NORPROLAC 150
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 30 ST | 121,93 € |
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Indikation
- Hyperprolaktinämie unbekannter Ursache
- Hyperprolaktinämie als Folge eines Prolaktin-sezernierenden Mikro- oder Makroadenoms der Hypophyse
Dosierung
- Hyperprolaktinämie unbekannter Ursache oder als Folge eines Prolaktin- sezernierenden Mikro- oder Makroadenoms der Hypophyse
- individuell und einschleichend dosieren
- Erwachsene
- 1. - 3. Tag: 25 µg Quinagolid / Tag
- 4. - 6. Tag: 50 µg Quinagolid / Tag
- ab dem 7. Tag: 75 µg Quinagolid / Tag
- anschließend Dosiserhöhung, optional, in Schritten von 75 µg Quinagolid und in Abständen von mind. 1 Woche bis zur für den Einzelfall optimalen Wirkung
- Erhaltungsdosis
- 75 oder 150 µg / Tag
- einzelne Patienten benötigen eine Tagesdosis von 300 µg
- Dosiserhöhung, in Schritten von 75 - 150 µg Quinagolid und in Abständen von mind. 4 Wochen, bis ausreichende Wirkung erzielt wird oder eingeschränkte Verträglichkeit den Abbruch der Behandlung erfordert
- ältere Patienten und Kinder
- begrenzte Erfahrung
- stark eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion
- Anwendung kontraindiziert
Kontraindikationen
Quinagolid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Quinagolid
- stark eingeschränkte Leberfunktion
- stark eingeschränkte Nierenfunktion
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Quinagolid - peroral
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anorexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Insomnie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- reversible akute Psychose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Impulskontrollstörungen (Pathologische Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang) können bei Patienten auftreten, die mit Dopaminagonisten inkl. Quinagolid behandelt werden
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Somnolenz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Hypotonie (kann in seltenen Fällen zu einer Ohnmacht führen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstopfte Nase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bauchschmerzen
- Verstopfung
- Diarrhoe
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelschwäche
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fatigue
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ödeme
- Hitzewallungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten nur vor dem Schlafengehen einnehmen
Stillzeithinweise
Quinagolid - peroral
- Stillen ist während der Behandlung üblicherweise nicht möglich
- aufgrund der hemmenden Wirkung auf die Prolaktin-Sekretion
- wenn der Milchfluss während der Behandlung andauern sollte, kann das Stillen dennoch nicht empfohlen werden
- nicht bekannt ist, ob Quinagolid in die Muttermilch übertritt
Schwangerschaftshinweise
Quinagolid - peroral
- bei Frauen mit Kinderwunsch sollte das Arzneimittel nach eingetretener Schwangerschaft nicht weiter verabreicht werden, es sei denn, dass eine medizinische Indikation vorliegt
- das Absetzen in der Schwangerschaft führte nicht zu einer Erhöhung der Fehlgeburtsrate
- wenn bei Vorliegen eines Hypophysenadenoms eine Schwangerschaft eintritt und die Behandlung abgebrochen wird, ist eine sorgfältige Überwachung der Patientin während der ganzen Schwangerschaft unerlässlich
- aus tierexperimentellen Untersuchungen liegen keine Hinweise auf embryotoxische oder teratogene Wirkungen von Quinagolid vor
- über die Anwendung während der Schwangerschaft liegen jedoch nur wenige Erfahrungen vor
Warnhinweise
Quinagolid - peroral
- Hyperprolaktinämie kann physiologisch (Schwangerschaft, Stillzeit) sowie durch Tumoren im Hypothalamus und in der Hypophyse oder durch Arzneimittel hervorgerufen sein
- Ursache für die Hyperprolaktinämie diagnostizieren, um eine kausale Therapie beginnen zu können
- orthostatische Hypotonie
- da die orthostatische Hypotonie in seltenen Fällen zu Synkopen führen kann, wird empfohlen den Blutdruck in den ersten Tagen der Therapie und nach Dosiserhöhungen im Stehen und im Liegen zu messen
- orthostatische Blutdruckveränderung kann mit einer reflektorischen Zunahme der Herzfrequenz insbesondere für Patienten mit schweren Herzerkrankungen relevant sein
- Patientinnen mit prolaktinbedingter Fertilitätsstörungen
- Fertilität kann durch Quinagolid wiederhergestellt werden
- bei nicht bestehendem Kinderwunsch sollten Frauen im gebärfähigen Alter zuverlässige Kontrazeptiva verwenden
- Fertilität kann durch Quinagolid wiederhergestellt werden
- Psychosen
- in einigen Fällen, auch bei Patienten ohne entsprechende Vorgeschichte, kam es zu Psychosen während der Therapie, die nach Beendigung der Therapie normalerweise reversibel waren
- bei Patienten mit entsprechender Vorgeschichte ist besondere Vorsicht geboten
- eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion
- keine Daten verfügbar
- Reaktionsfähigkeit
- Quinagolid war mit dem Auftreten von Somnolenz verbunden
- bei anderen Dopamin-Agonisten - vor allem bei Patienten mit Parkinsonscher Krankheit - kam es zu plötzlichen Schlafanfällen
- Patienten müssen darüber informiert werden, während der Behandlung mit Quinagolid beim Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen vorsichtig zu sein
- Patienten, bei denen Somnolenz aufgetreten ist, dürfen keine Fahrzeuge führen und keine Maschinen bedienen
- Reduzierung der Dosis oder Beendigung der Behandlung sollte bei diesen Patienten in Erwägung gezogen werden
- Wechselwirkungen
- mit Quinagolid keine Interaktionsstudien durchgeführt
- Vorsicht ist daher geboten, wenn Quinagolid mit anderen Arzneimitteln kombiniert wird
- Alkohol
- die Verträglichkeit von Quinagolid kann durch Alkohol reduziert werden
- Impulskontrollstörungen
- Patienten sollten regelmäßig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstörungen überwacht werden
- Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Patienten, die mit Dopaminagonisten, einschließlich Quinagolid, behandelt werden, Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskontrollstörungen auftreten können, einschließlich
- pathologischer Spielsucht
- Libidosteigerung
- Hypersexualität
- zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen
- Essattacken und Esszwang
- wenn sich solche Symptome entwickeln, sollte eine Dosisreduktion bzw. eine ausschleichende Behandlung in Erwägung gezogen werden
- Ältere Patienten (> 65 Jahre)
- begrenzte Anzahl älterer Patienten wurde mit Quinagolid-Dosen von 50 - 300 µg pro Tag bei Hypophysenadenomen und rheumatoider Arthritis behandelt
- Behandlung dauerte zwischen 6 und 93 Monaten und war gut verträglich
- Kinder und Jugendliche
- begrenzte Anzahl von Kindern im Alter von 7 - 17 Jahren wurde mit Quinagolid-Dosen von 75 - 600 µg pro Tag bei Prolaktinomen behandelt
- die Behandlung dauerte zwischen 1 und 5 Jahren und war gut verträglich