Omvoh 100 mg Injektionslösung i. e. Fertigspritze
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 6 ST | 2866,96 € |
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Indikation
- Colitis ulcerosa
- erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa, die auf eine konventionelle Therapie oder eine Biologika-Behandlung unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder eine Unverträglichkeit zeigen
- Morbus Crohn
- erwachsene Patienten mit mittelschwerem bis schwerem aktiven Morbus Crohn, die auf eine konventionelle Therapie oder eine Biologika-Behandlung unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder eine Unverträglichkeit zeigen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Fertigspritze/1 Fertigpen enthält 100 mg Mirikizumab in 1 ml Lösung
- erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn, die auf eine konventionelle Therapie oder eine Biologika-Behandlung unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder eine Unverträglichkeit zeigen
- Colitis ulcerosa
- Induktionsdosis
- Woche 0, 4 und 8: 300 mg Mirikizumab i.v. über mind. 30 Min.
- Erhaltungsdosis
- 200 mg als s.c. Injektion alle 4 Wochen nach Abschluss der Induktionsphase
- Verabreichung entweder als zwei Fertigspritzen oder Fertigpens zu jeweils 100 mg oder
- als eine Fertigspritze oder ein Fertigpen zu jeweils 200 mg
- Patienten nach der 12-wöchigen Induktionsphase untersuchen und bei adäquatem therapeutischen Ansprechen auf die Erhaltungsdosierung umstellen
- Patienten, die in Woche 12 der Induktionsphase keinen adäquaten therapeutischen Nutzen erzielen
- erweiterte Induktionstherapie
- Woche 12, 16, 20: 300 mg Mirikizumab i.v.
- zusätzliche intravenöse Therapie erzielt einen therapeutischen Nutzen
- ab Woche 24: Beginn mit der subkutanen Erhaltungsdosis von 200 mg Mirikizumab alle 4 Wochen
- bis Woche 24 kein therapeutischer Nutzen durch eine erweiterte Induktionstherapie
- Therapie absetzen
- zusätzliche intravenöse Therapie erzielt einen therapeutischen Nutzen
- Woche 12, 16, 20: 300 mg Mirikizumab i.v.
- erweiterte Induktionstherapie
- Patienten, die während der Erhaltungstherapie das therapeutische Ansprechen verlieren
- Reinduktion mit 300 mg Mirikizumab i.v. alle 4 Wochen für insgesamt 3 Dosen
- erneute intravenöse Therapie erzielt einen klinischen Nutzen
- Wiederaufnahme der subkutanen Gabe alle 4 Wochen
- Wirksamkeit und Sicherheit einer wiederholten Reinduktionstherapie wurden nicht untersucht
- Vorgehen bei versäumter Dosis (Fertigspritze / Fertigpen)
- diese so schnell wie möglich nachholen
- danach Dosierung alle 4 Wochen fortsetzen
- Induktionsdosis
- Morbus Crohn
- Induktionsdosis
- Woche 0, 4 und 8: 900 mg Mirikizumab i.v. über mind. 90 Min.
- Erhaltungsdosis
- 300 mg Mirikizumab (d. h. eine Fertigspritze/Fertigpen mit 100 mg und eine Fertigspritze/Fertigpen mit 200 mg) s.c. alle 4 Wochen nach Abschluss der Induktionsphase
- Injektionen können in beliebiger Reihenfolge verabreicht werden
- bis Woche 24 keine Anzeichen eines therapeutischen Nutzens: Behandlungsabbruch erwägen
- Vorgehen bei versäumter Dosis (Fertigspritze / Fertigpen)
- diese so schnell wie möglich nachholen
- danach Dosierung alle 4 Wochen fortsetzen
- Induktionsdosis
- Colitis ulcerosa
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- nur eingeschränkte Informationen für Personen >/= 75 Jahre
- Nieren- oder Leberfunktionsstörung
- nicht untersucht
- im Allgemeinen ist nicht zu erwarten, dass diese Erkrankungen einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von monoklonalen Antikörpern haben
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- 2 - < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen (keine Daten)
- Kinder < 2 Jahre
- kein relevanter Nutzen in den Anwendungsgebieten Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
- 2 - < 18 Jahre
Kontraindikationen
- Basiseinheit: 1 Fertigspritze/1 Fertigpen enthält 100 mg Mirikizumab in 1 ml Lösung
- erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa, die auf eine konventionelle Therapie oder eine Biologika-Behandlung unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder eine Unverträglichkeit zeigen
- Induktionsdosis
- Woche 0, 4 und 8: 300 mg Mirikizumab i.v. über mind. 30 Min.
- Erhaltungsdosis
- 200 mg (d. h. zwei Fertigspritzen oder zwei Fertigpens) s.c. alle 4 Wochen nach Abschluss der Induktionsphase
- Induktionsdosis
- Patienten nach der 12-wöchigen Induktionsphase untersuchen und bei adäquatem therapeutischen Ansprechen auf die Erhaltungsdosierung umstellen
- Patienten, die in Woche 12 der Induktionsphase keinen adäquaten therapeutischen Nutzen erzielen
- erweiterte Induktionstherapie
- Woche 12, 16, 20: 300 mg Mirikizumab i.v.
- zusätzliche intravenöse Therapie erzielt einen therapeutischen Nutzen
- ab Woche 24: Beginn mit der subkutanen Erhaltungsdosis von 200 mg Mirikizumab alle 4 Wochen
- bis Woche 24 kein therapeutischer Nutzen durch eine erweiterte Induktionstherapie
- Therapie absetzen
- zusätzliche intravenöse Therapie erzielt einen therapeutischen Nutzen
- Woche 12, 16, 20: 300 mg Mirikizumab i.v.
- erweiterte Induktionstherapie
- Patienten, die während der Erhaltungstherapie das therapeutische Ansprechen verlieren
- Reinduktion mit 300 mg Mirikizumab i.v. alle 4 Wochen für insgesamt 3 Dosen
- erneute intravenöse Therapie erzielt einen klinischen Nutzen
- Wiederaufnahme der subkutane Gabe alle 4 Wochen
- Wirksamkeit und Sicherheit einer wiederholten Reinduktionstherapie wurden nicht untersucht
- Vorgehen bei vergessener Dosis (Fertigspritze / Fertigpen)
- diese so schnell wie möglich nachholen
- danach Einnahme alle 4 Wochen fortsetzen
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- nur eingeschränkte Informationen für Personen >/= 75 Jahre
- Nieren- oder Leberfunktionsstörung
- nicht untersucht
- im Allgemeinen ist nicht zu erwarten, dass diese Erkrankungen einen signifikanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von monoklonalen Antikörpern haben
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- 2 - < 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen (keine Daten)
- Kinder < 2 Jahre
- kein relevanter Nutzen im Anwendungsgebiet Colitis ulcerosa
- 2 - < 18 Jahre
- erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer aktiver Colitis ulcerosa, die auf eine konventionelle Therapie oder eine Biologika-Behandlung unzureichend angesprochen haben, nicht mehr darauf ansprechen oder eine Unverträglichkeit zeigen
Nebenwirkungen
Mirikizumab - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen der oberen Atemwege, umfasst
- akute Sinusitis
- COVID-19
- Nasopharyngitis
- oropharyngeale Beschwerden
- oropharyngeale Schmerzen
- Pharyngitis
- Rhinitis
- Sinusitis
- Tonsillitis
- virale Infektion der oberen Atemwege
- Infektionen der oberen Atemwege, umfasst
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herpes Zoster
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- infusionsbedingte Überempfindlichkeitsreaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bildung von Anti-Wirkstoff-Antikörper gegen Mirikizumab (kein Zusammenhang zwischen Anti-Mirikizumab-Antikörpern und Überempfindlichkeitsreaktionen oder Reaktionen an der Injektionsstelle gefunden)
- Colitis ulcerosa Studien
- bis zu 23 % der mit Mirikizumab behandelten Patienten entwickelten nach 12 Behandlungsmonaten Anti-Wirkstoff-Antikörper, von denen die meisten einen niedrigen Titer aufwiesen und positiv auf neutralisierende Aktivität getestet wurden
- bei etwa 2 % der mit Mirikizumab behandelten Patienten waren höhere Antikörpertiter mit niedrigeren Mirikizumab-Serumkonzentrationen und einem verringerten klinischen Ansprechen assoziiert
- es wurde kein Zusammenhang zwischen Anti-Mirikizumab-Antikörpern und Überempfindlichkeitsreaktionen oder Reaktionen an der Injektionsstelle gefunden
- Morbus Crohn Studie
- 12,7 % der mit Mirikizumab behandelten Patienten entwickelten nach 12- Behandlungsmonaten Anti-Wirkstoff-Antikörper, von denen die meisten einen niedrigen Titer aufwiesen und positiv auf neutralisierende Aktivität getestet wurden
- es wurde keine klinisch signifikante Wirkung von Anti-Wirkstoff-Antikörpern auf die Pharmakokinetik oder die Wirksamkeit von Mirikizumab festgestellt
- Colitis ulcerosa Studien
- Bildung von Anti-Wirkstoff-Antikörper gegen Mirikizumab (kein Zusammenhang zwischen Anti-Mirikizumab-Antikörpern und Überempfindlichkeitsreaktionen oder Reaktionen an der Injektionsstelle gefunden)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag, umfasst
- makulöser Ausschlag
- makulo-papulöser Ausschlag
- papulöser Ausschlag
- juckender Ausschlag
- Ausschlag, umfasst
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle (bei subkutaner Injektion), einschließlich
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Erythem an der Injektionsstelle
- Reaktionen an der Injektionsstelle (bei subkutaner Injektion), einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Reaktionen an der Infusionsstelle (bei intravenöser Infusion)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte Alanin-Aminotransferase
- erhöhte Aspartat-Aminotransferase
- Erhöhung des Gesamtbilirubins
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- nur zur subkutanen Injektion bestimmt
- zu den Injektionsstellen gehören der Bauch, der Oberschenkel und die Rückseite des Oberarms
- nach einer Schulung der subkutanen Injektionstechnik kann sich ein Patient Mirikizumab selbst injizieren
- Patienten sollten angewiesen werden, jedes Mal an einer anderen Stelle zu injizieren
- wenn beispielsweise die erste Injektion in den Bauch erfolgte, könnte die zweite Injektion - um eine Dosis zu vervollständigen - in einem anderen Bereich des Bauches erfolgen
Stillzeithinweise
Mirikizumab - invasiv
- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Mirikizumab verzichtet werden soll bzw. die Behandlung zu unterbrechen ist
- dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
- es ist nicht bekannt, ob Mirikizumab in die Muttermilch übergeht
- es ist bekannt, dass humane IgG-Antikörper in den ersten Tagen nach der Geburt in die Muttermilch übergehen, die kurze Zeit später niedrige Konzentrationen erreichen
- folglich kann ein Risiko für den gestillten Säugling während dieses kurzen Zeitraums nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Mirikizumab - invasiv
- aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Mirikizumab während der Schwangerschaft vermieden werden
- bisher nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Mirikizumab bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten während und für mindestens 10 Wochen nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Fertilität
- Wirkung von Mirikizumab auf die menschliche Fertilität wurde nicht untersucht
Warnhinweise
Mirikizumab - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- in klinischen Studien wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet
- die meisten waren leicht oder moderat, schwere Reaktionen traten gelegentlich auf
- wenn eine schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktion, einschließlich Anaphylaxie, auftritt
- Mirikizumab sofort absetzen
- geeignete Therapie einleiten
- Infektionen
- Mirikizumab kann das Risiko einer schweren Infektion erhöhen
- Behandlung mit Mirikizumab sollte bei Patienten mit einer klinisch bedeutsamen aktiven Infektion nicht begonnen werden, bis die Infektion abgeklungen ist oder adäquat behandelt wird
- Risiken und Nutzen der Behandlung sollten vor Beginn der Anwendung von Mirikizumab bei Patienten mit einer chronischen Infektion oder einer Vorgeschichte mit rezidivierenden Infektionen abgewogen werden
- Patienten sollten angewiesen werden, ärztlichen Rat einzuholen, wenn Anzeichen oder Symptome einer klinisch bedeutsamen akuten oder chronischen Infektion auftreten
- wenn sich eine schwere Infektion entwickelt
- sollte das Absetzen von Mirikizumab in Erwägung gezogen werden, bis die Infektion abgeklungen ist
- Bewertung des Tuberkulose-Status vor Behandlungsbeginn
- vor Beginn der Behandlung sollten Patienten auf eine Infektion mit Tuberkulose (TBC) untersucht werden
- Patienten, die Mirikizumab erhalten, sollten während und nach der Behandlung auf Anzeichen und Symptome einer aktiven Tuberkulose überwacht werden
- bei Patienten mit latenter oder aktiver TBC in der Vorgeschichte, bei denen ein adäquater Behandlungsverlauf nicht bestätigt werden kann
- sollte vor Beginn der Behandlung eine Anti-Tuberkulose-Therapie in Erwägung gezogen werden
- hepatische Enzymerhöhungen
- Fälle von arzneimittelinduzierter Leberschädigung (einschließlich eines Falles, der die Kriterien des Hy´schen Gesetzes erfüllte) traten bei Patienten auf, die Mirikizumab in klinischen Studien erhielten
- Leberenzyme und Bilirubin bestimmen
- zu Behandlungsbeginn
- monatlich während der Induktion (ggf. einschließlich einer verlängerten Induktionsphase)
- danach sollten Leberenzyme und Bilirubin (alle 1 - 4 Monate) gemäß des Versorgungsstandards und nach klinischer Indikation überwacht werden
- wenn Anstiege der Alanin-Aminotransferase (ALT) oder Aspartat-Aminotransferase (AST) beobachtet werden und eine arzneimittelinduzierte Leberschädigung vermutet wird
- Mirikizumab absetzen, bis diese Diagnose ausgeschlossen ist
- Impfungen
- vor Beginn der Therapie mit Mirikizumab sollte der Abschluss aller Impfungen gemäß den aktuellen Impfempfehlungen in Erwägung gezogen werden
- Anwendung von Lebendimpfstoffen bei Patienten vermeiden, die mit Mirikizumab behandelt werden
- keine Daten zum Impfansprechen auf Lebend- oder Totimpfstoffe vorliegend