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Fachinformationen

Indikation

  • Therapie von Dermatomykosen bei Erwachsenen
    • Tinea pedis / cruris / corporis
    • Mikrosporien
    • Soormykosen

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 20 mg Ketoconazol

  • Therapie von Dermatomykosen wie Tinea pedis / cruris / corporis; Mikrosporien; Soormykosen
    • Erwachsene
      • 1 - 2mal / Tag auf die kranke Haut und die Umgebung auftragen
    • Dauer der Anwendung
      • Soormykosen
        • 2 - 3 Wochen
      • Tinea cruris
        • 2 - 4 Wochen
      • Tinea corporis
        • 3 - 4 Wochen
      • Tinea pedis
        • 4 - 6 Wochen
      • Erste Besserung </= 14 Tage nach Beginn der Behandlung
      • zur Vermeidung eines Rezidivs mind. einige Tage über das Verschwinden der Beschwerden hinaus fortsetzen
    • Kinder und Jugendliche (</= 17 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit ist nicht belegt

Kontraindikationen

Ketoconazol - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Ketoconazol
  • Anwendung von Ketoconazol bei Kindern nicht empfohlen, da für diese Altersgruppe keine Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit vorliegen

Nebenwirkungen

Ketoconazol - extern
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Follikulitis
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysgeusie
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Augenreizung
      • vermehrter Tränenfluss
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Brennen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bläschenbildung
      • Kontaktdermatitis
      • Ausschlag
      • Hautschuppung
      • Hauttrockenheit
      • Ödem
      • Akne
      • Alopezie
      • Hautentzündung
      • abnormale Oberflächenstruktur der Haare / ungewöhnliche Haarstruktur
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
      • Urtikaria
      • Verfärbung der Haare
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erythem
      • Pruritus
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautreaktionen
        • Blutungen
        • leichte Schmerzen
        • trockene Haut
        • Entzündungen
        • Hautreizungen
        • Parästhesien
        • Überempfindlichkeitsreaktionen
        • Pusteln

Anwendungshinweise

  • Anwendung auf die erkrankte Haut und die umgebende Hautfläche (ca. 1 - 2 cm), anschließend solange mit dem Finger einmassieren bis die Creme eingezogen ist
  • Patienten auf die allgemeinen Hygieneregeln zur Vermeidung von Infektions- und Reinfektionsquellen hinweisen
  • Creme nicht in die Augen bringen

Stillzeithinweise

Ketoconazol - extern
  • das Arzneimittel kann während des Stillens nach entsprechender Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden
    • keine Risiken bekannt, die mit der Anwendung von Ketoconazol zum Auftragen auf die Haut während des Stillens in Verbindung stehen
  • während der Stillzeit sollte Ketoconazol nicht im Brustbereich angewendet werden
    • so wird ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Körperstellen vermieden
  • Ketoconazol geht in die Muttermilch über
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Ketoconazol während der Stillzeit vorliegend
  • nach topischer Applikation an nicht-stillenden Probanden
    • auf die Haut oder Kopfhaut: kein Ketoconazol im Plasma messbar
    • auf den gesamten Körper: Ketoconazol im Plasma messbar

Schwangerschaftshinweise

Ketoconazol - extern
  • das Arzneimittel darf während der Schwangerschaft nach entsprechender Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden
    • keine Risiken bekannt, die mit der Anwendung von topischem Ketoconazol in der Schwangerschaft in Verbindung stehen
  • keine hinreichenden und gut kontrollierten Studien bzw. nur sehr begrenzte Erfahrungen bei Schwangeren vorliegend
  • Ketoconazol ist plazentagängig
  • Daten über eine begrenzte Anzahl exponierter Schwangerschaften
    • keine Hinweise auf unerwünschte Wirkungen von topisch verabreichtem Ketoconazol auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Feten / Neugeborenen
  • nach topischer Applikation an nicht-schwangeren Probanden
    • auf die Kopfhaut: kein Ketoconazol im Plasma messbar
    • auf den gesamten Körper: Ketoconazol im Plasma messbar
  • tierexperimentelle Studien
    • zeigten Reproduktionstoxizität in Dosierungen, die für die topische Anwendung von Ketoconazol nicht relevant sind
    • zeigten Fruchtschädigungen nach systemischer Anwendung von Ketoconazol

Warnhinweise

Ketoconazol - extern
  • halbfeste Zubereitung (Creme)
    • allgemeinen Hygieneregeln zur Vermeidung von Infektions- und Reinfektionsquellen sollten während der Anwendung vom Patienten beachtet werden
    • Kontakt mit den Augen vermeiden
      • Ketoconazol kann die Augenschleimhäute reizen
    • Rebound-Effekt
      • um einen Rebound-Effekt nach Absetzen einer vorangegangenen, längerfristigen, topischen Corticosteroid-Behandlung zu vermeiden, wird empfohlen, eine milde topische Corticosteroid-Behandlung zunächst morgens fortzuführen und abends das Ketoconazol-Präparat aufzutragen
      • die Steroidtherapie sollte über einen Zeitraum von 2 - 3 Wochen langsam ausgeschlichen werden
  • flüssige bis viskose Zubereitung (Shampoo, Lösung)
    • Kontakt mit den Augen vermeiden
      • sollte das Präparat in die Augen gelangen, mit klarem, kaltem Wasser spülen
      • Ketoconazol kann die Augenschleimhäute reizen
    • Rebound-Effekt
      • um einen Rebound-Effekt nach Absetzen einer vorangegangenen, längerfristigen, topischen Corticosteroid-Behandlung zu vermeiden, wird empfohlen, eine milde topische Corticosteroid-Behandlung zunächst morgens fortzuführen und abends das Ketoconazol-Präparat aufzutragen
      • die Steroidtherapie sollte über einen Zeitraum von 2 - 3 Wochen langsam ausgeschlichen werden
    • Haarverlust
      • seborrhoische Dermatitis geht häufig mit Haarverlust einher
      • in seltenen Fällen auch bei Anwendung von Ketoconazol beobachtet