Neoatricon 1.5 mg/ml Infusionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 1 ST | – |
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Indikation
- Hypotonie bei hämodynamisch instabilen Neugeborenen, Säuglingen und Kindern < 18 Jahren
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 1,5 mg Dopaminhydrochlorid
- Hypotonie bei hämodynamisch instabilen Neugeborenen, Säuglingen und Kindern < 18 Jahren
- bevor eine Entscheidung darüber getroffen wird, ob die Anwendung von Dopaminhydrochlorid angemessen ist: hämodynamischen Zustand des Patienten und das pharmakodynamische Profil von Dopaminhydrochlorid berücksichtigen
- Verabreichung von Dopaminhydrochlorid stets gemäß Indikationsstellung/Verordnung durch einen Kinderfacharzt oder einen Spezialisten für pädiatrische Intensivmedizin, dem Einrichtungen zur Überwachung kardiovaskulärer und renaler Parameter, einschließlich Blutvolumen, Herzleistung, Blutdruck, Elektrokardiogramm und Harnfluss, zur Verfügung stehen
- eine Therapie mit Vasopressoren dient nicht als Substitut für den Ersatz von Blut, Plasma, Flüssigkeiten und/oder Elektrolyten
- ein Blutvolumenmangel sollte so vollständig wie möglich korrigiert werden, bevor eine Therapie mit Dopaminhydrochlorid eingeleitet wird
- aufgrund der schwankenden, altersabhängigen Clearance sollte die Dosis, insbesondere bei Neugeborenen, langsam und gezielt titriert werden
- initiale Infusionsgeschwindigkeit: 5 µg / kg / min
- allmähliche Erhöhung in Schritten von 5 µg / kg / min
- empfohlener Dosisbereich: 5 - 10 µg / kg / min
- Dosen > 10 µg / kg / min bis zu max. 20 µg / kg / Min können verabreicht werden, wenn dies als begründet angesehen wird
- Dopaminhydrochlorid-Dosis gemäß dem Ansprechen des Patienten anpassen
- wobei besonders auf eine Verringerung der festgestellten Harnflussrate, eine zunehmende Tachykardie oder die Entwicklung neuer Arrhythmien als Indikationen für eine Verringerung oder vorübergehende Aussetzung der Dosis geachtet werden sollte
- zur Erleichterung der Dosisgabe: für Patienten unterschiedlicher Körpergewichtskategorien sind zwei verschiedene Stärken erhältlich
- Dosistabellen nach Körpergewicht mit der empfohlenen Stärke und dem zu verwendenden Durchstechflaschenvolumen
- Kinder mit 2 - 9 kg KG, die die niedrigere Stärke erhalten sollten: 1,5 mg / ml Infusionslösung
- Infusionsgeschwindigkeit entsprechend der Zieldosis: 5 µg / kg / Min
- 2 kg KG: 0,40 ml / Stunde
- 3 kg KG: 0,60 ml / Stunde
- 4 kg KG: 0,80 ml / Stunde
- 5 kg KG: 1,00 ml / Stunde
- 6 kg KG: 1,20 ml / Stunde
- 7 kg KG: 1,40 ml / Stunde
- 8 kg KG: 1,60 ml / Stunde
- 9 kg KG: 1,80 ml / Stunde
- Infusionsgeschwindigkeit entsprechend der Zieldosis: 10 µg / kg / Min
- 2 kg KG: 0,80 ml / Stunde
- 3 kg KG: 1,20 ml / Stunde
- 4 kg KG: 1,60 ml / Stunde
- 5 kg KG: 2,00 ml / Stunde
- 6 kg KG: 2,40 ml / Stunde
- 7 kg KG: 2,80 ml / Stunde
- 8 kg KG: 3,20 ml / Stunde
- 9 kg KG: 3,60 ml / Stunde
- Infusionsgeschwindigkeit entsprechend der Zieldosis: 20 µg / kg / Min
- 2 kg KG: 1,60 ml / Stunde
- 3 kg KG: 2,40 ml / Stunde
- 4 kg KG: 3.20 ml / Stunde
- 5 kg KG: 4,00 ml / Stunde
- 6 kg KG: 4,80 ml / Stunde
- 7 kg KG: 5,60 ml / Stunde
- 8 kg KG: 6,40 ml / Stunde
- 9 kg KG: 7,20 ml / Stunde
- Infusionsgeschwindigkeit entsprechend der Zieldosis: 5 µg / kg / Min
- Kinder 10 - 66 kg KG, die die höhere Stärke erhalten sollten: 4,5 mg / ml Infusionslösung
- Infusionsgeschwindigkeit entsprechend der Zieldosis: 5 µg / kg / Min
- 10 kg KG: 0,67 ml / Stunde
- 20 kg KG: 1,34 ml / Stunde
- 30 kg KG: 2,00 ml / Stunde
- 66 kg KG: 4,40 ml / Stunde
- Infusionsgeschwindigkeit entsprechend der Zieldosis: 10 µg / kg / Min
- 10 kg KG: 1,33 ml / Stunde
- 20 kg KG: 2,68 ml / Stunde
- 30 kg KG: 4,00 ml / Stunde
- 66 kg KG: 8,80 ml / Stunde
- Infusionsgeschwindigkeit entsprechend der Zieldosis: 20 µg / kg / Min
- 10 kg KG: 2,67 ml / Stunde
- 20 kg KG: 5,36 ml / Stunde
- 30 kg KG: 8,00 ml / Stunde
- 66 kg KG: 17,60 ml / Stunde
- Infusionsgeschwindigkeit entsprechend der Zieldosis: 5 µg / kg / Min
- Kinder mit 2 - 9 kg KG, die die niedrigere Stärke erhalten sollten: 1,5 mg / ml Infusionslösung
- Entwöhnung und Absetzen
- Dopaminhydrochlorid schrittweise absetzen
- Therapie nicht abrupt abbrechen
- Dopaminhydrochlorid in Schritten von µg / kg / Min absetzen, bis die Infusion beendet ist
- hämodynamischen Status während der Entwöhnungsphase kontinuierlich beurteilen
- Leber- und Nierenfunktionsstörung
- aufgrund der geringen Clearance, insbesondere bei Neugeborenen
- Anwendung niedriger Dosen von Dopaminhydrochlorid
- sowie langsame, gezielte Titration
- aufgrund der geringen Clearance, insbesondere bei Neugeborenen
- MAO-Inhibitoren
- Patienten, die vor Anwendung von Dopaminhydrochlorid mit MAO-Inhibitoren behandelt wurden
- Dosisreduktion
- Anfangsdosis: 10 % der üblichen Dosis
- Patienten, die vor Anwendung von Dopaminhydrochlorid mit MAO-Inhibitoren behandelt wurden
Kontraindikationen
Dopamin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Dopamin
- Phäochromozytom
- Engwinkelglaukom
- Hyperthyreose
- Prostataadenom mit Restharnbildung
- (nicht korrigierte) atriale oder ventrikuläre Tachyarrhythmien
- Kammerflimmern
- Hypovolämie (Volumenmangel muss vor Therapie mit Dopamin ausgeglichen werden)
- Kombination mit Cyclopropan und halogenierten Kohlenwasserstoff-Anästhetika
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Dopamin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gangrän
- ohne Häufigkeitsangabe
- Infektion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Unterdrückung der Hypophysenfunktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Fingertremor
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mydriasis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzrhythmusstörungen (überwiegend Extrasystolen)
- Sinustachykardien
- Herzklopfen / Palpitation
- Angina pectoris-Beschwerden / Anginaschmerz
- ektope Herzschläge
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Reizleitungsstörung
- Bradykardie
- verbreiterter QRS-Komplex
- supraventrikuläre Tachykardien oder ventrikuläre Tachykardien bis hin zu Kammerflimmern
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überleitungsstörungen
- Myokardischämie
- erhöhter Blutdruck
- ohne Häufigkeitsangabe
- Risiko eines Anstiegs des linksventrikulären enddiastolischen Druckes, nimmt mit steigender Dosis zu
- schwere Palpitationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Atemnot / Dyspnoe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Zunahme der Hypoxämie bei beatmungspflichtigen Patienten, die auf eine Mehrdurchblutung auch hypoventilierter Alveolargebiete (pulmonale „Shunt"-Bildung) zurückgeführt wurde
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Azotämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Abnahme der Nierendurchblutung
- Polyurie während der Dopamininfusion
- Veränderungen der Harnausscheidung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Piloarrektion
- Hautnekrose
- ohne Häufigkeitsangabe
- lokale Nekrose durch versehentliche paravenöse Infusion / aufgrund einer Extravasation
- bereits in niedriger Dosierung können Hautnekrosen und Gangrän der Akren auftreten
- Gefahr besteht besonders bei Patienten mit akralen Durchblutungsstörungen und bei Verabreichung höherer Dosierungen(>= 10 µg / kg KG / Min.)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung der Harnstoffwerte im Blut
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutdruckabfall / Hypotonie
- übermäßiger Blutdruckanstieg
- Vasokonstriktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- in höherer Dosierung (>= 20 µg / kg KG / Min.) kann sich die dopaminerge Vasodilatation im Splanchnikusgebiet und renalen Gefäßbett durch Stimulation der Alpha-Rezeptoren in eine Vasokonstriktion umkehren und zu einer Abnahme der Nierendurchblutung führen
- Verschlechterung der Hautdurchblutung bei Patienten mit arteriellen Verschlusskrankheiten in der Anamnese
- Hypotension (in niedriger Dosierung); kann normalerweise durch Erhöhung der Infusionsrate korrigiert werden
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angstgefühl
- Unruhegefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- gastrointestinale Blutung
- nach Operationen im Splanchnikusgebiet oder bei Patienten mit Blutungsneigung im Gastrointestinaltrakt:
- Blutungsgefahr wegen Umverteilung des Blutflusses
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- zur intravenösen Anwendung über einen zentralen Katheter [einen Nabelvenenkatheter (NVK), einen peripher-venösen Katheter für Neugeborene („Longline") oder einen chirurgischen zentralvenösen Katheter (cZVK)]
- wenn kein zentraler Zugang möglich ist: Kanüle in einer großen Vene verwenden
- im Infusionssystem ist eine geeignete Messvorrichtung erforderlich, um die Geschwindigkeit und den Durchfluss zu kontrollieren
- keine anderen Infusionen gleichzeitig in die Dopaminhydrochlorid-Leitung infundiert werden
- Verabreichung in eine separate, zweite Injektionsstelle, um die Vermischung wirkstarker Arzneimittel mit Dopaminhydrochlorid zu vermeiden
- nur zur einmaligen Anwendung
- Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Dopamin - invasiv
- kann während der Stillzeit angewendet werden
- aufgrund der kurzen Plasma-Halbwertszeit von Dopamin bei therapeutischen Dosen sind keine Auswirkungen auf gestillte Säuglinge zu erwarten
- nicht bekannt, ob Dopamin in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Dopamin - invasiv
- Dopamin darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn bei vitaler Indikation
- Anwendung bei gebärfähigen Frauen, die keine Empfängnisverhütung anwenden, wird nicht empfohlen
- keine hinreichenden Daten / nur begrenzte Daten für die Verwendung von Dopamin bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- Tierstudien zeigten sowohl Hinweise auf eine verminderte wie auch auf eine erhöhte Uterusdurchblutung nach Dopaminhydrochlorid-Gabe
- Hinweise auf Reproduktionstoxizität
- Risiko für den Menschen unbekannt
- Erfahrungen am Menschen liegen nur in sehr begrenztem Umfang vor (9 Fälle von Frauen mit Präeklampsie und Oligurie, niedrig dosiert)
- unerwünschte Wirkungen auf die exponierten Feten / Neugeborenen nicht beobachtet
- Fertilität
- keine Daten verfügbar
Warnhinweise
Dopamin - invasiv
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei organischen Herz- und Gefäßveränderungen, z.B.
- Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Angina pectoris
- arterielle Verschlusskrankheiten (z.B. Arteriosklerose, arterielle Embolien, Morbus Raynaud, Kälteschäden wie Erfrierungen, diabetische Mikroangiopathie, Morbus Winiwarter-Buerger)
- Herzrhythmusstörungen
- Hypovolämie vor Behandlunsbeginn
- soweit angezeigt, sollte vor Verabreichung von Dopamin eine Hypovolämie durch Volumensubstitution ausgeglichen werden
- Patienten mit Vorhofflimmern und schneller Überleitung auf die Kammer
- sollten vor der Behandlung digitalisiert werden
- Kontrollen während der Anwendung von Dopamin
- sollten Herzfrequenz, -rhythmus, Blutdruck, Urinfluss, Haut- und Extremitätendurchblutung sowie die Infusionsgeschwindigkeit engmaschig überwacht werden
- Verlaufskontrolle von Herzminutenvolumen, zentralem Venendruck (ZVD) und pulmonal-kapillärem Verschlussdruck (PCWP) kann angezeigt sein
- Überwachung von Volumen, Elektrolythaushalt und diastolischem Blutdruck
- Vasopressoren, einschließlich Dopamin, sind im Allgemeinen bei hypovolämischem Schock nicht angezeigt
- sobald eine angemessene therapeutische Flüssigkeitssubstitution eingeleitet wurde, kann in bestimmten Fällen, in denen der Blutdruck trotz einer angemessenen Flüssigkeitssubstitution sehr niedrig bleibt, eine Therapie mit Vasopressoren in Erwägung gezogen werden
- Dopamin sollte gewählt werden, wenn inotrope, chronotrope, vasokonstriktive Wirkungen und eine Erhöhung des peripheren venösen Widerstands erforderlich sind
- die Anwendung von Vasopressoren bei hämorrhagischem oder hypovolämischem Schock sollte jedoch mit Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung erfolgen
- die übermäßige Verabreichung kaliumfreier Lösungen kann zu einer signifikanten Hypokaliämie führen
- wenn ein unverhältnismäßiger Anstieg des diastolischen Drucks (d. h. eine deutliche Abnahme des Pulsdrucks) beobachtet wird, sollten die Infusionsgeschwindigkeit reduziert und die Patienten sorgfältig auf weitere Anzeichen für ein Überwiegen der vasokonstrikorischen Aktivität beobachtet werden, es sei denn, eine solche Wirkung ist erwünscht
- bei Patienten jeden Alters ist eine kontinuierliche Bewertung der Therapie im Hinblick auf das Blutvolumen, eine Verstärkung der kardialen Kontraktilität und die Verteilung der peripheren Perfusion sowie die Harnausscheidung erforderlich
- Überwachung potenzieller kardialer Nebenwirkungen
- es sollte eine sorgfältige Überwachung im Hinblick auf Herzrhythmusstörungen und Tachykardie erfolgen; wenn diese Zustände auftreten, sollte, sofern klinisch angemessen, eine Reduktion der Infusionsgeschwindigkeit oder das Absetzen von Dopamin in Erwägung gezogen werden
- alle reversiblen Ursachen für Tachykardie, wie z. B. Volumenmangel, Hypoxie oder Schmerzen, sollten korrigiert werden, und die Tachykardie sollte kontrolliert werden
- während einer längeren parenteralen Behandlung sowie in allen Fällen, in denen es aufgrund des Zustands des Patienten indiziert ist
- neben klinischen Untersuchungen sind Volumenbilanzierung und in regelmäßigen Abständen Laboruntersuchungen erforderlich, um Elektrolyte, SäureSäure-Basen-Haushalt und Leber- und Nierenfunktion zu überwachen
- Verabreichung
- gleichzeitige Infusion mit anderen Arzneimitteln ist zu vermeiden
- versehentliche paravenöse Infusion kann zu lokalen Nekrosen führen
- Infusion sollte deshalb möglichst über einen Venenkatheter erfolgen
- Dopamin darf nicht subkutan oder intramuskulär angewendet werden
- intraarterielle Gabe unbedingt vermeiden, da eine vasokonstriktorische Wirkung mit der Gefahr einer Gewebeschädigung nicht ausgeschlossen werden kann
- notfalls empfiehlt sich als Gegenmaßnahme die lokale Infiltration eines vasodilatorisch wirkenden Arzneimittels (wie z.B. Phentolamin, 5 -10 mg gelöst in 10 ml 0,9%iger Kochsalzlösung) in das Extravasat
- in Einzelfällen wurde zusätzlich Glyceroltrinitrat (=Nitroglycerin)salbe topisch appliziert
- Patienten mit einer arteriellen Verschlusskrankheit in der Anamnese (z.B. Arteriosklerose, arterielle Embolien, Morbus Raynaud, Kälteschäden wie Erfrierungen, diabetische Mikroangiopathie und Morbus Winiwarter-Buerger)
- sollten sorgfältig auf jegliche Veränderungen von Hautfarbe oder -temperatur der Extremitäten überwacht werden
- tritt eine Veränderung der Hautfarbe oder -temperatur auf, kann es sich um eine weitere Verschlechterung der Hautdurchblutung handeln
- bereits in niedriger Dosierung können Hautnekrosen und Gangrän der Akren auftreten
- Aspirationsgefahr
- bei somnolenten Patienten wegen evtl. Aspirationsgefahr auf Freihaltung der Atemwege achten
- Inhalationsnarkosen mit halogenierten Kohlenwasserstoffen
- Dopamin nur mit größter Vorsicht bei Inhalationsnarkosen mit halogenierten Kohlenwasserstoffen einsetzen
- für einige Produkte ist hier eine Kontraindikation beschrieben (für nähere Informationen bitte jeweilige Herstellerinformation beachten)
- unter Dopamin-Therapie können sich die Serum-Glukose-Spiegel erhöhen
- Bestimmung der Katecholamin-Ausscheidung im Urin kann zu falsch-positiven Werten führen
- Engwinkelglaukom
- Dopamin wird bei Patienten mit Engwinkelglaukom nicht empfohlen
- Absetzerscheinungen
- die Dopamin-Infusion sollte schrittweise beendet werden, um eine unnötige Hypotonie zu vermeiden
- es kann notwendig sein, die Dosis von Dopamin allmählich zu verringern und gleichzeitig das Blutvolumen mit intravenösen Flüssigkeiten zu erhöhen, um ein Wiederauftreten der Hypotonie zu verhindern
- eine plötzliche Beendigung der Dopamin-Infusion kann zu einer ausgeprägten Hypotonie führen
- Extravasation
- Dopamin sollte nach Möglichkeit in eine große Vene infundiert werden, um eine mögliche Infiltration des perivaskulären Gewebes in der Nähe der Infusionsstelle zu verhindern
- eine Extravasation kann zu Nekrose und Verschorfung des umliegenden Gewebes führen
- die Ischämie kann durch eine Infiltration des betroffenen Bereichs mit einem Vasodilatator aufgehoben werden
- sobald eine Extravasation festgestellt wird, sollte eine Spritze mit einer feinen hypodermischen Nadel verwendet werden, um den ischämischen Bereich großzügig zu infiltrieren
- Monoaminoxidase (MAO)-Inhibitoren
- um eine Potenzierung zu vermeiden, sollten Patienten, die vor der Behandlung mit Dopamin mit MAO-Inhibitoren behandelt wurden, reduzierte Dosen von Dopamin erhalten
- alkalisierende Substanzen
- wenn zur Behandlung einer Azidose gleichzeitig Natriumbicarbonat indiziert ist, sollte es über eine separate Infusionsleitung aus einem separaten Behälter oder einem separaten Infusionsbesteck verabreicht werden
- Infektionsrisiko
- die potenziell nachteiligen Auswirkungen von Dopamin auf das Infektionsrisiko sollten berücksichtigt werden, insbesondere bei der Anwendung in hohen Dosen oder über einen längeren Zeitraum
- die Entscheidung, Dopamin oder ein vasoaktives Arzneimittel anzuwenden, sollte individuell getroffen werden, wobei der klinische Zustand des Patienten, das Infektionsrisiko und der potenzielle Nutzen der Behandlung zu berücksichtigen sind
- bei der Behandlung von Patienten, die Dopamin erhalten, sind eine engmaschige Überwachung und Maßnahmen zur Prävention von Infektionen unerlässlich
- die potenziell nachteiligen Auswirkungen von Dopamin auf das Infektionsrisiko sollten berücksichtigt werden, insbesondere bei der Anwendung in hohen Dosen oder über einen längeren Zeitraum
- Prolaktin
- Dopamin wirkt hemmend auf die Freisetzung von Prolaktin
- bekannt, dass Dopamin den Prolaktinspiegel im Serum reduziert
- Kinder
- bei Kindern liegen noch keine ausreichenden Erfahrungswerte vor, um Anwendungsbeschränkungen endgültig festlegen zu können
- zusätzliche Hinweise Dopamin zur Behandlung von Hypotonie bei hämodynamisch instabilen Neugeborenen, Säuglingen und Kindern < 18 Jahren
- periphere Gefäßerkrankung
- die Patienten sollten engmaschig auf Veränderungen der Farbe oder Temperatur der Haut an den Extremitäten überwacht werden
- wenn eine Veränderung der Hautfarbe oder -temperatur auftritt und vermutet wird, dass diese Veränderung auf eine beeinträchtigte Durchblutung der Extremitäten zurückzuführen ist, sollte der Nutzen einer Fortsetzung der Dopamin-Infusion gegen das Risiko einer möglichen Nekrose abgewogen werden
- diese Veränderungen können möglicherweise durch eine Verringerung der Infusionsgeschwindigkeit oder den Abbruch der Infusion rückgängig gemacht werden
- selbst bei niedrigen Dosen kann Dopamin eine Hautnekrose verursachen; das Risiko ist besonders hoch bei Patienten mit Durchblutungsstörungen in den Akren und bei Verabreichung höherer Dosen (>= 10 µg/kg/min)
- aufgrund der variablen, altersabhängigen Clearance ist die Dosis langsam und mit Bedacht zu titrieren, insbesondere bei Neugeborenen
- Neugeborene können empfindlicher für vasokonstriktorische Wirkungen sein
- eine subkutane, intramuskuläre oder intraarterielle Verabreichung muss vermieden werden, da die vasokonstriktorische Wirkung zu einer Gewebeschädigung führen kann
- Nieren- und Leberfunktionsstörung
- die Clearance von Dopamin wird durch eine Nieren- und Leberfunktionsstörung beeinträchtigt (Abnahme um 50 % bei Vorhandensein einer dieser Störungen)
- bei jüngeren Kindern, insbesondere bei Neugeborenen, ist die Clearance sehr variabel, und es wird eine engmaschige Überwachung empfohlen
- septischer Schock
- aufgrund von Signalen einer erhöhten Mortalität bei der Anwendung von Dopamin im Rahmen einer First-Line-Therapie bei pädiatrischen und erwachsenen Patienten mit septischem Schock wird eine First-Line-Therapie von Dopamin bei pädiatrischen Patienten mit Sepsis nicht empfohlen
- Herzoperationen
- Dopamin wird bei Kindern und Jugendlichen mit geringer Herzleistung (Low-Cardiac-Output-Syndrom, LCOS) und niedrigem systemischen Gefäßwiderstand (systemic vascular resistance, SVR) selektiv angewendet, um die Herzleistung zu verbessern
- bei Patienten mit erhöhtem SVR oder erhöhtem pulmonalem Gefäßwiderstand (pulmonary vascular resistance, PVR) findet es im Allgemeinen nur begrenzt Anwendung, da Anomalien im Zusammenhang mit dem Gefäßwiderstand dadurch verschlimmert werden könnten
- die Entscheidung, Dopamin bei Herzoperationen zu verabreichen, sollte immer auf der Grundlage des spezifischen klinischen Zustands des Patienten getroffen werden
- Risiko einer intraventrikulären Blutung (intraventricular haemorrhage, IVH)/einer subependymalen Blutung
- um das Risiko einer IVH/subependymalen Blutung zu mindern, sollten der Blutdruck und der hämodynamische Status von Säuglingen, die Dopaminerhalten, von medizinischem Fachpersonal auf der Neugeborenen-Intensivstation (neonatal intensive care unit, NICU) engmaschig überwacht werden
- bei Bedarf sollten Dosisanpassungen vorgenommen werden, um einen stabilen Blutdruck aufrechtzuerhalten und das Risiko von Nebenwirkungen wie Tachykardie, Extravasation an der Injektionsstelle, unverhältnismäßiger Anstieg des diastolischen Drucks, Schmerzen im Brustkorb, Herzklopfen und Hypotonie zu minimieren
- das allgemeine Management der IVH/subependymalen Blutung sollte eine unterstützende Behandlung und Maßnahmen zur Minderung weiterer, über vasoaktive Arzneimittel hinausgehender, potenzieller Risikofaktoren umfassen
- Fälle von erhöhtem pulmonalarteriellem Druck
- Dopamin kann den pulmonalen Gefäßwiderstand erhöhen, insbesondere bei höheren Dosen
- bei der Verabreichung von Dopamin an Patienten mit erhöhtem pulmonalarteriellem Druck wird eine engmaschige hämodynamische Überwachung empfohlen, und Dosen von mehr als 10 µg/kg/min sollten vermieden werden
- bei akuter pulmonaler Hypertonie sollte Dopamin nur verabreicht werden, wenn dies aufgrund einer individuellen Beurteilung des hämodynamischen und klinischen Zustands des Patienten für notwendig erachtet wird
- Interferenzen bei Laboruntersuchungen
- die Infusion von Dopamin unterdrückt die hypophysäre Sekretion des Thyreoideastimulierenden Hormons (TSH) und von Prolaktin
- eine durch Dopamin induzierte Abnahme des TSH-Werts kann die frühzeitige Diagnose einer angeborenen Hypothyreose beeinträchtigen, die durch hohe TSH-Spiegel in Verbindung mit einem niedrigen T4-Wert gekennzeichnet ist
- es wird daher empfohlen, alle Neugeborenen nicht nur beim primären Screening, sondern auch nach dem Absetzen von Dopamin im Hinblick auf die TSH- und T4-Werte zu testen
- die Infusion von Dopamin unterdrückt die hypophysäre Sekretion des Thyreoideastimulierenden Hormons (TSH) und von Prolaktin
- periphere Gefäßerkrankung