Nucala 100 mg Injektionslösung im Fertigpen
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1X1 ML | 1274,48 € |
| N3 | 3X1 ML | 3731,69 € |
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Indikation
- schweres eosinophiles Asthma
- Zusatzbehandlung bei schwerem refraktärem eosinophilem Asthma bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern >/= 6 Jahre
- chronische Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (Chronic rhinosinusitis with nasal polyps, CRSwNP)
- Zusatztherapie mit intranasalen Kortikosteroiden zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schwerer CRSwNP, die mit systemischen Kortikosteroiden und/oder chirurgischem Eingriff nicht ausreichend kontrolliert werden kann
- eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
- Zusatzbehandlung für Patienten >/= 6 Jahre mit schubförmig remittierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)
- hypereosinophiles Syndrom (HES)
- Zusatzbehandlung bei erwachsenen Patienten mit unzureichend kontrolliertem hypereosinophilem Syndrom ohne erkennbare, nicht-hämatologische sekundäre Ursache
Dosierung
Basiseinheit: jeder 1 ml Fertigpen enthält 100 mg Mepolizumab
- allgemein
- Verordnung von Ärzten mit Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von schwerem refraktärem eosinophilem Asthma, CRSwNP, EGPA oder HES
- schweres eosinophiles Asthma
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
- 100 mg Mepolizumab 1mal / 4 Wochen s.c.
- Kinder 6 - 11 Jahre
- 40 mg Mepolizumab 1mal / 4 Wochen s.c.
- 100 mg-Fertigpen für diese Altersgruppe nicht geeignet
- Kinder < 6 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
- Anwendungsdauer
- Langzeitbehandlung
- Notwendigkeit einer Fortsetzung der Therapie mind. 1mal / Jahr, auf Basis der ärztlichen Beurteilung des Schweregrades und des Ausmaßes der Exazerbationskontrolle der Erkrankung des Patienten, überprüfen
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
- CRSwNP
- Erwachsene
- 100 mg Mepolizumab 1mal / 4 Wochen s.c.
- Kinder < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
- Anwendungsdauer
- Langzeitbehandlung
- bei Patienten, die nach 24 Wochen nicht auf die Behandlung der CRSwNP ansprechen, alternative Behandlungen in Betracht ziehen
- einige Patienten mit anfänglich partiellem Ansprechen können von einer > 24 Wochen hinaus fortgeführten Behandlung profitieren
- Erwachsene
- EGPA
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
- 300 mg Mepolizumab 1mal / 4 Wochen s.c.
- Kinder 6 - 11 Jahre, >/= 40 kg KG
- 200 mg Mepolizumab 1mal / 4 Wochen s.c.
- Kinder 6 - 11 Jahre, < 40 kg KG
- 100 mg Mepolizumab 1mal / 4 Wochen s.c.
- die Dosierung von Mepolizumab bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 - 17 Jahren mit EGPA wurde durch Modellierungs- und Simulationsdaten unterstützt
- Kinder < 6 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
- Anwendungsdauer
- Langzeitbehandlung
- Notwendigkeit einer Fortsetzung der Therapie mind. 1mal / Jahr, auf Basis der ärztlichen Beurteilung des Schweregrades und der Verbesserung der Symptomkontrolle des Patienten überprüfen
- Notwendigkeit einer Fortsetzung der Therapie bei Patienten mit lebensbedrohlicher Manifestationen der EGPA ebenfalls überprüfen, da Mepolizumab in dieser Patientengruppe nicht untersucht wurde
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
- HES
- Erwachsene
- 300 mg Mepolizumab 1mal / 4 Wochen s.c.
- Kinder < 18 Jahre
- begrenzte Daten, daher keine Dosisempfehlung möglich
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Anwendungsdauer
- Langzeitbehandlung
- Notwendigkeit einer Fortsetzung der Therapie mind. 1mal / Jahr, auf Basis der ärztlichen Beurteilung des Schweregrades und des Ausmaßes der Symptomkontrolle des Patienten überprüfen
- Notwendigkeit einer Fortsetzung der Therapie bei Patienten mit lebensbedrohlicher Manifestationen des HES ebenfalls überprüfen, da Mepolizumab in dieser Patientengruppe nicht untersucht wurde
- Erwachsene
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nieren- und Leberfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
Kontraindikationen
Mepolizumab - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Mepolizumab
Nebenwirkungen
Mepolizumab - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen der unteren Atemwege
- Harnwegsinfektionen
- Pharyngitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- systemische Reaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen (systemisch allergisch)
- systemische Reaktionen einschließlich Überempfindlichkeit wurden mit einer vergleichbaren Gesamthäufigkeit wie unter Placebo in den Studien zu schwerem eosinophilem Asthma berichtet
- systemisch nicht-allergisch (bei EGPA berichtet)
- Angioödem
- sonstige systemische Reaktion (bei HES berichtet)
- multifokale Hautreaktion
- Überempfindlichkeitsreaktionen (systemisch allergisch)
- systemische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anaphylaxie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- nasale Kongestion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen im Oberbauch
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ekzem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rückenschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verabreichungsbedingte Reaktionen (systemisch nicht allergisch)
- im Zusammenhang mit Berichten über systemische, nicht allergische, verabreichungsbedingte Reaktionen bei Patienten in den Studien zu schwerem eosinophilem Asthma, waren die häufigsten Manifestationen Hautausschlag, Hitzegefühl und Myalgie
- diese Manifestationen wurden unregelmäßig und von < 1 % der Patienten berichtet, die Mepolizumab 100 mg subkutan erhielten
- lokale Reaktionen an der Injektionsstelle z.B.
- Schmerzen
- Erytheme
- Schwellungen
- Brennen
- Juckreiz
- Fieber
- verabreichungsbedingte Reaktionen (systemisch nicht allergisch)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- nur s.c. injizieren
- Injektion kann durch den Patienten selbst oder durch eine den Patienten betreuende Person verabreicht werden
- wenn das medizinische Fachpersonal entschieden hat, dass dies angemessen ist
- und der Patient oder die betreuende Person in Injektionstechniken geschult ist
- Kinder 6 - 11 Jahre: Verabreichung muss durch medizinisches Fachpersonaloder eine geschulte Betreuungsperson erfolgen
- empfohlene Injektionsbereiche
- bei Verabreichung durch den Patienten selbst: Bauch oder Oberschenkel
- bei Verabreichung durch eine den Patienten betreuende Person: auch Oberarm
- bei Dosierungen > 1 Injektion: jede Injektion im Abstand von mind. 5 cm verabreichen
- ausführliche Hinweise zur subkutanen Gabe von Mepolizumab in einem Fertigpen: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Mepolizumab - invasiv
- eine Entscheidung muss getroffen werden, ob das Stillen oder die Behandlung mit Mepolizumab zu beenden ist
- dabei sind sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Mutter zu berücksichtigen
- keine Daten vorhanden, ob Mepolizumab beim Menschen in die Muttermilch übergeht
- tierexperimentelle Studien
- Untersuchungen an Cynomolgusaffen ergaben jedoch einen Übergang von Mepolizumab in die Muttermilch
- die Konzentrationen betrugen hierbei < 0,5% der Konzentrationen, die im Plasma nachgewiesen wurden
Schwangerschaftshinweise
Mepolizumab - invasiv
- eine Anwendung während der Schwangerschaft sollte aus Sicherheitsgründen vermieden werden
- eine Anwendung darf nur in Erwägung gezogen werden, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter jedes mögliche Risiko für das ungeborene Kind überwiegt
- bisher nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren (< 300 Schwangerschaftsverläufe)
- Gefährdungspotential für das ungeborene Kind nicht bekannt
- tierexperimentelle Studien
- Mepolizumab passiert bei Affen die Plazentaschranke
- keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- keine Daten zur Fertilität beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keine unerwünschten Wirkungen einer Anti-IL5-Behandlung auf die Fertilität
Warnhinweise
Mepolizumab - invasiv
- das Arzneimittel sollte von Ärzten mit Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von schwerem refraktärem eosinophilem Asthma, CRSwNP, EGPA oder HES verschrieben werden
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Asthma-Exazerbationen
- Mepolizumab darf nicht zur Behandlung von akuten Asthma-Exazerbationen eingesetzt werden
- während der Behandlung kann es zu Asthma-bedingten Symptomen oder Exazerbationen kommen
- Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn das Asthma nach Behandlungsbeginn unkontrolliert verbleibt oder sich verschlimmert
- Corticosteroide
- nach Beginn der Therapie mit Mepolizumab wird ein abruptes Absetzen von Corticosteroiden nicht empfohlen
- falls erforderlich, sollte eine stufenweise Reduktion der Corticoidsteroid-Dosen unter ärztlicher Kontrolle erfolgen
- nach Beginn der Therapie mit Mepolizumab wird ein abruptes Absetzen von Corticosteroiden nicht empfohlen
- Überempfindlichkeit und verabreichungsbedingte Reaktionen
- nach Verabreichung von Mepolizumab traten akute und verzögerte systemische Reaktionen, einschl. Überempfindlichkeitsreaktionen auf, z.B.
- Anaphylaxie
- Urtikaria
- Angioödem
- Hautausschlag
- Bronchospasmus
- Hypotonie
- diese Reaktionen treten i.A. innerhalb von Stunden nach der Verabreichung auf, sind in einigen Fällen jedoch auch verzögert, d.h. typischerweise innerhalb von einigen Tagen
- diese Reaktionen können erstmalig auch nach langfristiger Anwendung auftreten
- bei Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion
- angemessene Behandlung, wie klinisch angezeigt, sollte erfolgen
- nach Verabreichung von Mepolizumab traten akute und verzögerte systemische Reaktionen, einschl. Überempfindlichkeitsreaktionen auf, z.B.
- parasitäre Infektionen
- Eosinophile können in die Immunantwort auf manche Helmintheninfektionen involviert sein
- Patienten mit bestehender Helmintheninfektionen sollten vor Therapiebeginn behandelt werden
- tritt eine Infektion während der Behandlung mit Mepolizumab auf und sprechen die betroffenen Patienten nicht auf eine antihelminthische Behandlung an
- vorübergehendes Absetzen von Mepolizumab in Erwägung ziehen
- organgefährdende oder lebensbedrohliche EGPA
- Mepolizumab wurde bei Patienten mit organgefährdenden oder lebensbedrohlichen Manifestationen von EGPA nicht untersucht
- lebensbedrohliches HES
- Mepolizumab wurde bei Patienten mit lebensbedrohlichen Manifestationen des HES nicht untersucht