Octenisept AP mit Sprühpumpe

SCHÜLKE & MAYR GmbH Wirkstoff: Octenidin →

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NotApplicable 10X250 ML

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Fachinformationen

Indikation

  • zur wiederholten, zeitlich begrenzten antiseptischen Behandlung von Schleimhaut und angrenzender Haut vor diagnostischen und operativen Maßnahmen
    • im Ano-Genitalbereich von Vagina, Vulva, Glans penis, auch vor Katheterisierung der Harnblase
    • in der Mundhöhle
  • zur zeitlich begrenzten unterstützenden Therapie bei Interdigitalmykosen sowie adjuvanten antiseptischen Wundbehandlungen

Dosierung

Basiseinheit: 100 g Lösung enthalten 0,1 g Octenidindihydrochlorid und 2,0 g Phenoxyethanol (Ph.Eur.)

  • Behandlung von Schleimhaut und angrenzender Haut vor diagnostischen und operativen Maßnahmen, unterstützende Therapie bei Interdigitalmykosen, adjuvante antiseptische Wundbehandlungen
    • Lösung 1mal / Tag aufbringen oder alternativ an schwer zugänglichen Stellen aufsprühen
      • dem Auftragen mittels Tupfer ist der Vorzug zu geben
    • in jedem Fall nach erfolgter Applikation und vor weiteren Maßnahmen, wie z. B. dem Anlegen eines Wundverbandes, Einwirkzeit von mind. 1 - 2 Min. einhalten
    • Spülungen der Mundhöhle sind möglich
      • auf den Fall beschränken, dass die gesamte Mundhöhle behandelt werden muss
      • 20 ml über 20 Sek. verwenden
    • unterstützende Therapie von Interdigitalmykosen
      • Präparat morgens und abends aufsprühen
    • Behandlungsdauer
      • ohne ärztliche Kontrolle nicht > 2 Wochen (es liegen bisher nur Erfahrungen bei einer kontinuierlichen Anwendungsdauer von ca. 14 Tagen vor)

Kontraindikationen

  • nicht zu Spülungen in der Bauchhöhle und der Harnblase und nicht am Trommelfell anwenden
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile

Nebenwirkungen

  • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
    • Brennen
    • Rötung
    • Juckreiz
    • Wärmegefühl
  • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
    • kontaktallergische Reaktionen (z. B. eine vorübergehende Rötung)
  • ohne Häufigkeitsangabe
    • nach Spülung tiefer Wunden mittels Spritze wurde über das Auftreten von persistierenden Ödemen, Erythemen und auch Gewebsnekrosen berichtet, die z. T. eine chirurgische Revision erforderten

Anwendungshinweise

  • das Präparat ist zur oberflächlichen Anwendung vorgesehen und darf nicht z. B. mittels Spritze in die Tiefe des Gewebes eingebracht werden
  • Lösung auf das zu behandelnde Areal mittels präparategetränkter Tupfer bis zur vollständigen Benetzung aufbringen
    • soweit nicht anders verordnet: zu behandelndes Areal nacheinander mit mind. 2 präparategetränkten Tupfern sorgfältig abreiben und auf vollständige Benetzung achten
  • oder alternativ: Lösung an schwer zugänglichen Stellen aufsprühen
    • dem Auftragen mittels Tupfer ist der Vorzug zu geben
  • in jedem Fall nach erfolgter Applikation und vor weiteren Maßnahmen, wie z. B. dem Anlegen eines Wundverbandes, Einwirkzeit von mind. 1 - 2 Min. einhalten
  • Spülungen der Mundhöhle sind möglich
    • auf den Fall beschränken, dass die gesamte Mundhöhle behandelt werden muss
  • unterstützende Therapie von Interdigitalmykosen
    • Präparat morgens und abends auf die befallenen Areale aufsprühen
  • um die gewünschte Wirkung zu erreichen, diese Vorgaben sorgfältig einhalten

Stillzeithinweise

  • keine ausreichenden tierexperimentellen und klin. Daten zur Anwendung während der Stillzeit
  • Anreicherung in der Muttermilch unwahrscheinlich
    • Octenidinhydrochlorid wird nicht oder nur in geringsten Mengen resorbiert
    • Phenoxyethanol wird schnell und praktisch vollständig resorbiert und nahezu quantitativ als Oxidationsprodukt über die Nieren ausgeschieden

Schwangerschaftshinweise

  • Anwendung während der Schwangerschaft kann in Betracht gezogen werden, falls notwendig
  • weitergehende Erfahrungen an schwangeren Frauen (zwischen 300 - 1.000 Schwangerschaftsausgängen) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale / neonatale Toxizität hin
  • tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • in Ratten wurden keine negativen Einflüsse auf die Fortpflanzungsfähigkeit festgestellt
    • entsprechende Daten zu Phenoxyethanol liegen nicht vor

Warnhinweise

  • Lösung nicht in größeren Mengen verschlucken oder in den Blutkreislauf, z. B. durch versehentliche Injektion, gelangen lassen
  • die Anwendung von wässrigen Octenidin-Lösungen (0,1%, mit oder ohne Phenoxyethanol) zur Hautdesinfektion vor invasiven Eingriffen wurde mit schweren Hautschäden bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht in Verbindung gebracht
  • sämtliche durchtränkte Materialien, Tücher und Kleidungen vor dem Eingriff entfernen
  • es sollten keine übermäßigen Mengen benutzt werden
  • Ansammlung der Lösung in Hautfalten, unter dem Patienten oder das Benetzen von Unterlagen oder anderen Materialien mit direktem Kontakt zum Patienten vermeiden
  • sofern Okklusivverbände in Bereichen angelegt werden, die zuvor behandelt wurden: sicherstellen, dass vor dem Anlegen des Verbandes keine überschüssige Lösung mehr vorhanden ist
  • Anwendung im Auge vermeiden
    • bei versehentlichem Augenkontakt sofort mit viel Wasser spülen.
  • nach Spülung tiefer Wunden mittels Spritze wurde über das Auftreten von persistierenden Ödemen, Erythemen und auch Gewebsnekrosen berichtet, die z. T. eine chirurgische Revision erforderten
  • Präparat nicht mittels Spritze in die Tiefe des Gewebes einbringen (um Gewebeschädigungen zu vermeiden)
    • das Präparat ist nur zur oberflächlichen Anwendung bestimmt (Auftragen mittels Tupfer oder Aufsprühen)