NOVO-HELISEN Hausstaubmilben Stärke 3
Allergopharma GmbH & Co. KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Allergen (aus Dermatophagoides pteronyssinus und D. farinae) →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 1X4.5 ML | 472,80 € |
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Indikation
- Zur kausalen Behandlung allergischer (IgE-vermittelter) Krankheiten, wie allergischer Rhinitis, allergischer Konjunktivitis, allergischem Asthma bronchiale usw., die durch Exposition von Hausstaubmilbenallergenen ausgelöst werden.
Dosierung
- Dieses Arzneimittel darf nur durch allergologisch weitergebildete oder allergologisch erfahrene Ärzte verabreicht werden.
- Zur Behandlung schwerer lokaler oder systemischer Reaktionen oder Anaphylaxie muss der behandelnde Arzt über eine Notfallausrüstung und entsprechende Erfahrung zur Behandlung anaphylaktischer Reaktionen verfügen. Im Fall eines anaphylaktischen Schocks muss der Patient 24 Stunden ärztlich überwacht werden.
- Hinweise hierzu können der aktuell gültigen Leitlinie zur „Akuttherapie und Management der Anaphylaxie" der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und weiterer Organisationen entnommen werden.
- Die Dosierung muss individuell erfolgen. Die im jeweiligen Dosierungsschema empfohlenen Dosierungen können nur als Richtlinie dienen. Sie müssen dem individuellen Therapieverlauf angepasst werden.
- Die Empfindlichkeit des Patienten wird durch die Anamnese und das Ergebnis der Testreaktionen festgestellt.
- Auf eine regelmäßige Dosissteigerung ist zu achten. Sie darf jedoch nur dann erfolgen, wenn die letzte Dosis gut vertragen wurde. Andernfalls ist die zuletzt verabreichte Dosis beizubehalten oder zu reduzieren.
- Als Anhaltspunkt für Rückdosierungen während der Einleitungs- und Fortsetzungsbehandlung kann folgendes Schema gelten:
- Gesteigerte Lokalreaktion: Die zuletzt gut vertragene Dosis wiederholen oder 1 Stufe zurück dosieren.
- Milde systemische Reaktion: 1 Stufe zurück dosieren.
- Moderate systemische Reaktion: 2 Stufen zurück dosieren und gegebenenfalls Neubeginn der Therapie mit Stärke 1 im Standardaufdosierungsschema (siehe Tabelle 1) oder Aufdosierungsschema für hochgradig empfindliche Patienten (siehe Tabelle 2).
- Schwere systemische Reaktion: Neubeginn der Therapie mit Stärke 1 im Standardaufdosierungsschema (siehe Tabelle 1) oder Aufdosierungsschema für hochgradig empfindliche Patienten (siehe Tabelle 2).
- Die Weiterführung der Behandlung muss unbedingt dem Verlauf und Schweregrad der allergischen Reaktion angepasst werden.
- Bei der anschließenden Weiterbehandlung können - unter Einhaltung des vorgeschriebenen Injektionsintervalls - Zwischenstufen eingelegt werden.
- Die Therapie besteht aus 2 Phasen: der Einleitungsbehandlung und der Fortsetzungsbehandlung.
- Einleitungsbehandlung (Aufdosierung)
- Die Einleitung der Behandlung erfolgt bei den oben aufgeführten, nicht-saisongebundenen Allergenen in einer möglichst beschwerdearmen Zeit.
- Für die Einleitungsbehandlung existieren 4 verschiedene Aufdosierungsschemata:
- Standardaufdosierungsschema als 14-stufige Aufdosierung (Tabelle 1)
- Aufdosierungsschema für hochgradig empfindliche Patienten als 23-stufige Aufdosierung (Tabelle 2)
- Ein-Stärken-Aufdosierungsschema als 6-stufige Aufdosierung (Tabelle 3)
- Cluster-Aufdosierungsschema als 13-stufige Aufdosierung (Tabelle 4)
- Die Dosissteigerung muss insbesondere bei hochgradig empfindlichen Patienten schonend und gegebenenfalls unter Einfügung von Zwischenstufen bis zur individuellen Toleranzgrenze erfolgen. Die Maximaldosis von 1,0 ml der Stärke 3 darf nicht überschritten werden. Die individuelle Höchstdosis eines jeden Patienten kann jedoch geringer sein.
- Die Injektionen werden während der Steigerung der Dosis im Abstand von 7 Tagen verabreicht, die Injektionsintervalle sollten 7 Tage nicht unterschreiten, jedoch können sie bis auf 14 Tage ausgedehnt werden. Falls dieses Intervall überschritten wird, muss die Therapie entsprechend dem in Tabelle 5 aufgeführten Schema fortgesetzt werden.
- Tabelle 1 Standardaufdosierungsschema
- Stärke 1: grüne Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 5
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 10
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 20
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 40
- Dosierung in ml: 0,10
- Stärke 2: orange Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 50
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 100
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 200
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 400
- Dosierung in ml: 0,10
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 500
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 1 000
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 2 000
- Dosierung in ml: 0,60
- Dosierung in TE: 3 000
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 4 000
- Dosierung in ml: 1,00
- Dosierung in TE: 5 000
- Dosierung in ml: 0,10
- Stärke 1: grüne Aluminiumkappe
- Tabelle 2 Aufdosierungsschema für hochgradig empfindliche Patienten
- Stärke 1: grüne Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,05
- Dosierung in TE: 2,5
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 5
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 10
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 20
- Dosierung in ml: 0,60
- Dosierung in TE: 30
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 40
- Dosierung in ml: 0,05
- Stärke 2: orange Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,05
- Dosierung in TE: 25
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 50
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 100
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 200
- Dosierung in ml: 0,60
- Dosierung in TE: 300
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 400
- Dosierung in ml: 0,05
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,05
- Dosierung in TE: 250
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 500
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 1 000
- Dosierung in ml: 0,30
- Dosierung in TE: 1 500
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 2 000
- Dosierung in ml: 0,50
- Dosierung in TE: 2 500
- Dosierung in ml: 0,60
- Dosierung in TE: 3 000
- Dosierung in ml: 0,70
- Dosierung in TE: 3 500
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 4 000
- Dosierung in ml: 0,90
- Dosierung in TE: 4 500
- Dosierung in ml: 1,00
- Dosierung in TE: 5 000
- Dosierung in ml: 0,05
- Stärke 1: grüne Aluminiumkappe
- Tabelle 3 Ein-Stärken-Aufdosierungsschema
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,05
- Dosierung in TE: 250
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 500
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 1 000
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 2 000
- Dosierung in ml: 0,60
- Dosierung in TE: 3 000
- Dosierung in ml: 1,00
- Dosierung in TE: 5 000
- Dosierung in ml: 0,05
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Das Ein-Stärken-Aufdosierungsschema darf nur mit NOVO-HELISEN® 708 Dermatophagoides farinae 50% + 725 Dermatophagoides pteronyssinus 50% bei Jugendlichen und Erwachsenen angewendet werden.
- Die Ein-Stärken-Aufdosierung hat in einer klinischen Prüfung ein etwas höheres Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen gezeigt. Zudem treten die Nebenwirkungen bei Anwendung des Ein-Stärken-Aufdosierungsschemas zu einem früheren Zeitpunkt in der Aufdosierungsphase auf als bei Anwendung des Standardschemas.
- Daher sollte es nur von Ärzten mit besonderer allergologischer Erfahrung durchgeführt werden.
- Tabelle 4 Cluster-Aufdosierungsschema
- Tag 1
- Stärke 1: grüne Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 5
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 10
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 20
- Dosierung in ml: 0,10
- Stärke 1: grüne Aluminiumkappe
- Tag 8
- Stärke 1: grüne Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 40
- Dosierung in ml: 0,80
- Stärke 2: orange Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 50
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 100
- Dosierung in ml: 0,10
- Stärke 1: grüne Aluminiumkappe
- Tag 15
- Stärke 2: orange Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,40
- Dosierung in TE: 200
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 400
- Dosierung in ml: 0,40
- Stärke 2: orange Aluminiumkappe
- Tag 22
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,10
- Dosierung in TE: 500
- Dosierung in ml: 0,20
- Dosierung in TE: 1 000
- Dosierung in ml: 0,10
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Tag 29
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,60
- Dosierung in TE: 3 000
- Dosierung in ml: 0,60
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Tag 36
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 0,80
- Dosierung in TE: 4 000
- Dosierung in ml: 0,80
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Tag 43
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Dosierung in ml: 1,00
- Dosierung in TE: 5 000
- Dosierung in ml: 1,00
- Stärke 3: rote Aluminiumkappe
- Tag 1
- Es ist auch eine Aufdosierung nach dem Cluster-Aufdosierungsschema mit mehreren Injektionen an einem Behandlungstag möglich. Je nach Verträglichkeit werden pro Behandlungstag bis zu 3 Injektionen nach dem o. g. Aufdosierungsschema an unterschiedlichen Stellen appliziert. Der Abstand sollte mindestens 5 cm betragen - in der Regel unter Einbeziehung des anderen Armes. Das Intervall zwischen den Injektionen beträgt 60 min. Eine Steigerung ist nur bei guter Verträglichkeit erlaubt. Zwischen den Behandlungstagen wird das übliche Intervall von 7 Tagen empfohlen. An die Einleitungsbehandlung nach dem Cluster-Aufdosierungsschema schließt sich die Fortsetzungsbehandlung an.
- Jedoch sollte das Cluster-Aufdosierungsschema nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden, da es dabei zu einer erhöhten Rate von lokalen und systemischen Reaktionen mit einem erhöhten Schweregrad kommen kann. Daher sollte es nur von Ärzten mit besonderer allergologischer Erfahrung angewendet werden.
- Wird das in der Einleitungsbehandlung vorgeschriebene Intervall zwischen den einzelnen Injektionen überschritten, muss die Therapie entsprechend dem folgenden Schema fortgesetzt werden.
- Tabelle 5 Dosismodifikation bei Intervallüberschreitung in der Einleitungsbehandlung
- Abstand zur letzten Injektion: > 2 Wochen
- Dosismodifikation: Dosisreduktion um 1 Stufe im verwendeten Aufdosierungsschema
- Abstand zur letzten Injektion: > 4 Wochen
- Dosismodifikation: Neubeginn der Einleitungsbehandlung mit der niedrigsten Dosis im verwendeten Aufdosierungsschema
- Abstand zur letzten Injektion: > 2 Wochen
- Kinder und Jugendliche
- Bei Kindern unter 5 Jahren wird in der Regel keine allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) durchgeführt, da es in dieser Altersgruppe eher Probleme hinsichtlich der Akzeptanz und Zusammenarbeit als bei Erwachsenen gibt. Bei Kindern über 5 Jahren liegen nur wenige klinische Daten vor, die für einen Wirksamkeitsnachweis nicht ausreichen, aber die Daten zur klinischen Sicherheit zeigen kein höheres Risiko als bei Erwachsenen.
- Für die Einleitungsbehandlung bei Kindern ab 5 Jahren und unter 12 Jahren existieren 3 Aufdosierungsschemata:
- Standardaufdosierungsschema als 14-stufige Aufdosierung (Tabelle 1)
- Aufdosierungsschema für hochgradig empfindliche Patienten als 23-stufige Aufdosierung (Tabelle 2)
- Cluster-Aufdosierungsschema als 13-stufige Aufdosierung (Tabelle 4)
- Für die Einleitungsbehandlung bei Jugendlichen ab 12 Jahren und unter 18 Jahren existieren 4 Aufdosierungsschemata:
- Standardaufdosierungsschema als 14-stufige Aufdosierung (Tabelle 1)
- Aufdosierungsschema für hochgradig empfindliche Patienten als 23-stufige Aufdosierung (Tabelle 2)
- Ein-Stärken-Aufdosierungsschema als 6-stufige Aufdosierung (Tabelle 3)
- Cluster-Aufdosierungsschema als 13-stufige Aufdosierung (Tabelle 4)
- Fortsetzungsbehandlung
- Die Fortsetzungsbehandlung wird perennial (ganzjährig) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene durchgeführt.
- Hat der Patient nach der Einleitungsbehandlung seine individuelle Höchstdosis (maximal 1,0 ml Stärke 3) erstmalig erreicht, wird danach das Injektionsintervall schrittweise auf 4 bis 6 Wochen ausgedehnt.
- Wird das in der Fortsetzungsbehandlung vorgeschriebene Intervall zwischen den einzelnen Injektionen überschritten, muss die Therapie entsprechend dem nachfolgend aufgeführten Schema fortgesetzt werden.
- Tabelle 6 Dosismodifikation bei Intervallüberschreitung in der Fortsetzungsbehandlung
- Abstand zur letzten Injektion: > 6 Wochen bis zu 8 Wochen
- Dosismodifikation: Dosisreduktion um 1 Stufe im verwendeten Aufdosierungsschema. Anschließend stufenweise Steigerung auf die individuelle Höchstdosis im verwendeten Aufdosierungsschema innerhalbeines Intervalls von 7 bis 14 Tagen.
- Abstand zur letzten Injektion: > 8 Wochen
- Dosismodifikation: Dosisreduktion auf 5% der letzten vertragenen Dosis. Anschließend stufenweise Steigerung auf die individuelle Höchstdosis im verwendeten Aufdosierungsschema innerhalb eines Intervalls von 7 bis 14 Tagen.
- Abstand zur letzten Injektion: > 52 Wochen
- Neubeginn der Einleitungsbehandlung mit der niedrigsten Dosis im verwendeten Aufdosierungsschema.
- Abstand zur letzten Injektion: > 6 Wochen bis zu 8 Wochen
- Wird die (Allergen-) Zusammensetzung gegenüber der bisherigen Zusammensetzung geändert, so muss die Therapie erneut mit der niedrigsten Dosis begonnen werden. Das gilt auch für den Fall, dass vorher mit einem anderen Präparat (auch oral/sublingual) hyposensibilisiert wurde. Für Hinweise vor der Anwendung des Arzneimittels, siehe Kategorie "Art der Anwendung".
- Das Behandlungsergebnis hängt u. a. von der erreichten individuellen Höchstdosis ab, die jedoch nicht überschritten werden soll (siehe Dosierung).
- Die Behandlungsdauer beträgt 3 Jahre.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen Bestandteile
- unkontrolliertes Asthma, d. h. die FEV1 ist trotz adäquater Pharmakotherapie unter dem 70% Sollwert
- irreversible Veränderungen des Reaktionsorgans (Emphysem, Bronchiektasen u. a.)
- entzündliche/fieberhafte Erkrankungen, schwere akute oder chronische Erkrankungen (auch maligne Tumorerkrankungen mit aktuellem Krankheitswert, aktive Tuberkulose)
- klinisch relevante Herz-Kreislaufinsuffizienz - bei kardiovaskulären Erkrankungen erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen nach Adrenalingabe
- Erkrankungen des Immunsystems (schwere systemische Autoimmunerkrankungen, immunkomplexinduzierte Immunopathien, Immundefekte, Multiple Sklerose etc.)
- schwerwiegende systemische Reaktionen bei allergenspezifischer Immuntherapie in der Vergangenheit
- schwere psychiatrische Störungen
Nebenwirkungen
- Auch bei genauer Beachtung der Injektionsintervalle und individueller Dosissteigerung können Nebenwirkungen auftreten. Es muss mit gesteigerten Lokalreaktionen an der Injektionsstelle (z. B. Rötung, Juckreiz, Schwellung) und/oder systemischen Reaktionen (z. B. Dyspnoe, generalisierter Juckreiz, Erythem) gerechnet werden. Zusätzlich können anaphylaktische Reaktionen auftreten.
- Anaphylaktische Reaktionen bis hin zum Schock können innerhalb weniger Sekunden bis Minuten auftreten, häufig noch vor Ausbildung einer Lokalreaktion an der Injektionsstelle.
- Typische Zeichen für eine anaphylaktische Reaktion sind Juckreiz und Hitzegefühl auf und unter der Zunge und im Rachen, Dyspnoe, juckendes oder brennendes Gefühl in den Handflächen und/oder Fußsohlen, generalisierte Urtikaria, Juckreiz, Blutdruckabfall, Schwindel, Unwohlsein.
- Auch Stunden nach der Injektion können Nebenwirkungen auftreten.
- Standardaufdosierung
- Die folgende Tabelle zur Nebenwirkungsrate von NOVO-HELISEN® Hausstaubmilben-Präparaten gibt eine Übersicht über unerwünschte Ereignisse aus 4 klinischen Studien mit dem Standardaufdosierungsschema (14 Injektionen) an 659 Patienten (276 Erwachsene, 126 Jugendliche, 257 Kinder), dargestellt nach Systemorganklassen und Häufigkeit entsprechend der MedDRA Konvention:
- Sehr häufig (>/= 1/10), Häufig (>/= 1/100, < 1/10), Gelegentlich (>/= 1/1 000, < 1/100), Selten (>/= 1/10 000, < 1/1 000), Sehr selten (< 1/10 000), Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
- Tabelle 7 Nebenwirkungen, gelistet nach SOC und Häufigkeit, für das Standardaufdosierungsschema
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: Konjunktivitis; Pharyngitis; Rhinitis; Sinusitis
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: Überempfindlichkeit
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: Schwindel; Kopfschmerzen
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: Konjunktivitis allergisch; Augenreizung; Augenschmerzen; Augenjucken
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: Pallor
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: Asthma; Husten
- gelegentlich: Erstickungsgefühl; Halstrockenheit; Dyspnoe; Kehlkopfödem; Obstruktion der oberen Atemwege; Schmerzen im Oropharynx; allergische Rhinitis; Rhinorrhoe; Rachenreizung
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: Abdominalschmerz; Schmerzen Unterbauch; Pruritus der Lippe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- häufig: Erythem; Pruritus; Ausschlag; Urtikaria
- gelegentlich: kalter Schweiß; Dermatitis allergisch; Dermatitis atopisch; Medikamentenausschlag; Ausschlag makulo-papulös; Hautreaktion
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: Arthralgie; Nackenschmerzen; Wirbelsäulenschmerz
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig:
- an der Injektionsstelle: Erythem, Überempfindlichkeit, Verhärtung, Ödem, Papel, Juckreiz, Ausschlag, Schwellung, Urtikaria;
- Schwellung
- gelegentlich:
- an der Injektionsstelle: Makula, Knötchen, Schmerzen, Reaktion, Wärme;
- Asthenie; Brustkorbbeschwerden; Granulom; Unwohlsein; Schmerzen; periphere Schwellung; Fieber; Fremdkörpergefühl
- häufig:
- Untersuchungen
- gelegentlich: forciertes Expirationsvolumen erniedrigt
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- Die folgende Tabelle zur Nebenwirkungsrate von NOVO-HELISEN® Hausstaubmilben-Präparaten gibt eine Übersicht über unerwünschte Ereignisse aus 4 klinischen Studien mit dem Standardaufdosierungsschema (14 Injektionen) an 659 Patienten (276 Erwachsene, 126 Jugendliche, 257 Kinder), dargestellt nach Systemorganklassen und Häufigkeit entsprechend der MedDRA Konvention:
- Ein-Stärken-Aufdosierung
- Die folgende Tabelle zur Nebenwirkungsrate von NOVO-HELISEN® Hausstaubmilben-Präparaten gibt eine Übersicht über unerwünschte Ereignisse aus einer klinischen Studie an 75 Patienten (42 Erwachsene und 33 Jugendliche), die mit dem Ein-Stärken-Aufdosierungsschema (6 Injektionen der Stärke 3) aufdosiert wurden. Auf Grundlage der verfügbaren Daten kann die Häufigkeit der berichteten Nebenwirkungen nicht repräsentativ abgeschätzt werden.
- Sehr häufig (>/= 1/10), Häufig (>/= 1/100, < 1/10), Gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100), Selten (>/= 1/10.000, < 1/1.000), Sehr selten (< 1/10.000), Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
- Tabelle 8 Nebenwirkungen, gelistet nach SOC, für das Ein-Stärken-Aufdosierungsschema
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: anaphylaktische Reaktion*; Überempfindlichkeit
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: feinmotorische Dysfunktion; Sinuskopfschmerzen; Somnolenz
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: Husten; Dyspnoe; Schmerzen im Oropharynx; Rhinorrhoe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- häufig: Erythem
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: Arthralgie; Schmerz in einer Extremität
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: an der Injektionsstelle: Erythem, Juckreiz, Schwellung, Schmerzen
- häufig:
- an der Injektionsstelle: Verhärtung, Ödem, Papel, Ausschlag;
- Asthenie, Müdigkeit
- Untersuchungen
- häufig: forciertes Expirationsvolumen erniedrigt
- * Diese anaphylaktische Reaktion trat nur bei 1 der insgesamt 75 behandelten Patienten auf.
- Erkrankungen des Immunsystems
- Nach den Ergebnissen einer vergleichenden klinischen Prüfung können bei der Anwendung des Ein-Stärken-Aufdosierungsschemas häufiger Nebenwirkungen auftreten als bei der Aufdosierung nach dem Standardschema. Zudem treten die Nebenwirkungen bei Anwendung des Ein-Stärken-Aufdosierungsschemas zu einem früheren Zeitpunkt in der Aufdosierungsphase auf als bei Anwendung des Standardschemas. Die systemischen Reaktionen waren im Schweregrad nicht höher ausgeprägt als im Standardschema.
- Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der gemeldeten Nebenwirkungen nach Markteinführung von NOVO-HELISEN® Hausstaubmilben-Präparaten, dargestellt nach Systemorganklassen entsprechend der MedDRA Konvention. Auf Grundlage der verfügbaren Daten kann die Häufigkeit der berichteten Nebenwirkungen nicht abgeschätzt werden.
- Tabelle 9 Nebenwirkungen aus dem Spontanmeldebereich, gelistet nach SOCs
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- an der Injektionsstelle: Abszess
- Bronchitis; Konjunktivitis; Laryngitis; Nasopharyngitis; Ausschlag pustulös; Rhinitis
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Lymphadenopathie
- Erkrankungen des Immunsystems
- anaphylaktische Reaktion; anaphylaktischer Schock; anaphylaktoide Reaktion; Überempfindlichkeit; Typ I-Allergie
- Psychiatrische Erkrankungen
- Angst; Verwirrtheitszustand; Dissoziation; Stimmungsänderung; Unruhe
- Erkrankungen des Nervensystems
- veränderter Bewusstseinszustand; Synkope; Verlust des Bewusstseins; zerebrale Hypoxie; Aufmerksamkeitsstörungen; Schwindel; Dyskinesie; Kopfschmerzen; Hemiplegie; Hypoästhesie; Parästhesie; Parästhesie der Schleimhäute; erniedrigter Muskeltonus; schlechte Schlafqualität; Krampfanfall; Somnolenz; Tremor; Brennen
- Augenerkrankungen
- Bindehauthyperämie; Konjunktivitis allergisch; Augenreizung; Augenlidödem; verstärkte Tränensekretion; okuläre Hyperämie; Sehverschlechterung
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- Ohrschwellung; Vertigo
- Herzerkrankungen
- Arrhythmie; kardiovaskuläre Erkrankung; Palpitationen; Tachykardie
- Gefäßerkrankungen
- Kreislaufkollaps; Zyanose; Flush; Hypotonie; Pallor; peripheres Kältegefühl
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Asthma; Status asthmaticus; bronchiale Obstruktion; Bronchospasmus; obstruktive Atemwegserkrankung; Dyspnoe; Tachypnoe; Hyperventilation; Lungenrasseln; Rasselgeräusche in der Lunge; Atmung anomal; Asphyxie; Atemerkrankung; Atemstörung; Stridor; Giemen; Erstickungsgefühl; Husten; Husten mit Auswurf; Kehlkopfbeschwerden; Kehlkopfödem; Engegefühl des Halses; Beschwerden im Oropharynx; Schmerzen im Oropharynx; pharyngeale Schwellung; Rachenreizung; Dysphonie; Nasenverstopfung; Nasenödeme; allergische Rhinitis; Rhinorrhoe; Niesen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Diarrhoe; Übelkeit; Erbrechen; Dyspepsie; Dysphagie; gastrointestinale Schmerzen; gastrointestinale Erkrankung; abdominale Beschwerden; Abdominalschmerz; Schmerzen Unterbauch; Schmerzen Oberbauch; anale Inkontinenz; Hypoästhesie oral; oraler Pruritus; Zungenbeschwerden
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- Angioödem; Dermatitis atopisch; Medikamentenausschlag; Ekzem; Erythem; Papel; Petechien; Pruritus; Ausschlag; erythematöser Ausschlag; makulöser Ausschlag; Ausschlag papulös; Ausschlag mit Juckreiz; Hautreaktion; Urtikaria; Urtikaria chronisch; hämorrhagische Urtikaria; Blasenbildung; Blutung subkutan; kalter Schweiß; Hyperhidrose
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Arthralgie; Arthritis; rheumatoide Arthritis; Arthropathie; Myalgie; Schmerz in einer Extremität; Wirbelsäulenschmerz
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- Störungen bei der Entleerung der Harnblase; Harninkontinenz
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- an der Injektionsstelle: Verfärbung, Erythem, Extravasat, Granulom, Hämatom, Blutung, Hypoästhesie, Verhärtung, Knötchen, Ödem, Schmerzen, Papel, Juckreiz, Ausschlag, Reaktion, Schwellung, Urtikaria, Bläschen, Wärme;
- Asthenie; Brustkorbbeschwerden; Brustkorbschmerz; Schüttelfrost; Fieber; Zustandsverschlechterung; Unbehagen; Unwohlsein; Arzneimittelunverträglichkeit; Müdigkeit; Wärmegefühl; grippeähnliche Erkrankung; Lokalreaktion; lokalisiertes Ödem; periphere Schwellung; Schwellung; Gesichtsschwellung; Fremdkörpergefühl
- Untersuchungen
- Blutdruck anomal; Blutdruck erniedrigt; Blutdruck erhöht; Herzfrequenz anomal; Herzfrequenz erniedrigt; Herzfrequenz erhöht; Sauerstoffsättigung erniedrigt; Atemfrequenz erniedrigt; Atemfrequenz erhöht
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- Tabelle 9 Nebenwirkungen aus dem Spontanmeldebereich, gelistet nach SOCs
- Kinder und Jugendliche:
- Das Sicherheitsprofil bei Kindern und Jugendlichen ist bei der Anwendung des Standardschemas mit dem der Erwachsenen vergleichbar. Es sind keine anderen Risiken in dieser Altersgruppe zu erwarten. Das Sicherheitsprofil bei Jugendlichen ist bei der Anwendung des Ein-Stärken-Aufdosierungsschema mit dem der Erwachsenen vergleichbar.
- Für Kinder liegen keine Daten zum Ein-Stärken-Aufdosierungsschema vor.
Anwendungshinweise
- Injektionssuspension
- Das Präparat liegt als sterile Suspension vor und muss - konzentrationsabhängig - besonders bei Stärke 3 nach dem Aufschütteln eine deutlich erkennbare Trübung zeigen.
- Aufgrund der natürlichen Eigenfärbung der Allergenrohstoffe und in Abhängigkeit von der jeweiligen Stärke können die Präparate mehr oder weniger stark gefärbt sein.
- Vorsichtsmaßnahmen bei der Handhabung/vor der Anwendung des Arzneimittels
- Eine intravasale Injektion ist unbedingt zu vermeiden (aspirieren!).
- Die Injektionen erfolgen subkutan in die Außenseite des Oberarms, etwa handbreit (Patient) oberhalb des Ellenbogens.
- Der Patient muss nach jeder Injektion mindestens 30 Minuten überwacht werden mit abschließender ärztlicher Beurteilung. Individuell kann diese Beobachtungszeit ausgedehnt werden. Nebenwirkungen können auch nach der Beobachtungszeit auftreten.
- Der Patient ist darüber aufzuklären, dass er sich während der Beobachtungszeit oder bei später auftretenden Anzeichen einer Nebenwirkung sofort mit einem Arzt in Verbindung setzen muss.
- Dosen von ca. 0,5 bis 1 ml können zur besseren Verträglichkeit in zwei Injektionen auf beide Arme verteilt gegeben werden.
- Wird eine parallele Therapie mit 2 Allergenpräparaten am selben Tag durchgeführt, so ist zwischen den beiden Injektionen ein Intervall von mindestens 30 Minuten einzuhalten. Die zweite Injektion darf nur gegeben werden, wenn die erste Injektion ohne Nebenwirkung vertragen wurde. Eine parallele Therapie darf nur im Standardaufdosierungsschema oder im Aufdosierungsschema für hochgradig empfindliche Patienten durchgeführt werden. Zur Vermeidung von Kumulationseffekten empfiehlt es sich, die Injektionen im Abstand von 2 bis 3 Tagen zu verabreichen. Es empfiehlt sich grundsätzlich, die Allergenextrakte jeweils getrennt in den rechten und linken Oberarm zu injizieren.
- Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
- Vor Gebrauch muss die Flasche gründlich geschüttelt werden, um eine gleichmäßige Verteilung des Adsorbats zu erreichen.
- Anwendungshinweise siehe oben.
- Keine besonderen Anforderungen für die Beseitigung.
Stillzeithinweise
- Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung während der Stillzeit liegen nicht vor.
- Obwohl für den gestillten Säugling wahrscheinlich kein Risiko besteht, ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung im Einzelfall erforderlich.
Schwangerschaftshinweise
- Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung während der Schwangerschaft liegen nicht vor.
- Deshalb wird eine Therapie mit NOVO-HELISEN® Hausstaubmilben-Präparaten während der Schwangerschaft nicht empfohlen.
- Fertilität
- Über die Auswirkung der Anwendung auf die Fertilität liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Beim Auftreten von Nebenwirkungen während der Injektion ist die Allergenzufuhr sofort zu unterbrechen.
- Präparate zur allergenspezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) dürfen nur durch allergologisch weitergebildete bzw. allergologisch erfahrene Ärzte verschrieben und angewendet werden.
- Bei Verwendung des Ein-Stärken-Aufdosierungsschemas kann im Vergleich zur Standardaufdosierung ein etwas höheres Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen während der Einleitungsbehandlung nicht ausgeschlossen werden. Die Behandlung mit dem Ein-Stärken-Aufdosierungsschema sollte daher nur von allergologisch besonders erfahrenen Ärzten durchgeführt werden.
- Dasselbe gilt für die Verwendung des Cluster-Aufdosierungsschemas.
- Zum Zeitpunkt der Injektion soll der Patient frei von akuten Krankheitserscheinungen (allergisch bedingten Symptomen, wie z. B. allergische Rhinitis, allergische Konjunktivitis oder Erkältungskrankheiten) sein, insbesondere dürfen keine asthmatischen Beschwerden vorliegen.
- Vor jeder Injektion wird der Patient dazu aufgefordert, seinen Arzt über Änderungen seines Gesundheitszustands wie Infektionskrankheiten oder Schwangerschaft und die Verträglichkeit der zuletzt verabreichten Dosis zu informieren. Bei Asthmatikern ist im Bedarfsfall eine orientierende Lungenfunktionsmessung (z. B. Peak flow-Messung) durchzuführen.
- Auf Basis der vorangegangenen Verträglichkeit und der Zwischenanamnese ist die Dosis für jede Injektion individuell zu bestimmen.
- Besondere Vorsicht ist geboten bei:
- Behandlung mit ACE-Hemmern
- Behandlung mit Betablockern (lokal, systemisch)
- Schwangerschaft
- Da Adrenalin zur Behandlung von schweren allergischen Reaktionen empfohlen wird, müssen die Adrenalin-Gegenanzeigen beachtet werden.
- Am Tag der Injektion sind vom Patienten körperliche Anstrengungen (auch Alkohol, Sauna, heißes Duschen etc.) zu vermeiden, da diese zu verstärkten allergischen Reaktionen führen können.
- Zwischen einer NOVO-HELISEN®-Injektion und einer planbaren Impfung sollte der Abstand mindestens eine Woche betragen. Impfungen sollten daher in der Fortsetzungsbehandlungsphase durchgeführt und zwischen 2 mit 4-wöchigem Abstand applizierten Injektionen gegeben werden. Sofort notwendige Impfungen (z. B. Tetanus nach Verletzung) können jederzeit erfolgen. Die Fortsetzung der Behandlung erfolgt 2 Wochen nach der Impfung mit der zuletzt verabreichten Dosis.
- NOVO-HELISEN® Hausstaubmilben-Präparate enthalten weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 1,0 ml der Stärke 3 (= maximale Dosis), d. h. sie sind nahezu „natriumfrei".
- Rückverfolgbarkeit
- Um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden.
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgeführt.
- Eine gleichzeitige Behandlung mit symptomatischen Antiallergika (z. B. Antihistaminika, Kortikosteroiden, Mastzellstabilisatoren) oder Arzneimitteln, die eine antihistaminerge Wirkung haben (z. B. bestimmte Sedativa, Antiemetika, Antacida), kann die Toleranzgrenze des Patienten beeinflussen, so dass bei Absetzen dieser Arzneimittel die bis dahin mit NOVO-HELISEN® erreichte Dosis gegebenenfalls verringert werden muss, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
- Bei einer Behandlung des Patienten mit Betablockern (einschließlich Augentropfen) und ACE-Hemmern kann die gefäßerweiternde Wirkung von Histamin verstärkt und die Wirksamkeit von Adrenalin während der Behandlung einer anaphylaktischen Reaktion verringert werden.
- Während der Therapie mit NOVO-HELISEN® Hausstaubmilben-Präparaten sind die ursächlichen und die mit ihnen kreuzreagierenden Allergene so gut wie möglich zu meiden.
- Alkoholkonsum sollte am Tag der Injektion vermieden werden, siehe Abschnitt "Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung" oben.
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Dieses Arzneimittel hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Häufig kann Müdigkeit auftreten, hierauf haben besonders Autofahrer zu achten sowie Patienten bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt.
- Überdosierung
- Eine Überdosierung kann zu allergischen Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock führen.
- Der behandelnde Arzt muss über eine Notfallausrüstung und Erfahrung in der Behandlung von anaphylaktischen Reaktionen verfügen. Hinweise hierzu können der aktuell gültigen Leitlinie zur „Akuttherapie und Management der Anaphylaxie" der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und weiterer Organisationen entnommen werden.