Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 5X2 ML | 149,32 € |
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Indikation
- Akute Blutdruckkrisen
- Hypertensive Gestosen (Präeklampsie, Eklampsie)
Dosierung
- Akute Blutdruckkrisen sowie hypertensive Gestosen (Präeklampsie, Eklampsie)
- 1/2 - 1 Ampulle (12,5 - 25 mg) i.m.
- alternativ 1/4 - 1/2 Ampulle (6,25 -12,5 mg) langsam i.v / 2 Min.
- alternativ evtl. 1 Ampulle (25 mg) als Tropfinfusion
- Dosissteigerung schrittweise unter intensiver Beobachtung
- bei erforderlicher Dosiswiederholung: Zeitintervall von mind. 20 - 30 Min.einhalten; laufende Kontrolle von Blutdruck und Pulsfrequenz
- Dauertropfinfusion bis zu einer Dosierung von 100 mg Dihydralazin / 24 h möglich
- maximale Tagesdosis:
- 100 mg Dihydralazin
- ohne Ermittlung des Acetylator-Status: 50 mg Dihydralazin
- Anwendungsdauer:
- bis Blutdrucknormalisierung auch durch orale Gabe von Antihypertensiva aufrechterhalten werden kann
Kontraindikationen
Dihydralazin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Dihydralazin, Hydralazin oder gegenüber Methansulfonsäure
- idiopathisch und medikamentös induzierter Lupus erythematodes
- Aortenaneurysma
- Herzklappenstenosen
- hypertrophe Kardiomyopathie
- isolierte Rechtsherzinsuffizienz infolge pulmonaler Hypertonie
- von der alleinigen Anwendung von Dihydralazin bei sehr hoher Pulsfrequenz oder Koronarinsuffizienz ist abzusehen
- Schwangerschaft (1. Trimenon)
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Dihydralazin - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- nach Langzeittherapie: Lupus-erythematodes-disseminatus (LED) ähnliches Zustandsbild
- insbesondere bei Patienten, die den Wirkstoff langsam abbauen („Langsam-Acetylierer"), und bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz
- erste Anzeichen: Fieber und rheumaähnliche Gelenk- und Muskelschmerzen
- des weiteren möglich
- Lymphdrüsenschwellung
- Gelenkentzündungen
- Konjunktivitis
- Glomerulonephritis und im Blut nachweisbare antinukleäre Antikörper
- diese Erscheinungen bilden sich in der Regel nach Absetzen des Präparates zurück
- ein Fortbestehen der rheumaähnlichen Symptome bildet sich erst nach einer Corticosteroid-Therapie zurück
- des weiteren möglich
- Träger des HLA-DR4-Antigens haben ein erhöhtes Risiko für LED ähnliche Nebenwirkungen
- nach Langzeittherapie: Lupus-erythematodes-disseminatus (LED) ähnliches Zustandsbild
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lymphdrüsenschwellungen
- Blutbildveränderungen (Anämie, Leuko- penie und Thrombozytopenie)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Agranulozytose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Hypotonie
- Ödeme infolge Natrium- und Wasserretention
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie, Palpitation, pektanginöse Beschwerden
- insbesondere bei Behandlungsbeginn und zu rascher Dosissteigerung
- gilt besonders für Patienten mit Bluthochdruck unter Monotherapie mit Dihydralazin
- bei Kombinationsbehandlung mit Beta-Rezeptoren-Blockern Risiko für diese Nebenwirkungen minimiert
- Tachykardie, Palpitation, pektanginöse Beschwerden
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Magen-Darm-Störungen (Appetitverminderung, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, in Einzelfällen paralytischer Ileus)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Miktionsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hepatitis
- Leberfunktionsstörungen
- Ikterus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Flush
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Hautreaktionen (z.B. Exanthem, Urtikaria, Pruritus)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angst
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- depressive Verstimmungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- migräneartige Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- periphere Neuropathie, die sich durch Parästhesien äußern kann
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tremor
- bildet sich nach Pyridoxin (Vitamin B6)-Gabe zurück
- Muskelkrämpfe
- bilden sich nach Pyridoxin (Vitamin B6)-Gabe zurück
- Tremor
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstopfung der Nase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Potenzstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Abgeschlagenheit
- Fieber
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- einschleichend dosieren
- Applikation i. m. oder i. v. unter ständiger Blutdruckkontrolle
- vor Injektion Trockensubstanz mit beigepacktem Wasser fuer Injektionszwecke vollständig auflösen
- Herstellung von Infusionslösungen:
- frisch zubereitete Injektionslösung mit physiologischer Kochsalzlösung oder 5%iger Sorbitlösung weiter verduennen
- Glukoselösung ist ungeeignet (Osazonbildung)
- Infusionsmaterial (Infusionsbeutel und Infusionsschläuche) muss aus PVC-freiem Material bestehen (sonst Gefahr einer Reaktion der Lösung mit dem PVC-Material: Gelbfärbung und/oder Ausfällung nicht ausgeschlossen)
- keine Interaktionen bei Verwendung von Glas (Infusionsflasche) und PE-Schläuchen (Infusionsschläuche)
Stillzeithinweise
Dihydralazin - invasiv
- während der Laktation sollte Dihydralazin nicht eingesetzt werden
- ist eine Behandlung mit Dihydralazin erforderlich, so sollte abgestillt werden
- nicht bekannt, ob Dihydralazin in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Dihydralazin - invasiv
- kontraindiziert im 1. Trimenon
- keine Daten zur Reproduktionstoxizität aus Tierversuchen vorliegend
- keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren beschrieben
- im weiteren Verlauf der Schwangerschaft sollte die Anwendung nur bei zwingender Indikation erfolgen
Warnhinweise
Dihydralazin - invasiv
- besondere Vorsicht bei
- Patienten mit schwerer Leber- und Niereninsuffizienz oder zerebrovaskulären Durchblutungsstörungen und deren Folgen
- Patienten, die Dihydralazin langsam abbauen (Langsam-Acetylierer)
- Tachykardie, Palpitation, pektanginöse Beschwerden
- durch die erwünschte Gefäßerweiterung und Blutdrucksenkung können, besonders zu Behandlungsbeginn und bei zu rascher Dosissteigerung, Tachykardie, Palpitation und pektanginöse Beschwerden auftreten
- gilt besonders für Patienten mit Bluthochdruck unter alleiniger Therapie mit Dihydralazin
- bei der Kombinationsbehandlung des Bluthochdrucks mit Beta-Rezeptoren-Blockern treten diese Nebenwirkungen wesentlich seltener auf
- periphere Neuropathie
- selten können eine periphere Neuropathie, die sich durch Parästhesien wie Kribbeln, Kältegefühl, Taubheitsgefühl an den Gliedmaßen äußern kann, in Einzelfällen Tremor und Muskelkrämpfe auftreten
- Erscheinungen bilden sich nach Pyridoxin-(Vitamin B6)-Gabe zurück
- Lupus-erythematodes-disseminatus (LED)
- nach mehrmonatiger Verabreichung von Dihydralazin kann es insbesondere bei Patienten, die Dihydralazin langsam abbauen ("Langsam-Acetylierer"'), und bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz zu einem Lupus-erythematodes-disseminatus ähnlichen Zustandsbild kommen
- erste Anzeichen sind Fieber und rheumaähnliche Gelenk- und Muskelschmerzen, weiterhin können Lymphdrüsenschwellung, Gelenkentzündungen, Konjunktivitis und Glomerulonephritis auftreten
- im Blut können antinukleäre Antikörper nachweisbar werden
- diese Erscheinungen bilden sich in der Regel nach Absetzen zurück
- vereinzelt ein Fortbestehen der rheumaähnlichen Symptome beschrieben worden, die sich erst nach einer Corticosteroid-Therapie zurückbilden
- Träger des HLA-DR4-Antigens werden von LED-ähnlichen Nebenwirkungen häufiger betroffen
- Gabe eines Beta-Rezeptoren-Blockers, parallel oder schon einige Tage vor der Therapie mit Dihydralazin, empfehlenswert zur Vermeidung einer Reflextachykardie
- Nebenwirkungen, die auf einer Stimulation des Renin-Angiotensin-Mechanismus beruhen, werden durch Beta-Rezeptoren-Blocker gemindert
- bei koronarer Herzkrankheit (KHK) mit Zeichen einer Myokard-Ischämie, Angina pectoris oder eines Herzinfarkts sowie bei Tachykardie darf Dihydralazin nur in Kombination mit Beta-Rezeptoren-Blockern verabreicht werden
- Bestimmung von HLA-DR4-Antigen vor Therapiebeginn und von antinukleären Antikörpern bei längerfristiger Therapie sowie regelmäßige Blutbildkontrollen empfohlen
- Hirndurchblutung
- Dihydralazin kann die Hirndurchblutung vermindern, so dass insbesondere bei älteren Patienten mit Neigung zu Hypotonie Vorsicht geboten ist