Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5 ST | 35,33 € |
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Indikation
- nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans von mittlerer Wirkdauer zur i.v. Anwendung
- bei chirurgischen und anderen Eingriffen bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von 1 Monat
- zur Anwendung bei Erwachsenen während Intensivtherapie
- als Zusatz bei Allgemeinanästhesie oder im Rahmen der Sedierung im intensivmedizinischen Bereich zur Relaxierung der Muskulatur sowie zur Erleichterung der endotrachealen Intubation und der künstlichen Beatmung
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektions-/Infusionslösung enthält 2,68 mg Cisatracuriumbesilat entsprechend 2 mg Cisatracurium
- chirurgische und andere Eingriffe; Anwendung während der Intensivtherapie; Zusatz bei Allgemeinanästhesie oder im Rahmen der Sedierung im intensivmedizinischen Bereich
- Anwendung nur von einem Anästhesisten oder unter Aufsicht eines Anästhesisten oder eines anderen Arztes, der mit der Anwendung und Wirkung von Muskelrelaxanzien vertraut ist
- Möglichkeiten zur endotrachealen Intubation, zum Erhalt der Lungenventilation und zur angemessenen arteriellen Oxygenierung müssen zur Verfügung stehen
- keine gleichzeitige Verabreichung von Propofol-Injektionsemulsion oder alkalischen Lösungen wie Thiopental-Natrium in derselben Spritze oder durch dieselbe Nadel
- Hinweis zur Überwachung
- Überwachung der neuromuskulären Funktionen empfohlen, um die Dosierung den individuellen Erfordernissen anpassen zu können
- i.v. Bolusinjektion
- Erwachsene
- endotracheale Intubation
- 0,15 mg / kg KG
- gute bis sehr gute Intubationsbedingungen 120 Sekunden nach der Anwendung, bei Anästhesieeinleitung mit Propofol
- Verkürzung der Zeit bis zum Eintritt der neuromuskulären Blockade durch höhere Dosen
- durchschnittliche pharmakodynamische Daten nach Verabreichung bei gesunden Patienten während einer Anästhesie mit Opioiden (Thiopental/Fentanyl/Midazolam) oder Propofol
- 0,1 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Opioid
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression (T1 einzelne Zuckungen des Daumenadduktors bzw. die erste Zuckung eines Vierfachreizes ("train-of-four") als Antwort auf eine supramaximale elektrische Stimulation des Nervus ulnaris): 3,4 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 4,8 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 45 Minuten
- 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Propofol
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 2,6 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 3,5 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 55 Minuten
- 0,2 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Opioid
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 2,4 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 2,9 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 65 Minuten
- 0,4 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Opioid
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,5 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 1,9 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 91 Minuten
- 0,1 mg Cisatracurium / kg KG
- Verlängerung der Wirkdauer einer Anfangsdosis Cisatracurium um bis zu 15 % bei einer Enfluran- oder Isofluran-Anästhesie
- Erhaltung der Relaxation
- Verlängerung der neuromuskulären Blockade mit Erhaltungsdosen von Cisatracurium
- Verlängerung der neuromuskulären Blockade während einer Opioid- oder Propofol-Anästhesie um ca. 20 Minuten mit einer Dosis von 0,03 mg / kg KG
- aufeinanderfolgende Erhaltungsdosen haben keinen kumulativen Effekt auf die neuromuskuläre Blockade
- Spontanerholung
- bei Einsetzen der spontanen Erholung von der neuromuskulären Blockade ist die Zeitspanne bis zur vollständigen Erholung unabhängig von der verabreichten Cisatracurium-Dosis
- Opioid- oder Propofol-Anästhesie
- durchschnittliche Zeiten von einer 25 %igen bis zu einer 75 %igen Erholung bzw. von einer 5 %igen bis zu einer 95 %igen Erholung: ca. 13 bzw. 30 Minuten
- Aufhebung der neuromuskulären Blockade
- vollständige Aufhebung der neuromuskulären Blockade durch übliche Dosen von Cholinesterase-Hemmstoffen
- mittlere Zeiten von einer 25 %igen bis zu einer 75 %igen Erholung bzw. bis zur vollständigen klinischen Erholung (T4:T1-Verhältnis >/= 0,7) : ca. 4 bzw. 9 Minuten nach Verabreichung des Antidots bei einer durchschnittlichen T1-Erholung von 10 %
- endotracheale Intubation
- Kinder
- endotracheale Intubation (Kinder im Alter von 1 Monat - 12 Jahre)
- empfohlene Intubationsdosis: 0,15 mg / kg KG (schnelle Verabreichung über 5 - 10 Sekunden)
- endotracheale Intubation nach 120 Sekunden
- pharmakodynamische Daten
- Kinder 1 - 11 Monate
- 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Halothan
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,4 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 2,0 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 52 Minuten
- 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Opioid
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,4 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 1,9 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 47 Minuten
- 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
- Kinder 1 Monat - 12 Jahre
- 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Halothan
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 2,3 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 3,0 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 43 Minuten
- 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Opioid
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 2,6 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 3,6 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 38 Minuten
- 0,15 mg Cisatracurium / kg KG
- Kinder 1 - 11 Monate
- Anwendung zur Intubation bei Kindern der ASA-Klassen III - IV nicht untersucht
- begrenzte Daten zur Anwendung bei Kindern < 2 Jahren bei lang andauernden oder großen chirurgischen
- kürzere klinische Wirkungsdauer und schnelleres Spontanerholungsprofil als bei Erwachsenen
- Anwendung einer geringeren Dosierung, wenn Cisatracurium zur Intubation nicht erforderlich ist
- Kinder 2 - 12 Jahre
- 0,08 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Halothan
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,7 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 2,5 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 31 Minuten
- 0,1 mg Cisatracurium / kg KG
- Art der Anästhesie: Opioid
- Zeitspanne bis zu einer 90 %igen T1-Suppression: 1,7 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer maximalen T1-Suppression: 2,8 Minuten
- Zeitspanne bis zu einer 25 %igen T1-Spontanerholung: 28 Minuten
- 0,08 mg Cisatracurium / kg KG
- Kinder 2 - 12 Jahre
- keine Untersuchung der Anwendung nach vorheriger Gabe von Suxamethonium
- Verlängerung der klinischen Wirkungsdauer um bis zu 20 % durch Halothan
- keine Erkenntnisse zur Anwendung während einer Anästhesie mit hlaogenierten Fluorkohlenwasserstoff-Anästhetika (es kann von einer Verlängerung der klinischen Wirkungsdauer von Cisatracurium ausgegangen werden)
- Erhaltung der Relaxation (Kinder 2 - 12 Jahre)
- Verlängerung der neuromuskulären Blockade mit Erhaltungsdosen
- Verlängerung der klinisch effektiven neuromuskulären Blockade während einer Halothan-Anästhesie um ca. 9 Minuten mit einer Dosis von 0,02 mg / kg KG
- aufeinanderfolgende Erhaltungsdosen haben keinen kumulativen Effekt auf die neuromuskuläre Blockade
- Kinder < 2 Jahre
- keine ausreichenden Daten für eine Dosierungsempfehlung
- sehr begrenzte Daten: Verlängerung der neuromuskulären Blockade um bis zu 25 Minuten während einer Opioid-Anästhesie mit einer Dosis von 0,03 mg / kg KG
- Spontanerholung
- bei Eintreten der Erholung von der neuromuskulären Blockade, ist die Zeitspanne bis zur vollständigen Erholung unabhängig von der verabreichten Dosis
- während einer Opioid- oder Halothan-Anästhesie beträgt die durchschnittliche Dauer von einer 25 %igen bis zu einer 75 %igen Erholung bzw. von einer 5 %igen bis zu einer 95 %igen Erholung ca. 11 bzw. 28 Minuten
- Aufhebung der neuromuskulären Blockade
- vollständige Aufhebung der neuromuskulären Blockade durch übliche Dosen von Cholinesterase-Hemmstoffen
- mittlere Zeit von einer 25 %igen bis zu einer 75 %igen Erholung bzw. bis zur vollständigen klinischen Erholung (T4:T1-Verhältnis >/= 0,7) beträt ca. 2 bzw. 5 Minuten nach Verabreichung des Antagonisten bei einer durchschnittlichen T1-Erholung von 13 %
- endotracheale Intubation (Kinder im Alter von 1 Monat - 12 Jahre)
- Erwachsene
- i.v. Infusion
- Erwachsene und Kinder (2 - 12 Jahre)
- Aufrechterhaltung der neuromuskulären Blockade durch Infusion von Cisatracurium
- nach den ersten Anzeichen einer Spontanerholung
- anfängliche Infusionsrate: 3 µg / kg KG / min (0,18 mg / kg KG / h), Erzielung einer 89 %igen bis 99 %igen T1-Unterdrückung
- nach der anfänglichen Stabilisierungsphase: 1 - 2 µg / kg KG / min (0,06 - 0,12 mg / kg / h) zur Aufrechterhaltung ausreichend
- bei Anwendung während einer Isofluran- oder Enfluran-Anästhesie kann eine Reduktion der Infusionsrate um bis zu 40 % erforderlich sein
- Infusionsrate abhängig von der Konzentration von Cisatracurium in der Infusionslösung, dem gewünschten Grad der neuromuskulären Blockade und dem Gewicht des Patienten
- Richtlinien für den Einsatz von unverdünntem Cisatracurium
- 20 kg KG
- 0,6 ml / h bei einer Dosis von 1,0 µg / kg KG / min
- 0,9 ml / h bei einer Dosis von 1,5 µg / kg KG / min
- 1,2 ml / h bei einer Dosis von 2,0 µg / kg KG / min
- 1,8 ml / h bei einer Dosis von 3,0 µg / kg KG / min
- 70 kg KG
- 2,1 ml / h bei einer Dosis von 1,0 µg / kg KG / min
- 3,2 ml / h bei einer Dosis von 1,5 µg / kg KG / min
- 4,2 ml / h bei einer Dosis von 2,0 µg / kg KG / min
- 6,3 ml / h bei einer Dosis von 3,0 µg / kg KG / min
- 100 kg KG
- 3,0 ml / h bei einer Dosis von 1,0 µg / kg KG / min
- 4,5 ml / h bei einer Dosis von 1,5 µg / kg KG / min
- 6,0 ml / h bei einer Dosis von 2,0 µg / kg KG / min
- 9,0 ml / h bei einer Dosis von 3,0 µg / kg KG / min
- 20 kg KG
- kontinuierliche Infusion mit konstanter Infusionsrate nicht mit einer progressiven Zu- oder Abnahme der neuromuskulären Blockade verbunden
- nach der Beendigung der Infusion ist die Zeitspanne bis zur Spontanerholung von der neuromukulären Blockade vergleichbar mit der nach einer einzelnen Bolusinjektion
- Neugeborene < 1 Monat
- Anwendung nicht empfohlen (keine Untersuchungen)
- Erwachsene und Kinder (2 - 12 Jahre)
- Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung notwendig
- möglicherweise leicht verzögerter Wirkungseintritt
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung notwendig
- möglicherweise leicht verzögerter Wirkungseintritt
- eingeschränkte Leberfunktion
- keine Dosisanpassung notwendig
- möglicherweise leicht beschleunigter Wirkungseintritt möglich
- kardiovaskuläre Erkrankungen
- schwere kardiovaskuläre Erkrankungen (New York Heart Association (NYHA)-Klasse I-III), die sich einer koronararteriellen Bypass-Operation unterziehen
- bei schneller Bolusinjektion (über 5 - 10 Sekunden) bei keiner der untersuchten Dosierungen (bis einschließlich 0,4 mg / kg KG (8 x ED95)) klinisch signifikante kardiovaskuläre Effekte
- nur wenige klinische Daten für Dosierungen > 0,3 mg / kg KG
- Kinder in der Herzchirurgie
- Einsatz von Cisatracurium nicht untersucht
- schwere kardiovaskuläre Erkrankungen (New York Heart Association (NYHA)-Klasse I-III), die sich einer koronararteriellen Bypass-Operation unterziehen
- Intensivmedizin
- Erwachsene
- Anwendung als Bolusinjektion und/oder als Infusion
- Anfangsdosis: 3 µg / kg KG / min (0,18 mg / kg KG / h)
- erforderliche Dosen können von Patient zu Patient erheblich schwanken und auch während der Behandlung steigen oder fallen
- klinische Studien: durchschnittliche Infusionsrate 3 µg / kg KG / min [Bereich 0,5 - 10,2 µg / kg KG / min (0,03 - 0,6 mg / kg KG / h)]
- durchschnittliche Zeit bis zur vollständigen Spontanerholung nach Langzeitinfusion (bis zu 6 Tagen) ungefähr 50 Minuten
- Erholungsprofil ist unabhängig von der Dauer der Infusion
- Erwachsene
- ältere Patienten
Kontraindikationen
Cisatracurium - invasiv
- bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Cisatracurium oder Atracurium
Nebenwirkungen
Cisatracurium - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktionen
- anaphylaktischer Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautrötung (Flush)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bronchospasmus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Myopathie
- Muskelschwäche
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- zur einmaligen Anwendung bei einem Patienten (keine antimikrobiellen Konservierungsmittel)
- Anwendung als i.v. Bolusinjektion oder als i.v. Infusion
Stillzeithinweise
Cisatracurium - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme sollte das Stillen während der Behandlung unterbrochen werden
- es wird empfohlen, für 5 Halbwertszeiten von Cisatracurium auf das Stillen zu verzichten, d. h.
- etwa 3 Stunden nach der letzten Cisatracurium-Dosis oder nach dem Ende der Cisatracurium-Infusion
- es wird empfohlen, für 5 Halbwertszeiten von Cisatracurium auf das Stillen zu verzichten, d. h.
- Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
- aufgrund der kurzen Halbwertszeit ist jedoch ein Einfluss auf das gestillte Kind nicht zu erwarten
- wenn die Mutter wieder mit dem Stillen beginnt, nachdem die Wirkungen der Substanz abgeklungen sind
- aufgrund der kurzen Halbwertszeit ist jedoch ein Einfluss auf das gestillte Kind nicht zu erwarten
- nicht bekannt, ob Cisatracurium oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
Schwangerschaftshinweise
Cisatracurium - invasiv
- Cisatracurium sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden
- keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Cisatracurium bei schwangeren Frauen vorliegend
- mögliches Risiko für Menschen unbekannt
- tierexperimentelle Studien
- unzureichende Daten bezgl.
- Auswirkungen auf die Schwangerschaft
- embryonaler / fetaler Entwicklung
- Geburt
- postnataler Entwicklung
- unzureichende Daten bezgl.
- Fertilität
- keine Studien zur Fertilität durchgeführt
Warnhinweise
Cisatracurium - invasiv
- Allgemein
- Cisatracurium lähmt die Atem- und Skelettmuskulatur, ohne das Bewusstsein oder die Schmerzwahrnehmung zu beeinträchtigen
- Cisatracurium sollte nur von folgenden Ärzten verabreicht werden
- einem Anästhesisten
- unter Aufsicht eines Anästhesisten
- unter Aufsicht eines anderen Arztes, der mit der Anwendung und Wirkung von Muskelrelaxanzien vertraut ist
- folgende Möglichkeiten müssen zur Verfügung stehen
- zur endotrachealen Intubation
- zum Erhalt der Lungenventilation
- zur angemessenen arteriellen Oxygenierung
- Cisatracurium sollte nur von folgenden Ärzten verabreicht werden
- Cisatracurium lähmt die Atem- und Skelettmuskulatur, ohne das Bewusstsein oder die Schmerzwahrnehmung zu beeinträchtigen
- Überempfindlichkeit
- Cisatracurium sollte nur mit Vorsicht an Patienten verabreicht werden, die eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen Muskelrelaxanzien gezeigt haben
- Berichte über hohe Rate (> 50 %) einer Kreuzüberempfindlichkeit zwischen Muskelrelaxanzien
- Cisatracurium sollte nur mit Vorsicht an Patienten verabreicht werden, die eine Überempfindlichkeit gegenüber anderen Muskelrelaxanzien gezeigt haben
- Herzfrequenz
- Cisatracurium weist keine signifikanten Vagus- oder Ganglien-blockierenden Effekte auf
- kein klinisch relevanter Einfluss auf die Herzfrequenz
- wirkt nicht Bradykardien entgegen, die durch Gabe anderer bei der Anästhesie verwendeter Arzneimittel, oder die nach Vagusreizung im Laufe von chirurgischen Eingriffen eventuell verursacht worden sind
- Cisatracurium weist keine signifikanten Vagus- oder Ganglien-blockierenden Effekte auf
- Patienten mit Myasthenia gravis oder anderen neuromuskulären Erkrankungen
- zeigen eine stark erhöhte Empfindlichkeit gegenüber nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien
- bei diesen Patienten wird eine Anfangsdosis </= 0,02 mg / kg Körpergewicht (KG) empfohlen
- Säure-Basen- und / oder Serumelektrolyt-Haushalt
- schwere Störungen können die Empfindlichkeit von Patienten gegenüber Muskelrelaxanzien herauf- oder herabsetzen
- Neugeborene < 1 Monat
- keine Erfahrungen zur Anwendung von Cisatracurium bei Neugeborenen < 1 Monat vorliegend
- in dieser Patientengruppe wurden keine klinischen Prüfungen durchgeführt
- keine Erfahrungen zur Anwendung von Cisatracurium bei Neugeborenen < 1 Monat vorliegend
- maligne Hyperthermie
- keine Studien über die Anwendung von Cisatracurium bei Patienten, bei denen in der Vergangenheit eine maligne Hyperthermie aufgetreten ist, vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Studien an für maligne Hyperthermie empfindlichen Schweinen
- Cisatracurium löst dieses Syndrom bei dieser Spezies nicht aus
- Studien an für maligne Hyperthermie empfindlichen Schweinen
- Operation mit induzierter Unterkühlung
- keine Studien zur Anwendung von Cisatracurium bei Patienten, die einer Operation mit induzierter Unterkühlung (25 - 28 °C) unterzogen werden, vorhanden
- Infusionsrate, die benötigt wird, um eine angemessene Relaxierung während des operativen Eingriffs zu erhalten, kann unter diesen Bedingungen signifikant reduziert sein (wie bei anderen Muskelrelaxanzien)
- Patienten mit Verbrennungen
- Cisatracurium wurde nicht bei Patienten mit Verbrennungen untersucht
- Möglichkeit einer Dosiserhöhung und einer verkürzten Wirkungsdauer muss berücksichtigt werden, wenn Cisatracurium diesen Patienten verabreicht wird (wie bei anderen nicht-depolarisierenden Muskelrelaxanzien)
- Patienten auf der Intensivstation
- tierexperimentelle Studien
- Laudanosin, ein Metabolit von Cisatracurium und Atracurium, wurde mit einer vorübergehenden Hypotonie und bei einigen Arten mit zerebral erregenden Effekten in Verbindung gebracht
- nach Verabreichung hoher Dosen in Tierstudien
- bei der empfindlichsten Tierart traten diese Effekte bei Plasma-Laudanosin-Konzentrationen auf, die vergleichbar zu denjenigen waren, die bei einigen Patienten auf der Intensivstation nach längerer Infusion von Atracurium gemessen wurden
- Laudanosin, ein Metabolit von Cisatracurium und Atracurium, wurde mit einer vorübergehenden Hypotonie und bei einigen Arten mit zerebral erregenden Effekten in Verbindung gebracht
- entsprechend der niedrigeren Infusionsrate von Cisatracurium betragen die Plasma-Laudanosin-Konzentrationen ca. 1/3 gegenüber denen nach einer Atracurium-Infusion
- seltene Meldungen über Krämpfe bei Patienten auf Intensivstationen, die neben anderen Arzneimitteln Atracurium erhalten haben
- diese Patienten hatten gewöhnlich eine oder mehrere medizinische Prädispositionen für Krämpfe, z.B.
- Schädeltrauma
- hypoxische Enzephalopathie
- Hirnödem
- virale Enzephalitis
- Urämie
- kausaler Zusammenhang mit Laudanosin wurde nicht festgestellt
- diese Patienten hatten gewöhnlich eine oder mehrere medizinische Prädispositionen für Krämpfe, z.B.
- tierexperimentelle Studien