Nustendi 180 mg/10 mg Filmtabletten

kohlpharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Bempedoinsäure/Ezetimib →

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N3 98 ST 260,09 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Hypercholesterinämie und gemischte Dyslipidämie
    • Erwachsene mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygot familiär und nicht-familiär) oder gemischter Dyslipidämie, adjuvant zu einer Diät
      • in Kombination mit einem Statin bei Patienten, die die Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C)-Zielwerte mit der maximal verträglichen Statin-Dosis zusätzlich zu Ezetimib nicht erreichen
      • als Monotherapie bei Patienten, die entweder eine Statin-Intoleranz aufweisen oder bei denen ein Statin kontraindiziert ist und die die LDL-C-Ziele mit Ezetimib allein nicht erreichen können
      • bei Patienten, die bereits mit der Kombination aus Bempedoinsäure und Ezetimib als separate Tabletten mit oder ohne ein Statin behandelt werden
  • Herzkreislauferkrankung
    • Erwachsene mit nachgewiesenem oder hohem Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen oder einem hohen Risiko für diese, um das kardiovaskuläre Risiko durch Senkung des LDL-C-Spiegels zu reduzieren und ergänzend zur Korrektur anderer Risikofaktoren
      • bei Patienten mit der maximal verträglichen Statin-Dosis und inadäquater Kontrolle unter zusätzlicher Ezetimib-Behandlung oder
      • bei Patienten, die entweder eine Statin-Intoleranz aufweisen oder bei denen ein Statin kontraindiziert ist, und die durch eine Behandlung mit Ezetimib nicht ausreichend kontrolliert werden können, oder
      • bei Patienten, die bereits mit der Kombination aus Bempedoinsäure und Ezetimib als separate Tabletten behandelt werden

Dosierung

  • Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie, adjuvant zu einer Diät / Erwachsene mit nachgewiesenem oder hohem Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen
    • empfohlene Dosis
      • 1 Tablette (180 mg Bempedoinsäure und 10 mg Ezetimib) 1mal / Tag
    • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • keine Daten vorhanden

Dosisanpassung

  • gleichzeitige Anwendung mit Gallensäurebindern
    • Einnahme erfolgt entweder mind. 2 Stunden vor oder mind. 4 Stunden nach der Anwendung eines Gallensäurebinders
  • gleichzeitige Therapie mit Simvastatin
    • Simvastatin-Dosis auf 20 mg / Tag begrenzen
    • Patienten mit schwerer Hypercholesterinämie und einem hohen Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen, die ihre Behandlungsziele mit geringeren Dosen nicht erreicht haben und wenn der Nutzen voraussichtlich gegenüber den potenziellen Risiken überwiegt
      • Simvastatin-Dosis auf 40 mg / Tag begrenzen
  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Patienten mit Nierenfunktionsstörung
    • leicht oder mittelschwer
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwer (eGFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2) und dialysepflichtige Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz
      • nur begrenzte Daten vorhanden
      • ggf. zusätzliche Überwachung auf Nebenwirkungen
  • Patienten mit Leberfunktionsstörung
    • leicht (Child-Pugh-Klasse A)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • mittelschwer oder schwer (Child-Pugh-Klasse B oder C)
      • aufgrund der unbekannten Auswirkungen der erhöhten Exposition gegenüber Ezetimib nicht empfohlen

Kontraindikationen

Bempedoinsäure und Ezetimib - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Bempedoinsäure plus Ezetimib
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • gleichzeitige Anwendung mit
    • > 40 mg Simvastatin / Tag
    • einem Statin bei Patienten mit aktiver Lebererkrankung oder ungeklärten anhaltenden Erhöhungen der Serumtransaminasen
      • bei Anwendung mit einem Statin, ist die jeweilige Herstellerinformation heranzuziehen

Nebenwirkungen

Bempedoinsäure und Ezetimib - peroral

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Bempedoinsäure plus Ezetimib

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anämie
      • Hämoglobin erniedrigt
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperurikämie einschließlich erhöhter Harnsäure
      • verminderter Appetit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindelgefühl
      • Kopfschmerzen
  • Gefässerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Obstipation
      • Diarrhö
      • Abdominalschmerz
      • Übelkeit
      • Mundtrockenheit
      • Flatulenz
      • Gastritis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Werte im Leberfunktionstest einschließlich anomaler Leberfunktionstest
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Rückenschmerzen
      • Muskelspasmen
      • Myalgie
      • Schmerzen in den Extremitäten
      • Arthralgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kreatinin im Blut erhöht
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ermüdung
      • Asthenie

weitere Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Bempedoinsäure

  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gicht
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gewichtsverlust
        • CLEAR-Outcomes-Studie
          • eine Gewichtsabnahme wurde nur bei Patienten mit einem Baseline-Body-Mass-Index(BMI) von >=30 kg/m2 beobachtet, mit einer mittleren Körpergewichtsreduktion von -2,28 kg in Monat 36
          • bei Patientenmit einem Baseline-BMI von 25 bis <30 kg/m2 betrug die mittlere Abnahme des Körpergewichts <=0,5 kg
          • bei Patientenmit einem Ausgangs-BMI von <25 kg/m2 war Bempedoinsäure nicht mit einer mittleren Veränderung des Körpergewichtsverbunden
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Aspartataminotransferase erhöht
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Alaninaminotransferase erhöht
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • glomeruläre Filtrationsrate vermindert
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutharnstoff erhöht

weitere Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Ezetimib

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Thrombozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit
      • einschließlich Ausschlag
      • Urtikaria
      • Anaphylaxie
      • Angioödem
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Depression
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Parästhesie (im Zusammenhang mit Ezetimib, das gleichzeitig mit einem Statin angewendet wird)
  • Gefässerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hitzewallung
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspepsie
      • gastroösophageale Refluxerkrankung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Aspartataminotransferase erhöht
      • Alaninaminotransferase erhöht
      • Gammaglutamyltransferase erhöht
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis
      • Cholelithiasis
      • Cholecystitis
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pruritus (im Zusammenhang mit Ezetimib, das gleichzeitig mit einem Statin angewendet wird)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erythema multiforme
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • CPK im Blut erhöht
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nackenschmerzen
      • Muskelschwäche (im Zusammenhang mit Ezetimib, das gleichzeitig mit einem Statin angewendet wird)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myopathie/Rhabdomyolyse
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Brustkorbschmerz
      • Schmerzen
      • Ödem peripher (im Zusammenhang mit Ezetimib, das gleichzeitig mit einem Statin angewendet wird)

Anwendungshinweise

  • Tabletten zum Einnehmen
  • mit oder ohne Nahrung einnehmen und im Ganzen schlucken

Stillzeithinweise

Bempedoinsäure und Ezetimib - peroral
  • während der Stillzeit kontraindiziert
    • aufgrund des Potenzials für schwerwiegende schädliche Auswirkungen dürfen Frauen, die Bempedoinsäure plus Ezetimib einnehmen, ihre Kinder nicht stillen
  • nicht bekannt, ob Bempedoinsäure bzw. deren Metaboliten oder Ezetimib bzw. dessen Metaboliten in die Muttermilch ausgeschieden werden

Schwangerschaftshinweise

Bempedoinsäure und Ezetimib - peroral
  • während der Schwangerschaft kontraindiziert
    • Bempedoinsäure plus Ezetimib ist vor der Konzeption bzw. ab der Feststellung einer Schwangerschaft abzusetzen
  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
  • keine oder nur begrenzte Daten aus der Anwendung von Bempedoinsäure plus Ezetimib bei Schwangeren
  • tierexperimentelle Studien mit Bempedoinsäure haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Bempedoinsäure
    • kann bei Verabreichung an Schwangere den Fötus schädigen, da es die Cholesterinsynthese und möglicherweise die Synthese anderer Cholesterinderivate, die für die normale Entwicklung des Fötus benötigt werden, vermindert
  • Fertilität
    • keine Daten über die Auswirkungen von Bempedoinsäure plus Ezetimib auf die Fertilität des Menschen
    • basierend auf tierexperimentellen Studien werden keine Auswirkungen auf die Reproduktion oder die Fertilität im Zusammenhang mit Bempedoinsäure plus Ezetimib erwartet

Warnhinweise

Bempedoinsäure und Ezetimib - peroral
  • Potenzielles Risiko einer Myopathie bei gleichzeitiger Anwendung von Statinen
    • Bempedoinsäure erhöht die Plasmakonzentrationen von Statinen
      • Statine verursachen gelegentlich eine Myopathie
    • in seltenen Fällen kann die Myopathie die Form einer Rhabdomyolyse mit oder ohne akutes Nierenversagen als sekundärer Effekt einer Myoglobinurie annehmen und zum Tod führen
    • in der Erfahrung mit Ezetimib nach der Markteinführung wurden sehr seltene Fälle von Myopathie und Rhabdomyolyse berichtet
      • die meisten Patienten, bei denen eine Rhabdomyolyse auftrat, nahmen ein Statin gleichzeitig mit Ezetimib ein
    • Patienten, die Bempedoinsäure plus Ezetimib als adjuvante Therapie zu einem Statin erhalten, sind auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung hoher Statin-Dosen zu überwachen
    • alle Patienten, die Bempedoinsäure plus Ezetimib zusätzlich zu einem Statin erhalten, sind auf das potenziell erhöhte Risiko einer Myopathie hinzuweisen und sind anzuweisen, alle ungeklärten Muskelschmerzen, jede Muskelempfindlichkeit bzw. jede Muskelschwäche unverzüglich zu melden
      • wenn diese Symptome auftreten, während ein Patient die Behandlung mit Bempedoinsäure plus Ezetimib und einem Statin erhält, sind eine geringere Maximaldosis desselben Statins oder ein alternatives Statin bzw. das Absetzen von Bempedoinsäure plus Ezetimib und die Einleitung einer alternativen lipidsenkenden Therapie unter engmaschiger Überwachung der Lipidspiegel und der Nebenwirkungen in Erwägung zu ziehen
      • wenn eine Myopathie anhand eines Kreatinphosphokinase(CPK)-Spiegels > 10 × obere Normgrenze (Upper Limit of Normal, ULN) bestätigt wird, sind Bempedoinsäure plus Ezetimib und alle Statine, die der Patient gleichzeitig einnimmt, unverzüglich abzusetzen
    • Myositis mit einem CPK-Spiegel > 10 × ULN wurde im Zusammenhang mit Bempedoinsäure und einer Hintergrundtherapie mit 40 mg Simvastatin in seltenen Fällen berichtet
      • Simvastatin-Dosen von > 40 mg dürfen in Kombination mit Bempedoinsäure plus Ezetimib nicht angewendet werden
  • Erhöhter Harnsäurespiegel im Serum
    • Bempedoinsäure kann den Harnsäurespiegel im Serum aufgrund einer Hemmung des renal-tubulären OAT2 erhöhen und eine Hyperurikämie verursachen oder verschlimmern sowie zu einer Verschlimmerung von Gicht bei Patienten mit einer Vorgeschichte von bzw. Prädisposition für Gicht führen
      • Behandlung mit Bempedoinsäure plus Ezetimibist absetzen, wenn Hyperurikämie zusammen mit Gichtsymptomen auftritt
  • Erhöhte Leberenzyme
    • in klinischen Prüfungen wurden Erhöhungen der Leberenzyme Alaninaminotransferase (ALT) und Aspartataminotransferase (AST) auf > 3× ULN im Zusammenhang mit Bempedoinsäure berichtet
      • diese Erhöhungen waren bisher asymptomatisch und nicht mit Erhöhungen des Bilirubins auf >/= 2× ULN oder einer Cholestase assoziiert und haben sich bei fortgesetzter Behandlung oder nach Absetzen der Therapie wieder auf den Ausgangswert normalisiert
    • in Prüfungen mit kontrollierter gleichzeitiger Anwendung bei Patienten, die Ezetimib zusammen mit einem Statin erhielten, wurden aufeinanderfolgend erhöhte Transaminasewerte (>/= 3× ULN) beobachtet
    • bei Einleitung der Therapie sind Leberfunktionstests durchzuführen
    • die Behandlung mit Bempedoinsäure plus Ezetimib ist abzusetzen, wenn eine Erhöhung der Transaminasen auf > 3× ULN persistiert
  • Nierenfunktionsstörung
    • nur begrenzte Erfahrungen mit Bempedoinsäure bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (definiert als eGFR < 30 ml/min/1,73 m2) vorliegend
    • die Anwendung von Bempedoinsäure bei dialysepflichtigen Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz wurde bisher nicht untersucht
    • bei diesen Patienten kann eine zusätzliche Überwachung auf Nebenwirkungen erforderlich sein, wenn Bempedoinsäure plus Ezetimib angewendet wird
  • Leberfunktionsstörung
    • aufgrund der unbekannten Wirkungen der erhöhten Exposition gegenüber Ezetimib bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B und C) wird Bempedoinsäure plus Ezetimib bei diesen Patienten nicht empfohlen
  • Fibrate
    • die Sicherheit und Wirksamkeit von zusammen mit Fibraten angewendetem Ezetimib ist nicht erwiesen
    • wenn bei Patienten, die Bempedoinsäure plus Ezetimib und Fenofibrat erhalten, eine Cholelithiasis vermutet wird, sind Untersuchungen der Gallenblase angezeigt, und diese Therapie ist abzusetzen
  • Ciclosporin
    • bei der Einleitung der Therapie im Zusammenhang mit Ciclosporin ist Vorsicht geboten
    • die Ciclosporinspiegel müssen bei Patienten überwacht werden, die Bempedoinsäure plus Ezetimib und Ciclosporin erhalten
  • Antikoagulantien
    • wenn Bempedoinsäure plus Ezetimib zusätzlich zu Warfarin, anderen Coumarin-Antikoagulantien oder Fluindion gegeben wird, muss die International Normalized Ratio (INR) entsprechend überwacht werden
  • Verhütung
    • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
    • Patientinnen sind anzuweisen, die Einnahme von Bempedoinsäure plus Ezetimib vor dem Abbruch der Anwendung von Verhütungsmaßnahmen zu beenden, wenn sie beabsichtigen, schwanger zu werden
  • Patienten mit hohem Risiko für Herzkreislauferkrankungen
    • Belege für die Anwendung des Kombinationspräparats mit Bempedoinsäure und Ezetimib bei Patienten mit hohem Risiko für Herzkreislauferkrankungen liegen nur für die lipidsenkende Wirkung vor, da für Ezetimib das Ausmaß der kardiovaskulären Risikoreduktion bei Patienten in der Primärprävention nicht abgeschätzt werden kann