Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 105 ML | 873,56 € |
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Indikation
- Behandlung folgender Pilzerkrankungen bei Erwachsenen
- invasive Aspergillose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B oder Itraconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen diese Arzneimittel haben
- Fusariose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen Amphotericin B haben
- Chromoblastomykose und Myzetom bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Itraconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen Itraconazol haben
- Kokzidioidomykose bei Patienten, deren Erkrankung therapierefraktär gegenüber Amphotericin B, Itraconazol oder Fluconazol ist bzw. bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegen diese Arzneimittel haben
- oropharyngeale Candidose: als Therapie der ersten Wahl bei Patienten, die eine schwere Erkrankung haben oder immunsupprimiert sind und bei denen ein schwaches Ansprechen auf eine topische Therapie erwartet wird
- Hinweis: ein Nichtansprechen auf die Therapie ist definiert als Progression der Infektion oder Ausbleiben einer Besserung nach mindestens 7 Tagen unter einer vorangegangenen wirksamen antimykotischen Therapie in therapeutischer Dosierung
- Prophylaxe invasiver Mykosen
- Patienten mit Remissions-induzierender Chemotherapie bei akuter myeloischer Leukämie (AML) oder myelodysplastischen Syndromen (MDS), die erwartungsgemäß zu einer längerfristigen Neutropenie führt, und bei denen ein hohes Risiko für die Entwicklung invasiver Pilzerkrankungen besteht
- Empfänger einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT), die eine Hochdosis-Immunsuppressions-Therapie bei einem Graft-versus-Host-Syndrom (GVHD) erhalten und bei denen ein hohes Risiko für die Entwicklung invasiver Pilzerkrankungen besteht
- Hinweis:
- Primärbehandlung invasiver Aspergillose: Fachinformation des Konzentrats zur Herstellung einer Infusionslösung und der magensaftresistenten Tabletten anwenden
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Suspension zum Einnehmen enthält 40 mg Posaconazol
- Behandlung von Pilzerkrankungen; Prophylaxe invasiver Pilzerkrankungen
- Einleitung der Behandlung von einem Arzt mit Erfahrung in der Behandlung von Pilzinfektionen oder bei der Anwendung supportiver Behandlungsmaßnahmen bei Hochrisiko-Patienten, bei denen Posaconazol zur Prophylaxe angezeigt ist
- keine Austauschbarkeit zwischen Posaconazol Suspension zum Einnehmen, Posaconazol Tabletten oder Posaconazol magensaftresistentem Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen!
- Posaconazol Suspension zum Einnehmen: nur für Erwachsene > 18 Jahre
- für pädiatrische Patienten (2 - < 18 Jahre) steht eine andere Darreichungsform (Posaconazol magensaftresistentes Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) zur Verfügung
- Suspension zum Einnehmen ist weder mit der Tablette noch mit dem magensaftresistenten Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen austauschbar (Unterschiede hinsichtlich Häufigkeit der Anwendung, Einnahme mit Nahrung und erreichter Plasmakonzentration)
- spezielle Dosierungshinweise jeder Darreichungsform beachten
- Tabletten sind bevorzugte Darreichungsform, um die Plasmakonzentrationen zu optimieren und um im Allgemeinen höhere Plasmaspiegel des Wirkstoffs zu erreichen
- therapierefraktäre invasive Pilzerkrankungen (IFI)/Patienten mit IFI und Unverträglichkeit gegen eine First-line-Therapie
- 5 ml Suspension (entsprechend 200 mg Posaconazol) 4mal / Tag
- alternativ, bei Patienten, die Mahlzeiten und Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen können
- 10 ml Suspension (entsprechend 400 mg Posaconazol) 2mal / Tag, während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder einer Nahrungsergänzungsmittel-Zufuhr
- Behandlungsdauer abhängig von
- Schwere der Grunderkrankung
- Erholung von einer Immunsuppression
- klinischem Ansprechen
- oropharyngeale Candidose
- 1.Tag: 5 ml Suspension (entsprechend 200 mg Posaconazol) 1mal / Tag
- anschließend für 13 Tage: 2,5 ml Suspension (entsprechend 100 mg Posaconazol) 1mal / Tag
- Einnahme jeder Dosis während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder bei Patienten, die keine Mahlzeit zu sich nehmen können, nach einer Nahrungsergänzungsmittel-Zufuhr (um Resorption zu erhöhen und ausreichende Exposition zu gewährleisten)
- Prophylaxe invasiver Pilzerkrankungen
- 5 ml Suspension (entsprechend 200 mg Posaconazol) 3mal / Tag
- Behandlungsdauer
- abhängig von Erholung von Neutropenie oder Immunsuppression
- bei akuter myeloischer Leukämie oder myelodysplastischen Syndromen
- Therapiebeginn: einige Tage vor erwartetem Einsetzen der Neutropenie
- Fortführen für 7 Tage nach Ansteigen der Neutrophilenzahl > 500 / mm³
- Einnahme jeder Dosis während oder unmittelbar nach einer Mahlzeit oder bei Patienten, die keine Mahlzeit zu sich nehmen können, nach einer Nahrungsergänzungsmittel-Zufuhr (um Resorption zu erhöhen und ausreichende Exposition zu gewährleisten)
Dosisanpassung
- Nierenfunktionsstörung
- Dosisanpassung nicht erforderlich (keine Auswirkung auf Pharmakokinetik von Posaconazol)
- Leberfunktionsstörung
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- begrenzte Daten zur Auswirkung einer Leberfunktionsstörung (inkl. chronischer Lebererkrankung mit Child-Pugh-C-Klassifikation)
- Anwendung mit Vorsicht (möglicherweise höhere Plasmaexposition)
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Dosierungsempfehlung kann nicht gegeben werden
- es stehen andere orale Darreichungsformen zur Verfügung
Kontraindikationen
Posaconazol - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Posaconazol
- gleichzeitige Anwendung von
- Mutterkornalkaloiden
- CYP3A4-Substraten, da dies zu erhöhten Plasmaspiegeln dieser Arzneimittel führen kann, was wiederum zu einer Verlängerung des QTc-Intervalls und selten zum Auftreten von Torsade de Pointes führen kann
- Terfenadin
- Astemizol
- Cisaprid
- Pimozid
- Halofantrin
- Chinidin
- HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren
- Simvastatin
- Lovastatin
- Atorvastatin
- Venetoclax während des Therapiebeginns und der Aufdosierungsphase bei Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL)
Therapiehinweise
Einnahme während des Essens.
Nebenwirkungen
Posaconazol - intraoral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Neutropenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- Leukopenie
- Anämie
- Eosinophilie
- Lymphadenopathie
- Milzinfarkt
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hämolytisch-urämisches Syndrom
- thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
- Panzytopenie
- Koagulopathie
- Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nebenniereninsuffizienz
- Gonadotropin-Abfall im Blut
- Pseudoaldosteronismus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Störung des Elektrolythaushalts
- Anorexie
- Appetitverlust
- Hypokaliämie
- Hypomagnesiämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperglykämie
- Hypoglykämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abnorme Träume
- Verwirrtheitszustand
- Schlafstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychose
- Depression
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesien
- Schwindel
- Somnolenz
- Kopfschmerzen
- Geschmacksstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konvulsionen
- Neuropathie
- Hypästhesie
- Tremor
- Aphasie
- Schlaflosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- zerebrovaskuläres Ereignis
- Enzephalopathie
- periphere Neuropathie
- Synkope
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verschwommenes Sehen
- Photophobie
- verminderte Sehschärfe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Doppeltsehen
- Gesichtsfeldausfall (Skotom)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vermindertes Hörvermögen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- langes-QT-Syndrom
- abnormes Elektrokardiogramm
- Palpitationen
- Bradykardie
- supraventrikuläre Extrasystolen
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Torsade de Pointes
- plötzlicher Herztod
- ventrikuläre Tachykardie
- Herz- und Atemstillstand
- Herzinsuffizienz
- Herzinfarkt
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- Vaskulitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lungenembolie
- tiefe Venenthrombose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Husten
- Nasenbluten
- Schluckauf
- Nasensekretstauung
- Pleuraschmerz
- Tachypnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- pulmonale Hypertonie
- interstitielle Pneumonie
- Pneumonitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Abdominalschmerzen
- Durchfall
- Dyspepsie
- Mundtrockenheit
- Flatulenz
- Verstopfung
- anorektale Beschwerden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pankreatitis
- aufgetriebener Bauch
- Enteritis
- epigastrische Beschwerden
- Aufstoßen
- gastroösophagealer Reflux
- Ödem des Mundes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- MagenMagen-Darm-Blutung
- Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Leberfunktionswerte
- ALT erhöht
- AST erhöht
- Bilirubin erhöht
- alkalische Phosphatase erhöht
- GGT erhöht
- erhöhte Leberfunktionswerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leberzellschädigung
- Hepatitis
- Gelbsucht
- Hepatomegalie
- Cholestase
- hepatische Toxizität
- Leberfunktionsstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberversagen
- cholestatische Hepatitis
- Hepatosplenomegalie
- Druckschmerzhaftigkeit der Leber
- Flattertremor
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere Leberschädigung mit letalem Ausgang (nach Markteinführung beobachtet)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundulzera
- Alopezie
- Dermatitis
- Erythema
- Petechien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stevens-Johnson-Syndrom
- vesikulärer Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rückenschmerzen
- Nackenschmerzen
- Schmerzen der Skelettmuskulatur
- Schmerz in einer Extremität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- akutes Nierenversagen
- Niereninsuffizienz
- Kreatinin im Blut erhöht
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- renal-tubuläre Azidose
- interstitielle Nephritis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Menstruationsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schmerzen in der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pyrexie (Fieber)
- Asthenie
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ödem
- Schmerzen
- Schüttelfrost
- Unwohlsein
- Brustkorbbeschwerden
- Arzneimittelunverträglichkeit
- Gefühl der Zerfahrenheit
- Schleimhautentzündungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Zungenödem
- Gesichtsödem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- veränderter Arzneimittelspiegel
- niedrige Phosphorspiegel im Blut
- auffälliges Röntgenbild des Thorax
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- Suspension vor der Anwendung kräftig schütteln
Stillzeithinweise
Posaconazol - intraoral
- vor Beginn der Therapie mit Posaconazol muss abgestillt werden
- Posaconazol wird in die Milch säugender Ratten ausgeschieden
- der Übertritt von Posaconazol in die menschliche Muttermilch wurde nicht untersucht
Schwangerschaftshinweise
Posaconazol - intraoral
- Posaconazol darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer der Nutzen für die Mutter überwiegt eindeutig das potenzielle Risiko für den Fetus
- Frauen im gebärfähigen Alter
- müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- keine ausreichenden Informationen über die Anwendung von Posaconazol in der Schwangerschaft vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- Fertilität
- Posaconazol hatte keine Auswirkung auf die Fertilität von
- männlichen Ratten bei Dosen bis zu 180 mg/kg (1,7-Faches des 2-mal täglichen Dosierungsregimes von je 400 mg basierend auf Steady-State-Plasmakonzentrationen bei gesunden Freiwilligen)
- weiblichen Ratten bei einer Dosis bis zu 45 mg/kg (2,2-Faches des 2-mal täglichen Dosierungsregimes von je 400 mg)
- keine klinischen Erfahrungen in Bezug auf den Einfluss von Posaconazol auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- Posaconazol hatte keine Auswirkung auf die Fertilität von
Warnhinweise
Posaconazol - intraoral
- Überempfindlichkeit
- keine Informationen zu einer Kreuzempfindlichkeit von Posaconazol und anderen Antimykotika vom Azoltyp vorliegend
- Vorsicht bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegenüber anderen Azol-Antimykotika
- Hepatotoxizität
- Posaconazol ist bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung mit Vorsicht anzuwenden
- aufgrund begrenzter klinischer Erfahrung und der Möglichkeit höherer Posaconazol-Plasmaspiegel bei diesen Patienten
- hepatische Reaktionen wurden unter der Therapie mit Posaconazol beschrieben, z. B.
- leichter bis mäßiger Anstieg der Werte für ALT, AST, alkalische Phosphatase, Gesamtbilirubin
- klinische Hepatitis
- erhöhte Leberfunktionswerte waren nach Absetzen der Therapie im Allgemeinen reversibel und normalisierten sich in einigen Fällen ohne Therapieunterbrechung
- selten wurde über schwerere hepatische Reaktionen mit letalem Ausgang berichtet
- Posaconazol ist bei Patienten mit einer Leberfunktionsstörung mit Vorsicht anzuwenden
- Überwachung der Leberfunktion
- Leberfunktionstests
- zu Beginn
- während der Posaconazol-Therapie
- Patienten, bei denen es im Verlauf der Therapie mit Posaconazol zu einer Veränderung der Leberfunktionswerte kommt, müssen routinemäßig hinsichtlich des Auftretens einer schwereren Leberschädigung überwacht werden
- zur Beurteilung müssen Leberfunktionstests (insb. zur Bestimmung von Leberfunktionswerten und Bilirubin) durchgeführt werden
- ein Absetzen von Posaconazol ist zu erwägen, wenn klinische Anzeichen und Symptome auf die Entwicklung einer Lebererkrankung hinweisen
- Leberfunktionstests
- QTc-Verlängerung
- unter der Behandlung mit einigen Azol-Antimykotika kam es zu einer Verlängerung des QTc-Intervalls
- Posaconazol darf nicht zusammen mit Arzneimitteln angewendet werden, die CYP3A4-Substrate sind und von denen bekannt ist, dass sie das QTc-Intervall verlängern
- Posaconazol darf bei Patienten mit proarrhythmischen Faktoren wie den folgenden nur mit Vorsicht angewendet werden
- angeborene oder erworbene QTc-Verlängerung
- Kardiomyopathie, insbesondere bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz
- Sinusbradykardie
- bestehende symptomatische Arrhythmien
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QTc-Intervall verlängern
- vor und während der Therapie mit Posaconazol sind Elektrolytstörungen - insbesondere wenn Kalium-, Magnesium- oder Calciumspiegel betroffen sind - zu überwachen und gegebenenfalls zu korrigieren
- Arzneimittelwechselwirkungen
- gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimitteln, die durch CYP3A4 metabolisiert werden, nur unter bestimmten Umständen
- Posaconazol hemmt CYP3A4
- gleichzeitige Anwendung von anderen Arzneimitteln, die durch CYP3A4 metabolisiert werden, nur unter bestimmten Umständen
- Midazolam und andere Benzodiazepine
- eine gleichzeitige Anwendung von Posaconazol mit einem Benzodiazepin, das über CYP3A4 (z. B. Midazolam, Triazolam, Alprazolam) metabolisiert wird, nur in Betracht zu ziehen, wenn unbedingt notwendig
- aufgrund des Risikos einer länger anhaltenden Sedierung und einer möglichen Atemdepression
- Dosisanpassung für Benzodiazepine in Betracht ziehen, die über CYP3A4 metabolisiert werden
- eine gleichzeitige Anwendung von Posaconazol mit einem Benzodiazepin, das über CYP3A4 (z. B. Midazolam, Triazolam, Alprazolam) metabolisiert wird, nur in Betracht zu ziehen, wenn unbedingt notwendig
- Vincristin-Toxizität
- die gleichzeitige Anwendung von Azol-Antimykotika, einschließlich Posaconazol, mit Vincristin wurde mit Neurotoxizität und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, wie
- Krampfanfällen
- peripherer Neuropathie
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion
- paralytischem Ileus
- Azol-Antimykotika, einschließlich Posaconazol, sollten bei gleichzeitiger Anwendung von Vinca-Alkaloiden, einschließlich Vincristin, den Patienten vorbehalten bleiben, für die keine alternative Antimykotika-Therapie zur Verfügung steht
- die gleichzeitige Anwendung von Azol-Antimykotika, einschließlich Posaconazol, mit Vincristin wurde mit Neurotoxizität und anderen schwerwiegenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht, wie
- Venetoclax-Toxizität
- gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Inhibitoren, einschließlich Posaconazol, mit dem CYP3A4-Substrat Venetoclax kann die Toxizität von Venetoclax erhöhen, einschließlich des Risikos für Tumorlysesyndrom (TLS) und Neutropenie
- für detaillierte Empfehlungen Herstellerinformation von Venetoclax heranziehen
- gleichzeitige Anwendung von starken CYP3A-Inhibitoren, einschließlich Posaconazol, mit dem CYP3A4-Substrat Venetoclax kann die Toxizität von Venetoclax erhöhen, einschließlich des Risikos für Tumorlysesyndrom (TLS) und Neutropenie
- Rifamycin-Antibiotika (Rifampicin, Rifabutin), bestimmte Antiepileptika (Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Primidon), Efavirenz und Cimetidin
- gleichzeitige Anwendung mit Posaconazol ist zu vermeiden, außer der Nutzen für den Patienten überwiegt das Risiko
- Posaconazol-Konzentrationen können bei einer Kombination erheblich vermindert sein
- gleichzeitige Anwendung mit Posaconazol ist zu vermeiden, außer der Nutzen für den Patienten überwiegt das Risiko
- Lichtempfindlichkeitsreaktion
- Posaconazol kann das Risiko einer Lichtempfindlichkeitsreaktion erhöhen
- Patienten sollten angewiesen werden, während der Behandlung Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Schutz durch Schutzkleidung und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) zu vermeiden
- gastrointestinale Dysfunktion
- für Patienten mit schwerer gastrointestinaler Dysfunktion (wie z. B. schwerem Durchfall) liegen nur begrenzte pharmakokinetische Daten vor
- Patienten mit schwerem Durchfall oder Erbrechen sollten bezüglich Durchbruch-Pilzinfektionen engmaschig überwacht werden
- Plasmakonzentrationen
- die Posaconazol-Plasmakonzentrationen können je nach Darreichungsform variieren, siehe hierzu jeweilige Herstellerinformation