NIPRUSS
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 1X5 ST | – |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
Erwachsene
- hypertone Krisen
- kontrollierte Hypotension bei Operationen
- Hinweis: nicht für die Dauertherapie geeignet
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle enthält 60 mg Nitroprussidnatrium-Dihydrat entsprechend 52,75 mg Nitroprussidnatrium, wasserfrei
- hypertone Krisen, kontrollierte Hypotension bei Operationen
- grundsätzlich Beginn mit niedrigen Dosen
- sofortiger Eintritt der hypotensiven Wirkung
- rasches Erreichen der Ausgangswerte nach Infusionsende
- in der Einstellungsphase ist eine genaue Titrierung mit 1 - 2minütlichen Blutdruckmessungen erforderlich
- allmähliche Reduktion der Infusionsgeschwindigkeit gegen Infusionsende
- Beginn der Infusion: 0,2 µg Nitroprussidnatrium Dihydrat / kg KG / Min
- Verdopplung in Zeitintervallen von 3 - 5 Min. bis zum Eintritt des gewünschten Blutdruckniveaus
- Variation der Infusionsgeschwindigkeit: 0,2 - 10 µg Nitroprussidnatrium Dihydrat / kg KG / Min
- Maximaldosen
- Höchstdosis bei kontrollierter Hypotension bei Operation
- Gesamtmenge pro Fall von 1,0 - 1,5 mg / kg KG nicht überschreiten
- hypertone Krisen
- bei mehrtägige Nitroprussidnatrium-Infusionen, wie z. B. zur Behandlung hypertoner Krisen, werden die oben genannten Maximaldosen in der Regel überschritten
- Höchstdosis bei kontrollierter Hypotension bei Operation
- Dosierungstabelle für 50 ml Infusionspumpe und 1,2 mg / ml Nitroprussidnatrium Dihydrat s. Fachinformation
- Dosierungstabelle für Perfusor 50 ml sowie Infusomat in 250 ml bzw 500 ml s. Fachinformation
- Vermeidung von Cyanidintoxikationen
- gleichzeitiges Anwenden einer Nitroprussidnatrium-Infusion mit einer Dauerinfusion von Natriumthiosulfat-Lösung über einen getrennten venösen Zugang im Verhältnis von etwa 1:10 (Nitroprussidnatrium Dihydrat : Natriumthiosulfat) bezogen auf die Gewichte der Wirkstoffe
- zum praktischen Vorgehen:
- Natriumthiosulfatlösung 100 mg / ml in eine zweite Perfusorspritze aufziehen und im Volumenverhältnis von etwa 10:1 (Nitroprussidnatrium Dihydrat : Natriumthiosulfat) über einen getrennten venösen Zugang infundieren
- bei Verwendung eines Infusomaten sollte das Volumenverhältnis entsprechend 50:1 bzw. 100:1 betragen
- Antidot im Falle einer vermuteten oder beobachteten Cyanid Toxizität
- wenn z. B. kein Thiosulfat für eine gleichzeitige Anwendung verfügbar ist): Hydroxocobalamin und/oder Methaemoglobin-Bildner können erforderlich sein (Sicherheitsempfehlungen dieser Arzneimittel beachten)
- Thiocyanat-Toxizität
- bei mehrtägigen Infusionen (im Falle hoher Dosen auch schon innerhalb von 24 Std.) und besonders bei niereninsuffizienten Patienten
- Kontrolle des Thiocyanatspiegels
- Thiocyanatspiegel darf nicht > 6 mg / 100 ml sein
- Thiocynatkonzentrationen > 6 mg / 100 ml können zu toxischen Symptomes wie Schwächegefühl, Erbrechen, Schwindel und Tinnitus führen
- im Fall einer Thiocyanat-Intoxikation sollte die Infusion mit Nitroprussidnatrium abgebrochen und falls notwendig, Thiocyanat durch Dialyse aus dem Körper entfernt werden
- bei mehrtägigen Infusionen (im Falle hoher Dosen auch schon innerhalb von 24 Std.) und besonders bei niereninsuffizienten Patienten
- ältere Patienten
- oft niedrigere Dosen erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher nicht erwiesen (keine Daten)
- keine Anwendung
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Kontrolle des Thiocyanatspiegels bei mehrtätigen Infusionen und im Falle einer hohen Dosierung bereits innerhalb von 24 Std.
- Thiocyanatspiegel darf nicht > 6 mg / 100 ml sein
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Freisetzung des Cyanids aus Nitroprussidnatrium hauptsächlich durch Leberenzyme, daher Akkumulation bei schwer eingeschränkter Leberfunktion möglich
- Vorsicht bei der Anwendung
- Dosistitration mit Vorischt
- Überwachung auf Anzeichen einer Cyanidtoxizität
- falls notwendig, Anwendung von Nitroprussidnatrium schrittweise reduzieren oder abbrechen und die Anweisung zur Behandlung von Cyanid-Toxizität befolgen
- Dauer der Anwendung
- richtet sich u.a. nach der Gesamtdosis
Kontraindikationen
Nitroprussid - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Nitroprussid
- kompensatorische Hypertension verursacht durch z. B. Aortenisthmusstenose oder arteriovenöse Shunts
- Lebersche Optikusatrophie
- Tabakamblyopie
- Vitamin B12-Mangel
- metabolische Azidose
- Hypothyreose
- intrapulmonale arteriovenöse Shunts
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Nitroprussid - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- hellrotes venöses Blut
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- metabolische Azidose
- Lactatanstieg
- Appetitlosigkeit
- Hypothyreose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schlafstörungen
- Nervosität
- Tinnitus
- Miosis
- Hyperreflexie
- Verwirrtheit
- Halluzinationen
- Krampfanfälle
- Paralyse
- Koma
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhö
- Inkontinenz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie
- Herzrhythmusstörungen
- Herzklopfen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwere Hypotension
- Rebound-Effek
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypoventilation
- verminderte Sauerstoffaufnahme
- Atemlähmung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwächegefühl
- unzureichende Blutdrucksenkung
- Tachyphylaxie
- Toleranz (häufiger bei jüngeren Patienten als bei älteren)
- Reaktionen an der Applikationsstelle (z. B.: Schmerz, Hautrötung, Jucken)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cyanid-Intoxikation (durch die gleichzeitige Infusion von Thiosulfat vermeidbar; Details siehe Herstellerinformation) mit folgenden Vergiftungssymptomen:
- hellrotes venöses Blut
- Hypoventilation
- Lactatanstieg
- verminderte Sauerstoffaufnahme
- Herzklopfen
- Herzrhythmusstörungen
- Kopfschmerzen
- metabolische Azidose
- Koma
- Atemlähmung
- Krampfanfälle
- Thiocyanat-Intoxikation (vermeidbar; Details siehe Herstellerinformation) mit folgenden Vergiftungssymptomen
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Schlafstörungen
- Nervosität
- Hypothyreose
- Durchfälle
- Erbrechen
- Inkontinenz
- Psychose
- Paralyse
- Koma
- Cyanid-Intoxikation (durch die gleichzeitige Infusion von Thiosulfat vermeidbar; Details siehe Herstellerinformation) mit folgenden Vergiftungssymptomen:
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- zur Infusion
- Infusion i.v. über Perfusor oder Infusomat
- Vorsichtsmaßnahmen vor / bei der Handhabung bzw. vor / während der Anwendung des Arzneimittels
- Lichtschutz kann durch Verwendung eingefärbter Spritzen und Schläuche erreicht werden
- schwach gelblich gefärbte Infusionslösung
- intensiv gefärbte Lösungen dürfen nicht verwendet werden
- der fertigen Infusionslösung dürfen keine weiteren Arzneistoffe zugesetzt werden
- Applikation der Infusionslösung erfolgt am sichersten über einen separaten Venenkatheter, um einen Aufstau von Wirkstoffen im Schlauchsystem oder in peripheren Venen zu vermeiden
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Nitroprussid - invasiv
- Nitroprussid sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden (strengste Indikationsstellung)
- ausreichende Erfahrungen fehlen
Schwangerschaftshinweise
Nitroprussid - invasiv
- Nitroprussid sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden (strengste Indikationsstellung)
- ausreichende Erfahrungen fehlen
Warnhinweise
Nitroprussid - invasiv
- Patienten, die zuvor PDE 5-Inhibitoren eingenommen haben:
- Anwendung von Nitroprussidnatrium nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- bei Anwendung von PDE 5-Inhibitoren kann es zu einer erheblichen Verstärkung des blutdrucksenkenden Effektes von Nitroprussid kommen, wenn Nitroprussidnatrium innerhalb
- von 24 Stunden nach Sildenafil oder Vardenafil oder
- innerhalb von 48 Stunden nach Tadalafil gegeben wird, abhängig von der Halbwertszeit des PDE 5-Inhibitors
- in diesem Fall sollte eine besonders vorsichtige Dosistitration erfolgen
- Erkrankungen, die mit einem erhöhten intrakraniellen Druck einhergehen
- besonders sorgfältige ärztliche Überwachung
- fortlaufende Monitorüberwachung des EKG und ggf. der wichtigsten hämodynamischen Parameter während Anwendung erforderlich
- Blutdruck wird unter Operationsbedingungen am besten direkt über arterielle Kanüle gemessen
- bei mehrtägigen Infusionen genügen die Blutdruckmessungen über eine nicht-invasive Methode
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- bei mehrtägigen Infusionen von Nitroprussidnatrium (im Falle von hohen Dosen auch schon innerhalb von 24 Stunden) und besonders bei niereninsuffizienten Patienten:
- Thiocyanatspiegel kontrollieren; darf 6 mg/100 ml nicht überschreiten
- Intoxikation kann früher entstehen als bei Nierengesunden
- bei mehrtägigen Infusionen von Nitroprussidnatrium (im Falle von hohen Dosen auch schon innerhalb von 24 Stunden) und besonders bei niereninsuffizienten Patienten:
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Anwendung und Dosistitration nur mit Vorsicht
- Patienten auf Anzeichen einer Cyanidtoxizität engmaschig überwachen
- falls notwendig muss die Anwendung von Nitroprussidnatrium schrittweise reduziert oder abgebrochen werden und die Anweisungen zur Behandlung von Cyanid-Toxizität sind zu befolgen
- schwer eingeschränkte Leberfunktion
- weil Cyanid, welches aus Nitroprussidnatrium freigesetzt wird, hauptsächlich durch Leberenzyme metabolisiert wird, kann es bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion akkumulieren
- Cyanid-Toxizität
- um der Cyanid-Toxizität effektiv vorzubeugen (weil möglicherweise die Entgiftungskapazität des menschlichen Organismus überschritten wird) sind Maßnahmen zu ergreifen (siehe auch Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung" sowie "Nebenwirkungen")
- Cyanid wird aus Nitroprussidnatrium freigesetzt
- zur Verhütung einer Cyanidintoxikation:
- gleichzeitige Gabe (getrennte Zugänge) von Natriumthiosulfatlösung empfohlen
- Details zur sachgemäßen Verabreichung siehe jeweilige Herstellerinformation
- gleichzeitige Gabe (getrennte Zugänge) von Natriumthiosulfatlösung empfohlen
- Antidot im Falle einer vermuteten oder beobachteten Cyanid Toxizität (wenn z. B. kein Thiosulfat für eine gleichzeitige Anwendung verfügbar ist):
- Hydroxocobalamin und/oder Methaemoglobin-Bildner können erforderlich sein
- Sicherheitsempfehlungen dieser Arzneimittel sind zu beachten
- Hydroxocobalamin und/oder Methaemoglobin-Bildner können erforderlich sein
- zur Verhütung einer Cyanidintoxikation:
- Thiocynat-Toxizität
- Cyanid wird zusammen mit Thiosulfat zu Thiocyanat metabolisiert, welches im Vergleich zu Cyanid etwa 100-mal weniger toxisch ist
- um der Thiocynat-Toxizität effektiv vorzubeugen sind Maßnahmen zu ergreifen (siehe auch Rubrik "Dosierung und Dauer der Anwendung" sowie "Nebenwirkungen")
- Thiocyanatspiegel kontrollieren
- bei mehrtägigen Gaben von Nitroprussid
- im Falle von hohen Dosen auch schon innerhalb von 24 Stunden und
- besonders bei niereninsuffizienten Patienten
- Thiocynat-Spiegel darf 6 mg/100 ml nicht überschreiten
- Thiocyanatkonzentrationen von > 6 mg/100 ml führen zu toxischen Symptomen wie Schwächegefühl, Erbrechen, Schwindel und Tinnitus
- im Fall einer Thiocyanat-Intoxikation sollte die Infusion mit Nitroprussidnatrium abgebrochen und falls notwendig,Thiocyanat durch Dialyse aus dem Körper entfernt werden
- Thiocyanatspiegel kontrollieren