Noxafil 300mg magensaftres.Plv.u.Loe.zH.e.Su.z.Ein
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| – | 8 ST | 1118,47 € |
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Indikation
- Behandlung folgender Pilzerkrankungen bei pädiatrischen Patienten >/= 2 Jahre
- invasive Aspergillose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B oder Itraconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen diese Arzneimittel haben
- Fusariose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen Amphotericin B haben
- Chromoblastomykose und Myzetom bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Itraconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen Itraconazol haben
- Kokzidioidomykose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B, Itraconazol oder Fluconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen diese Arzneimittel haben
- Hinweis: ein Nichtansprechen auf die Therapie ist definiert als Progression der Infektion oder Ausbleiben einer Besserung nach mindestens 7 Tagen unter einer vorangegangenen wirksamen antimykotischen Therapie in therapeutischer Dosierung
- Prophylaxe invasiver Pilzerkrankungen bei pädiatrischen Patienten >/= 2 Jahren
- Patienten mit Remissions-induzierender Chemotherapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) oder myelodysplastischen Syndromen (MDS), die erwartungsgemäß zu einer längerfristigen Neutropenie führt, und bei denen ein hohes Risiko für die Entwicklung invasiver Pilzerkrankungen besteht
- Empfänger einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSZT), die eine Hochdosis-Immunsuppressions-Therapie bei einem Graft-versus-Host-Syndrom (GVHD) erhalten und bei denen ein hohes Risiko für die Entwicklung invasiver Pilzerkrankungen besteht
- Hinweis:
- Primärbehandlung invasiver Aspergillose: Fachinformation des Konzentrats zur Herstellung einer Infusionslösung und der magensaftresistenten Tabletten anwenden
- Fachinformation zur Posaconazol-haltigen Suspension zum Einnehmen zur Anwendung bei oropharyngealer Candidiasis beachten
Dosierung
Basiseinheit: nach Rekonstitution hat die magensaftresistente Suspension zum Einnehmen eine Konzentration von etwa 30 mg / ml
- Behandlung von Pilzerkrankungen; Prophylaxe invasiver Pilzerkrankungen
- Einleitung der Behandlung von einem Arzt mit Erfahrung in der Behandlung von Pilzinfektionen oder bei der Anwendung supportiver Behandlungsmaßnahmen bei Hochrisiko-Patienten, bei denen Posaconazol zur Prophylaxe angezeigt ist
- keine Austauschbarkeit zwischen dem magensaftresistentem Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen und der Suspension zum Einnehmen
- unterschiedliche Dosierung
- spezielle Dosierungshinweise jeder Darreichungsform beachten
- magensaftresistentes Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen nur für pädiatrische Patienten (< 18 Jahre) angezeigt
- für Erwachsene >/= 18 Jahre steht eine andere Darreichungsform (Suspension zum Einnehmen) zur Verfügung
- pädiatrische Patienten 2 - < 18 Jahre und 10 - 40 kg KG
- 10 - < 12 kg KG: 3 ml (90 mg)
- 12 - < 17 kg KG: 4 ml (120 mg)
- 17 - < 21 kg KG: 5 ml (150 mg)
- 21 - < 26 kg KG: 6 ml (180 mg)
- 26 - < 36 kg KG: 7 ml (210 mg)
- 36 - 40 kg KG: 8 ml (240 mg)
- Tag 1: empfohlene Dosis 2mal / Tag geben
- ab Tag 2: empfohlene Dosis 1mal / Tag geben
- Patienten > 40 kg KG: Tabletten sind bevorzugte Darreichungsform, sofern Patient ganze Tabletten schlucken kann
- Behandlungsdauer
- therapierefraktäre invasive Pilzerkrankungen (IFI) / Patienten mit IFI und Unverträglichkeit gegen eine First-Line-Therapie
- Behandlungsdauer abhängig von
- Schwere der Grunderkrankung
- Erholung von einer Immunsuppression
- klinischem Ansprechen
- Behandlungsdauer abhängig von
- akute myeloische Leukämie oder myelodysplastisches Syndrom
- Prophylaxe mehrere Tage vor dem erwarteten Auftreten einer Neutropenie starten und über 7 Tage fortsetzen, nachdem die Neutrophilenzahl über 500 Zellen / mm3 angestiegen ist
- Dauer der Behandlung basiert auf der Erholung von einer Neutropenie oder Immunsuppression
- therapierefraktäre invasive Pilzerkrankungen (IFI) / Patienten mit IFI und Unverträglichkeit gegen eine First-Line-Therapie
- Nierenfunktionsstörung
- Dosisanpassung nicht erforderlich (keine Auswirkung auf Pharmakokinetik von Posaconazol)
- Leberfunktionsstörung
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- begrenzte Daten zur Auswirkung einer Leberfunktionsstörung (inkl. chronischer Lebererkrankung mit Child-Pugh-C-Klassifikation)
- Anwendung mit Vorsicht (möglicherweise höhere Plasmaexposition)
- Kinder und Jugendliche (< 2 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten
Kontraindikationen
Posaconazol - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Posaconazol
- gleichzeitige Anwendung von
- Mutterkornalkaloiden
- CYP3A4-Substraten, da dies zu erhöhten Plasmaspiegeln dieser Arzneimittel führen kann, was wiederum zu einer Verlängerung des QTc-Intervalls und selten zum Auftreten von Torsade de Pointes führen kann
- Terfenadin
- Astemizol
- Cisaprid
- Pimozid
- Halofantrin
- Chinidin
- HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren
- Simvastatin
- Lovastatin
- Atorvastatin
- Venetoclax während des Therapiebeginns und der Aufdosierungsphase bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)
Therapiehinweise
Einnahme während des Essens.
Nebenwirkungen
Posaconazol - intraoral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Neutropenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Anämie
- Eosinophilie
- Lymphadenopathie
- Milzinfarkt
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hämolytisch-urämisches Syndrom
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
- Panzytopenie
- Koagulopathie
- Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nebenniereninsuffizienz
- Gonadotropin-Abfall im Blut
- Pseudoaldosteronismus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Störung des Elektrolythaushalts
- Anorexie
- Appetitverlust
- Hypokaliämie
- Hypomagnesiämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperglykämie
- Hypoglykämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abnorme Träume
- Verwirrtheitszustand
- Schlafstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychose
- Depression
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesien
- Schwindel
- Somnolenz
- Kopfschmerzen
- Geschmacksstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konvulsionen
- Neuropathie
- Hypästhesie
- Tremor
- Aphasie
- Schlaflosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- zerebrovaskuläres Ereignis
- Enzephalopathie
- periphere Neuropathie
- Synkope
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verschwommenes Sehen
- Photophobie
- verminderte Sehschärfe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Doppeltsehen
- Gesichtsfeldausfall (Skotom)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vermindertes Hörvermögen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- langes-QT-Syndrom
- abnormes Elektrokardiogramm
- Palpitationen
- Bradykardie
- supraventrikuläre Extrasystolen
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Torsade de Pointes
- plötzlicher Herztod
- ventrikuläre Tachykardie
- Herz- und Atemstillstand
- Herzinsuffizienz
- Herzinfarkt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- Vaskulitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lungenembolie
- tiefe Venenthrombose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Husten
- Nasenbluten
- Schluckauf
- Nasensekretstauung
- Pleuraschmerz
- Tachypnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- pulmonale Hypertonie
- interstitielle Pneumonie
- Pneumonitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Abdominalschmerzen
- Durchfall
- Dyspepsie
- Mundtrockenheit
- Flatulenz
- Verstopfung
- anorektale Beschwerden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pankreatitis
- aufgetriebener Bauch
- Enteritis
- epigastrische Beschwerden
- Aufstoßen
- gastroösophagealer Reflux
- Ödem des Mundes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- MagenMagen-Darm-Blutung
- Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Leberfunktionswerte
- ALT erhöht
- AST erhöht
- Bilirubin erhöht
- alkalische Phosphatase erhöht
- GGT erhöht
- erhöhte Leberfunktionswerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leberzellschädigung
- Hepatitis
- Gelbsucht
- Hepatomegalie
- Cholestase
- hepatische Toxizität
- Leberfunktionsstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberversagen
- cholestatische Hepatitis
- Hepatosplenomegalie
- Druckschmerzhaftigkeit der Leber
- Flattertremor
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere Leberschädigung mit letalem Ausgang (nach Markteinführung beobachtet)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundulzera
- Alopezie
- Dermatitis
- Erythema
- Petechien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stevens-Johnson-Syndrom
- vesikulärer Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rückenschmerzen
- Nackenschmerzen
- Schmerzen der Skelettmuskulatur
- Schmerz in einer Extremität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- akutes Nierenversagen
- Niereninsuffizienz
- Kreatinin im Blut erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- renal-tubuläre Azidose
- interstitielle Nephritis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Menstruationsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schmerzen in der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pyrexie (Fieber)
- Asthenie
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ödem
- Schmerzen
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Brustkorbbeschwerden
- Arzneimittelunverträglichkeit
- Gefühl der Zerfahrenheit
- Schleimhautentzündungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Zungenödem
- Gesichtsödem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- veränderter Arzneimittelspiegel
- niedrige Phosphorspiegel im Blut
- auffälliges Röntgenbild des Thorax
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme der Dosis innerhalb von 30 Min. nach Zubereitung
- Einnahme zusammen mit oder ohne Nahrung
- weitere Hinweise zur Zubereitung und Anwendung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Posaconazol - intraoral
- vor Beginn der Therapie mit Posaconazol muss abgestillt werden
- Posaconazol wird in die Milch säugender Ratten ausgeschieden
- der Übertritt von Posaconazol in die menschliche Muttermilch wurde nicht untersucht
Schwangerschaftshinweise
Posaconazol - intraoral
- Posaconazol darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer der Nutzen für die Mutter überwiegt eindeutig das potenzielle Risiko für den Fetus
- Frauen im gebärfähigen Alter
- müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- keine ausreichenden Informationen über die Anwendung von Posaconazol in der Schwangerschaft vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- Fertilität
- Posaconazol hatte keine Auswirkung auf die Fertilität von
- männlichen Ratten bei Dosen bis zu 180 mg/kg (1,7-Faches des 2-mal täglichen Dosierungsregimes von je 400 mg basierend auf Steady-State-Plasmakonzentrationen bei gesunden Freiwilligen)
- weiblichen Ratten bei einer Dosis bis zu 45 mg/kg (2,2-Faches des 2-mal täglichen Dosierungsregimes von je 400 mg)
- keine klinischen Erfahrungen in Bezug auf den Einfluss von Posaconazol auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- Posaconazol hatte keine Auswirkung auf die Fertilität von
Warnhinweise
Posaconazol - intraoral
- Überempfindlichkeit
- keine Informationen zu einer Kreuzempfindlichkeit von Posaconazol und anderen Antimykotika vom Azoltyp vorliegend
- Vorsicht bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber anderen Azol-Antimykotika
- Hepatotoxizität
- Posaconazol ist bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung mit Vorsicht anzuwenden
- aufgrund begrenzter klinischer Erfahrung und der Möglichkeit höherer Posaconazol-Plasmaspiegel bei diesen Patienten
- hepatische Reaktionen wurden unter der Therapie mit Posaconazol beschrieben, z. B.
- leichter bis mäßiger Anstieg der Werte für ALT, AST, alkalische Phosphatase, Gesamtbilirubin
- klinische Hepatitis
- erhöhte Leberfunktionswerte waren nach Absetzen der Therapie im Allgemeinen reversibel und normalisierten sich in einigen Fällen ohne Therapieunterbrechung
- selten wurde über schwerere hepatische Reaktionen mit letalem Ausgang berichtet
- Posaconazol ist bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung mit Vorsicht anzuwenden
- Überwachung der Leberfunktion
- Leberfunktionstests
- zu Beginn
- während der Posaconazol-Therapie
- Patienten, bei denen es im Verlauf der Therapie mit Posaconazol zu einer Veränderung der Leberfunktionswerte kommt, müssen routinemäßig hinsichtlich des Auftretens einer schwereren Leberschädigung überwacht werden
- zur Beurteilung müssen Leberfunktionstests (insb. zur Bestimmung von Leberfunktionswerten und Bilirubin) durchgeführt werden
- ein Absetzen von Posaconazol ist zu erwägen, wenn klinische Anzeichen und Symptome auf die Entwicklung einer Lebererkrankung hinweisen
- Leberfunktionstests
- QTc-Verlängerung
- unter der Behandlung mit einigen Azol-Antimykotika kam es zu einer Verlängerung des QTc-Intervalls
- Posaconazol darf nicht zusammen mit Arzneimitteln angewendet werden, die CYP3A4-Substrate sind und von denen bekannt ist, dass sie das QTc-Intervall verlängern
- Posaconazol darf bei Patienten mit proarrhythmischen Faktoren wie den folgenden nur mit Vorsicht angewendet werden
- angeborene oder erworbene QTc-Verlängerung
- Kardiomyopathie, insbesondere bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz
- Sinusbradykardie
- bestehende symptomatische Arrhythmien
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern
- vor und während der Therapie mit Posaconazol sind Elektrolytstörungen - insbesondere wenn Kalium-, Magnesium- oder Calciumspiegel betroffen sind - zu überwachen und gegebenenfalls zu korrigieren
- Arzneimittelwechselwirkungen
- gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimitteln, die durch CYP3A4 metabolisiert werden, nur unter bestimmten Umständen
- Posaconazol hemmt CYP3A4
- gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimitteln, die durch CYP3A4 metabolisiert werden, nur unter bestimmten Umständen
- Midazolam und andere Benzodiazepine
- eine gleichzeitige Anwendung von Posaconazol mit einem Benzodiazepin, das über CYP3A4 (z. B. Midazolam, Triazolam, Alprazolam) metabolisiert wird, nur in Betracht zu ziehen, wenn unbedingt notwendig
- aufgrund des Risikos einer länger anhaltenden Sedierung und einer möglichen Atemdepression
- Dosisanpassung für Benzodiazepine in Betracht ziehen, die über CYP3A4 metabolisiert werden
- eine gleichzeitige Anwendung von Posaconazol mit einem Benzodiazepin, das über CYP3A4 (z. B. Midazolam, Triazolam, Alprazolam) metabolisiert wird, nur in Betracht zu ziehen, wenn unbedingt notwendig
- Vincristin-Toxizität
- die gleichzeitige Anwendung von Azol-Antimykotika, einschließlich Posaconazol, mit Vincristin wurde mit Neurotoxizität und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, wie
- Krampfanfällen
- peripherer Neuropathie
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion
- paralytischem Ileus
- Azol-Antimykotika, einschließlich Posaconazol, sollten bei gleichzeitiger Anwendung von Vinca-Alkaloiden, einschließlich Vincristin, den Patienten vorbehalten bleiben, für die keine alternative Antimykotika-Therapie zur Verfügung steht
- die gleichzeitige Anwendung von Azol-Antimykotika, einschließlich Posaconazol, mit Vincristin wurde mit Neurotoxizität und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, wie
- Venetoclax-Toxizität
- gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Inhibitoren, einschließlich Posaconazol, mit dem CYP3A4-Substrat Venetoclax kann die Toxizität von Venetoclax erhöhen, einschließlich des Risikos für Tumorlysesyndrom (TLS) und Neutropenie
- für detaillierte Empfehlungen Herstellerinformation von Venetoclax heranziehen
- gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Inhibitoren, einschließlich Posaconazol, mit dem CYP3A4-Substrat Venetoclax kann die Toxizität von Venetoclax erhöhen, einschließlich des Risikos für Tumorlysesyndrom (TLS) und Neutropenie
- Rifamycin-Antibiotika (Rifampicin, Rifabutin), bestimmte Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon), Efavirenz und Cimetidin
- gleichzeitige Anwendung mit Posaconazol ist zu vermeiden, außer der Nutzen für den Patienten überwiegt das Risiko
- Posaconazol-Konzentrationen können bei einer Kombination erheblich vermindert sein
- gleichzeitige Anwendung mit Posaconazol ist zu vermeiden, außer der Nutzen für den Patienten überwiegt das Risiko
- Lichtempfindlichkeitsreaktion
- Posaconazol kann das Risiko einer Lichtempfindlichkeitsreaktion erhöhen
- Patienten sollten angewiesen werden, während der Behandlung Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Schutz durch Schutzkleidung und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) zu vermeiden
- gastrointestinale Dysfunktion
- für Patienten mit schwerer gastrointestinaler Dysfunktion (wie z. B. schwerem Durchfall) liegen nur begrenzte pharmakokinetische Daten vor
- Patienten mit schwerem Durchfall oder Erbrechen sollten bezüglich Durchbruch-Pilzinfektionen engmaschig überwacht werden
- Plasmakonzentrationen
- die Posaconazol-Plasmakonzentrationen können je nach Darreichungsform variieren, siehe hierzu jeweilige Herstellerinformation