA Müller/ADAG Pharma AG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Meningokokken-C-Impfstoffe →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1 ST 39,70 €
N2 10X0.5 ML 309,32 €
N3 20X0.5 ML 592,92 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Aktive Immunisierung von Kindern ab dem Alter von 2 Monaten, Jugendlichen und Erwachsenen zur Prävention invasiver Erkrankungen, die durch Neisseria meningitidis der Serogruppe C verursacht werden
  • Hinweis:
    • hinsichtlich der Anwendung wird auf die aktuellen deutschen Impfempfehlungen hingewiesen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Dosis (0,5ml) enthält Neisseria meningitidis Gruppe C (Stamm C11) Polysaccharid (de-O-acetyliert) 10 µg, gebunden an Tetanustoxoid 10 - 20 µg; adsorbiert an hydratisiertes Aluminiumhydroxid 0,5 mg

  • Aktive Immunisierung zur Prävention invasiver Erkrankungen, die durch Neisseria meningitidis der Serogruppe C verursacht werden
    • Grundimmunisierung
      • Säuglinge 2 - 4 Monaten
        • zwei Dosen zu je 0,5 ml i.m. im Abstand von mind. 2 Monaten
      • Säuglinge >/= 4 Monate, ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene
        • 0,5 ml i.m. als Einzeldosis
      • Säuglinge < 2 Monaten
        • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
    • Auffrischungsimpfung
      • nach abgeschlossener Grundimmunisierung in einem Alter 2 - 12 Monate
        • 0,5 mg i.m. im Alter von etwa 12 - 13 Monaten
        • aber nicht früher als 6 Monate nach der letzten Impfung
      • Personen, die im Alter von 12 Monaten oder älter immunisiert wurden
        • Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen noch nicht nachgewiesen

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Impfstoffes, einschliesslich Tetanustoxoid

Nebenwirkungen

  • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
    • Säuglinge und Kleinkinder (2 - < 18 Monate)
      • verminderter Appetit
      • Schreien, Benommenheit/ Schläfrigkeit
      • Erbrechen
      • Gereiztheit, Müdigkeit*, Fieber, Reaktionen an der Injektionsstelle einschließlich Berührungsempfindlichkeit/ Schmerzen, Schwellung und Erythem
    • Kinder (3,5 - < 18 Jahre)
      • Kopfschmerzen
      • Reaktionen an der Injektionsstelle einschließlich Berührungsempfindlichkeit/ Schmerzen, Schwellung und Erythem
    • Erwachsene (18 - < 65 Jahre)
      • Kopfschmerzen
      • Reaktionen an der Injektionsstelle einschließlich Berührungsempfindlichkeit/ Schmerzen, Schwellung und Erythem
  • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
    • Säuglinge und Kleinkinder (2 - < 18 Monate)
      • Pharyngitis/ Rhinitis
      • Unruhe/ Ruhelosigkeit, Schlafstörungen (schlechter Schlaf)
      • Husten
      • Durchfall
      • Ausschlag, Hyperhidrosis
    • Kinder (3,5 - < 18 Jahre)
      • Pharyngitis/ Rhinitis
      • Schwindel, Benommenheit/ Schläfrigkeit
      • Husten
      • Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall
      • Juckreiz, Ecchymosen, Dermatitis
      • Schmerzen in den Extremitäten
      • Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit
    • Erwachsene (18 - < 65 Jahre)
      • Erbrechen
      • Myalgie
      • Allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber
  • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
    • Säuglinge und Kleinkinder (2 - < 18 Monate)
      • Flush
      • Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen
      • Erythem
      • Schmerzen in den Extremitäten
      • Periphere Ödeme, allgemeines Krankheitsgefühl, Schüttelfrost
    • Kinder (3,5 - < 18 Jahre)
      • Lymphadenopathie
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Bronchospasmus)
      • Verminderter Appetit
      • Unruhe/ Ruhelosigkeit
      • Sensorische Abnormalitäten (z. B. Parästhesie, Brennen, Hypästhesie), Synkopen, Schreien, Krämpfe
      • Lidödeme
      • Flush
      • Verstopfung der Nase
      • Hyperhidrosis, Ausschlag
      • Steifigkeit von Muskeln und Gelenken (einschließlich Nackensteifigkeit, Gelenksversteifungen), Nackenschmerzen, Myalgie, Arthralgie, Rückenschmerzen
      • Gereiztheit, Asthenie, periphere Ödeme, Schüttelfrost
    • Erwachsene (18 - < 65 Jahre)
      • Lymphadenopathie
      • Grippeähnliche Erkrankung
  • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
    • Säuglinge und Kleinkinder (2 - < 18 Monate)
      • Überempfindlichkeitsreaktion (einschließlich Bronchospasmus)
      • Lidödeme
      • Kreislaufkollaps
      • Ecchymosen
      • Steifigkeit von Muskeln und Gelenken (einschließlich Nackensteifigkeit, Gelenksversteifungen)
    • Kinder (3,5 - < 18 Jahre)
      • Kreislaufkollaps
      • Grippeähnliche Erkrankung
  • Erfahrungen nach der Markteinführung
    • Häufigkeiten unbekannt (können aus verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • Idiopathische thrombozytopenische Purpura, Lymphadenopathie
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • Anaphylaxie, Angioödem (einschließlich Gesichtsödem), Überempfindlichkeitsreaktion (einschließlich Bronchospasmus)
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • Verminderter Appetit
      • Psychiatrische Erkrankungen
        • Schlafstörungen (einschließlich schlechter Schlaf)
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • Fieberkrämpfe, Krämpfe, Meningismus, hypotonischhyporesponsive Episoden, Synkopen, Schwindel, sensorische Abnormalitäten (einschließlich Parästhesien, Brennen, Hypästhesie), Hypersomnie
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • Apnoe, Dyspnoe, keuchende Atmung, Verstopfung der Nase
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • Übelkeit
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
        • Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme, Petechien, Purpura, Urtikaria, Ausschlag (einschließlich makulo-vesikulärer Ausschlag, vesikulärer Ausschlag, makulo-papillärer Ausschlag, papillärer Ausschlag, makulärer Ausschlag, Hitzeausschlag, erythematöser Ausschlag, generalisierter Ausschlag, juckender Ausschlag), Erythem
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • Steife der Muskeln und Gelenke (einschließlich Nackensteifigkeit, Gelenksversteifungen), Nackenschmerzen, Schmerzen in den Extremitäten
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • Periphere Ödeme, Asthenie, Müdigkeit, Schüttelfrost

Anwendungshinweise

  • Injektion intramuskulär:
    • bei Säuglingen bevorzugt in den Oberschenkel (M. vastus lateralis)
    • bei größeren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den Oberarm (M. deltoideus)
    • bei Kindern zwischen 12 und 24 Monaten: sowohl Oberarm als auch Oberschenkel möglich
  • nicht subkutan oder intravenös applizieren (keine Daten zur subkutanen Verabreichung)
  • nicht zusammen mit anderen Impfstoffen in einer Spritze mischen
  • bei gleichzeitiger Gabe mehrerer Impfstoffe sind getrennte Injektionsstellen zu wählen

Stillzeithinweise

  • Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung

Schwangerschaftshinweise

  • keine Daten
  • Tierversuche nicht aussagekräftig
  • Potentielles Risiko beim Menschen unbekannt
  • bei klar definiertem Expositionsrisiko dürfen Schwangere, in Anbetracht der Schwere einer Meningokokken-C-Erkrankung nicht ausgeschlossen werden

Warnhinweise

  • bessere Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel:
    • Bezeichnung und Chargenbezeichnung eindeutig dokumentieren
  • aufgrund selten auftretender anaphylaktischer Reaktionen:
    • Impfung unter Notfallbereitschaft
    • Patienten nach der Impfung für angemessene Zeit ärztlich beobachten
  • Impfschutz gegen Neisseria meningitidis der Serogruppe C, aber möglicherweise kein vollständiger Schutz vor Erkrankungen durch Meningokokken der Gruppe C
  • kein Schutz vor anderen Serogruppen von Neisseria meningitidis oder anderen Organismen, welche Meningits oder Septikämie verursachen
  • bei Auftreten von Petechien bzw. Purpura nach einer Impfung:
    • sorgfältige Abklärung der Ursache
    • infektiöse und nicht infektiöse Ursachen in Erwägung ziehen
  • ausreichende Immunantwort kann nicht bei allen Personen gewährleistet werden
  • Personen mit geschwächter Immunabwehr: Bildung schützender Antikörper kann eingeschränkt sein oder ausbleiben
  • Patienten mit Störungen des Komplementsystems und Patienten mit funktioneller oder anatomischer Asplenie entwickeln vermutlich eine Immunantwort auf Meningokokken C Konjugatimpfstoffe (Ausmaß dieser Schutzwirkung unbekannt)
  • Nutzen-Risiko-Abwägung einer Impfung abhängig von der Inzidenz der Infektionen mit N. meningitidis der Serogruppe C in der Bevölkerung vor Einführung eines großflächigen Impfprogramms
  • kein Ersatz für routinemäßige Tetanusimpfung
  • bisher keine Daten über die Eignung des Impfstoffs zur Kontrolle einer Epidemie
  • Anwendung des Impfstoffes nach aktuellen deutschen Impfempfehlungen
  • trotz Berichte über Meningismussymptome nach der Impfung gibt es keine Hinweise, dass Meningokokken-C-Konjugatimpfstoffe eine Meningokokken-C-Meningitis verursachen: Möglichkeit einer gleichzeitig bestehenden/auftretenden Meningitis in Betracht ziehen