Novial
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 3X21 ST | 39,54 € |
| N3 | 6X21 ST | 65,35 € |
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Indikation
- Kontrazeption
- Berücksichtigung der aktuellen, individuellen Risikofaktoren der einzelnen Frauen, insbesondere im Hinblick auf venöse Thromboembolien (VTE) bei der Entscheidung zur Verschreibung des Arzneimittels
- Vergleich des Risikos für eine VTE bei Anwendung dieses Arzneimittels mit dem anderer kombinierter hormonaler Kontrazeptiva (KHK)
Dosierung
- orale Kontrazeption
- 1. - 7. Tag: 1 gelbe Tablette (0,050 mg Desogestrel und 0,035 mg Ethinylestradiol) / Tag
- 8. - 14. Tag: 1 rote Tablette (0,100 mg Desogestrel und 0,030 mg Ethinylestradiol) / Tag
- 15. - 21. Tag: 1 weiße Tablette (0,150 mg Desogestrel und 0,030 mg Ethinylestradiol) / Tag
- anschließend einnahmefreies Intervall von 7 Tagen
- Auftreten einer Entzugsblutung
- Beginn 2 - 3 Tage nach der letzten Tabletteneinnahme
- kann auch nach Beginn der nächsten Packung noch andauern
- Auftreten einer Entzugsblutung
- Einnahmebeginn
- keine vorangegangene Einnahme von hormonalen Kontrazeptiva (KOK) im letzten Monat
- 1. Tag des Zyklus (1. Tag der Menstruationsblutung)
- bei Beginn 2. - 5. Zyklustag: zusätzliche Anwendung mechanischer Verhütungsmittel während der ersten 7 Tage
- Umstellung von einem kombinierten hormonalen Kontrazeptivum (kombiniertes orales Kontrazeptivum [KOK], Vaginalring oder transdermales Pflaster)
- am Tag nach der Einnahme der letzten wirkstoffhaltigen Tablette des bisherigen KOK oder
- spätestens am Tag nach dem üblichen Arzneimittel freien Intervall bzw.
- am Tag nach der Gabe der letzten wirkstofffreien Darreichungsform
- vorherige Anwendung eines Vaginalrings oder transdermalen Pflasters
- Einnahmebeginn am Tag der Entfernung
- Einnahmebeginn spätestens dann, wenn die nächste Anwendung fällig wäre
- konsequente und korrekte Anwendung der bisherigen Methode und sicherer Ausschluss einer Schwangerschaft
- Wechsel an jedem beliebigen Zyklustag möglich
- hormonfreies Intervall der bisherigen Methode niemals über den empfohlenen Zeitraum hinaus ausdehnen
- Umstellung von einem Gestagenmonopräparat (Minipille, Injektionspräparat, Implantat) oder einem intrauterinen Gestagen-Freisetzungssystem (IUS)
- Minipille: Wechsel an jedem beliebigen Tag möglich
- Implantat oder IUS: am Tag der Entfernung
- Injektionspräparat: am Tag, an dem die nächste Injektion fällig wäre
- zusätzliche Anwendung eines mechanischen Verhütungsmittels während der ersten 7 Tage
- nach Abort im 1. Trimenon
- sofortiger Einnahmebeginn möglich
- keine zusätzlichen Verhütungsmaßnahmen erforderlich
- nach Geburt oder einem Abort im 2. Trimenon
- wegen erhöhtem Thromboserisiko frühestens nach 21 - 28 Tagen
- bei späterem Beginn: zusätzliche Anwendung einer mechanischen Verhütungsmethode während der ersten 7 Tage
- hat in der Zwischenzeit bereits Geschlechtsverkehr stattgefunden, ist vor Einnahmebeginn eine Schwangerschaft auszuschließen oder die 1. Monatsblutung abzuwarten
- keine vorangegangene Einnahme von hormonalen Kontrazeptiva (KOK) im letzten Monat
- Vorgehen bei vergessener Einnahme
- allgemein
- Einnahme darf nicht länger als 7 Tage unterbrochen werden
- regelmäßige Einnahme über mind. 7 Tage zur wirkungsvollen Unterdrückung der Hypothalamus-Hypophysen-Ovar-Achse notwendig
- < 12 Stunden nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt
- Einnahme sofort nachholen
- Einnahme der darauf folgenden Filmtabletten zur gewohnten Tageszeit
- kontrazeptiver Schutz nicht beeinträchtigt
- > 12 Stunden:
- kontrazeptiver Schutz möglicherweise nicht vollständig gewährleistet
- 1. Einnahmewoche (gelbe Filmtabletten):
- vergessene Filmtablette sofort nachholen (auch wenn dadurch 2 Filmtabletten gleichzeitig einzunehmen sind)
- Einnahme der darauffolgenden Filmtabletten zur gewohnten Zeit
- zusätzliche Anwendung eines mechanischen Verhütungsmittels während der nächsten 7 Tage
- bei Geschlechstverkehr in den vorausgegangenen 7 Tagen
- Möglichkeit einer Schwangerschaft berücksichtigen
- je mehr Filmtabletten vergessen wurden und je näher dies am regelmäßigen einnahmefreien Intervall lag, desto größer ist das Risiko einer Schwangerschaft
- 2. Einnahmewoche (rote Filmtabletten)
- vergessene Filmtablette sofort nachholen (auch wenn dadurch 2 Filmtabletten gleichzeitig einzunehmen sind)
- Einnahme der darauffolgenden Filmtabletten zur gewohnten Zeit
- regelmäßige Einnahme an den 7 vorangegangenen Tagen: keine zusätzliche Anwendung eines mechanischen Verhütungsmittels erforderlich
- > 1 Filmtablette vergessen
- zusätzliche Anwendung eines mechanischen Verhütungsmittels während der nächsten 7 Tage
- 3. Einnahmewoche (weiße Filmtabletten):
- erhöhtes Schwangerschaftsrisiko, verringert bei entsprechender Anpassung des Einnahmemodus
- vergessene Filmtablette sofort nachholen (auch wenn dadurch 2 Filmtabletten gleichzeitig einzunehmen sind)
- Einnahme der weiteren Filmtabletten zur gewohnten Zeit
- mit der Einnahme der Filmtabletten aus der nächsten Packung unmittelbar nach Ende der aktuellen Packung, d.h. ohne Einhaltung des einnahmefreien Intervalls, fortfahren
- wahrscheinlich kein Auftreten der üblichen Entzugsblutung bis zum Aufbrauchen der 2. Packung
- gehäuftes Auftreten von Durchbruchblutungen bzw. Schmierblutungen während der Tabletteneinnahme möglich
- alternativ:
- Abbruch der weiteren Einnahme von Filmtabletten aus der aktuellen Packung
- nach einem einnahmefreien Intervall von bis zu 7 Tagen, einschließlich jener Tage, an denen die Einnahme vergessen wurde, Einnahme mit Filmtabletten aus der nächsten Packung fortsetzen
- kein Entzugsblutung im nächsten regulären einnahmefreien Intervall: Möglichkeit einer Schwangerschaft in Betracht ziehen
- keine zusätzlichen kontrazeptiven Maßnahmen erforderlich, sofern die Einnahme an den 7 Tagen vor der ersten ausgelassenen Filmtablette regelmäßig erfolgte, andernfalls
- erste der beiden Einnahmemöglichkeiten befolgen
- zusätzliche Anwendung eines mechanischen Verhütungsmittels während der nächsten 7 Tage
- Verhalten bei gastrointestinalen Beschwerden
- schwere gastrointestinale Beschwerden
- Resorption möglicherweise unvollständig
- Erbrechen innerhalb von 3 - 4 Stunden nach Tabletteneinnahme
- Vorgehen gemäß Anleitung unter "Vorgehen bei vergessener Tabletteneinnahme"
- gewohntes Einnahmeschema beibehalten
- zusätzlich einzunehmende Filmtablette aus einer anderen Packung einnehmen
- schwere gastrointestinale Beschwerden
- Verschiebung oder Verzögerung der Menstruation
- keine Indikation für das Arzneimittel
- in Ausnahmefällen: Einnahme mit den weißen Filmtabletten aus der nächsten Packung ohne einnahmefreies Intervall fortsetzen
- Menstruation kann längstens 7 Tage, d.h. bis zum Ende der 2. Packung, hinausgezögert werden
- Auftreten von Schmier- und Durchbruchblutungen möglich
- regelmäßige Einnahme des Arzneimittels dann nach dem üblichen 7tägigen einnahmefreien Intervall fortsetzen
- Vorziehen des Menstruationsbeginns im nächsten Zyklus auf einen anderen Wochentag: einnahmefreies Intervall beliebig verkürzen
- je kürzer das einnahmefreie Intervall ist, desto unwahrscheinlicher kommt es zu einer Entzugsblutung bzw. desto häufiger können während der Einnahme der nächsten Packung Schmier- bzw. Durchbruchblutungen auftreten
- allgemein
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
Kontraindikationen
Desogestrel und Ethinylestradiol - peroral
Desogestrel und Ethinylestradiol
- Überempfindlichkeit gegen Desogestrel und/oder Ethinylestradiol
- Vorliegen einer oder Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
- venöse Thromboembolie
- bestehende VTE (auch unter Therapie mit Antikoagulanzien)
- VTE in der Vorgeschichte (z. B. tiefe Venenthrombose [TVT] oder Lungenembolie [LE])
- bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine venöse Thromboembolie, wie z. B.
- APC-Resistenz (einschließlich Faktor-V-Leiden)
- Antithrombin-III-Mangel
- Protein-C-Mangel
- Protein-S-Mangel
- größere Operationen mit längerer Immobilisierung
- hohes Risiko für eine venöse Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren
- venöse Thromboembolie
- Vorliegen einer oder Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
- arterielle Thromboembolie
- bestehende ATE, ATE in der Vorgeschichte z. B. Myokardinfarkt
- Erkrankung im Prodromalstadium (z. B. Angina pectoris)
- zerebrovaskuläre Erkrankung
- bestehender Schlaganfall
- Schlaganfall oder prodromale Erkrankung (z. B. transitorische ischämische Attacke [TIA]) in der Vorgeschichte
- bekannte erbliche oder erworbene Prädisposition für eine arterielle Thromboembolie, wie z. B.
- Hyperhomocysteinämie
- Antiphospholipid-Antikörper (Anticardiolipin-Antikörper, Lupusantikoagulans)
- Migräne mit fokalen neurologischen Symptomen in der Vorgeschichte
- hohes Risiko für eine arterielle Thromboembolie aufgrund mehrerer Risikofaktoren oder eines schwerwiegenden Risikofaktors wie:
- Diabetes mellitus mit Gefäßschädigung
- schwere Hypertonie
- schwere Dyslipoproteinämie
- arterielle Thromboembolie
- bestehende oder vorausgegangene Pankreatitis, falls verbunden mit schwerer Hypertriglyceridämie
- bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankung
- solange abnorme Leberfunktionsparameter bestehen
- bestehende oder vorausgegangene benigne oder maligne Lebertumoren
- bestehende oder vermutete sexualhormonabhängige maligne Erkrankungen (z. B. der Genitale oder der Mammae)
- Endometriumhyperplasie
- nicht abgeklärte vaginale Blutungen
- Schwangerschaft (bestehend oder vermutet)
- gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir enthalten
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Desogestrel und Ethinylestradiol - peroral
Desogestrel und Ethinylestradiol
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- hormonabhängige Tumore (bei Anwenderinnen von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva (KHK) beobachtet), z. B.
- Lebertumore
- Brustkrebs
- hormonabhängige Tumore (bei Anwenderinnen von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva (KHK) beobachtet), z. B.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Flüssigkeitsretention
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- depressive Verstimmung
- Stimmungsschwankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderte Libido
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vermehrte Libido
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Migräne
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- venöse Thromboembolien
- arterielle Thromboembolien
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhtes Risiko für arterielle und venöse thrombotische und thromboembolische Ereignisse (bei Anwenderinnen von KHK beobachtet) einschließlich
- Myokardinfarkt
- Schlaganfall
- transitorische ischämische Attacken
- Venenthrombose
- Lungenembolie
- Hypertonie (bei Anwenderinnen von KHK beobachtet)
- erhöhtes Risiko für arterielle und venöse thrombotische und thromboembolische Ereignisse (bei Anwenderinnen von KHK beobachtet) einschließlich
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- abdominale Schmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- Diarrhö
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erythema nodosum
- Erythema multiforme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Chloasma (bei Anwenderinnen von KHK beobachtet)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Brustschmerzen
- Spannungsgefühl in den Brüsten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Brustvergrößerung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Fluor vaginalis
- Brustdrüsensekretion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Veränderungen des vaginalen Blutungsmusters (Nebenwirkungen bei Anwenderinnen von KHK)
- Häufigkeit (ausbleibend, seltener, häufiger oder kontinuierlich)
- Intensität (erhöht oder vermindert)
- Dauer der Blutung
- Veränderungen des vaginalen Blutungsmusters (Nebenwirkungen bei Anwenderinnen von KHK)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gewichtsabnahme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme in der auf der Packung angegebenen Reihenfolge täglich möglichst zur gleichen Tageszeit
- Einnahme mit ausreichend Flüssigkeit
Stillzeithinweise
Desogestrel und Ethinylestradiol - peroral
Desogestrel und Estrogen
- eine Anwendung von KHK sollte generell nicht empfohlen werden
- bis die stillende Mutter ihr Kind vollkommen abgestillt hat
- die Laktation kann durch KHK beeinflusst werden, da sie die Menge der Muttermilch reduzieren und deren Zusammensetzung verändern können
- zwar können geringe Mengen der kontrazeptiv wirksamen Steroide und/oder deren Metaboliten in die Milch gelangen, Hinweise auf nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes liegen jedoch nicht vor
Schwangerschaftshinweise
Desogestrel und Ethinylestradiol - peroral
Desogestrel und Ethinylestradiol
- in der Schwangerschaft nicht angezeigt
- sofortiges Beenden der Einnahme bei Eintritt einer Schwangerschaft
- vorausgehende Einnahme ist jedoch kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch
- in epidemiologischen Untersuchungen fand sich weder ein erhöhtes Risiko für Missbildungen bei Kindern, deren Mütter vor der Schwangerschaft kombinierte orale Kontrazeptiva eingenommen hatten, noch eine teratogene Wirkung bei versehentlicher Einnahme in der Frühschwangerschaft
- das erhöhte VTE-Risiko in der Zeit nach der Geburt sollte vor der erneuten Anwendung nach einer Anwendungspause bedacht werden
Warnhinweise
Desogestrel und Ethinylestradiol - peroral
Desogestrel und Ethinylestradiol
- die Eignung von Desogestrel plus Ethinylestradiol sollte mit der Frau besprochen werden, falls eine der im Folgenden aufgeführten Erkrankungen oder Risikofaktoren vorliegt
- bei einer Verschlechterung oder dem ersten Auftreten einer dieser Erkrankungen oder Risikofaktoren ist der Anwenderin anzuraten, sich an ihren Arzt zu wenden, um zu entscheiden, ob die Anwendung beendet werden sollte
- venöses und arterielles Thromboembolierisiko
- Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
- die Anwendung jedes kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (KHK) erhöht das Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE) im Vergleich zur Nichtanwendung
- Arzneimittel, die Levonorgestrel, Norgestimat oder Norethisteron enthalten, sind mit dem geringsten Risiko für eine VTE verbunden
- andere Arzneimittel, wie Desogestrel plus Ethinylestradiol, können ein bis zu doppelt so hohes Risiko aufweisen
- die Entscheidung, ein Arzneimittel anzuwenden, das nicht zu denen mit dem geringsten VTE-Risiko gehört, sollte nur nach einem Gespräch mit der Frau getroffen werden, bei dem sicherzustellen ist, dass sie Folgendes versteht:
- das Risiko für eine VTE bei Anwendung von Desogestrel plus Ethinylestradiol, wie ihre vorliegenden individuellen Risikofaktoren dieses Risiko beeinflussen, und dass ihr Risiko für VTE in ihrem allerersten Anwendungsjahr am höchsten ist
- es gibt zudem Hinweise, dass das Risiko erhöht ist, wenn die Anwendung eines KHK nach einer Unterbrechung >/= 4 Wochen wieder aufgenommen wird
- ungefähr 2 von 10.000 Frauen, die kein KHK anwenden und nicht schwanger sind, erleiden im Verlauf eines Jahres eine VTE
- bei jeder einzelnen Frau kann das Risiko jedoch in Abhängigkeit von ihren zugrunde liegenden Risikofaktoren bedeutend höher sein
- es wird geschätzt, dass im Verlauf eines Jahres 9 -12 von 10.000 Frauen, die ein Desogestrel-haltiges KHK anwenden, eine VTE erleiden; im Vergleich hierzu kommt es pro Jahr bei ungefähr 6 von 10.000 Frauen, die ein Levonorgestrel-haltiges KHK anwenden, zu einer VTE
- in beiden Fällen ist die Anzahl an VTE pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während der Schwangerschaft oder in der Zeit nach der Geburt
- diese Inzidenzen wurden aus der Gesamtheit der epidemiologischen Studiendaten abgeleitet, wobei relative Risiken der verschiedenen Arzneimittel im Vergleich zu Levonorgestrel-haltigen KHK verwendet wurden
- VTE verlaufen in 1 - 2 % der Fälle tödlich
- äußerst selten wurde bei Anwenderinnen von KHK über eine Thrombose in anderen Blutgefäßen berichtet, wie z. B. in Venen und Arterien von Leber, Mesenterium, Nieren oder Retina
- Risikofaktoren für VTE
- Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m2)
- Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu
- besonders wichtig, wenn weitere Risikofaktoren vorliegen
- längere Immobilisierung, größere Operationen, jede Operation an Beinen oder Hüfte, neurochirurgische Operation oder schweres Trauma
- Hinweis: Eine vorübergehende Immobilisierung einschließlich einer Flugreise von > 4 Stunden Dauer kann ebenfalls einen Risikofaktor für eine VTE darstellen, insbesondere bei Frauen mit weiteren Risikofaktoren
- in diesen Fällen ist es ratsam, die Anwendung des Pflasters/der Pille/des Rings (bei einer geplanten Operation mindestens 4 Wochen vorher) zu unterbrechen und erst 2 Wochen nach der kompletten Mobilisierung wieder aufzunehmen
- es ist eine andere Verhütungsmethode anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern
- eine antithrombotische Therapie muss erwogen werden, wenn das Kontrazeptivum nicht vorab abgesetzt wurde
- familiäre Vorbelastung (jede venöse Thromboembolie bei einem Geschwister oder Elternteil, insbesondere in relativ jungen Jahren, z. B. < 50 Jahre)
- bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Frau zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung eines KHKs getroffen wird
- andere Erkrankungen, die mit einer VTE verknüpft sind
- Krebs
- systemischer Lupus erythematodes
- hämolytisches urämisches Syndrom
- chronisch entzündliche Darmerkrankung (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa)
- Sichelzellkrankheit
- zunehmendes Alter, insbesondere > 35 Jahre
- Allgemein
- das Risiko für venöse thromboembolische Komplikationen bei Anwenderinnen von KHK kann deutlich ansteigen, wenn bei der Anwenderin zusätzliche Risikofaktoren bestehen, insbesondere wenn mehrere Risikofaktoren vorliegen
- Desogestrel plus Ethinylestradiol ist kontraindiziert, wenn bei einer Frau mehrere Risikofaktoren gleichzeitig bestehen, die insgesamt zu einem hohen Risiko für eine Venenthrombose führen
- weist eine Frau mehr als einen Risikofaktor auf, ist es möglich, dass der Anstieg des Risikos das Risiko der Summe der einzelnen Faktoren übersteigt
- in diesem Fall muss ihr Gesamtrisiko für eine VTE in Betracht gezogen werden
- wenn das Nutzen/Risiko- Verhältnis als ungünstig erachtet wird, darf ein KHK nicht verschrieben werden
- kein Konsens über die mögliche Rolle von Varizen und oberflächlicher Thrombophlebitis bezüglich des Beginns oder Fortschreitens einer Venenthrombose
- das erhöhte Risiko einer Thromboembolie in der Schwangerschaft und insbesondere während der 6-wöchigen Dauer des Wochenbetts muss berücksichtigt werden
- Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m2)
- Symptome einer VTE (tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie)
- beim Auftreten von Symptomen ist den Anwenderinnen anzuraten, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie ein KHK anwenden
- bei einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) können folgende Symptome auftreten
- unilaterale Schwellung des Beins und/ oder Fußes oder entlang einer Beinvene
- Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird
- Erwärmung des betroffenen Beins
- gerötete oder entfärbte Haut am Bein
- bei einer Lungenembolie (LE) können folgende Symptome auftreten
- plötzliches Auftreten unerklärlicher Kurzatmigkeit oder schnellen Atmens
- plötzlich auftretender Husten, möglicherweise in Verbindung mit Hämoptyse
- stechender Brustschmerz
- starke Benommenheit oder Schwindelgefühl
- schneller oder unregelmäßiger Herzschlag
- einige dieser Symptome (z. B. „Kurzatmigkeit",„Husten") sind unspezifisch und können als häufiger vorkommende und weniger schwerwiegende Ereignisse fehlinterpretiert werden (z. B. als Atemwegsinfektionen)
- andere Anzeichen für einen Gefäßverschluss können plötzlicher Schmerz sowie Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung einer Extremität sein
- tritt der Gefäßverschluss im Auge auf, können die Symptome von einem schmerzlosen verschwommenen Sehen bis zu einem Verlust des Sehvermögens reichen
- in manchen Fällen tritt der Verlust des Sehvermögens sehr plötzlich auf
- Risiko für eine arterielle Thromboembolie (ATE)
- epidemiologische Studien haben die Anwendung von KHK mit einem erhöhten Risiko für arterielle Thromboembolie (Myokardinfarkt) oder apoplektischen Insult (z. B. transitorische ischämische Attacke, Schlaganfall) in Verbindung gebracht
- arterielle thromboembolische Ereignisse können tödlich verlaufen
- Risikofaktoren für ATE
- zunehmendes Alter, insbesondere > 35 Jahre
- Rauchen
- Frauen ist anzuraten, nicht zu rauchen, wenn sie ein KHK anwenden möchten
- Frauen über 35 Jahren, die weiterhin rauchen, ist dringend zu empfehlen, eine andere Verhütungsmethode anzuwenden
- Hypertonie
- Adipositas (Body-Mass-Index über 30 kg/m2)
- das Risiko nimmt mit steigendem BMI deutlich zu
- besonders wichtig bei Frauen mit zusätzlichen Risikofaktoren
- familiäre Vorbelastung (jede arterielle Thromboembolie bei einem Geschwister- oder Elternteil, insbesondere in relativ jungen Jahren, d. h. jünger als 50 Jahre)
- bei Verdacht auf eine genetische Prädisposition ist die Frau zur Beratung an einen Spezialisten zu überweisen, bevor eine Entscheidung über die Anwendung eines KHKs getroffen wird
- Migräne
- ein Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrads der Migräne während der Anwendung von KHK (die einem zerebrovaskulären Ereignis vorausgehen kann) kann ein Grund für ein sofortiges Absetzen sein
- andere Erkrankungen, die mit unerwünschten Gefäßereignissen verknüpft sind
- Diabetes mellitus
- Hyperhomocysteinämie
- Erkrankung der Herzklappen und Vorhofflimmern
- Dyslipoproteinämie
- systemischer Lupus erythematodes.
- allgemein
- das Risiko für arterielle thromboembolische Komplikationen oder einen apoplektischen Insult bei Anwenderinnen von KHK erhöht sich bei Frauen, die Risikofaktoren aufweisen
- Desogestrel plus Ethinylestradiol ist kontraindiziert bei Frauen, die einen schwerwiegenden oder mehrere Risikofaktoren für eine ATE haben, die sie einem hohen Risiko für eine Arterienthrombose aussetzen
- weist eine Frau mehr als einen Risikofaktor auf, ist es möglich, dass der Anstieg des Risikos das Risiko der Summe der einzelnen Faktoren übersteigt - in diesem Fall muss ihr Gesamtrisiko betrachtet werden
- bei Vorliegen eines ungünstigen Nutzen/Risiko-Verhältnisses darf ein KHK nicht verschrieben werden
- Symptome einer ATE
- beim Auftreten von Symptomen ist den Frauen anzuraten, unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und das medizinische Fachpersonal darüber zu informieren, dass sie ein KHK anwenden
- bei einem apoplektischen Insult können folgende Symptome auftreten
- plötzliches Taubheitsgefühl oder Schwäche in Gesicht, Arm oder Bein, besonders auf einer Körperseite
- plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen
- plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten
- plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen
- plötzliche, schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache
- Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht mit oder ohne Krampfanfall
- vorübergehende Symptome deuten auf eine transitorische ischämische Attacke (TIA) hin
- bei einem Myokardinfarkt (MI) können folgende Symptome auftreten
- Schmerz, Unbehagen, Druck, Schweregefühl, Enge- oder Völlegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Sternums
- in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm, Magen ausstrahlende Beschwerden
- Völlegefühl, Indigestion oder Erstickungsgefühl
- Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl
- extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit
- schnelle oder unregelmäßige Herzschläge
- Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE)
- Tumorerkrankungen
- Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass die Langzeiteinnahme oraler Kontrazeptiva für Frauen, die mit dem humanen Papillomavirus (HPV) infiziert sind, das Risiko in sich birgt, ein Zervixkarzinom zu entwickeln
- es ist allerdings noch ungewiss, inwieweit dieser Befund durch andere Faktoren (wie z. B. Anzahl der Sexualpartner oder Verwendung von mechanischen Verhütungsmitteln) beeinflusst wird
- eine Metaanalyse von 54 epidemiologischen Studien hat ergeben, dass das relative Risiko der Diagnosestellung eines Mammakarzinoms bei Frauen, die kombinierte orale Kontrazeptiva einnehmen, geringfügig erhöht (RR = 1,24) ist
- nach Absetzen kombinierter oraler Kontrazeptiva sinkt das erhöhte Risiko kontinuierlich und verschwindet innerhalb von 10 Jahren
- da Mammakarzinome bei Frauen vor dem 40. Lebensjahr selten sind, ist bei Frauen, die ein kombiniertes orales Kontrazeptivum einnehmen oder bis vor kurzem eingenommen haben, die zusätzlich diagnostizierte Anzahl an Mammakarzinomen im Verhältnis zum Mammakarzinom-Gesamtrisiko gering
- diese Studien liefern keine Hinweise auf eine Kausalität
- die beobachtete Risikoerhöhung kann sowohl auf eine bei Anwenderinnen von kombinierten oralen Kontrazeptiva frühzeitigere Erkennung als auch auf biologische Wirkungen von kombinierten oralen Kontrazeptiva oder auf beide Faktoren gemeinsam zurückzuführen sein
- Mammakarzinome bei Frauen, die ein kombiniertes orales Kontrazeptivum eingenommen haben, waren zum Zeitpunkt der Diagnosestellung tendenziell weniger weit fortgeschritten als bei Frauen, die nie ein kombiniertes orales Kontrazeptivum eingenommen haben
- in seltenen Fällen wurde unter Anwendung von KHK über das Auftreten von gutartigen und noch seltener bösartigen Lebertumoren berichtet
- in Einzelfällen haben diese Tumoren zu lebensbedrohlichen intraabdominalen Blutungen geführt
- kommt es unter der Anwendung von KHK zu starken Schmerzen im Oberbauch, zu einer Lebervergrößerung oder zu Hinweisen auf intraabdominale Blutungen, muss differentialdiagnostisch ein Lebertumor in Erwägung gezogen werden
- Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass die Langzeiteinnahme oraler Kontrazeptiva für Frauen, die mit dem humanen Papillomavirus (HPV) infiziert sind, das Risiko in sich birgt, ein Zervixkarzinom zu entwickeln
- Anstieg der ALT
- während klinischer Studien mit Patienten, deren Hepatitis-C-Virus-Infektionen (HCV) mit Arzneimitteln behandelt wurden, die Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir mit oder ohne Ribavirin enthielten, traten Erhöhungen der Transaminase (ALT) bis über das 5-fache des oberen normalen Grenzwertes (Upper Limit of Normal, ULN) signifikant häufiger bei Frauen auf, die ethinylestradiolhaltige kombinierte hormonelle Verhütungsmittel (KHK) verwendeten
- sonstige Erkrankungen
- bei Frauen mit bestehender oder familiärer Hypertriglyzeridämie ist unter der Anwendung von KHK möglicherweise mit einem erhöhten Pankreatitis-Risiko zu rechnen
- obwohl unter der Anwendung von KHK relativ häufig über geringfügigen Blutdruckanstieg berichtet wird, sind klinisch relevant erhöhte Blutdruckwerte selten
- es gibt keinen gesicherten Zusammenhang zwischen der Anwendung von KHK und Hypertonie
- kommt es jedoch unter Anwendung von KHK zu einer deutlichen Blutdruckerhöhung, sollten diese abgesetzt und eine antihypertensive Behandlung eingeleitet werden
- die neuerliche Anwendung von KHK kann erwogen werden, sobald sich die Blutdruckwerte unter antihypertensiver Behandlung normalisiert haben
- über Auftreten oder Verschlechterung folgender Erkrankungen wurde sowohl bei Schwangeren als auch unter Anwendung von KHK berichtet, doch lassen die verfügbaren Daten keine klaren kausalen Schlüsse zu
- Cholestatischer Ikterus und/oder Pruritus
- Cholelithiasis
- Porphyrie
- systemischer Lupus erythematodes
- hämolytisch-urämisches Syndrom
- Chorea minor
- Herpes gestationis
- Otosklerosebedingter Hörverlust
- (hereditäres) Angioödem
- akute und chronische Leberfunktionsstörungen können ein Absetzen von KHK erforderlich machen, bis sich die Leberfunktionsparameter wieder normalisiert haben
- beim Wiederauftreten eines cholestatischen Ikterus, der erstmalig während einer Schwangerschaft oder während einer früheren Einnahme von Sexualsteroidhormonen aufgetreten ist, müssen KHK abgesetzt werden
- obwohl es unter der Anwendung von KHK zu einer Beeinflussung der peripheren Insulinresistenz und der Glukosetoleranz kommen kann, scheint eine Änderung des Therapieschemas bei Diabetikerinnen nicht erforderlich
- dennoch sollten Frauen mit Diabetes, die KHK anwenden, sorgfältig überwacht werden
- M. Crohn und Colitis ulcerosa sind in Zusammenhang mit der Anwendung von KHK gebracht worden
- insbesondere bei Frauen mit anamnestisch bekanntem Chloasma gravidarum kann es gelegentlich zu einem Chloasma kommen
- bei Chloasma-Neigung sind daher unter der Anwendung von KHK Sonnenlicht und UV-Strahlung zu meiden
- depressive Verstimmung und Depression stellen bei der Anwendung hormoneller Kontrazeptiva allgemein bekannte Nebenwirkungen dar
- Depressionen können schwerwiegend sein und sind ein allgemein bekannter Risikofaktor für suizidales Verhalten und Suizid
- Frauen sollte geraten werden, sich im Falle von Stimmungsschwankungen und depressiven Symptomen mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen
- auch wenn diese kurz nach Einleitung der Behandlung auftreten
- alle oben aufgeführten Informationen müssen bei der Abwägung und Auswahl einer geeigneten kontrazeptiven Methode Berücksichtigung finden
- ärztliche Untersuchung/Beratung
- vor der Einleitung oder Wiederaufnahme der Behandlung mit Desogestrel plus Ethinylestradiol muss eine vollständige Anamnese (mit Erhebung der Familienanamnese), erfolgen und eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden
- der Blutdruck sollte gemessen und eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden, die sich an den Gegenanzeigen und Warnhinweisen orientiert
- es ist wichtig, die Frau auf die Informationen zu venösen und arteriellen Thrombosen hinzuweisen, einschließlich des Risikos von Desogestrel plus Ethinylestradiol im Vergleich zu anderen KHK, die Symptome einer VTE und ATE, die bekannten Risikofaktoren und darauf, was im Falle einer vermuteten Thrombose zu tun ist
- die Anwenderin ist zudem anzuweisen, die Packungsbeilage sorgfältig zu lesen und die darin gegebenen Ratschläge zu befolgen
- die Häufigkeit und Art der Untersuchungen sollte den gängigen Untersuchungsleitlinien entsprechen und individuell auf die Frau abgestimmt werden
- die Anwenderinnen sind darüber aufzuklären, dass hormonale Kontrazeptiva nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen
- verminderte Wirksamkeit
- die Wirksamkeit von KHK kann beeinträchtigt sein z. B. bei
- vergessener Tabletteneinnahme
- gastrointestinalen Beschwerden
- gleichzeitiger Anwendung weiterer Arzneimittel
- pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, sollten nicht gleichzeitig mit Desogestrel plus Ethinylestradiol angewendet werden, da das Risiko besteht, dass die Plasmakonzentrationen erniedrigt werden und die Wirksamkeit des Kontrazeptivums eingeschränkt wird
- die Wirksamkeit von KHK kann beeinträchtigt sein z. B. bei
- Beeinträchtigung der Zykluskontrolle
- bei allen KHK kann es, insbesondere in den ersten Monaten der Anwendung, zu unregelmäßigen Blutungen (Schmier- bzw. Durchbruchblutungen) kommen
- daher ist eine diagnostische Abklärung unregelmäßiger Blutungen erst nach einer Anpassungsphase von ca. 3 Zyklen sinnvoll
- persistieren die Blutungsunregelmäßigkeiten oder treten sie nach zuvor regelmäßigen Zyklen auf, müssen auch nicht hormonal bedingte Ursachen in Betracht gezogen werden
- demnach sind entsprechende diagnostische Maßnahmen zum Ausschluss einer Schwangerschaft oder einer malignen Erkrankung, ggf. auch eine Kürettage, angezeigt
- bei manchen Frauen kann die Entzugsblutung´während des einnahmefreien Intervalls ausbleiben
- falls das KHK entsprechend den gegebenen Anweisungen zu Dosierung angewendet wurde, ist eine Schwangerschaft unwahrscheinlich
- wurden KHK allerdings vor der ersten ausgebliebenen Entzugsblutung nicht vorschriftsmäßig angewendet oder sind zwei Entzugsblutungen ausgeblieben, muss vor der weiteren Anwendung von KHK eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden
- bei allen KHK kann es, insbesondere in den ersten Monaten der Anwendung, zu unregelmäßigen Blutungen (Schmier- bzw. Durchbruchblutungen) kommen